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Achtung: Artikel und Texte aus NS/Hitler-Deutschland 1933-45

Nach der Gleichschaltung der reichsdeutschen Medien direkt nach der Machtübernahme in Februar/März 1933 sind alle Artikel und Texte mit besonderer Aufmerksamkeit zu betrachten. Der anfänglich noch gemäßigte politisch neutrale „Ton" in den technischen Publikationen veränderte sich fließend. Im März 1943 ging Stalingrad verloren und von da an las man zwischen den Zeilen mehr und mehr die Wahrheit über das Ende des 3. Reiches - aber verklausuliert.

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Im Jahr 1938 passierten zwei im Nachhinein sehr schmerzliche "Vorgänge", die "Eingemeindung" Österreichs ins 3. Reich und der "Verkauf" der Tschechen durch die Engländer.

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1938 - Das Jahr der versteckten politischen Wahrheiten

Ein neuer Verlag, ein neues Logo

Es gab ja einen Grund, warum die Engländer 1938 auf der Münchner Konferenz die Tschechen verrieten und an Hitler "verkauften" (oder besser : verhökerten). Sie glaubten, einen heraufziehenden (deutschen) Krieg abwenden zu können, indem sie Hitler sehr weit entgegen kamen, aber auf Kosten eines anderen Landes, das sich nicht wehren konnte. Der alte Mann - Chamberlain - hatte es nicht realisiert, daß er nur einen einjährigen Aufschub erreicht hatte. Der Krieg war schon 1938 (hinter den deutschen Kulissen) bereits beschlossene Sache.

  • Anmerkung  und Nachtrag aus 2022 - die Paralellen zu Putin sind ganz offensichtlich. Auf da war der Krieg / Einmarsch gegen die Ukraine schon lange beschlossene Sache.


Auch die vor ein paar Jahren (1935 bis 1938) noch leidlich versteckte Aufrüstung der deutschen Wehrmacht wurde von Goebbels nicht mehr verheimlicht. Die von ganz oben befohlenen Massen-Aufmärsche der Volksgenossen mit Fahnen und Fackeln bei jeder sich nur irgendwie bietenden Gelegenheit waren selbst von blinden Auslandsjournalisten nicht mehr zu übersehen.

Selbstverständlich ist den aufmerksamen Beobachtern aus dem Ausland auch nicht verborgen geblieben, daß im 3.Reich an vielen Stellen die "Bewirtschaftung" (also die Rationierung) von Eisen und Stahl sowie Kupfer und anderen Edelmetallen immer wieder betont wird, so auch hier. Wofür braucht Deutschland so viel Stahl ? Den gibts doch überall zu kaufen und Deutschland hat doch des Ruhrgebiet, das Saarland und auch noch (Ober-) Schlesien.

Weiterhin wird der "Anschluß" der Heimat des Führers ans Deutsche Reich nirgendwo direkt erwähnt, sondern nur hier und da in den Text "eingeflochten". Und irgendwann wird die deutsche "Ostmark", also die vereinnahmte Tschechoslowakei erwähnt, aber kein Wort von den Münchner Verträgen erwähnt.
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1938 - Für die Kinotechnik und die Einrichter und Händler sowie die Ausrüster war es ein "Goldgräberjahr" ......

Wo kauft ein reichsdeutscher Volksgenosse seine Kinoeinrichtung?
Die beste Kinomaschine der Welt, die Ernemann 7B (sagt die Werbung)

"PROMI"-Minister Josef Goebbels hatte ja bereits 1933 den Rundfunk und das Kino eindeutig als "sein Kind" adressiert und die propagandistische Schlagkraft des Films herausgestellt.

Seit 1935, also der Installation einer sogenannten "Reichsfilmkammer", die das unumschränkte Sagen (Befehlen) zugeordnet bekam, waren so gut wie alle Medien im Bereich Film und Kino gleichgeschaltet.

Und nun wurden (eigentlich ab Mitte 1937) Kinos neu- und umgebaut, was das Zeug hielt. Die Mutter des Autors Gert Redlich (Valeria Redlich) war ab Okt. 1937 bei der "UFA-Handel" in Berlin SW 19 Krausenstrasse Nr. 38/39 als junge Sekretärin angestellt worden und bekam diesen künstlichen Aufschwung leibhaftig mit. Die UFA AG selbst (also die Mutterfirma der UFA Handel) baute einen UFA-Palast nach dem anderen.

Die neue Kinomaschine Ernemann VII-B (von Zeiss-Ikon Dresden) war der Traum aller Kinobesitzer und konnte damals auch sehr große Bildwände und weite Projektionsentfernungen gut ausleuchten.

Und wenn ein "systemkonformer Unternehmer", und war er noch so dumm oder dämlich, ein neues Kino bauen wollte, gab es über die Partei-Mitgliedschaft erleichterte und preiswerte Reichsbank-Kredite aus dem PROMI, dem Propagandaministerium. Und die UFA-Handel baute ihm sein Kino und verdiente sich damit dumm und dämlich.
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Hier eine Übersicht - die Seitenzahlen der Einzelhefte in 1938

1938 hatte der Jahresband die stolze Anzahl von 340 Seiten ..... und von nun an ging es nur noch abwärts.
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  1. Heft 1 S. 1 bis 28
  2. Heft 2 S. 29 bis 56
  3. Heft 3 S. 57 bis 84
  4. Heft 4 S. 85 bis 112
  5. Heft 5 S. 113 bis 140
  6. Heft 6 S. 141 bis 168
  7. Heft 7 S. 169 bis 196
  8. Heft 8 S. 197 bis 224
  9. Heft 9 S. 225 bis 252
  10. Heft 10 S. 253 bis 284
  11. Heft 11 S. 285 bis 312
  12. Heft 12 S. 313 bis 340

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Diese Liste zeigt eine Übersicht über einzelne ausgewählte Artikel aus der "KINOTECHNIK" des Jahrgangs 1938

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Das Impressum der "Kinotechnik" vom Jan. 1938

KINOTECHNIK - Zeitschrift für die Technik im Film 20. Jahrgang

Organ der Deutschen Kinotechnischen Gesellschaft E.V. (DKG), des Reichsverbands Deutscher Fachkinohändler u.des Deutschen Fachnormenausschusses für Kinotechriik Herausgegeben vom Vorstand der DKG unter ständiger Mitarbeit namhafter Fachleute
Max Hesses Verlag, Berlin-Schöneberg, Hauptstraße 38 • Fernspr. 716815/16 Erscheint monatlich • Einzelheft RM 1.50 • Vierteljahrespreis RM 4.05
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Das Impressum der "Kinotechnik" vom Sept 1938

Bezugspreis: Vierteljährlich (3 Hefte) RM. 4.05 (zuzüglich Postgebühr bei Postbezug) / Einzelheft RM. 1.50
Bestellungen nehmen alle Postanstalten, Buchhandlungen und der unterzeichnete Verlag entgegen • Abbestellungen schriftlich einen Monat vorher nur zum Vierteljahrsschluß zulässig • Unregelmäßigkeiten in der Postzustellung bitten wir zunächst dem zuständigen Postamt, das für Nachlieferung Sorge zu tragen hat, mitzuteilen. Max Hesses Verlag / Berlin
Für die Redaktion verantwortlich Dr.-Ing. Otto Frank, Berlin-Frohnau. Verantwortlich für die Anzeigen Walther Ziegler, Berlin O34 Verlag
Max Hesses Verlag, Berlin-Halensee - Joachim-Friedrich-Str. 38  - Druck C. Schulze & Co., G. m. b. H.f Gräfenhainichen
DA. 11/1938 Auflage : 1650 einschließlich 527 Exemplare Streuversand. Zur Zeit gilt Anzeigenpreisllste Nr. 1
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