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Günter Bartosch (1928 - 2013†) schrieb viel (sehr sehr viel) über und aus seine(r) Zeit beim ZDF in Eschborn und Mainz .....

Der ZDF Mitarbeiter Günter Bartosch war 30 Jahre beim ZDF - also von Anfang an dabei -, ebenso wie sein deutlich jüngerer Kollege Knapitsch. Angefangen hatte sie beide bereits vor 1963 in Eschborn, H. Knapitsch in der Technik, Günter Bartosch im Programmbereich Unterhaltung.

Und Günter Bartosch hatte neben seiner Arbeit und seinen Büchern so einiges aufgeschrieben, was er damals alles so erlebt hatte. In 2013 habe ich die ganzen Fernseh- und Arbeits-Unterlagen erhalten / geerbt und dazu die Erlaubnis, die die Allgemeinheit interessierenden Teile zu veröffentlichen.
Die Einstiegsseite zu den vielen Seiten beginnt hier.

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2000 UND DIE FERNSEHGESCHICHTE

- Die Entwicklung des Mediums in Zeitabschnitten -
von Günter Bartosch im Febr. 2000

Teil 1) 1900 bis .... und Teil 2)  .... bis 1990
Quellen: Dr. Gerhard Eckert "Von Nipkow bis Telstar", Frankf./M. 1963 und Archiv "Museum für deutsche Fernsehgeschichte".
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Vor 100 Jahren (1900)

Vor 100 Jahren (1900) soll der Franzose Perkyi in einem Kongreßkatalog, vermutlich anläßlich der Pariser Weltausstellung, zum ersten Mal das Wort "Television" benutzt haben. Es ist somit französischen Ursprungs.

Paul Nipkow nannte sein 1884 als Patent angemeldetes Fernsehverfahren noch "Electrisches Teleskop". In einer 1895 in Preußen erschienenen Broschüre schrieb Maximilian Plesser schon über das "Elektrische Fernsehen".
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Vor 75 Jahren (1925)

Vor 75 Jahren (1925) arbeitet Professor August Karolus im Physikalischen Institut der Universität Leipzig an der Entwicklung des Fernsehens. Versuche beginnen auch der Ungar Denes von Mihaly in Berlin und Professor Takayanagi in Japan.

Der schottische Fernsehpionier John Logie Baird führt im April 1925 seine bisher erzielten Fernsehleistungen drei Wochen lang im Kaufhaus von Selfridge in London öffentlich vor. Im Dezember nimmt in Jena Professor Esau den ersten UKW-Sender in Betrieb.
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Vor 70 Jahren (1930)

Vor 70 Jahren (1930) arbeitet der junge Manfred von Ardenne an der Verwendung der Braunschen Röhre für die Bildübertragung und stellt am 14. Dezember in seinem Laboratorium in Berlin-Lichterfelde vollelektrisch ein Fernsehbild her, dessen Schärfe allerdings noch gering ist.

Als Stummfilm wird ein erstes kleines Fernsehspiel "Morgenstunde hat Gold im Munde" gedreht, das für Versuchssendungen eingesetzt wird. Diese finden noch über Langwelle statt, doch wird im Sommer ein UKW-Fernsehsender - zweiteilig für Bild und Ton - in Betrieb genommen.

John Logie Baird zeigt am 28. Juli im Londoner Coliseum eine Fernsehgroßproduktion mit 21.000 Glühlampen bei 30 Zeilen. Die gleiche Vorführung wird vom 18. bis 30. September 1930 auch im Varieté-Programm der Berliner Scala gezeigt. (Bericht in ZDF-Kontakt 6/90). NBC eröffnet ein Fernseh-Programm in New York. In Deutschland erfolgt zum ersten Mal versuchsweise eine Fernsehübertragung mit Personenabtastung über 40km zwischen Nauen und Geltow.

Vor 65 Jahren (1935)

Vor 65 Jahren (1935) beginnt am 22. März der "erste regelmäßige Fernseh-Programmdienst der Welt" in Berlin mit 180 Zeilen. (Bericht in ZDF-Kontakt 3-6/95).

Ebenfalls in Berlin wird die aktuelle Berichterstattung durch den Einsatz eines Zwischenfilm-Reportagewagens getestet. Ferner werden die ersten öffentlichen Fernsehstellen für Publikum eingerichtet. Am 15. Mai gibt es in Berlin schon insgesamt fünf davon.

Mit fahrbaren Sendeanlagen (LKW-Konvois) werden in Deutschland Reichweitenmessungen vorgenommen. Auf der 12. Großen Deutschen Funkausstellung zeigt eine "Fernsehstraße" 20 Fernsehempfänger von sechs verschiedenen Firmen.

Am 19. August vernichtet ein Großfeuer die hölzerne Funkhalle und dabei auch die beiden UKW-Sender (Bild und Ton) des Fernsehens. Über Provisorien wird weitergesendet.

Das Versuchsprogramm erhält den Titel "Fernsehsender Paul Nipkow"; der 75jährige Nipkow wird von der Universität Frankfurt/Main als "Schöpfer grundlegender Gedanken für die Fernsehverfahren" zum Ehrendoktor der Naturwissenschaften ernannt. Vom Pariser Eiffelturm werden mit 180 Zeilen die ersten Fernsehsendungen ausgestrahlt.
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Vor 60 Jahren (1940)

Vor 60 Jahren (1940) stirbt Paul Nipkow am 24. August, zwei Tage nach seinem 80. Geburtstag, und erhält als erster deutscher Ingenieur ein Staatsbegräbnis mit einer Zeremonie im Vorhof der Berliner Universität, die auch vom Fernsehen übertragen wird.

Während CBS in den USA ein Farbfernsehverfahren präsentiert, werden wegen des Krieges die Arbeiten am Farbfernsehen in der Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost eingestellt. Das Laboratorium in Berlin hatte auch schon Fernsehbilder von 1.029 und sogar 2.000 Zeilen erzielt.

Vor 55 Jahren (1945)

Vor 55 Jahren (1945) endet Ende April mit der Kapitulation der deutschen Streitkräfte in Berlin am 2. Mai das deutsche Fernsehen, das seit dem 1. September 1944 nur noch aus einem Filmtrupp bestand. Die erhalten gebliebenen Geräte werden von den Sowjets beschlagnahmt und in die Sowjetunion transportiert.

Ein in Holstein stationierter Bildsenderzug von vier Wagen übersteht das Kriegsende. Zusammen mit Apparaturen der Hamburger Fernseh-Drahtfunk-Einrichtung wird er von den britischen Militärbehörden beschlagnahmt und im Frühjahr 1946 nach England gebracht.

Das französische Fernsehen nimmt in den für das deutsche Fernsehen in Paris eingerichteten Studios "Magic City" den Nachkriegsbetrieb auf.
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Vor 50 Jahren (1950)

Vor 50 Jahren (1950) wird am 22. März - pünktlich zum Jubiläum des Fernsehbeginns vor 15 Jahren - vom Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) in Hamburg das erste deutsche Fernsehbild nach dem Kriege gezeigt.

Ort des Geschehens: Ein neu eingerichtetes Fernsehstudio im Hochbunker auf dem Heiligengeistfeld. Am 12. Juli wird ein erstes deutsches Fernsehbild von dort ausgestrahlt; am 27. November beginnt ein Fernsehversuchsbetrieb des NWDR, zunächst dreimal wöchentlich. (Andere deutsche Sender folgen erst später).

Am 5. August wird in Bremen die Arbeitsgemeinschaft der Randfunkanstalten Deutschlands (ARD) gegründet. (Die Gründung des ZDF erfolgt rund 11 Jahre später.)

Vor 45 Jahren (1955)

Vor 45 Jahren (1955) produziert ab 15. Februar der Sender Freies Berlin (SFB) seine Programme im Berliner Deutschlandhaus. Damit wird das erste, speziell für das Fernsehen in Deutschland eingerichtete Studio (von 1938) nach mehr als zehnjähriger Zwangspause wieder in Betrieb genommen. Die Zahl der Fernsehteilnehmer in der Bundesrepublik Deutschland wächst sprunghaft von 84.278 am Jahresbeginn auf 283.750 am Jahresende.

Vor 40 Jahren (1960)

Vor 40 Jahren (1960) erbaut die Gesellschaft "Freies Fernsehen", die das Programm für die am 25. Juli 1960 gegründete private "Deutschland-Fernsehen GmbH" gestalten soll, ihr Fernsehgelände auf einem ehemaligen Bauernhof in Eschborn bei Frankfurt.

(Am 29. Juni 1962 übernimmt das ZDF das Areal zur Vorbereitung des eigenen Programms.) Das Bundesverfassungsgericht erläßt am 17. Dezember 1960 eine einstweilige Verfügung gegen das geplante private zweite Fernsehprogramm. (Als Folge des späteren Urteils vom 28 Februar 1961 - das erste in Sachen Fernsehen - wird dem Bund die Kompetenz abgesprochen, politisches Fernsehen zu senden.)

Der restliche Text ist weg ?????
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