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Heute ist Sonntag der 27.12.2020 - ein ziemlich trüber Tag

Eigentlich sollte es schneien, doch es kam nur trübes Wetter und Regen. Da gehen einem Geschichten-Schreiber (oder auch Chefedakteur) die merkwürdigsten Gedanken durch den Kopf.

Ausschlaggebend für mich war die "Information" in einigen der verbliebenen seriösen Druckmedien, daß die Zukunfts-Gurus in ein paar Jahren "die Chinesen" als die größte und wichtigste Volkswirtschaft der Welt ansehen und Europa sowieso und dann auch Amerika abgehängt würden. Das wäre ja nicht nur traurig, das wäre auch gefährlich, schreibt der/die Autor(en) dort.

Dann wird in dem Artikel verglichen, wie stark die einzelnen Wirtschaftsblöcke zur Zeit sind. Es gibt aber keinen Hinweis darauf, wo das alles her kommt bzw. wie das gekommen ist und wie verlogen die ganzen Regierungen in Wirklichkeit sind.
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Also wie ist das mit der Wahrheit in 2020 ?

made-in-usa
made-in-philippines
made-in-singapore
made-in-china

Inzwischen kann ich auf 70 Lebensjahre zurückblicken, die ersten 8 oder 16 Jahre lassen wir dabei mal außen vor. Als ich die erste "kleine" 5 MB Festplatte (5 1/4" vom Typ ST506) von Shugart Technology in den Händen hatte, das war so um 1982, war ungläubiges Staunen angesagt. Ein paar Jahre vorher hatte ich schon mal mit einer riesigen 30 MB (12 Zoll) Platte von CDC geliebäugelt, doch das wären weit mehr als 35.000 DM gewesen. Die späteren 800 MB Platten ("made in USA" - 8" und volle Bauhöhe) von Control Data kosteten immer noch an die 60.000 DM.

Unsere erste 60MB 8"-Platte von "PRIAM" habe ich bis heute aufgehoben. Wer kennt heute noch die amerikanische Firma PRIAM ? Auch da stand noch "designed in USA" - "assembled in singapor" drauf. Wenige Jahre später mit den ersten selbst gebauten PCs und Servern konnte ich eine 45 MB Platte (5 1/4") von MICROPOLIS kaufen, für stolze 7.500 DM. Auf der 5 1/4" Platte (volle Bauhöhe) stand "made in USA" drauf.

Die IBM-PC Gehäuse und später die tollen Tower-Gehäuse samt Netzteilen kamen dann nicht mehr aus den USA sondern bereits aus Taiwan und die ersten 286er/386er Mainboards noch aus Japan. Ebenso die Tastaturen und die Monitoren, alles noch s/w. Die folgenden 3 1/2" Festplatten von NEC (40MB) kamen dann auch bereits nicht mal mehr aus Japan, sondern von den Philippinen. Die japanischen Farbmonitoren von NEC und SONY kamen dann auch bereits aus Taiwan.

Die Produktionsstandorte verschoben sich immer weiter über Taiwan hinaus und dann am Ende irgendwann alle nach China und Vietnam. Dabei hatten meines Wissens nach die Japaner angefangen, ihre Produktion(en) erst nach Singapur, dann Hongkong und dann nach Zentral-China auszulagern, weil Japan inzwischen auch schon zu teuer geworden war.

Fast identisch verlief die neue Fernost-Lieferkette für Kleinbild- Foto-Kameras, Super-8 Filmkameras, jeder Art von Audio-und Hifi-Geräten und alle Typen von Videorecordern.

Ab dem Jahr 2000 kam dann fast alles an Technik nur noch mit dem Aufkleber "made in China - PRC" bei uns an. In Deutschland starben die letzen Elektronik-Firmen einen langsamen quälenden Tod. Wer kennt heute noch ESCOM oder Commodore ? Die gesamten Mainboards aller verbliebenen größeren EDV-Firmen wie IBM, HP, DELL usw. - selbst die edelsten Server-Teile - wurden und werden nur noch in China produziert.
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In China muß alles zu 51% in chinesischer Hand sein ....

Und "sie" wissen es alle, daß damit auch das Know-How aus der Hand gegeben wird. Unsere Gurus behaupten natürlich, daß das Wissen auch "jemand" anwenden müsse, doch die Chinesen investieren Milliarden in die Bildung der jungen Menschen. Bei uns wird dagegen angefangen, an der Bildung zu sparen.

Fakt ist doch seit 2010, daß selbst bei Hightech-Produkten wie der drahtlosen Kommunikation sich alles auf und in China konzentriert. Sicher haben sich die Amerikaner dagegen aufgelehnt, als raus kam, daß die Chinesen die geschützte Software von den großen Cisco-Routern geklaut hatten. Und China mußte zurückrudern. Doch wer glaubt denn wirklich ernsthaft, daß ein einziger Chinese ein einziges Bit der geklauten Software wirklich gelöscht  hatte.

Auf jeden Fall wurde in Berlin dagegen - fast wie immer - "auf's schärfste" protestiert. Ich vermute, die chinesische Führungsspitze hat darüber nicht mal mehr gelächelt, so dumm kam das geheuchelte Geschwafel rüber.
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Wer toleriert eigentlich, daß die Wahrheit auf der Strecke bleibt ?

Es muß doch jedem einigermaßen denkenden Menschen einleuchten, daß ein Volk mit 1.700 Millionen Menschen andere Voraussetzungen hat als ein Volk mit 250 Millionen oder gar nur 85 Millionen Menschen. Daß nach dem Ausbruch der Corona Epedemie die chinesische Diktatur die Weiterverbreitung der wahren Zahlen mit allen Mitteln einer Diktatur verhindert hatte,  kann auch keine besondere oder herausragende Erkenntnis mehr sein.

Alleine schon die kommenden wahren Folgen des Brexit werden in einer der ältesten Demokratien Europas vertuscht und geleugnet und kommen doch ganz bestimmt wieder gnadenlos nach dem 1. Januar 2021 zurück aufs Tablett.

Und auch den amerikanischen Präsidenten Donald Trump werden seine Lügen und Schummeleien nach dem Ende seiner Amtszeit einholen, nachdem so gut wie alle Fernseh- und Druckmedien von einer fairen und korrekten (Ab-) Wahl ausgegangen waren.
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Schaun wir mal in den Spiegel ...... der eigenen Wahrheit

Bei uns hier in Deutschland 30 Jahre nach der Wende stößt die Wahrheit an Grenzen, die schon diskussionswürdig sind. Die beiden staatlichen Rundfunkansalten ARD und ZDF (es waren deren Intendanten) behaupteten allen Ernstes, wenn Sie die halbe Milliarde Euro (pro Jahr) nicht schnellstens zugesichert bekommen, könn(t)en sie ihren Auftrag (oder meinen sie ihre "Aufträge") nicht mehr erfüllen. Die Richter am Verfassungsgericht konnten sich bestimmt ein Lächeln über diese Dreistigkeit erwachsener Männer nicht verkneifen, als sie deren Klage auf sofortigen Vollzug - und das völlig konträr zu der monatelangen demokratischen Willensbildung der Landes- Parlamente - abgeschmettert hatten.

Dann kam innnerhalb dieser (Rundfunk-) Steuererhöhungs- Diskussion raus, daß alleine der Bayerische Rundfunk mit seiner Werbung (sicher auch nur eine Tochter-GmbH) fast eine (1) Milliarde Euro einnimmt. (Ich habe bewußt das Verb "verdienen" oder "erarbeiten" vermieden.) Nur, wir haben ja noch 13 (sind das nicht nur 9 ?) weitere ARD Anstalten außer den Bayern und auch noch das ZDF.

Für mich war es schon eine bewußte Verdrehung der Wahrheit, daß in den öffentlich rechtlichen Nachrichten dieser "Anstalten" immer nur von den angeblich lapidaren - ja fast schon lächerlichen - 85 Cent pro Monat getuschelt wurde und nie die echten Summen genannt wurden. Es geht um Milliarden Euros, die dem Bürger zwangsabgezogen werden.
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...... und dann der Aufschrei - das ZDF privatisieren ......

Die Hessen sind wieder mal Vorreiter. Die hessische FDP möchte die Diskussion über die Privatisierung des ZDF ankurbeln. Sie meint, manche Gegebenheiten müssten nach 50 langen Jahren doch mal wieder auf den Prüfstand. Das ZDF sollte - damals 1963 - ein gesellschafts- politischer Gegenpol zu den bereits politisch verfärbten ARD Anstalten werden. Inzwischen "tuten" ARD und ZDF aus dem gleichen Horn. Und das merkt sogar die liberale Politik, daß da etwas schief läuft.

Ganz geschickt wid verdrängt bzw. nie erwähnt oder angesprochen, daß die ör-Anstalten sich eine ganze Anzahl "neuer" Aufgaben (selbst) angeeignet hatten, die so nie gedacht oder avisiert worden waren. Wer weiß wirklich, auf wievielen Kanälen welche ör-Programme ausgestrahlt werden ? Mehr darüber hatte Günter Bartosch in seinem Nachlass aufgehoben.
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Der Original-Artikel aus dem WK vom 18. Dez. 2020
FDP will das ZDF privatisieren

"Parallelangebot mit ARD ist aus Sicht der Freidemokraten überflüssig und zu teuer"
Von Christian Stang

  • WIESBADEN. Die hessische FDP hat weitreichende Forderungen zur Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vorgelegt. Kernpunkt: Mit einer Privatisierung des ZDF sollen die Rundfunkgebühren auf lange Sicht spürbar sinken. Das Parallelangebot von ARD, ihren neun Landesrundfunkanstalten und dem 1963 gegründeten Mainzer Sender sei zur Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Rundfunkauftrags nicht erforderlich, heißt es in einem elfseitigen Reform-Vorschlag der Freidemokraten.

  • „Der nationale Rundfunkauftrag soll künftig durch Veranstaltung nur eines nationalen Rundfunkangebots für das gesamte Bundesgebiet erfüllt werden", so das Papier. Daneben solle es ein regionales Angebot geben, entweder für jedes einzelne Bundesland oder - wie in der bestehenden Struktur mit neun Landesanstalten für 16 Länder - für mehrere Bundesländer zusammen.

  • Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse mit Blick auf die verfassungsrechtlich verankerte Bestands- und Entwicklungsgarantie in die Lage versetzt werden, seinen Kernauftrag „unter Beachtung von Wirtschaftlichkeit und Bezahlbarkeit zu erfüllen". Dabei gelte das Grundprinzip, dass der Auftrag mit so vielen Sendern wie nötig, aber auch mit so wenig Sendern wie möglich erfüllt werde. Nur so lasse sich dauerhaft eine Finanzierung über Beiträge rechtfertigen. (Anmerkung : eine Zwangs-Finanzierung über Beiträge / gemeint sind aber ertragsunabhängige Steuern konträr zu unserem Grundgesetz).

  • Die Privatisierung des ZDF bietet aus Sicht der FDP die größtmögliche Einsparungs- möglichkeit und damit den größten Beitrag zur Entlastung der Gebührenzahler. Mit steigender Tendenz fließe mehr als ein Viertel des Gesamtaufkommens der Rundfunk- beiträge an das ZDF. Den Rest teilten sich ARD und ihre Landesanstalten mit den Landesmedienanstalten und dem Deutschlandradio. Synergieeffekte in nennenswertem Umfang könnten daher alleine mit der Konzentration des nationalen Rundfunkauftrags bei der ARD erreicht werden.

  • Verzicht auf Einnahmen aus Werbung und Sponsoring
    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk solle sich auf seinen Kernauftrag konzentrieren, heißt es weiter in dem FDP-Papier. Schwerpunkte müssten die Themen Bildung, Information, Beratung und Kultur sein. Auch Unterhaltungsformate sollten sich vorrangig diesen Bereichen widmen. Unterhaltung sollte höchstens 20 Prozent der Sendezeit beanspruchen. Langfristig solle der Rundfunk weitgehend ohne Einnahmen aus Werbung und Sponsoring auskommen.

  • Es sei mit der Zweckbestimmung der Rundfunkgebühren nicht vereinbar, dass sich die Sender am „Überbietungs-wettbewerb um Sportübertragungsrechte" beteiligten. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk solle sich auf Sportarten beschränken, die „bei privaten Rundfunkveranstaltern mangels Refinanzierbarkeit nicht vorkommen", fordern die Freidemokraten. Das diene gleichzeitig der Förderung des Breitensports.

  • Auch die Aufsichtsgremien will die FDP reformieren. Mitglieder aus gesellschaftlich relevanten Gruppen seien meist hohe Funktionäre, die auch parteipolitischer Einfluss- nahme unterlägen. Den Gremien sollten neben „einer deutlich untergeordneten Zahl von Vertretern der Landesparlamente" mehr Bürger außerhalb des staatlichen Bereichs angehören.

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Wie lange können wir uns diese Heuchelei noch leisten ?

Eines hat die Geschichte seit 1945 gezeigt, die Wahrheit kommt fast immer irgendwann raus, mal von alleine, mal mit etwas "Nachhilfe". Nur ganz selten wird sie auf ewig vermißt.

In der kurzen Zeit von Michail Gorbatschow kam sogar aus Russland erstaunlich viel von und über Stalins geheimnisvolle "Wahrheit" nach draußen, also wieviel Morde der Josef Stalin wirklich auf dem Gewissen hatte und wieviele unnütz gefallene Russen der 2. Weltkrieg wirklich gekostet hatte. Unter Putins Regie wurde das alles und auch das Afganistan Fiasko ganz schnell wieder in den Archiven - auf Jahrzehnte - vergraben.
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Solange mit Diktaturen (und Diktatoren) gekuschelt wird, nur weil die "Kohle" stimmt ........

Mit unseren direkten europäischen Nachbarn wird nur sogenannter "diplomatischer" Klartext geredet, also auf Deutsch ist das "Schmus" - kommt von Schmusekurs oder Schmusen. Weder mit der Türkei noch mit Polen oder Ungarn wird mal ein ernstes klares Wort auf den Tisch gelegt, weil ... "man könne sich das nicht leisten".

Recherchiert man etwas genauer, dann kommen aus Polen die vielen Arbeiter zu uns und steigern unser Bruttosozialprodukt. Aus Ungarn kommen so gut wie alle Hinterachsen von sämtlichen Mercedes Karossen und LKWs, dort können wir uns auch kein klares Wort leisten. Und aus der Türkei kommen Millionen hilfsbedürftiger Türken zu uns, außer daß dort etwa 95% aller BOSCH Einspritzpumpen fabriziert werden.

Gibts dort Knartsch mit Erdogan, stehen in Europa fast alle Autowerke still. Und dann ist unser türkischer Natopartner auch noch der beste Abnehmer unserer veralteten Leopard II Panzer, die wir sonst einschmelzen müssten. Auch an die arabischen Staten hinter der Türkei liefern wir unsere Waffen ohne Ende, auch dort ist Schweigen besser als Reden. - Glückwunsch, es hat also geklappt mit der internationalen Verknüpfung der Lieferketten.

Auf der Strecke bleibt nicht nur die Wahrheit, sondern auch die Glaubwürdigkeit der Politiker, die ja die brisanten Hintergründe der diversen unverständlichen Schmusekurse nie öffentlich zugeben dürfen.
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Ein Aufschrei, wenn dann doch mal die Wahrheit gesagt wird

Die ganzen südeuropäischen Länder von Portugal bis Griechenland sowie die Süd-Türkei haben fast die gesamte inländische Infrastruktur auf dem Wohlstand der mitteleuropäischen Wohlstandsmenschen aufgebaut, also den Sonnen-Tourismus.

Und als wegen der existenziellen Corona- Krise der Zustrom der (überwiegend Deutschen) Wohlstandsurlauber abrupt abbrach, "verplapperte" sich ein Italiener - es war ein Minister - im Fernsehen sinngemäß, "wenn wir Deutschen schon nicht persönlich kommen wollen oder dürften, sollten wir doch wenigstens das (unser) Geld runter schicken".

Damit sind wir wirklich bei der Wahrheit angelangt.

Ich wünsche allen Lesern ein gesundes neues Jahr 2021.
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