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MONTAGE- UND BETRIEBSVORSCHRIFT
für die Zeiss-Ikon Ernemann VII B (7b)

MECHANIK ZEISS IKON VEB(Z) DRESDEN

  • Anmerkung : Eigentlich dürfte (und durfte) hier der Name "Ernemann" bereits nicht mehr stehen, weil der Namens-Inhaber und Rechte-Inhaber nach 1945 nicht mehr bei der VEB Zeiss-Ikon in Dresden arbeitete. Der Chef - Alexander Ernemann - war mit einem Teil der Mannschaft nach Kiel umgezogen und hatte die Namensrechte für sich reklamiert.

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Montage

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I. Säulentisch

Der Zusammenbau erfolgt in folgender Reihenfolge:
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  • 1. Feststellschraube 5 für das Kniestück am Säulenfuß 6 herausschrauben und mitgeliefertes Druckstück innen so vor die Schraube einsetzen, daß die gekrümmte Fläche die Innenfläche ergänzt.
  • 2. Kniestück 9 mit Schaft in die Säule einsetzen und mit Feststellschraube 5 festziehen.
  • 3. Tischplatte mit dem Bolzen 8 am Kniestück befestigen, Schienen lösen und Spindelkopf einführen.
  • 4. Scheren 10 nach Lösen der Schrauben 11 herausklappen und am Kniestück 9 befestigen.
  • 5. Hochverstellung der Säule erfolgt durch Drehen des Schraubringes 7.

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II. Werk

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  • 1. Werk an der Befestigungsplatte mit Schraubenbolzen 12 anschrauben.
  • 2. Feder und dann Aufwickelwelle in den Arm der unteren Feuerschutztrommel einsetzen und Arm von unten mit 2 Schrauben anschrauben und ausrichten. Aufwickelstange muß frei laufen.
  • 3. Obere Feuerschutztrommel mittels Schraube und Unterlegscheibe auf das runde Ansatzstück aufschrauben.
  • 4. Feuerschutztrommeln zur Vorwickeltrommel ausrichten.
  • 5. Klemmschraube 23 am Objektivkörper lösen und Objektiv einsetzen.
  • 6. Nach erfolgter Einstellung des Objektives Klemmschraube 23 festziehen.

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Das Schwungrad

Das Schwungrad der Tonbahn ist für den Transport von der Welle abgezogen und auf einem besonderen Bolzen des Deckels des Werksgehäuses angebracht. Die Montage des Schwungrades auf der Welle der rotierenden Tonbahn erfolgt in folgender Art:

  • 1. Der auf der Rückseite befindliche Deckel ist abzuschrauben.
  • 2. Mittels des besonderen Schraubenziehers ist die Befestigungsschraube des Schwungrades zu lösen.
  • 3. Der mitgelieferte Schraubenbolzen wird in das Gewindeloch im Innern der Schwungmasse eingeschraubt.
  • 4. Die rotierende Tonbahn 38 ist in die Lage zu bringen, daß die rote Markierung auf der Welle zwischen den Laufflächen nach oben zeigt.
  • 5. Die rotierende Tonbahn 38 wird festgehalten, die Schwungmasse mit Hilfe des mitgelieferten Schraubenbolzens vorsichtig auf den Schaft der rotierenden Tonbahn aufgeschoben. Der Schraubenbolzen wird herausgeschraubt und die Schwungmasse in die Lage gebracht, daß die Schraube, die zum Befestigen der Schwungmasse dient, nach oben zeigt, also in der gleichen Richtung, wie die rote Markierung auf der Welle der Tonbahn.
  • 6. Die Befestigungsschraube wird angezogen.
  • 7. Der runde Deckel wird festgeschraubt.

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III. Wasser- und Luftkühlungsanschluß

Von der Rückseite aus betrachtet sind an die beiden linken Gewindestutzen unterhalb des Werkes die Wasseranschlußstutzen 2 und 3 anzuschrauben. Hierbei ist zu beachten, daß der Wasserauslaß 2 an dem linken Anschluß stutzen angebracht wird. An dem 3. Gewindestutzen erfolgt der Luftanschluß 4. Die Verbindung muß mit Schläuchen, die dem Wasserdruck bzw. Luftdruck standhalten, vorgenommen werden. Als Wasserdurchlaufmenge genügen 20-40 Liter je Stunde.

IV. Elektrische Einrichtung

An der Rückseite des Werkes ist eine Anschlußplatte angebracht, die außer den Anschlußklemmen für die Tonlampe, für den Motor und die Überblendung noch die Quecksilberschalter enthält. Nach Lösen der
Rändelschraube wird der Metallschutz abgeschraubt, die Anschlüsse werden gemäß dem Schaltschema vorgenommen.

Die Tonlampe und die Pilotlampe sind für 6 Volt bestimmt.

Der Motor ist für 50 Perioden, 220 und 380 Volt Drehstrom bestimmt.
Bei anderen Spannungen muß ein Transformator vorgeschaltet werden.
Der Anlasser wird an der Tischplatte angeschraubt und die Anschlüsse gemäß Schaltschema vorgenommen.

Beim ersten Anschluß des Motors überzeuge man sich durch kurzes Anlassen, daß der Motor die richtige Drehrichtung annimmt. Falls dies nicht der Fall ist, sind zwei Leitungen umzuklemmen.

V. Tonteil Einsetzen der Tonlampe

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  • 1. Lösen der Rändelschraube am Tonlampenhaus und Lampenfassungsteil 36 herausziehen.
  • 2. Lampe so in die Fassung einsetzen, daß der Flansch überall auf der Fassung gut anliegt und der Stift in die Aussparung greift.
  • 3. Seitliche Wurmschraube der Fassung anziehen.

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Anschluß des Photozellenkabels und Einsetzen der Photozelle

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  • 1. Photozellenkabelschutzteil 25 und Entlastungsplatte 26 abschrauben und Kabel in die Vertiefung einlegen.
  • 2. Die Seele des Kabels am oberen Anschluß und das Erdungskabel am unteren Anschluß befestigen.
  • 3. Photozelle zwischen die Lauf Scheiben der rotierenden Tonbahn so von oben einführen, daß die Anschlußfläche auf den Befestigungssockel zu liegen kommt und die Öffnung sich gegenüber der Tonoptik befindet.
  • 4. Befestigungsschraube, die nach unten aus dem Photozellensockel heraushängt, mit Hilfe des beigegebenen Spezialschraubenziehers in die Photozelle einschrauben.
  • 5. Vor dem endgültigen Festziehen dieser Schraube prüfen, ob die Zelle richtig sitzt. Sie darf nicht an der rotierenden Tonbahn anliegen, und das gesamte Licht von der Tonoptik muß einwandfrei in die Zellenöffnung fallen.

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Tonoptik

Die Tonoptik ist genauestens eingestellt. Nur die Länge des Spaltbildes auf dem Film läßt sich durch Drehen der im Tonlampenhaus befindlichen Schraube 37 verringern oder vergrößern.
Die richtige Lage des Spaltbildes ist durch einen Rotstrich auf der Schraube und einen roten Punkt am Tonlampenhaus gekennzeichnet.
Eine Veränderung der Spaltlänge ist nur bei versetzt kopierten Tonspuren erforderlich.

Betrieb

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I. Ölen

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  • 1. Rundkappe an der Rückseite des Werkes abnehmen und 200 g Spezialöl in die Gehäuse einfüllen.
  • 2. Etwas von dieser Menge in das Malteserkreuzgetriebe eingeben.
  • 3. Läuft kein Öl nach der ersten Füllung bei laufender Maschine durch das Schauglas 13, so arbeitet die Ölpumpe nicht. Es muß nach Lösen der Verschlußkappe etwas Öl in die Schauöffnung eingefüllt werden.
  • 4. Die rot markierten Stellen am oberen und unteren Arm mit einigen Tropfen Öl versehen.

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II. Filmlauf Einlegen des Films

Der Kufendruck ist für 24 Bilder, Stahlführungsplatte und Stahlkufen eingestellt. Während des Transportes kann sich evtl. die Kufenspannung verstellt haben. Es muß eine Neueinstellung erfolgen. Zunächst werden die Kufenfedern gleichmäßig durch Herausschrauben der beiden Rändelschrauben 18 und 21 gelockert. Bei der Vorführung eines Probefilms werden die Kufenfedern solange angezogen, bis ein einwandfreier Bildstand erzielt ist. Bei Samtführungsplatte und Holzkufen kann ein geringerer Kufendruck zur Anwendung gelangen.
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Das Einlegen des Films erfolgt zweckmäßigerweise wie nachstehend aufgeführt :
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  • 1. Bildverstellknopf 35 in die Mittellage bringen.
  • 2. Andrückgabeln 14 und 32 an der Vor- und Nachwickeltrommel abklappen. Blendungsschutz 20 nach rechts schieben und evtl. Objektiv nach oben klappen.
  • 3. Filmtür durch Gegeneinanderdrücken der beiden Knöpfe 19 öffnen und Rollen 24 der Vorberuhigung abklappen.
  • 4. Zirka P/s m Film aus der oberen Feuerschutztrommel herausziehen.
  • 5. Film über die Vorwickeltrommel legen und die Andrückrolle 14 durch Druck auf den Knopf 15 anlegen.
  • 6. Nach Bildung einer Schleife den Film durch die Filmführung und um die Transporttrommel legen. Transporttrommel darf nicht im Zug stehen.
  • 7. Filmtür schließen.
  • 8. Hinter der Transporttrommel den Film zunächst ohne Schleife zwischen die Rollen des geöffneten Schleifenfängers legen und Schleifenfänger schließen.
  • 9. Film um die erste große Rolle, über die rotierende Tonbahn 38, die beiden Rollen 29 des Dämpfungsausgleichs und über die Zähne der Nachwickeltrommel legen. Film hierbei straffziehen. Der Zeiger 27 des Dämpfungsausgleichs muß bis zum obersten Punkt ausschlagen.
  • 10. Zur Erzielung der richtigen Schleifengröße zwischen Transporttrommel und Schleifenfänger den Film in der Höhe der Einlaufrollen des Feuerschutzkanals anfassen und um das Stück bis zur Nachwickeltrommel (3 Bilder) zurücksetzen, und Andruckgabel 32 durch Druck auf den Knopf 31 anlegen. Schleife bildet sich nun beim Lauf des Projektors von selbst an der richtigen Stelle.
  • 11. Film auf der unteren Spule befestigen.
  • 12. Blendungsschutz 20 am Objektiv nach der Filmtür zu schieben.

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Ingangsetzung der Maschine

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  • 1. Überblendungshebel 33 nach rechts zu legen.
  • 2. Drehknopf 1 des Motors in Richtung des Pfeiles in Bewegung setzen und Anlaßeinrichtung betätigen.
  • 3. Beim Lauf der Maschine soll der Zeiger 27 des Dämpfungsausgleichs auf den mittleren Markierungspunkt zeigen. Falls dies nicht der Fall ist, muß eine Nachstellung der Federung mittels der Rändelschraube 28 erfolgen.
  • 4. Einschalthebel des Anlassers nicht sofort bis oben durchschalten, sondern schnell bis zur Mittelstellung (waagerechte Lage) bringen, dann kurze Zeit Pause, bis die Maschine mit voller Geschwindigkeit läuft, erst dann nach oben bis „Ein" weiterschalten.


Bei zu schnellem Anlauf die Schellen der drei Widerstandsplatten im Anlasser nach links, bei zu langsamen Anlauf nach rechts verschieben. Ausschalten erfolgt durch Betätigen des Druckknopfes.
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Überblendungseinrichtung

Arbeitsweise
Die am Ernemann VII B - Projektor eingebaute Uberblendungseinrichtung arbeitet wie folgt:

In dem Augenblick, wenn der Überblendungshebel 33 umgelegt wird, wird die Protektorklappe aus den Lichtstrahlen herausgeschwenkt, die Tonlampe eingeschaltet und der zum Auslauf kommende Projektor ausgeschaltet. Bei diesem fällt außerdem im gleichen Augenblick die Protektorklappe und die Tonlampe wird ausgeschaltet.

Handhabung
1. Motor der in Gang zu setzenden Maschine mit der Anlaßeinrichtung anlassen.
2. Im Augenblick des Überblendens den Überblendungshebel langsam umlegen.
3. Ausschaltung der anderen Maschine erfolgt in der üblichen Art.

Auswechseln von Werkteilen

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I. Malteserkreuzgetriebe

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  • 1. Filmtür öffnen, Filmbahneinsatz nach Lösen der Schraube 34 herausnehmen und Bildverstellknopf 35 in die Mittellage drehen.
  • 2. Runde Kappe an der Rückseite des Werkes nach Lösen der beiden Schrauben abnehmen.
  • 3. Gegenmutter und Mutter mit Spezialschlüssel abschrauben und Auswechselteil herausziehen.
  • 4. Zugflügel der Blende vor den Bildausschnitt stellen.
  • 5. Auswechselteil einschieben, hierbei beachten, daß das Malteserkreuz im Wechsel liegt.


Sollte ein Ziehen der Blende auftreten, so ist das Auswechselteil nochmals um einen Zahn zu versetzen. Gegebenenfalls ist, nachdem das rote Beobachtungsfenster am Lichtschutztubus abgenommen worden ist, die Trommelblende nachzustellen, indem die drei Schrauben an der Blende gelockert werden und die Blende etwas verdreht wird.

II. Filmbahneinsatz

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  • 1. Rändelschraube 34 herausschrauben.
  • 2. Filmbahneinsatz leicht nach oben schieben und dann nach vorn herausnehmen.

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III. Filmführung

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  • 1. Wasser aus dem Projektor ablassen durch Lösen der Schlauchverschlüsse am Ein- und Auslauf.
  • 2. Andrückgabel 14 der Vorwickeltrommel aufklappen, Filmtür öffnen und Filmbahneinsatz herausnehmen.
  • 3. Die oberhalb der Filmführung befindliche Vierkantschraube abschrauben und die Filmführung durch Herausdrehen der unter dem Schutzdeckel mit Aufschrift befindlichen Schraube mit dem besonderen Steckschlüssel abziehen.
  • 4. Die Gummidichtung für die Wasserzuführung neu einsetzen.
  • 5. Filmführung ohne Verkanten auf die Haltebolzen schieben.

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IV. Kufen

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  • 1. Filmtür öffnen.
  • 2. Rändelbolzen 17 herausschrauben und Kufen herausnehmen.
  • 3. Neue Kufen mit ihrem unteren Ende zuerst einsetzen, hineindrücken und Rändelbolzen wieder einschrauben.
  • 4. Kufendruck mittels der Rändelschrauben 18 und 21 neu einstellen.

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V. Zahntrommeln Transporttrommel

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  • 1. Schraube herausschrauben und Nasenscheibe abnehmen.
  • 2. Transporttrommel abziehen.
  • 3. Achse säubern und leicht einölen.
  • 4. Neue Transporttrommel vorsichtig unter leichtem Drehen aufschieben, so, daß Schlitz der Welle mit den Schlitzen der Transporttrommel übereinstimmt.
  • 5. Nasenscheibe aufsetzen, Schraube einschrauben und anziehen.

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Dieser Abzieher ist aber ein Zeiss Ikon (West) Produkt

Vor- und Nachwickeltrommel

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  • 1. Drei Schrauben herausschrauben und Trommel abziehen.
  • 2. Achse säubern und leicht einölen.
  • 3. Neue Trommel vorsichtig aufsetzen und Schraube befestigen.

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VI. Führungsrollen

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  • 1. Rollenachse der geteilten Rolle 16 am oberen Teil der Filmführung sowie Achsen der Führungsgabel an der Transporttrommel nach Lockern der Halteschrauben und um 90° Drehen der halbmondförmigen Scheiben herausziehen.
  • 2. Rollen an der Vor- und Nachwickeltrommel sowie an dein Schleifenfänger nach Abschrauben der Eicheln herausnehmen. (Zu beachten ist, daß die Eicheln teils Rechts- und teils Linksgewinde besitzen und entsprechend mit „R" und „L" markiert sind.)
  • 3. Große Rolle vor der rotierenden Tonbahn und Rollen des Dämpfungsausgleiches nach Abschrauben der großen Schrauben abziehen.
  • 4. Nach Auswechseln der Rollen an der Vorwickeltrommel, Nachwickeltrommel und an der Transporttrommel Abstand auf zwei Filmdicken einstellen. Die Einstellung erfolgt nach Lösen der Mutter durch Nachstellen der Schrauben 22 bzw. 30 (an der Gabel der VorwickeltrommeL in der Abbildung nicht sichtbar) an den Andruckgabeln.

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Wartung und Pflege

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I. Reinigen

In kurzen Abschnitten - je nach Beanspruchung - ist eine gründliche Säuberung vorzunehmen. Alle mit dem Film in Berührung kommenden Teile müssen peinlich sauber gehalten werden, da bekanntlich jeder Film Schmutz absetzt, der starke Reibungen verursacht und zu störenden Ursachen, zu Verregnen des Films, zu Einreißen der Perforation, evtl. sogar zum Zerreißen des Films führen kann.

Zeigt sich Filmabsatz an den Kufen, an den Transporttrommeln und Walzen, so ist er mit einem Holzstäbchen oder einer feinen Bürste, keinesfalls aber mit Werkzeugen aus Metall zu entfernen. Es empfiehlt sich,
Kufen und Gleitbahn leicht einzufetten. Als günstig für Filmschonung und Minderung des Filmgeräusches haben sich Holzkufen bewährt, die besonders bei Durchprojektion zu empfehlen sind.

Eine gründliche Säuberung der Filmführung kann nach Abnehmen derselben vorgenommen werden. Von Zeit zu Zeit sind auch die Feuerschutzkanäle zu reinigen.

II. Ölen

Es soll grundsätzlich nur das für die Maschine bestimmte Spezialöl verwendet werden.
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  • 1. Das Ablassen des alten Öles erfolgt nach Lösen der Schraube an der Vorderseite des Werkes unterhalb des Motors.
  • 2. Bei Ölwechsel vorher die Filterpatrone im Schauglas 13 reinigen.
  • 3. Ölwechsel
    1. Ölwechsel nach 25 Betriebsstunden
    2. „ „ 50„
    3. „ „ 200
    weitere „ „ 300 ,,
  • 4. Nach höchstens 25 Betriebsstunden die rot markierten Stellen am oberen und unteren Arm mit einigen Tropfen Öl versehen.
  • 5. Holzkufen täglich säubern und leicht einölen oder - bei Nichtgebrauch - Holzkufen in Öl aufbewahren.

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III. Friktionen an den Feuerschutztrommeln

Obere Feuerschutztrommel:
Wenn die obere Spule zu leicht in Schwung kommt oder zu stark gebremst wird, ist die Friktion durch Vor- oder Zurückdrehen des Rändelknopfes zu verstellen. In längeren Zeitabschnitten ist die Friktion nach Lösen der Schraube auseinanderzunehmen, zu säubern und einzuölen oder einzufetten.

Untere Feuerschutztrommel:
Der Zug am Filmende darf nicht so stark sein, daß die Perforation von der Nachwickeltrommel beschädigt oder gar der Film eingerissen werden könnte. Er darf aber auch nicht so schwach sein, daß die Spule zuletzt nicht mehr mitgenommen wird. Obgleich die Friktion bereits von der Fabrik aus eingestellt ist, sind Verstellungen beim Putzen oder dergleichen wohl möglich. Die Einstellung erfolgt mittels des Rändelknopfes. Sollte sich das Auseinandernehmen der Friktion notwendig machen, sei es infolge von Verschmutzen, von Übersättigen der Scheibe mit Öl, Abnutzen der Scheibe oder dergleichen, dann ist die Kappe abzunehmen, die Schraube zu lösen, der Rändelknopf abzuschrauben und die Feder sowie die Reibungsscheibe herauszuziehen, zu säubern und in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenzusetzen.

IV. Optik

Objektive und Spiegel sind zuerst mit einem Pinsel abzustäuben und dann mit einem feinen Putzleder oder gut ausgewaschenem Leinwandläppchen vorsichtig zu reinigen. Beim Auseinandernehmen von Objektiven, das nur im Notfall vorgenommen werden darf, ist besonders darauf zu achten, daß die einzelnen Linsen in richtiger Lage und Reihenfolge wieder eingesetzt werden, da im anderen Falle keine Bildschärfe erzielt werden kann oder die Bildgüte zumindest stark herabgesetzt wird. Beim Einschieben in den Objektivkörper ist stets zu beachten, daß die Firmengravierung dem Schirm zugekehrt sein muß.

V. Tonteil

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  • 1. Die Laufleisten der Rotationsbahn 38 und alle Rollen sind stets peinlich sauberzuhalten.
  • 2. Die Schleifenfängerrollen sollen möglichst täglich gesäubert und leicht eingefettet werden.
  • 3. Die großen Kunststoffrollen 29 sollen möglichst täglich gesäubert und die Achsen der Rollen ganz leicht eingeölt werden.
  • 4. Die Tonoptik ist sauberzuhalten. Die Linsen sind von außen vorsichtig mit einem ausgewaschenen Leinen- oder Sämischlederlappen zu reinigen.

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