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Was gibt es Neues in den virtuellen Fernsehmuseen 1 + 2 ?

Hier schreiben wir in unregelmäßiger Reihenfolge über Neues und Altes, Wichtiges und weniger Wichtiges, Aufregendes und Belangloses, das uns so vor die Füße gefallen ist. Und wir schreiben unsere eigene Meinung !! Die muss nicht mit der Ihren übereinstimmen. Also bitte nur weiter schmökern, wenn Sie so tolerant sind, auch die Meinung Anderer ertragen zu können. Und auf dieser Folge-Seite stehen die jeweils letzten 20 Änderungen im Fernsehmuseum. Neues der anderen Museen steht hier :
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Die Askania Universal 1926

Aug. 2017 - Das "Drehbuch des Kameramanns" (1926) ist jetzt komplett.

Es hatte zwei ganze 12 Stunden-Tage gedauert, die sich aber gelohnt haben. Es ist nämlich ein zerbrechliches Heftchen (besser : eine uralte teils vergilbte Broschüre) aus 1926 und damit über 90 Jahre alt und diese Bedien-Anleitung ist repräsentativ für viele deutsche Unternehmen. Es gab damals überhaupt keine komfortablen Hilfsmittel zur Gestaltung solch eines "Bilderbuches". Das war nahezu unendlich aufwendig und vor allem enorm teuer. Die mehr als 70 Bilder mussten alle kontrastreich fotografiert und dann lithographiert werden. Weiterhin wurden von diesen 35mm Profi-Kameras keine tausende von Stück produziert, es waren kleinste Stückzahlen. Und dennoch ist diese Askania- Anleitung in jeder Beziehung mustergültig und ein Mosaiksteinchen, warum deutsche High-Tech Produkte auf dem Weltmarkt von 1926 bis 1939 sehr gefragt waren.

Aug. 2017 - einer der ältesten Fese Ingenieure ist 90 geworden

Heinrich Zahn in 2017

Richard Heinz schreibt : Lieber Axel, heute am 1.8.2017 ist Heinrich Zahn 90 geworden, vielleicht interessiert es die alten FESE-Kollegen. - Wir haben ihn heute besucht und er ist bei guter Gesundheit und geistig rege wie wir ihn kennen. Rechts ein aktuelles Foto.
Heinrich Zahn absolvierte 1947 an der Darmstädter Ingenieur- schule das Maschinenbaustudium. Danach Anfang der 1950er Jahre kam er zur FESE. Er arbeitete zunächst im Konstruktions- büro bei Herrn Pioch. Dort entwickelte er Teile der KOC und KOD Kamera (die Kurbel-Funktion für den Objektiv-Revolver) und etwa ab 1960 das 16mm Schnellschaltwerk des neuen Filmabtasters, das durch Vakuum innerhalb der V-Lücke den 16-mm-Film um ein Bild weiterschaltete. In der MAZ-Entwicklung folgten weitere Schritte. Später arbeitete er im Verkauf, insbesondere in USA und vertrat sehr würdig in Gremien wie SMPTE, IEC usw. die Firma Bosch Fernsehanlagen und später BTS. Bei der IEC (Internationale Elektrotechnische Kommission) war er lange Jahre Chaiman der Haupabteilung "Videorecording". Aber alles, was dieser umtriebige Mann alles machte, kann ich nicht aufzählen.

Anmerkung :
Mit Herrn Zahn habe ich einige Zeitzeugen Gespräche geführt, die auch schon in Teilen hier veröffentlicht sind. Er ist einer der ältesten lebenden Zeitzeugen aus den Anfängen der Schwarz-Weiß Fernseh-Technik.

Übrigens - der Vater des Autors Gert Redlich - Gerhard Redlich - war einer der ältesten noch lebenden Zeitzeugen aus den Nachkriegs-Kinozeiten und hat uns erst im Feb. 2017 mit fast 98 Jahren verlassen.

Juli 2017 - Neue Seiten über Max Killi Holz-Stative

ein gewaltiges Kugellager

Die uralten Holzstative von Max Killi aus München sind rar geworden und die Stativköpfe sowie die Dollywagen sind ebenfalls in die Jahre gekommen. Wenn die dann zu einem historischen "Dreh" herausgeholt werden, "dreht" sich bei den Stativköpfen fast nichts mehr. Das Fett in den oder dem Kugellager(n) ist ausgetrocknet bzw. verharzt. Mit etwas Aufwand kann man das aber wieder gängig herrichten, sodaß die Fernseh-Kameras oben drauf wieder butterweich geschwenkt werden können. Hier geht es zu den Max Killi Seiten.

Juli 2017 - Fernsehen "machen" um 1959 - in Berlin

Die CCC Studios von Artur Brauner
und sie leuchten wieder

Die Aufgabe war, eine Fernsehsendung - irgendwann im Jahr 1959 - in einem Berliner Filmstudio nachzuspielen. Und zu solchen frühen Fernsehsendungen sowohl im Studio wie auch draußen gehörten immer vier dieser alten Fernsehkameras. Den Rest der damaligen Fernseh-Technik bekamen die Zuschauer fast nie zu Gesicht. Natürlich mußten das 4 optisch gleiche Kameras sein, denn so war das damals. Sowohl in den Studios wie auch in den frühen Übertragungswagen wurde immer in Einheiten von 4 gedacht und geplant. In dem Buch über 40 Jahre Radio Bremen und den Kapiteln über den berühmten "Beatclub" hatte der Autor sehr blumig die finanziellen Probleme eines kleinen Senders (Radio Bremen) mit jeweils 250.000 DM je Kamera erzählt. Bei unserem "Dreh" sollten auf jeden Fall auch die roten Tally Lämpchen leuchten. Sie haben geleuchtet und die Augen des Regisseurs auch. Das war sehr erfreulich. Hier finden Sie den ausführlichen ersten Teil über diesen "Dreh".

Juli 2017 - eine Kiste voller Geschenke aus Berlin

Bei dem Besuch in Berlin zum Filmdreh in den Spandauer CCC Studios hat mir ein Freund eine Kiste voller Bücher geschenkt. Und dort sind zwei Schätze dabei, die Seltenheitswert haben. Von der legendären Firma Askania (ehemaliger Hersteller einer berühmten 35mm Filmkamera) haben wir "Das Drehbuch des Kameramanns" von 1926 bekommen und von den SIEMENS-Plania Werken die "Kino-Kohlen-Fibel" von 1939. Diese Askania "Anleitung" ist sehr reich bebildert und Bilder und Fotos in Büchern oder Heften waren 1926 extem teuer. Und vor dem Einblick in dieses SIEMENS Heftchen wußte ich bislang gar nicht, daß SIEMENS jemals Kinokohlen hergestellt hatte.

Juli 2017 - historische Fese KOD Kameras filmreif gemacht

die Tally Lichter leuchten
ein versteckter !! Transistor

Für eine Veranstaltung in einem Filmstudio haben wir 2 historische FESE Kameras von 1958/1962 optisch aufgearbeitet und "filmreif" überarbeitet. Dabei haben wir je eine "KOC"-, eine "KOD"- und eine "KOE"- Type vor uns gehabt. Aus den dreien konnten zwei wirklich gutaussehende Requisiten gezaubert werden mit allem "Drum und Dran" wie vor 55 Jahren.

Aus Gründen der leichteren Tragbarkeit wurde das Innenleben weitgehend entkernt, denn diese Röhrentechnik bekämen wir sowieso nie wieder stabil (und vor allem dauerhaft) zum Leben. Die Gehäuse wiegen jetzt deutlich unter 20 Kilo. Alle Dellen sind ausgebeult und alle Äußerlichkeiten aufgehübscht. Mit den beiden Max-Killi Holz-Stativen sieht es jetzt nahezu historisch echt aus.

Dabei sind natürlich eine Menge Eigenschaften aufgefallen
, so zum Beispiel, daß sich 3 ganz ganz frühe Germanium Transistoren unter die vielen Röhren "geschmuggelt" hatten. In der "KOE" von 1962 gab's dann noch einen vierten und sogar fünften ganz dicken Leistungs-Transistor.

Es gibt eine Menge Neues im 1. Halbjahr 2017

Die Tagebücher eines Kinotechnikers von 1949 bis 1961

Im ersten Halbjahr sind mindstens 500 neue Seiten dazu gekommen. Insbesondere im Bereich Kino und Kinotechnik habe ich Bücher erhalten, die bislang nirgendwo im Web zu finden sind. Neu ist nicht nur die Anleitung für gelernte Film- vorführer zur Benutzung der Bogenlampe am 35mm Projektor aus 1950, sondern auch die physikalischen Gegebenheiten und Prinzipien der 10KW Hochstrom-Kohle-Bogenlampe (damals in Flugabwehrscheinwerfern) von einem Fachmann aus 1947. In diesem Buch stehen viele Informationen, die selbst bei ausgewiesenen Kinoleuten nicht bekannt waren. Im Moment fehlen dort noch mehrere hundert Bilder und Grafiken.

Weiterhin habe ich den Nachlass meines verstorbenen Vaters genauer durchleuchtet und in den Ecken der Schränke eine Menge alter Kino-Bücher gefunden, so das dicke 1000 Seiten starke Große Film- und Kino-Adressbuch aus 1954 und das aus 1957. Versteckt waren da auch die Tagebücher von 1949 bis 1960, als es mit der UFA zuende ging.

Neujahr 2017 - Rückblick auf und über die Museenseiten

Etwa im September 2003 hatte ich mit der Webseite über die digitalen Bandmaschinen Namens DLT und später LTO sowie die Magnetbandtechnik im Allgemeinen begonnen. Durch reinen Zufall sind im April 2006 die Seiten des Deutschen Fernsehmuseums entstanden. Im Sept. 2007 wuchs die Idee, den Bereich Hifi auf den Hifi-Museenseiten zu präsentieren. Und im Februar 2008 hatte ich dann die historischen Tonbandseiten aus der Magnetbandtechnik ausgegliedert. Das ist jetzt teilweise 14 Jahre her und ich bin inzwischen 67 geworden.
In der ganzen Zeit habe ich manch herbe Kritik verdauen müssen, so, wie es heute noch in manchen Foren schlagkräftig zur Sache geht. Die allermeisten Kritiker wollten nie verstehen, daß es sich hier fast ausschließlich um Genuß und Freude und Gaudi dreht. Es sind aber über zweitausend Mails von Lesern und Besuchern angekommen, die sich sehr lobend geäußert haben und das hat mir auch mal gut getan. Ein bischen Arbeit hatten diese 18.000 Einzel-Seiten schon gemacht.

Bei all den Freuden über die dinglichen Vergnügen wie Hifi und Video und HDTV sind sehr oft die Menschen vergessen worden, nämlich die, die ganz tief im Schlamassel stecken. Und so habe ich mich im Jahr 2016 ganz intensiv um einen von der Medizin beinahe aufgegebenen Freund gekümmert. Die Webseiten traten in den Hintergrund - der Mensch in den Vordergrund. Und es hat funktioniert, mein Freund kann wieder sprechen, laufen und sogar wieder lachen. Dabei war er fast schon tot.

Auch der Einblick in ein Reha-Krankenhaus und in ein Seniorenstift war außerordentlich erhellend. Und so habe ich es mit seiner Erlaubnis dokumentiert, wie man sich als glücklicher Gesunder für "den Anderen" - für den oder die Mitmenschen einsetzen kann, ohne einer bestimmten Religion anzugehören und ohne ein Parteibuch zu haben.

Unsere News werden immer jahrgangsweise archiviert. Die aktuellen Änderungen auf den Webseiten stehen hier. Werfen Sie einen Blick in diese Historie der letzten Web-Änderungen.
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