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Günter Bartosch (1928 - 2013†) schrieb viel (sehr sehr viel) über und aus seine(r) Zeit beim ZDF in Eschborn und Mainz .....

Der ZDF Mitarbeiter Günter Bartosch war 30 Jahre beim ZDF - also von Anfang an dabei -, ebenso wie sein deutlich jüngerer Kollege Knapitsch. Angefangen hatte sie beide bereits vor 1963 in Eschborn, H. Knapitsch in der Technik, Günter Bartosch im Programmbereich Unterhaltung.

Und Günter Bartosch hatte neben seiner Arbeit und seinen Büchern so einiges aufgeschrieben, was er damals alles so erlebt hatte. In 2013 habe ich die ganzen Fernseh- und Arbeits-Unterlagen erhalten / geerbt und dazu die Erlaubnis, die die Allgemeinheit interessierenden Teile zu veröffentlichen.
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Febr. 1997 - Was falsch ist, ist falsch

Für ZDF-Kontakt von Günter Bartoseh im Febr. 1997

Niemand ist unfehlbar. Aber offensichtlich ist ein Computer-Lesegerät, ein sogenannter Scanner, fehlbarer als eine Schreibmaschine.

Im Kontakt-Artikel über Daten der Fernsehgeschichte des Heftes 1-2/1997 machte der Scanner aus einer 3 eine 5 und verlegte damit die Einführung der deutschen Fernsehnorm mit 441-Zeilen aus dem Jahr 1937 ins Jahr 1957.

Damit war jenen klugen 33 Vertretern der deutschen Fernsehtechnik Unrecht getan, die am 22. September 1948 unter dem Vorsitz des Fernsehpioniers Dr. Werner Nestel die 625-Zeilen-Norm für das künftige deutsche Fernsehen beschlossen hatten.

Immerhin gilt diese Norm noch heute und hat sich nun fast ein halbes Jahrhundert lang bewährt ! Im Jahre 1937 war hingegen schon die Festlegung auf die Norm von 441-Zeilen ein großer Schritt in die Fernsehzukunft.
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Der verflixte Scanner

Damit auch die Leser von "ZDF-Kontakt" getrost nach Hause tragen können, was sie mit der Zeitschrift schwarz auf weiß besitzen, ist diese Berichtigung sicherlich nötig.

Und damit alle, die im ZDF mit Computer-Scannern umgehen, auch um eine Erfahrung reicher sind, sei ihnen gesagt, daß speziell der Auswurf von Zahlen einer kritischen Nachprüfung bedarf.

Im vorliegenden Fall wurde - vom Scanner - auch der Einsatz von 130 elektronischen Farbkameras (während einer Olympiade) auf 150 erhöht. So gern man sich mit besonderem Aufwand schmücken möchte, wäre es doch des Guten zuviel.

und noch ein Fehlerteufel

Anders ist es, wenn nicht ein Scanner- oder Druckfehlerteufel am Werke war, sondern schlichtweg falsche Informationen weitergegeben werden.

Woher sie kamen, ist dem Autor ein Rätsel, doch war er baß erstaunt, lesen zu müssen, daß Willy Brandt mit seinem vom Bild gezeigten historischen Knopfdruck am 25. August 1967 die Spielshow "Der Goldene Schuß" gestartet habe. O nein !

Der historische Augenblick (der Autor berichtete in "ZDF-Kontakt" 8-9/1992 darüber) fand exakt um 10.58 Uhr während seiner Eröffnungsrede zur 25. Großen Deutschen Punkausstellung statt, während die erste große Farbfernseh-Show "Der Goldene Schuß" erst am Abend gesendet wurde.

Und - bitteschön - Willy Brandt war seinerzeit nicht (mehr) der Regierende Bürgermeister von Berlin, sondern Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland !

Günter Bartosch

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