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Auch Vista Vision sollte mal Weltmaßstab werden

Vista Vision war ein neues Breitbildformat von Paramount. Um die Qualität des verfügbaren 35mm Filmmaterials voll ausnutzen zu können, ließ man den Film quer vor der Kamera und später dem Projektor laufen. So hatte man ein 1,85:1 (oder nur 1,5:1?) Breitbildformat mit phantastischer Auflösung. In den 50er Jahren wurden aber nur wenige herausragende Filme wie die Hitchcock Filme "Vertigo" oder "Der unsichtbare Dritte" in diesem Format gedreht.

 

Eine Rolle gespielt für den NICHT erfolgten Durchbruch des 35mm Vista Vision hatte auch die Konkurrenz von Centfox und Metro Goldwayn Meyer, die natürlich nur ihr eigenes 35mm Cinemascope Format "gepusht" hatten.

 

Heute ist Vista Vision wegen der aufwendigen mechanischen Technik vergessen. (im Jahr 2010)

 

Ein Artikel aus 2004 beschreibt eine Vista Vision Vorführung beim Festival Il Cinema Ritrovato 2004 in Bologna, 3. - 10. Juli 2004. Der dortige Autor schreibt von 3 Kinos, von denen eines noch eine Vista Appartaur hätte.

 

Hier eine Beschreibung aus 1955:

VISTAVISION :
Filmaufnahme mit waagerecht durch das Bildfenster laufendem Film. Die Filmbilder werden also in Längsrichtung des Films aufgezeichnet. Sie haben dadurch eine wesentlich größere Bildfläche als bei der normalen Aufnahme. Beim Kopieren verkleinert man das große Negativ auf die normale Breite eines Filmbildchens (22 mm); das Bild wird dabei so gedreht, daß seine Lage der Normalkopie  entspricht.
Vistavision-Filme werden auf normalen Projektoren mit Bildfenstermaske, deren Seitenverhältnis 1 : 1,85 ist, vorgeführt.

Das größere Filmnegativ der Vistavision-Filme bringt den Vorzug, daß die Vorführ-Kopien feinkörniger und mit einer besseren Bildschärfe versehen sind als normal aufgenommene Filme. Vistavision-Kopien zeichnen sich auch bei extremen Vergrößerungen durch hervorragende Bildwiedergabe aus.

Beim einfachen Breitbild ohne Entzerrungsvorsatz kommt man aus technischen Gründen (vor allem wegen der ungünstigen Lichtausnutzung) und der dabei notwendigen starken Vergrößerung des Filmbildchens über ein Seitenverhältnis von 1 : 1,85 praktisch nicht hinaus. Wenn man Projektionsbilder mit größerem Seitenverhältnis erzielen will, muß man bei der Aufnahme und Wiedergabe anamorphotische Objektive benützen.
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