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Das Ur-Kino brauchte den Wabenkondensor

Als die Glühlampen von der Helligkeit nicht mehr reichten und man die Glühlampe nicht weiter verbessern konnte, entwickelte man die Lichtbogen-Lampe.

Zwischen zwei Kohlestäben erzeugte man ein ganz ganz helles (Punkt-) Licht. (Wie das ging, finden Sie hier in diesem Buch) Dieses Licht sollte nun durch das kleine Bildfenster des Projektors nach draußen auf die Bildwand leuchten und das Bild des Films dort abbilden.

Damit auch so viel wie möglich von diesem hellen Lichtpunkt durch das Bildfenster "floß", wurde der sogenannte "Wabenkondensor" als Licht-Konzentrator eingesetzt.
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Es war damals die Zeit vor dem Parabolspiegel. Daß immer noch viel zu viel Licht verloren ging, war anfänglich nicht zu vermeiden.

Dieser Wabenkondensor hier ist von Zeis Ikon und bezüglich der Abmessungen und Anschlußmontage für deren Kino-Maschinen gebaut und es ist ein massives Aluminium-Teil mit zwei Glasscheiben und vielen Lüftungsschlitzen. An den beiden Wabenlinsen-Scheiben bleibt immer noch eine Menge Hitze "hängen", selbst wenn sie täglich blitz blank geputzt würden. (Wurden sie aber nicht).
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Von der Lichtquelle her gesehen "konzentriert" der Waben- kondensor das einfallende Licht auf eine deutlich kleiner Fläche, nämlich die Fläche des soganannten Bildfensters des 35mm Normalfilms.

Dieser weltweit genormte Normalfilm hatte ein 4:3 Seitenverhältnis und dass klappte für kleinere Kinos ganz gut.
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Es gab die (zum Bildfenster hin) vordere kleinere Linsen-Scheibe mit sechseckigen Linsenfeldern (Wabenfenstern) . . . .

und es gab

die große Linsenscheibe zur Lichtquelle hin, die jede Menge rechteckige Wabenfenster im Seitenverhältnis 4:3 hatte.


An diesem Verhältnis - Breite zu Höhe von 4:3 - erkennt man sofort, als die ersten sogenannten Breitfilme kamen, funktionierte das mit der sowieso schon mühsamen bzw. gerade noch erträglichen Lichtausbeute nicht mehr. Es gab dann neue Filmformate mit dem von der Bildfensterhöhe her niedrigeren Seitenverhältnis 1.88 zu 1.
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