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Die privaten Sender

haben keine laufenden (staatlich garantierten) Einnahmen, sondern leben von den tagesaktuellen Einschaltquoten, mit denen Sie die Werbekunden locken und ködern.

 

Sie haben ein gesetzliches Anrecht auf Sendefrequenzen und können Tag und Nacht senden, was sie wollen (jedenfalls fast alles). Es ist nämlich so, daß der Zuschauer (der "Bürger") ein Recht auf den Zugang auf alle nur möglichen Programme seine persönliche Freiheit nennt und die ist im Grundgesetz verbrieft. Jedenfalls haben die Gerichte das so entschieden. Im Umkehrschluß kann daher also jeder seinen Sender aufmachen und kann somit das Recht zum Senden erzwingen (mit kleinsten Einschränkungen).

Sex oder Blut, das muß dann her.

Die scheinbar wichtigsten Lock- und Zug- Mittel weltweit (also Europa, Japan und die USA) sind Sex und Blut, also nackte Brüste (oder mehr) und Mord und Totschlag. Je mehr Blut fließt, desto höher die Einschaltquoten.

 

Also je "nackter" (kommt aus Pisa) der Busen, desto mehr Zuschauer. Alle winken ab und behaupten, es sei gar nicht so. Die Statistiken sprechen eine andere Sprache. Wenn man auf diese "blöden" Zuschauer angewiesen ist, dann ist eigentlich jedes Mittel recht, die Quote hoch zu "heizen".

 

Das tun sie dann auch und unterbrechen einen halbwegs attraktiven Spielfilm sooft sie können bis weit über die erlaubte Werbezeit (pro Unterbrechung) hinaus und zahlen lieber Strafe, Hauptsache, die Quote stimmt.

 

Und ARD und ZDF hecheln hinterher. Der Werbekuchen scheint also der lukrative Anreiz zu sein, das Niveau des Programms Stück für Stück sinken zu lassen.

Und dennoch, es muß sich rechnen.

Auch wenn "der Kirch" umgegangen ist, es muß sich rechnen, privat zu sein und solch ein Fernsehen zu machen. Wir hätten gerne mal gewußt, wie oft sich schon die Linse gekringelt hat, bei dem, das sie da zu sehen bekam.

 

Den Quartalszahlen nach zu urteilen, werden da gewaltige Summen umgesetzt (also nicht nur in Deutschland oder USA) und auch richtige Gewinne erzielt.

 

Muß es erst so weit kommen ?

Die Geschichte zeigt jedoch, alles kann sich ändern, manchmal sogar ganz schnell und völlig unerwartet.

 

Noch ein paar Morde mehr, die nachweislich auf den Konsum der Unmengen von gewalttätigen Fernsehsendungen zurückzuführen sind und die Hoffnung steigt, daß dort (leider) von Staatswegen endlich eingeschritten wird (werden muß).

 

Es ist also die Frage, wollen wir die gleiche verlogene Gesellschaft wie in den gelobten USA ? Dort sind im Freibad oder Turnverein die "nackten Brüste" von 3 jährigen Mädchen gleichgestellt mit den ausgewachsenen prallen nackten Formen von 30 jährigen Frauen und somit verboten, ja wirklich verboten. Da kommt wirklich die Polizei und verhaftet die Eltern wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.

 

Im Gegenzug darf aus jedem Fernseher das Blut nur so tropfen. Unsere uralte Glosse mit der Bildzeitung, aus der beim Auswringen das Blut heraus tropft oder quillt, ist absolut harmlos gegen das, das im (privaten) US Fernsehen Tag für Tag gezeigt wird.

 

Aber die Quote stimmt !! ?? War es das ??


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