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FT 10/1948 - Neues französisches Verfahren für Fernseh-Großbilder

Für die Vorführung von Fernsehsendungen in größeren Räumen wurde ein Bildschirm gebaut, dessen Oberfläche aus 276.480 kleinen Fähnchen aus Aluminiumfolie zusammengesetzt ist. Die rechteckigen Fähnchen, die 8x6mm groß sind, sind reihenweise nebeneinander angeordnet und drehbar an kleinen Messingstiftchen befestigt. Der Schirm wird von einer konstanten Lichtquelle kräftig beleuchtet; die Oberfläche der Aluminiumfolie ist mattiert und streut das Licht innerhalb eines Winkels von 20°. Wenn die Aluminiumfähnchen senkrecht zur Blickrichtung stehen, erscheint die Fläche des Bildschirmes weiß. Wird ein Fähnchen gegen die Blickrichtung gekippt, so nimmt die Helligkeit des Schirmes an dieser Stelle für das Auge je nach dem Kippwinkel ab und kann bis zu dem Eindruck „schwarz" verringert werden. Man kann eine lineare Beziehung zwischen dem Kippwinkel und dem Helligkeitseindruck erreichen.

Die Bewegung der einzelnen Aluminiumfähnchen wird in der Weise erzielt, daß jedes Fähnchen auf Erdpotential liegt und einer kleinen Steuerelektrode gegenübersteht, der die entsprechende Modulationsspannung der empfangenen Fernsehsendung zugeführt wird.

RM 1955/3 - Ägypten - Fabrik für Rundfunkempfänger

Die ägyptische Regierung hat in Wadi Natrun eine Fabrik für die Herstellung billiger Rundfunkempfänger errichtet. Der Verkaufspreis des einfachen Gerätes soll rund 65DM betragen; bisher standen nur importierte Empfänger zur Verfügung, deren einfachste Typen rd. 180 bis 200DM kosteten.

RM 1955/3 - Exporte der englischen elektronischen Industrie

Die englische elektronische Industrie exportierte 1954 für über 330 Millionen DM (+ 12 % gegenüber 1953), darunter Sender, Radargeräte, Navigationsanlagen und industrielle Elektronik für rd. 135 Millionen DM. Rundfunk- und Fernsehgeräte lagen wertmäßig bei rd. 40 Millionen DM, Elektronenröhren bei 27 Millionen DM. Hauptabnehmer waren die Niederlande, Schweden und Canada. Die Bundesrepublik kaufte für rd. 7 Millionen DM einschlägiges Material.

RM 1955/3 - englische Produktion 1954

Die englischen Fabriken verzeichneten folgende prozentuale Steigerung der Produktion 1954 gegenüber 1953: Rundfunkempfänger + 30%, Phonosuper und Musikschränke + 95%, Autoempfänger + 10%, Fernsehgeräte + 5 % (!). Einschließlich der Verkaufssteuer (z. Z. 50% auf den Werksausgangspreis) gab das englische Volk etwa 1,4 Milliarden DM für diese Sparte aus.

RM 1955/3 - erste Voll-Transistorgeräte in den USA

Die ersten Voll-Transistorgeräte sind in den USA auf den Markt gekommen. Neben dem kleinen Taschengerät von Regency liefert Raytheon das „T-Radio", bestückt mit neun Transistoren in Super-hetschaltung für Mittelwellen (Preis 80 Dollar). Das RADIO-MAGAZIN wird im April-Heft eine ausführliche Beschreibung mit allen Meßwerten bringen.

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