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Eine Heft-Seite aus dem Jahrbuch 1935 der "Berliner Illu."

Dies ist ein Einblick in die längst vergessenen 99 Heft-Seiten einer heroisch martialisch überzogenen Verdummungs- und Beschwichtigungs- Propaganda- Zeitschrift der NS Zeit 1935/1936 aus der Reichshauptstadt Berlin. Das AEG Magnetbandgerät "Magnetophon" und das Fernsehen waren bereits erfunden, und die 36. Olympiade warf ihre Schatten voraus. Die Arisierung und die Jundenverfolgung waren in vollem Gange sowie auch die heimliche Aufrüstung von Heer, Marine und Luftwaffe. (Alles gescannt und überarbeitet im Jan. 2016 von Gert Redlich)

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Heftseite 36/37 - Der deutsche Film im Blickpunkt
"Staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll"

Vier deutsche Filme der Spielzeit 1934/35, die sich diese seltene Auszeichnung errangen.
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,,Der alte und der junge König'' schildert den Konflikt zwischen Friedrich Wilhelm 1. und seinem Sohn, dem späteren Friedrich dem Großen. Das ewig neue Vater - Sohn = Problem wurde auf streng geschichtlicher Grundlage dargestellt; die Dialoge aus zeitgenössischen Quellen geschöpft. Dieser Film erzielte in Frankreich und in England außerordentliche Erfolge. Emil Jannings, der Darsteller des alten Königs, und Werner Hinz.
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,,Hermine und die 7 Aufrechten''. Nach der weltbekannten Novelle von Gottfried Keller ,,Das Fähnlein der 7 Aufrechten« wurde dieser Film gestaltet. Zwischen den sieben Aufrechten, die prächtige alte Handwerker, Vaterlandssreunde, »Politiker« und kleine Haustyrannen sind, spielt Karin Hardt die Rolle der natürlichen Menschenkinder. In Venedig erhielt der Film eine goldene Medaille.
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Anmerkung : Im nächsten Bild wird wieder überdeutlich, wie die Frau in der Mitte den Arm stramm nach oben reißt und reckt und der Führer mit der bekannt lockeren legeren flapsigen Art zurück grüßt. Suggeriert wird hier erneut, der Führer steht weit oben über dem Volk und ist etwas Besseres als der gewöhnliche Volksgenosse.

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Adolf Hitler begrüßt die Abordnungen deutscher Stämme.


,,Der Triumph des Willens«. In diesem außergewöhnlichen Film gestaltete Leni Riefenstahl den Bericht vom Höhepunkt des deutschen Lebens im Jahre 1934: dem Nürnberger Parteitag. Dieser Film ist ein beredtes Zeugnis für den neuen Geist und für die Liebe zum Führer. Nur einmal wurde dieser Film im Ausland gezeigt, auf  der internationalen Filmkunstausstellung in Venedig, und erhielt dort einen der für die besten Filme ausgesetzten Preise, den Pokal des Istituto Nazionale ,,Luce«. Leni Riefenstahl erhielt am 1. Mai 1935 für diesen gewaltigen Film den nationalen Filmpreis.
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,,Das Mädchen Johanna«.   Eine deutsche Neuschöpfung vom Leben des lothringischen Bauernmädchens, das  Frankreich in den Zeiten schwerster Erschütterung zu Sieg und Einigung führte, um dennoch als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen zu enden. Angela Salloker spielte die Hauptrolle in diesem Film.  
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  • Anmerkung : Beachten Sie die Herausstellung des folgsamen züchtigen Blickes in voller Ergebenheit in ihr beschlossenes Schicksal. Ob das die Menschen damals auch so gesehen haben ?

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