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Günter Bartosch (1928 - 2013†) schrieb viel (sehr sehr viel) über und aus seine(r) Zeit beim ZDF in Eschborn und Mainz .....

Der ZDF Mitarbeiter Günter Bartosch war 30 Jahre beim ZDF - also von Anfang an dabei -, ebenso wie sein deutlich jüngerer Kollege Knapitsch. Angefangen hatte sie beide bereits vor 1963 in Eschborn, H. Knapitsch in der Technik, Günter Bartosch im Programmbereich Unterhaltung.

Und Günter Bartosch hatte neben seiner Arbeit und seinen Büchern so einiges aufgeschrieben, was er damals alles so erlebt hatte. In 2013 habe ich die ganzen Fernseh- und Arbeits-Unterlagen erhalten / geerbt und dazu die Erlaubnis, die die Allgemeinheit interessierenden Teile zu veröffentlichen.
Die Einstiegsseite zu den vielen Seiten beginnt hier.

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500 Jahre deutsche Post

von Günter Bartosch im April 1988

Ein besonderes Jubiläum steht kurz bevor: 1990 feiert die deutsche Post ihr 500jähriges Bestehen - ein Ereignis, das es verdient, besonders umfassend behandelt und gewürdigt zu werden !

über das genaue Datum, wann der erste "Postkurs" durch Deutschland von Innsbruck nach Mecheln (nahe Antwerpen) ging, wird wohl noch trefflich gestritten werden, doch ist das Jahr 1490 durch Dokumente "postamtlich" belegt.

So existiert ein Schreiben in Sachen Post von Kaiser Maximilian I. an die Stadt Speyer, ein "Postmaister" ist im "Raitbuch" der Tiroler Rechnungskammer als besoldet eingetragen, und die Post ist Thema eines Vermerks in der Memminger Chronik. Grund genug also, das Jahr 1990 als Jubiläumsjahr zu begehen.

Das neuerbaute Bundespostmuseums in Frankfurt

Die Deutsche Bundespost bereitet sich auf das Jubiläum vor, und eine besondere Attraktion dürfte dabei die Eröffnung des neuerbauten Bundespostmuseums in Prankfurt sein.

Anmerkung : Heute heißt es Museum für Kommunikation.

Dieses Gebäude wird nach seiner Fertigstellung auf 7.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche vor allem auch Raum bieten, um die neuen Kommunikationstechniken anschaulich darstellen zu können, die bislang aus Platzgründen immer vernachlässigt worden waren

Neben der Dauerausstellung wird künftig auch Raum für Sonderausstellungen sein.
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Die Deutsche Post und der Mainzer Fernseh-Verein

Das weltumspannende Fernsehen ist das jüngste Kind in der 500jährigen Geschichte der deutschen Post, doch auch das Fernsehen ist inzwischen schon mehr als 100 Jahre alt.

Der Historie des Fernsehens widmet sich der Verein "Museum für deutsche Pernsehgeschichte" (RFM e.V.) mit Sitz in Mainz, und dieser Verein möchte mit der Deutschen Bundespost gemeinsam das festliche Jubiläum begehen.

Das erste Fernsehprogramm der Deutschen Reichspost

Das Fernsehen, das in der modernen Zeit zu einem "Medium" geworden ist und von der Post weltumspannend in alle Wohnstuben, -hütten, -zelte gesendet wird, ist, daran sei ausdrücklich erinnert, eine deutsche Erfindung.

Die deutsche Post hat für dieses "Medium" weltweit anerkannte Pionierarbeit geleistet; das erste regelmäßige Fernsehprogramm der Welt fand bei der Deutschen Reichspost statt.

Über den Verein "Museum für deutsche Fernsehgeschichte"

Der Verein "Museum für deutsche Fernsehgeschichte", der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Entwicklung des Fernsehens zu erfassen, aufzubereiten und zu dokumentieren, ist eine Gemeinschaft aktiver Künstler und Ingenieure, die über Jahrzehnte hinweg für das Fernsehen gearbeitet haben und teilweise noch immer dabei sind.

Zu den Mitgliedern gehören leitende Mitarbeiter und Techniker deutscher Gerätefirmen und der ehemaligen Reichs- und jetzigen Bundespost, Schauspieler, Regisseure, Produktionsfachleute und interessierte Freunde des Fernsehens.

Seit vielen Jahren sind historische Geräte, technische Ausrüstung, wertvolle Einzelstücke und Dokumente zusammengetragen worden, die zeigen, daß der Fortschritt auf dem Gebiet des Fernsehens noch schneller und eindrucksvoller vonstatten ging als der des Automobils.

Und immer war die Entwicklung des Fernsehens eine Sache der Post. Das Fernsehen ist aber nicht nur eine technische Institution, sondern lebt durch das, was vor den Kameras und Mikrofonen geschieht.

Deshalb will der Verein auch eine Brücke schlagen zwischen den technischen und den programmlichen Bemühungen in der Vergangenheit, die dieses Medium erst zu dem gemacht haben, was es heute ist: Ein nicht mehr wegzudenkendes Instrument der Information, Bildung und Unterhaltung.

Was sich alles an Zusammenarbeit anbietet .......

Für das 500-jährige Jubiläum der deutschen Post bieten sich viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit an, von historischen Dokumentationen über Einzelbereiche der Post als Fernsehbeiträge, die der Verein mit eigenen Produktionsmitteln herstellen kann, bis zur großen Fernseh-Sonderausstellung des Vereins für die Deutsche Bundespost mit Exponaten, Bildern und Dokumenten aus der Sammlung des Vereins.

Auch Vorträge zum Thema Fernsehen und zur künstlerischen und technischen Entwicklung dieses Mediums kann der Verein organisieren.

Jede Art fernsehspezifischer Aufarbeitung der Details aus 500 Jahren Postgeschichte (z.B. Postkutschen, Uniformen, Briefmarken, Brief- und Paketdienst, Luftpost, Telegraphie, Telefon, Überseekabel, Punkverbindungen, Bildschirmtext usw.) kann vom Verein "Museum für deutsche Fernsehgeschichte" zusätzlich zu allem, was Hörfunk und Fernsehen betrifft, übernommen und realisiert werden - zur Darstellung der Postgeschichte in den Programmen aller Fernsehsender (privat oder öffentlichrechtlich) und für den Vertrieb auf Video-Kassetten.

500 Jahre deutsche Post - der Verein "Museum für deutsche Fernsehgeschichte" würde für dieses Jubiläum gern und in vielfältiger Weise mit der Deutschen Bundespost zusammenarbeiten !

geschrieben im April 1988 Für den Verein "Museum für deutsche Fernsehgeschichte" (RFM e.V.), Mainz - Horst Gotzmer 1. Vorsitzender und Günter Bartosch
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