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"Kontakte" - Eine Zeitschrift der deutschen Philips aus Hamburg

Auf diese Zeitschrift (ab Jan. 1965) sind wir erst im Nov. 2009 gekommen. Zuvor hate ich sie nie wahrgenommen. Eigentlich sind wir drüber gestolpert, als uns ein ehemaliger Philips Service Mann einen ganzen Karton davon zusammen mit vielen anderen Zeitschriften geschickt hatte. Alle diese Hauszeitschriften hatten die Aufgabe, ihr jeweiliges Unternehmen (in diesem Fall Philips) im besten Glanze darzustellen und natürlich für die dort beschriebenen Philips Produkte zu werben.

Dipl.-Ing. Kurt Hertenstein

Die Artikel und Beschreibungen sind daher genauso gefärbt oder geschönt wie die Texte in den Telefunken und Grundig Zeitschriften. Nichts ist neutral oder wertfrei, es ist Werbung. Und es fällt schon auf, daß hier bei den ganzen Video- und VCR Artikeln Namen des Wettbwewerbs (zum Beispiel der Name Max Grundig) einfach nicht vor kommen.

Im Bild rechts: Bei ihrem Rundgang durch die Industrie-Ausstellung in Berlin 1964 besuchten Wirtschaftsminister Kurt Schmücker und der Berliner Wirtschaftssenator Prof. Dr. Karl Schiller auch den Philips-Pavillon. Auf unserem Foto erläutert Hauptgeschäftsführer Dipl.-Ing. Kurt Hertenstein seinen prominenten Gästen ein neues Philips-Erzeugnis.

Kurt Hertenstein - (damals Hauptgeschäftsführer der Philips Deutschland) schreibt 1965 in seinem ersten Vorwort :

„Kontakte" heißen die Ihnen vorliegenden neuen Informationen der Deutschen Philips GmbH. Sie sollen die bestehenden guten Beziehungen zwischen Ihnen und unserem Hause noch weiter vertiefen und festigen. Gerade in unserer Branche mit ihrer komplizierten Technik sind gute „Kontakte" für das einwandfreie Funktionieren der Geräte unerläßlich, aber auch die persönlichen Kontakte müssen gepflegt werden. Ein Mittel hierfür soll die vorliegende neue Schrift werden.

Aus diesem Grunde wurde der Titel bewußt im Sinne der doppelten Bedeutung dieses Wortes gewählt. „Kontakte" schließt eine Lücke im Angebot des Informationsmaterials, das Sie bisher von uns erhielten. Sie soll in erster Linie auf den Gebieten Fernseh-, Rundfunk-, Tonband- und Phono-Geräte, aber auch Haushaltgeräte über technische und kommerzielle Probleme berichten, für die beispielsweise in den technischen Service-Dokumentationen kein Platz ist. Der Bogen für diese zusätzlichen Informationen ist weit gespannt, er reicht von der eingehenden technischen Darstellung bestimmter Schaltungseinzelheiten über die Erläuterung neuer Erkenntnisse aus der Philips-Forschung bis zur Behandlung von Fragen des Marketing oder der Beurteilung von Produkten aus den vorher erwähnten Bereichen.

Sie sehen also, es ist ein sehr umfangreiches Gebiet, aus dem wir Ihnen berichten wollen. Schwerpunkte werden sich naturgemäß bei den Informationen über unsere Konsumgüter bilden, und die einzelnen Ausgaben der „Kontakte" werden den jahreszeitlichen Höhepunkten (Hannover-Messe, Neuheitentermin, Funkausstellung) angepaßt sein. Das schließt nicht aus, daß Ihnen auch aus anderen Gebieten der Elektrotechnik interessante Probleme erläutert werden.

Ich hoffe, daß unser Vorhaben gelingt und daß sich die „Kontakte" zu einem für beide Seiten nützlichen Bindeglied entwickeln werden.

Die Artikel über die professionelle Fernseh- Studiotechnik sowie über die Tonstudiotechnik sind vorbildlich.

Vor allem sind diese Artikel in verständlichem Umgangssprachgebrauch geschrieben, so, wie wir hier die Technik beschreiben und vermitteln wollen. Wie bereits an anderen Stellen mehrfach gelobt, hatten die Entwickler und Techniker von Philips ein exzellentes Fachwissen um ihre Produkte und die zugehörigen physikalischen Grundlagen.

Auf den Folgeseiten lesen Sie Auszüge aus den jeweiligen Ausgaben, soweit sie in unser Fachgebiet passen und unsere Kommentare natürlich. Denn in 2009 sind wir schlauer als damals, als es noch kein weltumfassendes Internet gab.
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Nachtrag Juli 2012 : Alle Ausgaben bis Nr. 55/1982 lückenlos erhalten sowie "Kontakte aktuell" jetzt im Format A3 bis 3/83

In 1982 wurde offensichtlich das Format der Kontakte von A4 Hochglanz auf eine A3 Zeitungsbeilage verändert. Der Markt sprach eine entscheidende Rolle, es ging damals richtig abwärts.

Unsere letzte Ausgabe ist die 3/1983, als die CD mit viel Tamtam so richtig in den Markt gedrückt wurde.
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Wir suchen die weiteren Ausgaben der Philips "Kontakte".

Sollten Sie hier noch fehlende Ausgaben aus dieser Zeit gerettet haben oder jemanden kennen, der solches Papier noch auf dem Speicher oder im Keller hat, wir sind für jeden Hinweis dankbar.

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