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Achtung: Artikel und Texte aus NS/Hitler-Deutschland 1933-45

Nach der Gleichschaltung der reichsdeutschen Medien direkt nach der Machtübernahme in Februar/März 1933 sind alle Artikel und Texte mit besonderer Aufmerksamkeit zu betrachten. Der anfänglich noch gemäßigte politisch neutrale „Ton" in den technischen Publikationen veränderte sich fließend. Im März 1943 ging Stalingrad verloren und von da an las man zwischen den Zeilen mehr und mehr die Wahrheit über das Ende des 3. Reiches - aber verklausuliert.

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1939 - Für viele junge Männer wird es jetzt "todernst"

Der Vater des Autors etwa 1939
Vorher "durften" alle freiwillig zum Arbeitsdienst

Der "Ernst des Lebens" begann ja schon etwas früher, nämlich in 1937 und 1938, als die jungen Männer über 18 alle "freiwillig" zum reichsdeutschen Arbeitsdienst eingezogen wurden. Man konnte sich damals nicht "drücken" oder "verkrümeln". Auch unser Vater Gerhard Redlich nicht, zumal unser Opa in Hamburg bereits Amtsvorsteher in einem Postamt war. Das war oder wäre für die Eltern, die Familie und auch die Feunde irgendwie gefährlich.

Wie genau gefährlich - wußte man damals noch nicht. Daß mit den Mitbürgern mit jüdischen Wurzeln etwas "Merkwürdiges" passierte, das ahnten ganz sicher viele, nicht alle. Manche wollten es einfach nicht wissen und sehr viele waren einfach zu dumm, zum Beispiel die nationalsozialistisch eingelullten Hauswarte und Blockwarte.

Von all diesem steht natürlich in der "Kinotechnik 1939" nichts drinnen. Weder die Emigration der NS- kritischen Film- schaffenden und Schauspieler wird erwähnt noch das Ausbluten der guten Ideen.

Auch der Mangel an Metallen aller Art steht, wenn überhaupt, nur zwischen den Zeilen. Als Marlene Dietrich nicht wieder zurück "heim ins Reich" wollte, hatte "wir" eben Zarah Leander aus Schweden "eingekauft" - und die reichsdeutsche Kino-Welt war wieder in Ordnung.

All diese hier nicht mal erwähnten Geschichten lesen Sie sehr ausführlich bei Curt Riess und Heinrich Fraenkel und teilweise auch bei Will Tremper in deren Biografien und den dicken Film-Büchern.
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Deutschlands Flugabwehrscheinwerfer

Ab 1939 besonders auffallend, die "langweiligen" Artikel .....

Die wirklich gute Kompetenz und Qualität der Grundlagenartikel aus 1935 bis 1937 geht 1939 dem Ende entgegen. Die Artikel und Themen wiederholen sich und werden flach und extrem in die Länge gezogen.

Vermutlich sind einige Artikel über kriegswichtige Produkte "aus dem Verkehr" gezogen worden, so zum Beispiel über die riesen großen 6 KW und 10 KW "hightech" Lichtbogen- Flugabwehr- Scheinwerfer von Zeiss-Ikon und Görtz ?? - war das die andere Firma in Berlin.

Der Hochstromkohlebogen im FLAK- Scheinwerfer, das war Qualität und Präzision vom Feinsten.
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In Vorbereitung :
Diese Liste zeigt eine Übersicht über einzelne ausgewählte Artikel aus der "KINOTECHNIK" des Jahrgangs 1939

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