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Eine Heft-Seite aus dem Jahrbuch 1935 der "Berliner Illu."

Dies ist ein Einblick in die längst vergessenen 99 Heft-Seiten einer heroisch martialisch überzogenen Verdummungs- und Beschwichtigungs- Propaganda- Zeitschrift der NS Zeit 1935/1936 aus der Reichshauptstadt Berlin. Das AEG Magnetbandgerät "Magnetophon" und das Fernsehen waren bereits erfunden, und die 36. Olympiade warf ihre Schatten voraus. Die Arisierung und die Jundenverfolgung waren in vollem Gange sowie auch die heimliche Aufrüstung von Heer, Marine und Luftwaffe. (Alles gescannt und überarbeitet im Jan. 2016 von Gert Redlich)

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Heftseiten 84/85 - zurück nach Deutschland :
Es geht aufwärts . . . Schaubilder und Zahlen

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  • Anmerkung : Das waren wiederum die Informationen, die unstreitig "wahr" waren und von den deutschen Volksgenossen auch so empfunden wurden. Selbst meine Berliner Oma (geb. 1899), eine Ur-Berlinerin, die mit dem "ganzen braunen Gesocks" (wie sie sich auszudrücken pflegte) nichts am Hut hatte, bestätigte, daß es nach Sommer 1933 fühlbar voran ging. Die Zeit des gefühlsmäßigen gesellschaftlichen Chaos und der Verwirrung und der wirtschaftlichen Unsicherheit ging vorüber. Aber es war noch keine Frage, um welchen Preis das alles erkauft wurde. Die Quittung kam im April 1945.

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Jetzt zu den Grafiken :
"Schaubilder und Zahlen vom deutschen Aufbau"

Ein Schaubild, das die Linie des ständigen innerdeutschen Wirtschaftsaufstieges unter der Regierung Adolf Hitlers aufzeigt:


Die Zahl der neuerbauten Wohnstätten in den ersten sieben Monaten des Jahres 1934 und 1935. Die in der Zeichnung angegebenen Zahlen sind mit 1000 zu multiplizieren.
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Die Zahl der Rundfunkhörer ist seit Januar 1933 um mehr als ein Drittel gestiegen, im letzten Rundfunkjahr allein um 1,3 Millionen. Ein Erfolg, der zu gleichen Teilen der Propaganda, dem Ausbau der Sendeanlagen, dem Volksempfänger und der gesteigerten Kaufkraft zu danken ist.

Im Jahre 1935 stehen in mehr als jedem dritten deutschen Haushalts ein Empfangsgerät.
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Verbrechen nehmen ab ...

Zahlen aus der Reichshauptstadt, die den Erfolg energischer und wirksamer Verbrechensbekämpfung klarlegen.

Die Motorisierung gehst vorwärts ...

Zwei Kurven; die die Zahlen der neuzugelassenen Kraftfahrzeuge angeben. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 1935 lassen bereits erkennen, daß das Endergebnis des Vorjahres hoch übertroffen wird.

Wieder mehr Eheschließungen

Zielbewußte Förderung der Eheschließung ließ die Zahl der Trauungen, die in den letzten Jahren vor 1933 ständig gesunken war, um rund 100000 anwachsen. Während im Jahre 1930 auf 1000 Einwohner 8,8 Eheschließungen entfielen, waren es im Jahre 1934 wieder 11,2.

Es werden wieder mehr Kinder geboren, aber...

Die Zahl der Lebendgeburten hat sich erfreulicherweise weiterhin erhöht, jedoch genügt dieser Aufschwung noch nicht, um auch nur den Bestand des deutschen Volk in seiner gegenwärtigen Höhe zu gewährleisten.
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Der Segen des Arbeitsfriedens.

Aussperrungen und Streiks schädigten die Wirtschaft vieler außerdeutschen Länder um Millionen von Arbeitsstunden, während in Deutschland die Volksgemeinschaft diese Verluste an nationalem Vermögen und Einkommen unmöglich macht. Im Reich nahm die Arbeitslosigkeit weiter ab. Der siegreiche Ausgang der großen Arbeitsschlacht ist nicht mehr zweifelhaft (Kurve links oben). Das Gesamteinkommen aus Lohn und Gehalt ist dem Rückgang der Arbeitslosigkeit entsprechend weiter gestiegen (Kurve Mitte). Die Zahlen geben das Gesamteinkommen in Millionen Reichsmark an.
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Heftseiten 86/87 - ein Blick in das Griechenland von 1935 :
"Griechenland wird wieder Monarchie"

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  • Anmerkung : Der nachfolgende Text und die Bilder sollten sicher den internationalen Weitblick der deutschen Medien dokumentieren. Noch waren die Griechen ja Freude, jedenfalls so lang, bis die Reichswehr zur Unterstützng von Mussolinis erfolglos darbenden Truppen dort einmarschiert ist.

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Die Männer im Vordergrund der griechischen Politik.

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  1. König Georg ll. von Griechenland, der seit Dezember 1923 im Exil lebte und nunmehr auf den Thron zurückkehrt, nachdem sich in der Volksabstimmung vom .3. November das griechische Volk mit überwältigender Mehrheit wieder zur Monarchie bekannte.
  2. General Kondylis, der die venizelistische Aufstandsbewegung im März diesen Jahres (1935) niederschlug. Auf seinen Antrag wurde im Oktober von der Nationalversammlung die monarchische Verfassung von 1911 wieder in Kraft gesetzt.
  3. Ministerpräsident. Panagiotitz Tsaldariz, der Führer der 1915 gegründeten Volkspartei. Gegen seine Regierungsführung wurde im März der Aufstand der Venizelisten angezettelt. Im Oktober trat er zurück, um der Restauration den Weg frei zu machen.
  4. Der böse Geist Griechenlands. Venizelos, der seit langem die griechischen Geschicke unheilvoll beeinflußte, versuchte im März einen Aufstand, der niedergeschlagen wurde.Er wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt und lebt jetzt in der Verbannung.

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Während der Krisentage im März 1935.

Regierungstruppen, deren oberster Führer General Kondyliz war, schlagen in Mazedonien die von Venizelisten angezettelte Revolte mit Waffengewalt nieder.

Das Schicksal der Aufständischen ist besiegelt. In Athen wurde in den ersten Apriltagen (1935) die öffentliche Degradierung der am Putsch beteiligten Offiziere vorgenommen, wobei man ihnen die Epauletten und Rangabzeichen abnahm.

Jubel für Kondylis.

Nach der Niederwerfung des Aufstandes zog eine ungeheure Menschenmenge durch die Straßen Salonikis, die immer wieder in Begeisterungsrufe für den Wahrer der Staatsgewalt, General Kondylis, ausbrach.

  • Anmerkung : Es war wie bei Hitlers großen Aufmärschen, die vorderen Reihen jubelten und die Kameras zeigten die große schwarze Masse von Menschen. Jedenfalls aus Deutschland gab es private Fotos, daß ab der 4. oder 5. Reihe schon keiner mehr "euphorisch" gejubelt hatte.


Sieben Monate später. Die Nachricht von der Wiedereinführung der Monarchie löste überall in Griechenland die gleiche Freude aus wie an Bord dieses griechischen Kriegsschiffes, des Flaggschiffes »Kilkis«.

  • Anmerkung : Die beiden nebenstehenden Bilder füllten fast die ganze A3 Heftseite. Eigentlich sind die Bilder nichtssagend, es sei denn, man schaut genau hin. Da reißen Männer den Arm hoch zum "Führergruß", den man in Deutschland 1933 zwingend eingeführt hatte. Das soll internationale Normalität vortäuschen : schaut mal, die machen das (auch) "freiwillig". In Deutschland hatten das die wenigsten freiwillig gemacht. Es war einfach lebensgefährlich, in der Öffentlichkeit nicht so zu grüßen.

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Am Tage vor der Volksabstimmung in Griechenland.

Der Kronregent General Kondylis begibt sich mit den Mitgliedern seiner Regierung an das Grab des unbekannten Soldaten in Athen. 36 Stunden später hat das griechische Volk in der überwältigenden Mehrheit von 95 Prozent sich für die Wiederkehr der Monarchie ausgesprochen.

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Soweit der Blick nach Griechenland im Jahr 1935. Es geht zurück zu der Zusammenfassung der Ereignisse in 1935  . . .
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