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Günter Bartosch (1928 - 2013†) schrieb viel (sehr sehr viel) über und aus seine(r) Zeit beim ZDF in Eschborn und Mainz .....

Der ZDF Mitarbeiter Günter Bartosch war 30 Jahre beim ZDF - also von Anfang an dabei -, ebenso wie sein deutlich jüngerer Kollege Harald Knapitsch. Angefangen hatte es bereits 1963 in Eschborn, Harald Knapitsch in der Technik, Günter Bartosch im Programmbereich Unterhaltung.

Und Günter Bartosch hatte neben seiner Arbeit und seinen Büchern so einiges aufgeschrieben, was er damals alles so erlebt hatte. In 2013 habe ich die ganzen Fernseh- und Arbeits-Unterlagen erhalten und die Erlaubnis, die die Allgemeinheit interessierenden Teile zu veröffentlichen.

Im März 1991 blickt Günter Bartosch zurück .....

Mit 15 mußte er direkt von der Schule zum Flakdienst nach Nordjugoslavien und mit 16 erlebte er das Kriegsende in Berlin. 1947 machte er sein Abitur - aber mehr war einfach nicht möglich. Solche Erlebnisse prägen junge Menschen ungeheuer. Und dann begann alles beim RIAS in Berln, also beim Radio. Er kannte sie fast alle, über die er hier schreibt - ein sehr langer 21 Seiten umfassender Artikel.

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März 1991 - DIE GROSSE FERNSEH-SHOW IST 50 !
Fernsehhistorischer Bericht von Günter Bartosch

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  • 1) Die "dunkle" Jugendzeit der Fernseh-Show
  • 2) Die Show im Licht
  • 3) Die Fernseh-Show wird "kriegswichtig"


Was wäre das Fernsehen ohne die große Show ! Sie versammelt noch immer die größte Zuschauergemeinde vor dem Bildschirm, läßt die Einsehaltquoten in die Höhe steigen und treibt die Kritiker an den Schreibcomputer.
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Eine Fernseh-Show findet "live" statt

Eine Fernseh-Show, die etwas auf sich hält, findet "live" statt und läßt in einer großen Halle tausend und mehr Zuschauer dabeisein. Wichtig ist, daß die Stimmung im Saal sich mit dem Geschehen vor der Kamera mischt, wichtig sind Lachen und Beifall, damit die gute Stimmung, die gute Laune, mit übertragen und die Zuschauer vor dem Bildschirm animiert werden, als seien sie selbst dabei.

Da fragt man dann tags darauf am Arbeitsplatz: Haben Sie den Carell gesehen, den Gottschalk, den Elstner, den Thoelke ? Oder: Die "Lustigen Musikanten", die "Hit-Parade", den "Musikanten-Stadl", "Mensch, Meier" ... die große Fernseh-Show ?

Alles muß einmal angefangen haben, also auch diese absolut televisonäre Gattung Programm. Sie ist gerade 50 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch !

Die Fernseh-Show ist eine deutsche Erfindung

Fast ist es mir peinlich, darauf hinzuweisen, daß es eine deutsche Erfindung ist wie das Fernsehen selbst. Sie entstand zu einer Zeit, in der hierzulande weder das Wort "Television" bekannt war noch das Wort "Show" benutzt wurde.

Ja, "Show" wäre verpönt gewesen ! Es war die Zeit der Nazis, und es war mitten im Krieg. Frankreich, der "Erbfeind", war gerade besiegt, man kämpfte gegen "Engelland" (tatsächlich mit zwei "l" !) und man versenkte "Bruttoregistertonnen". Wir waren stolze Deutsche, verstanden ?!

Alles wurde "eingedeutscht"

Es war eine Zeit, in der der Akkordeonvirtuose Will Glahé sich Willi Glahe nennen mußte, in der der "Regisseur" zum "Spielleiter", die "Aktualität" zum "Zeitgeschehen" und die "Literatur" zum "Schrifttum" wurde. Deutsch mußte alles sein im Großdeutschen Reich. "Jazz" war verpönt; was spielte war das "Deutsche Tanz- "und Unterhaltungsorchester". Und bald tanzte man auch nicht mehr; der immer härter werdende Krieg machte auch diesem Vergnügen ein Ende.

In dieser Zeit entstand die Fernseh-Show. Aber wie hieß sie ? Sie war ein "Bunter Abend", ein "Bunter Nachmittag" (wie später in der Ostzone Deutschlands) oder sogar eine "Revue" - für dieses französische Wort gab's keinen Ersatz.

14. März 1941

Die erste Fernseh-Show in der Art, wie sie uns heute so geläufig ist, fand am 14. März 1941 statt. Sie dauerte eine Stunde, kam aus dem Kuppelsaal im Haus des Deutschen Sports auf dem Gelände des Reichssportfelds in Berlin und hatte den Titel: "Wir senden Frohsinn - wir spenden Freude". Es war der Beginn einer ganzen Serie von Fernsehveranstaltungen, die bis weit in das Jahr 1943 hinein aus dem Kuppelsaal gesendet wurden. Am 12. März 1943 lief diese Sendung zum 100. Mal.

Warum das deutsche Fernsehen, das nur in Berlin zu empfangen war, Frohsinn und Freude zu einem Zeitpunkt zu vermitteln begann, an dem der Afrika-Feldzug tobte, an dem Jugoslawien niedergerungen und um Griechenland gekämpft wurde, ist eine ganze Geschichte für sich. Wenden wir uns zunächst einer anderen zu: Der Geschichte der Fernseh-Show. Wie kam sie überhaupt zum leben - wie wurde sie "live" ?

1) Die "dunkle" Jugendzeit der Fernseh-Show

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Die erste amerikanische "Show" von 1931

Die Annalen der Fernsehgeschichte entheben mich der Notwendigkeit, wieder mitteilen zu müssen, die Fernseh-Show (als solche) sei eine deutsche Erfindung. Die erste datierbare findet sich im Jahre 1931 in New York.

Es ist nun 60 Jahre her, doch es war noch nicht die große Show, sondern eine ganz kleine. Damals boomte das Fernsehen in Amerika. Bei uns war es zum ersten Mal auf den Funkausstellungen 1928 und 1929 in Berlin an die breite Öffentlichkeit getreten.

John Logie Baird verstand etwas vom "Publicity"

Was hierzulande recht nüchtern und skeptisch betrachtet und eingedenk all seiner Unfertigkeit auch kritisch beurteilt worden war, fand in England mehr Zuspruch, da der englische Fernsehpionier John Logie Baird sich ausgezeichnet darauf verstand, aus dem neuen Medium Fernsehen eine öffentliche Attraktion zu machen.

Vielleicht lag es an der angelsächsischen Mentalität, eine gewisse Begeisterung jedenfalls schwappte über den Großen Teich in die USA.

1930 - RCA und CBS starteten "Television"

Die privaten Rundfunksendeanstalten in den Vereinigten Staaten begannen mit eigenen Fernseh-Aktivitäten. Die RCA machte 1930 den Vorreiter, die CBS startete ihre erste reguläre Sendung am 21. Juli 1931.

Und das war die erwähnte erste Fernseh-Show ! Man frage mich nicht, wie es technisch stattfand, das weiß ich nicht. In Deutschland gab es zu dieser Zeit nur die kleine, völlig verdunkelte Abtastkabine von der Größe einer Telefonzelle, aus der probeweise Ansagen gemacht wurden.

1925 im Londoner Kaufhaus Selfridge

Doch Baird hatte schon 1925 im Londoner Kaufhaus Selfridge Fernsehvorführungen aus einem kleinen Studio veranstaltet. Da es davon ein Foto gibt, das im Hintergrund einen Flügel zeigt, ist anzunehmen, daß diese Fernseh-Demontration von Baird Unterhaltungscharakter hatte, doch zu einer "Show" gehörte sicherlich mehr.

Fernsehen war zu jener Zeit nur auf mechanischem Wege mit der Nipkow-Scheibe und dem durch sie erzeugten Lichtstrahl möglich.

1931 - die Anfänge bei CBS

So wird es sich bei der Firma CBS 1931 wohl auch um ein kleines verdunkeltes Studio gehandelt haben.

In dem fand jedenfalls folgende Sendung statt: Bürgermeister Jimmy Walker leitete das Programm ein. Dann stellte sich das "Columbia Television Girl" Natalie Towers, also die Ansagerin, vor.

Ferner dabei waren die Sängerin Kate Smith mit dem Lied "When the Moon Comes Over the Mountain", die Boswell Singers mit dem "Heebie-Jeebie-Blues" sowie Helen Gilligan und Milton Watson mit beliebten Songs aus Musicals.

Sie alle wurden sicherlich am Klavier begleitet, das hinter oder neben dem dunklen kleinen Studio stand. Eine humoristische Einlage bot Henry Burbig. Ja, und dann war da noch ein Künstler, der der ersten Fernseh-Show eine besondere Note gab: George Gershwin ! Er spielte sein Lied "Liza". Es darf gerätselt werden, wie das bewerkstelligt wurde.

George Gershwin spielte aus Spaß für die Kollegen

In die damalige deutsche Abtastkabine hätte der Flügel nicht hineingepaßt, wäre zu mindestens zwei Dritteln außerhalb der Zelle gewesen. Und spielte Gershwin auch im dunkeln ? "Liza" aus dem Musical "Show Girl" von 1929 war sein Lieblingsstück zu jener Zeit.

Als man 1931 das neue Gershwin-Musical "Of Thee I Sing" probte, kam es oft vor, daß George nach einem harten Probentag zur Entspannung des Ensembles beitrug, indem er sich auf der Bühne an den Flügel setzte und seine Lieder spielte.

Freunde berichteten, er gab "an absolutly dazzling set of variations on 'Liza'" zum besten. Eine Kurzfassung davon wird er auch im Fernsehen gebracht haben - der erste große Virtuose des Fernsehens war George Gershwin !

Wer hätte das gedacht !
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Die "miserable" Qualität führte in den USA zum Ende

In Deutschland ging die Entwicklung ruhiger, aber zielstrebiger vonstatten. Eine solche Show wäre zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht möglich gewesen, denn erstens liefen die Versuchssendungen ausschließlich vom Film und zweitens war unser Fernsehen noch stumm.

In den USA aber hatte man kühn begonnen anno 1930/31. Doch das kleine noch primitive, flimmernde und wenig kontrastreiche Fernsehbild hatte keine Chance gegenüber dem Siegeszug des jugendfrischen Tonfilms. Der schwelgte in opulenten Revueszenen, die der Filmzauberer Busby Berkeley in den riesigen Hollywood-Studios inszenierte. Der ließ mitreißende Orchesterklänge ertönen, wo das Fernsehen mit Klavier und Geige auskommen mußte.

Die Begeisterung für das neue Medium ebbte deshalb bald wieder ab; man war sich klar darüber, daß es noch langer Entwicklungsjahre bedurfte, um einen annehmbaren Standard zu erreichen. Das Interesse regte sich erst wieder gegen Ende der Dreißiger (1930er) Jahre.

In USA mußte erst ein Russe kommen - Vladimir Zworykin

Dennoch: Den besten Mann für das perfektere Fernsehen, nach dem man strebte, hatte man im eigenen Lande. Er hieß Vladimir Zworykin, war ein emigrierter Russe und gehörte seit 1929 zum Forschungsteam der großen RCA.

Schon 1923 hatte er das "Ikonoskop" (besser Iconoscope) erfunden, mit dem das neue elektronische Fernsehzeitalter starten konnte. Doch erst am Ende der Zwanziger (1920er) Jahre begann man, damit zu experimentieren.

In Deutschland war es Manfred von Ardenne

In Deutschland war es der junge Physiker Manfred von Ardenne (etwas arg übertrieben - er war zur Zeit Abiturient), der vor rund 60 Jahren den Weg zum neuen Fernsehen wies. Er setzte die Braunsehe Röhre als Bildschreiber ein.

Am 22. März 1935 begann Deutschland mit dem ersten regelmäßigen Fernsehdienst der Welt.

Zuerst bestand das Programm aus Filmen, die abgespielt und übertragen wurden. In der Abtastkabine gab es mal eine, mal zwei Ansagerinnen, die sich auch schon um unterhaltsame Zwischenmoderation bemühten.

Nun aber entwickelte sich sogar ein "Programm", hauptsächlich "Ein-Mann-Shows" (auch "Eine-Frau-Shows", wenn man so will) - die Kabine bot nicht mehr Platz !

Ein auftretender Künstler befand sich in ihr in der gleichen Situation wie ein Mensch von heute, der in einer Photomaton-Kabine ein Paßbild von sich automatisch herstellen läßt. Man hockte auf einem Stuhl, war durch diverse Filzauflagen in die richtige Höhe gebracht worden und starrte auf ein Loch in der Wand. Hinter dem Loch aber befand sich keine Kamera sondern ein "Personenabtaster", fest installiert und unbeweglich, aus dem ein unruhig herumgeisternder Lichtstrahl dem Künstler, der im dunkeln saß, vor die Augen fiel.
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Fredy Rolf, der Fernseh-Zigarettenmann

Einer der ersten Fernseh-Darsteller war der rundliche, freundliche Komiker Fredy Rolf, der als Fernseh-Zigarettenmann mit Bauchladen auftrat. Sang jemand, wie die Künstlerin Else Elster, so wurde sie aus dem unsichtbaren Hintergrund am Klavier begleitet.

Besser daran waren Künstler, die ihr eigenes Instrument mitbrachten, so gehörten zu denen, die am meisten auftraten, der Sänger Carl de Vogt mit seiner Laute, die Saxophon-Solistin Ingrid Larssen und die Akkordeon-Virtuosen Albert Vossen und Will Glahé (im relativ unpolitischen Fernsehsender hieß er noch so !).

Auch der Leiter des KadeKo, des "Kabaretts der Komiker" in Berlin, Willi Schaeffers, wurde sehr bald Fernsehkünstler mit seinen berühmten "Conférencen", die allerdings im Programmplan des Fernsehsenders zu "Ansagen" eingedeutscht worden waren.

August 1936 - von jetzt an - elektronisches Fernsehen

Am 1. August 1936 war es soweit, daß das neue Zeitalter des elektronischen Fernsehens, wie wir es bis heute haben, beginnen konnte.

Das erste elektronisch gesendete Programm der Welt war eine Schau und kam aus Deutschland ! Eine Schau, wie sie heute noch üblich ist und wohl auch für alle Zukunft fortbestehen wird: Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Berlin.

Heutzutage sind diese Feierlichkeiten extra für das Fernsehen inszeniert, damals war das Fernsehen nicht viel mehr als ein Zaungast. Doch die Schau des Dabeiseins lief und begeisterte die wenigen, die sie am Bildschirm verfolgen konnten.
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1936 - Fernsehen auf der Funkausstellung

Nachdem vom 1. bis zum 16. August 1936 die Olympischen Spiele übertragen worden waren, stellte sich das neue Fernsehen wenige Wochen später der Öffentlichkeit bei der Funkausstellung in Berlin vor.

Hier fanden nun die ersten Vorführungen auf einer provisorischen Bühne im Licht gleißender Scheinwerfer statt - die neuen Kameras ("Bildfänger") brauchten keine Dunkelzelle mehr.

Geboten wurde ein weitgehend improvisiertes Programm zu festgelegten Zeiten: Kabarettistische Vorführungen, musikalische Darbietungen, Auftritte von Künstlern, kurz, ein buntes Programm - die erste öffentliche Show des Fernsehens vor Publikum. Dieses aber "wurlte" herum, wie es bei Punkausstellungen heute noch üblich ist, und nahm das Fernsehen als das, was es war, ein interessantes Ausstellungsstück, bei dem man auf dem Bildschirm sehen konnte, was auf der Bühne vor der Kamera gerade geschah. Auch das war noch nicht die große öffentliche Pernseh-Show.
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Das "Fernsehlabor" in der Rognitzstraße

Im täglichen Studiobetrieb aus dem "Fernsehlabor" in der Rognitzstraße blieb es bei den Sendungen aus der Dunkelkammer. Eine Sängerin, wie zum Beispiel Charlotte Schaedrich, die am 18. Oktober 1936 das Pfeiferlied aus "Frühlingsluft" von Josef Strauß und das Lied der "Geisha" von Jones vortrug, mußte im sitzen singen !

Hinter der Kabine begleitete sie der Pianist. Zu große Gesten durfte sie nicht machen, sonst wäre sie aus dem Bild gewesen. Vorher gab es im einstündigen Programm des Tages von 20 - 21 Uhr (das von 21 - 22 Uhr wiederholt wurde) kurze Filmbeiträge, und der Programmausdruck vermerkte: "Während der Filmumschaltpausen im direkten Fernsehen: Edmund Metzelthis, Violine, spielt Melodien von Plotow."

Auch ganz neu - Mechaus Linsenkranzabtaster

Das war beileibe kein Show-Programm, doch stand nun schon bald ein ganz neuer, sogenannter "Linsenkranzabtaster" im Studio Rognitzstraße zur Verfügung, der ein sechsmal größeres Bildfeld ermöglichte, so daß eine Dunkelbühne von ca. 10qm in Betrieb genommen werden konnte, die die Aufnahme von fünf bis sechs Personen erlaubte.

Januar 1937 - die Show brauchte Raum

Ein Programm vom 16. Januar 1937 ist dann wirklich schon eine kleine Show gewesen: "Lustiges Wochenende mit Betty Sedlmayer, Tatjana Sais, Hugo Pischer-Köppe, Will Glahé".

Das sah nun schon ganz anders aus als wenige Wochen vorher am 28. November 1936: "Buntes Bild zum Wochenende: Else Elster, Charlotte Schaedrich, Gerhard Misch, Geige." Die Show brauchte Raum, langsam gewann sie ihn.
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Dez. 1937 - der Fernsehsender Paul Nipkow zieht um

Im Dezember 1937 konnte der Fernsehsender Paul Nipkow endlich ins Deutschlandhaus (schräg gegenüber vom Haus des Rundfunks) einziehen und hatte dort eine große Dunkelbühne zur Verfügung, mit der das Programm umfangreicher und beweglicher werden konnte.

Die erste Sendung aus dem neuen Studio am 13. Dezember 1937 war ein Programm unter dem Titel: "Buntes Allerlei", also eine Show !

Die Presse stellte fest: "Es fällt besonders auf, daß die Mitwirkenden in voller Größe erfaßt werden können; es ist damit z.B. dem Tanz die Möglichkeit gegeben, einen wesentlichen Platz im Programm einzunehmen." Der Fernsehshow bot sich die Chance, gestaltungsfreudiger zu werden.

Die Engländer hatten ihren "Alexandra Palace"

Zu diesem Zeitpunkt waren die Engländer uns Deutschen schon weit voraus. Sie hatten 1936 den alten "Alexandra Palace" bei London zu einem neuen Fernsehhaus ausgebaut und besaßen darin schon zwei große Studios, die vollelektronisch arbeiteten, also keine Dunkelbühne mehr verwenden mußten.

Am offiziellen Eröffnungstag des regelmäßigen Fernsehdienstes in England, am 2. November 1936, gab es ein mehrstündiges Programm, teils unterhaltenden, teils ernsteren Charakters, u.a. die erste Oper im Studio: "Mr. Pickwick". In der Folgezeit wurden natürlich auch bunte Unterhaltungsprogramme aus dem Alexandra Palace gesendet.

Die Fernseh-Show trat ins Scheinwerferlicht !
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2) Die Show im Licht

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"Endstation Berlin" - ein deutsches Ereignis !

Die erste für das Fernsehen geschriebene, dramaturgisch gestaltete Show vor Publikum war - Verzeihung ! - ein deutsches Ereignis ! Es handelte sich um eine kabarettistische Revue mit musikalischen Einlagen unter dem Titel "Endstation Berlin".

Sie war insofern ganz genial gestaltet, als sie in einer Bahnhofsatmosphäre die Möglichkeit bot, Künstler aus allen deutschen Landen eintreffen zu lassen.

Schauplatz: Funkausstellung Berlin 1938.

Der "bunte Fernsehfahrplan mit vielen Sonderzügen" - so der Untertitel - wurde zum ersten Mal am 5. August 1938, dem Tag der Eröffnung der Funkausstellung, veranstaltet und fand täglich zweimal von 14.30 - 16 und von 17.30 - 19 Uhr statt.

Namen, die man nach dem Krieg wieder hörte

Hier tauchen Namen auf, die auch noch für spätere Zeiten ihren Klang behalten haben. Das Autorenteam (so ein Wort gab es natürlich nicht) war hochkarätig und bestand aus Werner Oehlschlaeger (später RIAS-Unterhaltungschef), Herbert Witt (Filmdrehbuch-Autor) und Günter Neumann (Kabarett- und Filmdrehbuch-Autor, nach dem Kriege Schöpfer der legendär gewordenen "Insulaner" sowie der Filme "Berliner Ballade" und "Herrliche Zeiten").

Zu den vielen Mitwirkenden gehörten der später berühmte Fernseh-Kommissar Eric Ode (Erik damals noch mit c) und der bayerische Volkskomiker Georg Blädel.

Rio Gebhard leitete das Große Orchester, und es tanzte ein Fernsehballett in der Einstudierung von Sabine Reß (auch das Fernsehballett ist eine deutsche Erfindung, es läßt sich nicht ändern).

Es gab sogar einen Laufgang für die Fernsehkamera

Die Veranstaltung fand statt auf einer extra errichteten Bühne in der Halle II des Ausstellungsgeländes am Kaiserdamm "mit Laufgang für Fernsehkamera, Orchesterpodium und technischen Nebenanlagen".

Die Presse lobte diese "Fernsehrevue", die "Mittelpunkt der ganzen Ausstellung" sei und bei der die Künstler "nicht nur spielen und sprechen, sondern auch tanzen und singen".

Die Ausstellungsbesucher sahen zu und konnten das Spiel gleichzeitig auf einer Projektionsleinwand oder an Empfangsgeräten betrachten. Da haben wir sie also: die erste richtige Fernseh-Show vor Publikum ! Doch noch immer war sie nicht mehr als ein Ausstellungsobjekt.
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Ein tolles Fernseh-Bild mit 441 Zeilen

Die Fernsehtechnik entwickelte sich fort und mit ihr das Programm. Das im Laufe des Jahres 1938 neu eingerichtete Studio im Deutschlandhaus war vollelektronisch ausgestattet, und die Sendungen erfolgten ab der Funkausstellung in der neuen Norm von 441 Zeilen.

Die erste Sendung aus dem neuen Studio am 1. November 1938 war eine Show ! Sie hieß "Aller Anfang ist schwer", was sich doppeldeutig sowohl auf das neue Zeitalter in der Geschichte des deutschen Fernsehsenders bezog als auch auf das Programm, in dem Nachwuchs vorgestellt wurde.

Es war laut Zeitung "eine hübsche Folge von Gesang, Tanz und Musik mit netten Zwischenversen". Doch Publikum war nicht dabei; die Studioverhältnisse boten dafür keinen Raum. Berührung hatte das Publikum mit der Fernsehproduktion nach wie vor nur anläßlich von Funkausstellungen. Die letzte fand statt vom 28. Juli bis zum 6. August 1939, dann kam der Krieg.
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24. August 1939 - dann kam der Krieg

Hitlers Überfall auf Polen änderte mit einem Schlage das gesamte öffentliche Leben in Deutschland. Das Fernsehen war die erste Einrichtung, die dem Krieg zum Opfer fiel. Bemerkenswerterweise schon Tage, bevor der Kampf begann !

Um das Fernsehprogramm sehen zu können, mußte man sich in die in Berlin eingerichteten Fernsehstuben (für jeweils etwa 20 Personen) begeben oder in die zwei Großbildstellen mit Projektionsflächen im Reichspostministerium Leipziger Straße (ca. 120 Zuschauer) bzw. im Postamt Turmstraße (ca. 290 Zuschauer).

Entweder man hatte sich vorher eine Eintrittskarte besorgt oder man fand noch Einlaß, weil Plätze frei waren. Gelegentlich aber kam es vor, daß ein Schild an der Tür hing:
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"Heute keine Sendung"

Das geschah immer, wenn es technische Probleme gab, und die konnten schon mal unvorhergesehen auftreten. Dann fiel zwangsläufig das geplante Fernsehprogramm aus. So etwas war auch für längere Zeit möglich, wenn Reparaturen an der Sendeanlage notwendig wurden.

Niemand wird sich deshalb gewundert haben, als am 24. August 1939 keine Sendung stattfand; man mußte eine technische Störung vermuten. (Anmerkung : Die Projektionsröhren in den Fernsehprojektoren mußten jeden Tag regeneriert werden.) Den Fernsehleuten aber, die wußten, daß technisch alles in Ordnung war, wurde gesagt, das OKW (Oberkommando der Wehrmacht) benötige die Tonfrequenz zur Erprobung eines Leitstrahlverfahrens für die Luftwaffe.

Auch das war nicht neu, sondern in der Vergangenheit schon mehrfach praktiziert worden. Zweifellos wurde die Fernsehwelle für die Kriegsvorbereitung benutzt - sie war so wunderbar unauffällig.

Ursprünglich wollte Hitler seinen Krieg am 26. August beginnen, verschob ihn aber im letzten Augenblick um einige Tage. Das Fernsehen blieb abgeschaltet, die "technische Störung" dauerte, bis der Krieg begann und darüber hinaus.

England und Frankreich "hofften" auf baldigen Frieden

England und Frankreich stellten bei Kriegsbeginn ihre Fernsehsendungen ein bis zum erhofften baldigen Frieden. Es gab nun Wichtigeres als die Programmversorgung relativ weniger Zuschauer in den auf die Hauptstädte begrenzten Sendegebieten.

Auch in Deutschland wurde von Stund an alles unter dem Aspekt betrachtet, ob es "kriegswichtig" sei oder nicht. War Fernsehen "kriegswichtig" ? Nein.
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Zuletzt der E1, der Einheitsempfänger - genau 50 Stück

Die gerade erst angelaufene Produktion des Volks-Fernsehempfängers "E1" (das E1 steht für den ersten deutschen Einheitsempfänger mit recheckiger !! Bildröhre) wurde gestoppt, die Industrie arbeitete nur noch für den Krieg.

Das wichtigste Propaganda-Instrument der Nationalsozialisten war der Rundfunk. Er brachte die Führerreden, die Marschmusik, die Sondermeldungen vom Sieg der Deutschen Wehrmacht.

Eigentlich hätte das Fernsehen ab 2. September 1939 aus Nürnberg übertragen sollen von Hitlers "Parteitag des Friedens". Aber der fiel aus wegen Hitlers Krieg !
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"Blitzkrieg" tönte die Propaganda des Dritten Reiches

Der Polenfeldzug war ein "Blitzkrieg", ein "Blitzsieg". So tönte es die Propaganda des Dritten Reiches. War er das wirklich ? Die militärisch so schwachen Polen, die noch mit Reiterregimentern gegen deutsche Panzer vorgingen, wehrten sich heldenhaft. Der deutsche Blutzoll für den Polen-Feldzug war hoch, sehr hoch.

Wieso Verwundete - wo kommen die her ?

Unter den Soldaten der Deutschen Wehrmacht gab es eine neue, bislang unbekannte Gruppe: Die Verwundeten. Viele Krankenhäuser in der Reichshauptstadt wurden zu Lazaretten.

Nachdem Hitler mit Stalins Wohlwollen und Unterstützung Polen niedergerungen hatte, tat man in Deutschland so, als wäre nichts besonderes geschehen. Zwar gab es den Kriegszustand mit England und Frankreich, doch an der Westfront blieb alles ruhig. Ja, Hitler hoffte sogar, England würde erneut einlenken wie schon 1938 beim Münchner Abkommen über die Besetzung des Sudetenlandes und sich mit der Besiegung Polens ebenso abfinden wie im März 1939 mit der Annektion der Tschechoslowakei.

Als das Fernsehen nützlich wurde

Nach dem kurzen Waffengang sollte in Deutschland das Leben wieder ganz normal verlaufen, wenigstens äußerlich, schon, um den westlichen Kriegsgegnern zu imponieren. Plötzlich bekam das Fernsehen einen Hauch von Nützlichkeit, um zu dokumentieren, daß man in Deutschland technisch an seiner Vervollkommnung weiterarbeite. Es konnte propagandistisch verwertet werden.

Das Fernsehen einstellen wie in England und Frankreich ? Wie lächerlich - Deutschland hatte das nicht nötig ! Es durfte wieder stattfinden! Ab wann genau, weiß niemand mehr so recht zu sagen. Wahrscheinlich ab 15. Oktober 1939, vielleicht auch erst einen Monat später. Das erste wieder ausgedruckte Programm datiert vom 19. November.

Nur wurde nicht mehr über den Äther gesendet, sondern die Fernsehstuben erhielten das Programm über Kabel, also per Drahtfunk. Ängstlich hatten die Mitarbeiter einige Wochen lang gebangt, was aus ihnen werden würde.

Nov. 1939 - erste Fußballübertragung der Welt

Nun war das Fernsehen wieder voll da! Am Sonntag, dem 26. November 1939, übertrug es ad hoc das erste Fußballspiel der Fernsehgeschichte, den Länderkampf Deutschland gegen Italien aus dem Olympiastadion !

Intendant Nierentz geht und Engler kommt

Für den Sendebetrieb begann eine relativ ruhige Zeit. Nachdem der bisherige Intendant Hans-Jürgen Nierentz Mitte 1939 abberufen worden war, leitete Dr. Herbert Engler das Fernsehen.

Er war als kommissarischer Intendant eingesetzt; ob er jemals vollgültig zum Intendanten ernannt wurde, ist ungeklärt. Partei-Funktionär Engler war im Frühjahr 1939 zum Fernsehen gestoßen und hatte als "Oberspielleiter" Fernsehstücke inszeniert. Er war künstlerisch ambitioniert, und so machte das Programm unter seiner Leitung einen künstlerischen Reifungsprozeß durch, der der Qualität dienlich war.

1940 - Der Krieg nahm kein Ende .......

Als Eigenproduktionen des Fernsehens wechselten sich Fernsehspiele und bunte Unterhaltungsprogramme ab. Da der Krieg aber kein Ende nahm, ja im Gegenteil immer heftiger wurde, blieb die bange Frage der Fernsehmitarbeiter: Wie lange werden wir noch existieren können ? Es drohte ja auch die Einberufung zum Wehrdienst.

Pro Tag konnten nur 1000 Personen "fernsehen"

In der Tat war es ziemlich sinnlos, in diesen heroischen Zeiten mit relativ hohem Aufwand ein Fernsehprogramm zu veranstalten und zu senden (ab März 1940 wieder ausgestrahlt vom Turm des Amerikahauses), das pro Tag vielleicht nur 1000 Personen sahen. Warum aber lief es ? Unangetastet ?

Man gestatte mir eine These. Es kann nicht mehr sein als eine vage Vermutung. Vielleicht wird mancher sagen, es sei ein verrückter Gedanke.

Sollte das Fernsehen damals stattgefunden haben wegen nur weniger Personen ?

Wer waren diese 1000 Personen - eine Hypothese

Die Herren Nazis und Militärs machten Krieg. Das war mehr als ein Full-Time-Job, zudem waren die Herren immer aushäusig unterwegs im Großdeutschen Reich oder den Gebieten, die man gerade erobert hatte.

Die hohen Frauen daheim müssen sich entsetzlich gelangweilt haben, denn das gesellschaftliche Leben, an dem sie bis zum Kriegsausbruch noch teilnehmen konnten, fand nun nicht mehr statt. Die Nazibonzen in und um Berlin besaßen alle Fernsehgeräte, auch Göring in Karinhall in der Schorfheide. Sollte das Fernsehen nur für die Grünen Witwen der Nazibonzen gelaufen sein ?

Wenn das tatsächlich der Fall war, so wußte niemand etwas davon. Schon gar nicht das Fernsehen selbst.

Live-Sendungen konnte man so schlecht kontrollieren

Die Furcht vor der Einstellung nagte an den Nerven. Engler baute den Bereich "Zeitgeschehen" aus, glaubte, mit der aktuellen, natürlich nationalsozialistisch eingefärbten Berichterstattung im allgemeinen Kriegsgeschehen mitschwimmen zu können.

Er versuchte einen Trick, indem er ankündigte, das propagandistisch hochwertige "Wunschkonzert für die Wehrmacht", das regelmäßig aus dem Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks gesendet wurde, auch im Fernsehen übertragen zu wollen. Der Termin war von ihm schon angepeilt: 25. Februar 1940.

Doch es kam nicht dazu. Die alte Furcht der Nazis vor den unmittelbar erfolgenden Fernsehsendungen, die man so schlecht kontrollieren konnte, spielte dabei wohl eine große Rolle.

Das "Wunschkonzert für die Wehrmacht" - nur dumme Sprüche

Das "Wunschkonzert für die Wehrmacht" war die wichtigste populäre Rundfunksendung jener Zeit. Mit Hilfe der Unterhaltung versuchte man, den Krieg zu verharmlosen. "Die Front reicht ihrer Heimat jetzt die Hände, die Heimat aber reicht der Front die Hand."

Alles, was in Deutschlands Film- und Unterhaltungsbranche Rang und Namen hatte (oder auch nicht), erschien im Verlauf der mehrere hundert Sendungen auf der Bühne des Großen Sendesaals, von Heinz Goedecke mit dümmlichen Versen angesagt, wie zum Beispiel: "In alle Herzen - alle Häuser - bringt Heiterkeit die Grete Weiser."

Nebenbei wurde durch die Verkündung von Spendenaktionen erheblich abkassiert als Finanzspritze für Hitlers Krieg: "Wo alles dient dem guten Zweck, da fehlt auch nicht Marika Rökk."

Dr. Englers Intentionen

Ich glaube, man muß es dem Fernsehintendanten Engler zugute halten, daß das nicht sein Stil war. Aber das "Wunschkonzert für die Wehrmacht" hätte dem Fernsehprogramm jene Wichtigkeit verschafft, die man bitter nötig hatte, zumal die vom Fernsehen selbst hergestellte Berichterstattung zwar gut funktionierte, aber gegenüber den Ereignissen des Krieges in den Hintergrund trat. Die Aktualität wurde von der staatsamtlichen Wochenschau beherrscht.

Dennoch gelang es Engler, den Betrieb vor der Einstellung zu retten. Er hatte eine Idee, die das Fernsehen "kriegswichtig" machte.

3) Das Fernsehen wird "kriegswichtig"

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Ende 1940 - Englers Erleuchtung

Ende 1940, im andauernden und immer härter werdenden Krieg, war es für das deutsche Fernsehen und seine Mitarbeiter eine Überlebensfrage, ob es gelang, dem Fernsehen, das nach vorsichtigen Schätzungen von etwa 1000 Personen pro Tag gesehen werden konnte, eine Aufgabe im Rahmen des Krieges zu verschaffen.

Wenn man unentwegt einem Gedanken nachgrübelt, geschieht es oft, daß eine Erleuchtung eintritt. Die hatte Fernsehintendant Engler nach eigenen Angaben bei einer S-Bahnfahrt. Der damalige Produktionschef und Sendeleiter Kurt Hinzmann weiß noch davon zu berichten.

Es hatte sich eingebürgert, dienstliche Angelegenheiten in privaten Treffen zu besprechen. In den Amtsstuben war man nicht vor Bespitzelung sicher; in der Tat gab es, wie sich später herausstellte, auch Gestapo-Zuträger im Fernsehsender.

Engler kam oft zu Hinzmann ins gemütliche Heim in Schlachtensee. Bei einer Flasche Wein ließen sich am besten Probleme besprechen und Pläne schmieden.

Die Idee mit dem Lazarett-Fernsehen

Als Engler eines abends bei Hinzmann eintraf, berichtete er aufgeregt, er habe unterwegs eine Idee gehabt. Bei der Fahrt sei er an einem langen Lazarettzug vorbeigekommen, der auf dem Nebengleis stand.

Er sei erschüttert über das Elend, das er dort an den Waggonfenstern gesehen habe, Männer mit verbundenen Köpfen und Oberkörpern, Bedauernswerte, die einmal die von der Propaganda hochgelobten heldenhaften deutschen Soldaten gewesen waren, der Stolz des Reiches.

Die der Zug transportierte, werden in den Berliner Lazaretten Aufnahme finden, überlegte Engler. Sie seien für längere Zeit ans Bett gefesselt oder ständen vor einer langwierigen Phase der Rekonvaleszenz. Für "s i e" sollte man das Fernsehen machen !

Hinzmann begriff sofort, daß das der rettende Gedanke war. "S o" konnte das Fernsehen "kriegswichtig" werden ! Wenn Hinzmann heute von diesem denkwürdigen Augenblick berichtet, fügt er schmunzelnd hinzu, daß es an diesem Abend nicht bei einer Flasche Wein geblieben sei.

Diesmal keinen Gegenwind aus dem Goebbelsministerium

Die Zeit drängte, der Gedanke mußte sofort in die Tat umgesetzt werden. Engler und Hinzmann entfalteten energische Aktivität. Es war relativ leicht, die politische Zustimmung zu erhalten; wer konnte schon etwas dagegen haben, das Fernsehen zur Verwundetenbetreuung einzusetzen.

Zusammen mit der Reichspost organisierten sie, daß verfügbare Fernsehempfänger in Lazaretten aufgestellt wurden. Ende 1940 waren die ersten installiert.

Sich um verwundete Soldaten zu kümmern, indem man versuchte, sie durch Spiel und Unterhaltung aufzumuntern, war eine Aufgabe, bei der man auch an der "Heimatfront" seinen Beitrag zum Kriege leisten konnte.

Den Wert von Verwundeten zur Deutlichmachung der eigenen Wichtigkeit hatte schon Heinz Goedecke mit seinem "Wunschkonzert für die Wehrmacht" entdeckt.

Dann und wann durften Lazarettpatienten, die schon fast genesen und gehfähig waren, mit ihren Betreuerinnen im Publikum sitzen und am penetrant heitergestimmten Propagandaspektakel teilnehmen. Sie wurden extra begrüßt und Wünsche, die von Verwundeten kamen, besonders hervorgehoben: "Nun, lieber Rundfunk, hör' gut zu: Auf Stube 9 im Lazarett, da trafen wir uns wieder. Fünf Kameraden von der Front, vergipst sind unsere Glieder."

Weihnachten 1940 "Künstler spielen für Verwundete"

Für den 2. Weihnachtsfeiertag 1940 knobelten sich die Fernsehleute ein Programm aus:"Verwundete spielen für Verwundete". Es sollte Mut machen. Zu diesem Zeitpunkt war der Rundfunk schon um eine Nasenlänge voraus.

Der bot in seinem Programm am Nachmittag des 23. Dezember 1940 ein "Konzert im Kuppelsaal des Reichssportfeldes für Verwundete aus Berliner Lazaretten mit vielen bekannten Künstlern von Rundfunk, Bühne und Film ... und Heinz Goedecke".

Des Fernsehens zweite Sendung für die Zielgruppe in den Lazaretten am 21, Januar 1941 sah schon anders aus: "Künstler spielen für Verwundete".

Von nun an wechselten sich die Bunten Programme ab, indem entweder "Künstler" oder "Soldaten" oder "Verwundete" für Verwundete spielten. Zu diesen Sendungen war eine kleine Anzahl Zuschauer aus den Lazaretten eingeladen worden, die sich das Programm im Studio direkt ansehen konnten.

Dieses Fernsehen war wirklich echt

Es waren nicht viele, da das Studio kaum Platz bot, aber "da es auch 'Schüsse' in das Publikum gab, konnten die Kameraden in den Lazaretten ... feststellen, daß es sich nicht um Filme handelte, die ihnen da etwa vorgesetzt wurden, sondern daß die Künstler ... tatsächlich da waren" (Engler).

Immernoch das aufwendige "Wunschkonzert für die Wehrmacht" vor Augen, suchte Engler einen größeren Veranstaltungsraum. Hinzmann erinnerte sich, daß schon seit 1936 das Reichssportfeld mit Fernsehkabeln versehen war. Und auf diesem Gelände gab es den Kuppelsaal, aus dem schon der Rundfunk sendete. Im "Haus des Deutschen Sports" befindlich, unterstand
der Saal dem "Reichssportführer". Oft fanden hier sportliche Programme statt, so die "Reichsveranstaltung des BDM-Werkes GLAUBE UND SCHÖNHEIT" (BDM, der Bund Deutscher Mädchen, war der weibliche Ableger der Hitler-Jugend).

Das Fernsehstudio im Kuppelsaal

Es konnte keine bessere Halle geben für das Fernsehen als diesen Kuppelsaal ! Die Zuschauer saßen in einem Halbrund wie in einem Amphitheater und waren dadurch auf den Mittelpunkt der Bühne konzentriert. (Heute finden die Fernseh-Shows meist in niedrigen zum Fernsehstudio ausgebauten Mehrzweckhallen statt, in denen die Zuschauer derart in der Breite sitzen, daß sich viele in unvorteilhafter Außenposition befinden - was für ein Rückschritt !).

Auch einen zweiten unschätzbaren Vorteil besaß der Kuppelsaal: Er war leicht ans vorhandene Fernsehkabel anzuschließen. Bereits seit den Olympischen Spielen 1936, bei denen die ersten elektronischen Fernsehübertragungen stattfanden, war der Kuppelsaal durch ein Koaxialkabel mit dem Netz verbunden. Hier brauchte man die Kameras und die Technik nur anzuschließen !

Doch Scheinwerfer mußten installiert und die technischen Räume eingerichtet werden. Das alles wurde unglaublich schnell im Verlauf des Monats Februar 1941 bewerkstelligt.

Das Haus des Sports mit dem Kuppelsaal gehörte (und gehört noch) zum Gelände des Reichssportfelds, das für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin erbaut worden war. Im Kuppelsaal wurden die Fechtwettkämpfe durchgeführt.

Genügend Platz für 2000 leichter verwundete Soldaten

Damals hatte die hohe Halle eine Bestuhlung für etwa 1200 Zuschauer; den meisten Raum nahmen vier Fechtbahnen ein. Jetzt fanden 2000 leichter verwundete Soldaten mit ihren Krankenbetreuerinnen darin Platz.
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Die este große Fernseh-Show am 14. März 1941

Der 14. März 1941 ist der historische Tag für die große Fernseh-Show ! Zum ersten Mal fand in einer extra für das Fernsehen hergerichteten Halle ein Unterhaltungsprogramm vor Publikum statt, das wie in einem großen Theater unmittelbar am Geschehen teilnehmen konnte.

Der Kuppelsaal hatte nun eine etwa 20qm breite Bühne. Das Programm wurde mit drei Kameras übertragen, davon war eine mit Teleobjektiv für Großaufnamen ausgerüstet und eine war auf Schienen fahrbar im Parkett plaziert.

Ein Regieraum ermöglichte den Wechsel zwischen den Kameras ebenso wie Überblendungen. Auch das Publikum wurde gezeigt, "so daß die Kameraden in den Lazaretten wirklich sehen können, wie die zuschauenden Soldaten 'mitgehen'".
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Was in Österreich die "Hauptleute", hier die "Reichs....."

Natürlich benötigte das Ereignis eine propagandistische Aufbereitung. So eröffnete "Reichsintendant" Dr. Glasmeier die neue Sendereihe mit einer Rede, in der er die Verdienste von Dr. Engler für das Zustandekommen der Verwundetenbetreuung hervorhob.

Er dankte dem "Reichssportführer", der den Kuppelsaal zur Verfügung gestellt habe, und der Reichspost-Fernseh GmbH für die Schaffung der technischen Voraussetzungen.

Dann führte der "Leiter der Dienststelle für Truppenbetreuung im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda"(so pflegte man die deutsche Sprache !), der "Reichskulturwalter" Hans Hinkel, die Künstler seiner "Berliner Spielgemeinschaft" ein, mit denen er "seit Monaten unsere Truppen in Deutschland und an den Fronten besucht" hatte. Die Fernsehsendung im Kuppelsaal war gerade die 70. Soldatenveranstaltung der Truppe.

Damals sehr bekannte Künstler .... und heute ?

Das Programm hatte einen künstlerisch ernsteren und einen unterhaltenden Teil. Von den damals sehr bekannten Künstlern haben nur noch ein paar Namen bis heute ihren Glanz behalten, so der Kammersänger Karl Schmitt-Walter, Marika Rökk, Kirsten Heiberg, Grete Weiser und die Kapelle Otto Stenzel.
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Überleben mit einer kriegswichtigen Aufgabe

Bezüglich der Verwundeten, die zu Gast waren, schrieb die Presse: "Eine Stunde Frohsinn und Heiterkeit - die beste Medizin."

Zu einem kritischen Augenblick hatte es das deutsche Fernsehen geschafft, "kriegswichtig" zu werden. Es kann von Glück sagen, daß es sich dabei einer humanitären Aufgabe widmen konnte.

Alle übrigen Bemühungen, die Technik des Fernsehens für Kriegszwecke einzusetzen, so zum Beispiel als Lenkhilfe für Gleitbomben, waren gescheitert. Lediglich bei den Raketenversuchen in Peenemünde war das Fernsehen militärisch im Einsatz - zur Beobachtung der Startvorgänge.

Kaum war der Gedanke der Verwundetenbetreuung geboren, ging Engler mit Hilfe der Reichspost daran, alle verfügbaren Fernsehempfänger für die Lazarette zusammentragen zu lassen. Man stellte sie in Gemeinschaftsräumen auf oder auch in Zimmern mit mehreren bettlägerigen Verwundeten.

Etwa 250 - 300 Fernsehempfänger in den Lazaretten

Mitte 1941 schrieb Engler, daß inzwischen zwanzig Fernsehsendungen aus dem Kuppelsaal stattgefunden hätten (darunter auch eine Boxkampf- Übertragung), wobei 32.000 Soldaten zu Gast waren und an jedem Abend etwa 2.000 Verwundete in den Lazaretten teilnehmen konnten.

Nach Schätzungen des Fernsehhistorikers Gerhart Goebel standen in den Lazaretten etwa 250 - 300 Fernsehempfänger.

Anfangs waren Verwundete auch noch in die bestehenden Fernsehstuben Berlin geführt worden, um dort das Programm sehen zu können. Im weiteren Verlauf des Krieges wurden schließlich auch die Fernsehstuben geschlossen, teilweise, weil sie durch Bombenangriffe zerstört worden waren.

Der Bechstein-Saal in der Linkstraße

Am 18. Mai 1941 aber konnte noch ein neues repräsentatives "Fernsehtheater" eröffnet werden. Es handelte sich um den unter Denkmalsschutz stehenden Bechstein-Saal in der Linkstraße. Er war umgebaut und mit einem neuen Großprojektionsgerät ausgestattet worden und bot etwa 300 Zuschauern Platz. Auch hier waren Abend für Abend Verwundete zu Gast.

Für die weitaus meisten der Soldaten war das Fernsehprogramm im Lazarett nicht nur die erste Begegnung mit dem Wunder des Fernsehens, sondern auch mit der Reichshauptstadt Berlin.

Nach wie vor wurde alles eingedeutscht

Dem trug der Fernsehsender Rechnung mit Studioproduktionen von Berliner Spielen und Bilderbögen neben den großen öffentlichen Veranstaltungen. Ein Soldat aus Westfalen erzählte einem "Tagesschriftsteller" (Journalist), daß er zunächst von dem "Düwelskram" nix hatte wissen wollen. "Aes ick dann aower de Figürkes so äs Püppkes öwer de Bettkante schweben sah, da muß ick doch woll seggen: Junge, Junge, so häs do di dat denn doch nicht vorstellt." Nun sei er ein begeisterter "Fernsehfründ", fügte er hinzu.

Der Fernsehempfang in den Berliner Lazaretten wurde mit Freude aufgenommen. Nur die vielen Wiederholungen störten die Zuschauer - daran hat sich bis heute nichts geändert. Doch nun war die weitere Existenz des deutschen Fernsehens trotz des Krieges gesichert.

Am 12. Dezember 1941 lief die 50. Sendung, wieder mit einem großen künstlerischen Aufgebot, u.a. mit Heinrich George, Hans Brausewetter, Ilse Werner und Gisela Schlüter.

Jan. 1943 - Die Katastrophe von Stalingrad veränderte alles

Nach der 100. Sendung am 12. März 1943 verliert sich die Spur, bis zu welchem Zeitpunkt diese Veranstaltungen durchgeführt wurden. - Wenige Wochen vorher, am 31. Januar 1943, hatte Generalfeldmarschall Paulus mit den Resten seiner Truppen in Stalingrad (etwa 95.000 Soldaten kapituliert, am 18. Februar verkündete Goebbels den "totalen Krieg".

Als Folge dessen erlitt das öffentliche Leben in Deutschland erhebliche Einschränkungen. Möglicherweise war die 100. Sendung aus dem Kuppelsaal auch die letzte. Doch die Verwundetenbetreuung des Fernsehsenders wurde fortgesetzt. Sie endete auch nicht, als am 23. November 1943 die Sendeanlage im Amerikahaus durch eine Brandbombe zerstört wurde. Im Studio ging der Betrieb weiter; in die Lazarette übertragen wurde nun wieder auf dem Kabelweg.

Alte Kontakte nach Paris

Inzwischen hatte die Idee der Verwundetenbetreuung Schule gemacht. Aus der Vorkriegszeit gab es noch geschäftliche Kontakte und Partnerschaften der elektrotechnischen Industrie mit französischen Firmen.

Plötzlich kam der Gedanke auf, diese Zusammenarbeit im besetzten Frankreich wieder aufzunehmen und, nach dem Berliner Vorbild, auch in Paris einen Fernsehbetrieb zur Versorgung der dortigen Lazarette einzurichten.

Mit viel Elan ging man daran, deutsches Fernsehen in Paris zu etablieren - es war das seinerzeit technisch modernste und programmlich ausgereifteste Fernsehen der Welt.

Paris, das ist eine ganze Geschichte für sich

Das deutsche Fernsehen in Paris, das ist eine ganze Geschichte für sich. Hier soll nur erwähnt werden, daß es nach einer längeren Vorlaufphase mit Versuchssendungen am 7. Mai 1943 offiziell startete und durchgehend bis zum 16. August 1944 betrieben wurde.

Erst drei Tage, bevor die alliierten Truppen Paris erreichten, wurden die Sendungen, die von Kurt Hinzmann in enger Zusammenarbeit mit französischem Personal durchgeführt worden waren, eingestellt.

Fernsehen in Berlin war vermutlich bereits 1944 zuende

Wann genau in Berlin für das Fernsehen das Aus kam, ist ungewiß. Vermutlich wurden 1944 nur noch Filmprogramme gesendet. Es kann angenommen werden, daß seine Zeit gekommen war, als auch die Theater und Varietes in Berlin wegen der "Maßnahmen zum totalen Kriegseinsatz" schließen mußten und das öffentliche Leben durch Zwangsverordnungen auf ein Mindestmaß beschränkt wurde.

Das geschah zum 1. September 1944, exakt fünf Jahre nach Kriegsbeginn. Doch der Fernsehsender Paul Nipkow existierte in Berlin noch bis nach der Kapitulation !

Mit 2 Filmprojektoren auf Wanderschaft

Der Leiter des Filmdienstes, Otto Schulze, führte die Verwundetenbetreuung weiter durch. Er hatte zwei Wanderkino-Apparaturen zur Verfügung und fuhr damit nach festem Plan von Lazarett zu Lazarett.

In jeweils zweistündigen Programmen führte er Filme aus dem Archiv des Fernsehsenders vor. Sogar aktuell produzierte Eigenberichte waren noch dabei. So lief der Betrieb noch immer, obwohl Berlin durch die massivsten Bombenangriffe des Krieges in Schutt und Asche versank. Er lief, bis in der Stadt der Kanonendonner der Roten Armee zu hören war.

Das allerletzte Kapitel des deutschen Fernsehsenders

Bis kurz vor Kriegsende war das deutsche Fernsehen der humanitären Aufgabe treu geblieben, der es sich verschrieben hatte. Es war nicht gezwungen gewesen, in den Kampf ziehen zu müssen, bis der Kampf von selbst heranrückte. Das allerletzte Kapitel des traditionsreichen deutschen Fernsehsenders wurde geschrieben.

Letzter Ausweg - nur weg aus Berlin

Otto Schulze befand sich in seiner Dienststelle im Haus des Rundfunks, als der Kampf um Berlin tobte. Die Russen waren schon bis auf wenige hundert Meter herangerückt, da hieß es, einen Ausbruch aus Berlin zu wagen in der einzigen Richtung, die scheinbar noch offenstand, nach Westen.

Otto Schulze wollte den wertvollen Filmreportagewagen des Fernsehens retten und machte sich am vorletzten Tag des Kampfes um Berlin mit seinem Fahrer und einer Filmcutterin auf den Weg nach Spandau. Dort aber kamen die drei nicht mehr weiter.

Sie mußten sich nach einem Nachtquartier umsehen. Die Cutterin ging in einen Luftschutzkeller, Otto Schulze und sein Fahrer wählten sich einen verlassenen Friseursalon aus. Hier entdeckten sie einen Verwundeten, einen Feuerwehrmann aus der Wache in der Suarezstraße in Charlottenburg. Sie versorgten ihn notdürftig, so gut sie konnten.

Am nächsten Morgen war der Waffenstillstand

Am nächsten Morgen war der Waffenstillstand eingetreten, der Filmreportagewagen aber von den Russen gekapert worden. Man entschloß sich, nach Charlottenburg zurückzukehren. Doch den Verwundeten konnten sie nicht liegenlassen. Otto Schulze organisierte einen Handkarren. Darauf bettete man den Verwundeten und zog los, über Feldwege dorthin zurück, woher man gekommen war.

Es gelang ihnen, durchzukommen und den Verwundeten bei seinen Kameraden in der Feuerwache abzuliefern, wo er ärztliche Versorgung finden konnte, dann trennten sich die drei Fernsehkollegen, und Otto Schulze begab sich wieder ins Funkhaus, das gerade von einer Spezialeinheit der Roten Armee in Besitz genommen wurde.

Der letzte Einsatz der letzten Mitarbeiter des Berliner Fernsehsenders war - Verwundetenbetreuung !

Das waren 21 Seiten - Rückblick aus 1991

DIE GROSSE FERNSEH-SHOW IST 50 !
Ein historischer Bericht von Günter Bartosch

Nachwort:

Die erste Fernseh-Show nach dem Kriege kam am 2, Weihnachtsfeiertag aus dem Studio des NWDR im Hamburger Flakbunker und fand ohne Publikum statt. Doch Ilse Werner war wieder dabei !

Der Conferencier ist im letzten Moment eingesprungen, er hießt: Peter Frankenfeld. Bald werden er und Hans-Joachim Kulenkampff die neue Art der großen Fernseh-Show präsentieren, denn drei Elemente sind nun hinzugekommen, Importe aus den USA: Quiz, Spiele und der Spielmeister.
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"Ich war 30 Jahre dabei"

In den nunmehr 28 Jahren ZDF war die große Show mit Publikumsbeteiligung immer ein Schwerpunkt des Programms - von Anfang an. Viele sind mit ihr berühmt geworden, goldene Namen stehen im Erinnerungsbuch des ZDF.

Die unvergessenen Peter Frankenfeld, Lou van Burg, Hans Rosenthal ebenso wie die in den Showmaster-Ruhestand getretenen Vico Torriani, Otto Höpfner, Ernst Stankowski, Dietmar Schönherr, Vivi Bach, Günter Schramm sowie Harald Juhnke, der Mann für alle Fälle.

Eingeschrieben sind auch schon diejenigen, die heute Träger der großen Show sind: Thomas Gottschalk, Frank Elstner, Dieter Thomas Heck, Wim Toelke und der ebenfalls aus dem ZDF hervorgegangene Alfred Biolek.

Last but not least sind die Damen hervorzuheben: Anneliese Rothenberger, Carolin Reiber, Petra Schürmann, Sabine Sauer, Ilona Christen.

Und wie geht's weiter ?

Manche meinen, die große Fernseh-Show sei tot. Ibewahre ! Sie muß nur neue Impulse bekommen. Auf die nächsten 50 !

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