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Der "aktuelle" Film im Fernsehen, das ist bereits Geschichte.

35mm Film auf dem Schneidetisch
35mm Lichttonfilm
16mm Bild- und Ton-Film (Cord) nebeneinander

Inzwischen wird es fast verdrängt, aber der Film war im täglichen Fernsehen mal der dominierende Programmträger.

 

Selbst, als die MAZen so nach und nach die 35mm Normalfilm Fernsehproduktionen vedrängten (Bild rechts ein 35mm Film-Muster), war der 16mm Film in der aktuellen Berichterstattung noch für lange Zeit das Medium an sich. Später sprach man dann nur noch von EB (= elektronische Berichterstattung).

Und heute weiß es fast keiner mehr, beim Fern- sehen wurde der 16mm Film (mit dem eigentlichen Bild drauf) auf einem zweiten 16mm (Magnetband-) Film vertont und diese beiden "Filme" liefen auf der sogenannten Cord-Maschine synchron nebeneinander her.

Die auf ganz normalem Tonband (z.B. mit der Nagra III) gemachten Aufnahmen mit dem sogenannten Synchron- Klatscher, der Klappe, wurden auf "Cord" überspielt und dann zusammen mit dem Film-Rohmaterial geschnitten.

Erst mit dem Aufkommen der ersten U-Matic Recorder
und später mit den weiter und deutlich verbesserten Beta-SP Camcordern lief dieses (aus heutiger Sicht) sehr aufwendige Konzept so langsam aus. Denn auch die Nachbearbeitung des neuen Rohmaterials, also das elektronische "Schneiden" und das "Vertonen" der Bilder mit Synchron-Ton mußte erlernt werden und natürlich mußten auch die entsprechenden völlig neuen (elektronischen) Schnittplätze eingerichtet werden.

Aber davon kommt später noch mehr auf den Seiten der Sender.

Bei den Filmen gab es die unterschiedlichsten Formate.

Der beeindruckende 70mm Film mit 6 Kanal Magnetton

Also abgesehen davon, daß es 8mm, 16mm, 35mm und 70mm (65mm gab es auch noch) Filmmaterial gab, (es gab sogar gigantische Cinerama Dokumentarfilme "Die sieben Weltwunder" auf 3 x 35mm Filmen) so war auch auf den Filmen immer unterschiedlich viel drauf. Das Filmmaterial mit seiner Perforation auf meist beiden Seiten war nahezu gleich.
Vergleichen Sie zum Beispiel Ihre Kleinbild- Dia- Filme zu Hause mit dem Kino-Film-Format rechts im Bild, dann sehen Sie, wie man auf dem gleichen Grundmaterial unterschiedlich große nutzbare Bildfächen samt diverser Tonspuren unterbringen kann.

 

Bei dem sogenannten Cinemascope Format von 1953 wurde das Bild bei der Aufnahme sogar horizontal "gestaucht" und bei der Wiedergabe mit Hilfe einer Spezial-Vorsatzlinse (einem Anamorphot) wieder "entstaucht" bzw. entzerrt.
So wurde mit vorhandenem 35mm Rohmaterial ein beeindruckendes 2,35:1 Superbreitbild auf der "Kino-Leinwand" dargestellt. Das können die normalen Fernseher so gar nicht wiedergeben. Deshalb wurde bei der Umsetzung dieses Filmformates auf das 4:3 Fernsehformat oben und unten mit schwarzen Streifen maskiert und getrickst (das Bild wurde zusätzlich links und rechts stark beschnitten) mit allen möglichen Nachteilen.

Selbst das "moderne" 16:9 Fernseh- Breitbild entspräche nur etwa einem 1.78:1 Format. Bei Cinemascope Filmen sehen Sie also immer noch oben und unten zwei dicke schwarze Balken.
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Es gibt viele Museen, die sich mit dem Thema Film beschäftigen.

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Wir haben sie fast alle besucht und werden sie hier vorstellen.
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Hier ein paar Links zum Film und zum Kino:

Zum Beispiel ein Kinobetreiber in Wolfsberg, Kärnten (Austria)
kino-schuessler.at/technik.html gibt es nicht mehr (2013)

Wo oder auf welchen Seiten soll es weitergehen ?

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