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Eine Heft-Seite aus dem Jahrbuch 1935 der "Berliner Illu."

Dies ist ein Einblick in die längst vergessenen 99 Heft-Seiten einer heroisch martialisch überzogenen Verdummungs- und Beschwichtigungs- Propaganda- Zeitschrift der NS Zeit 1935/1936 aus der Reichshauptstadt Berlin. Das AEG Magnetbandgerät "Magnetophon" und das Fernsehen waren bereits erfunden, und die 36. Olympiade warf ihre Schatten voraus. Die Arisierung und die Jundenverfolgung waren in vollem Gange sowie auch die heimliche Aufrüstung von Heer, Marine und Luftwaffe. (Alles gescannt und überarbeitet im Jan. 2016 von Gert Redlich)

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Heftseite 26 - Das 3. Reich hat modernste Technik
"Aus dem Propagandaministerium"

Das Propagandaministerium, das modernste Ministerium der Welt!

  • Anmerkung : Diese Nachricht war 1935 noch beinahe unverfänglich, weil man den Sinn dieser NS-Propaganda noch gar nicht richtig erfaßt hatte. Es ging immer noch aufwärts und Deutschland hatte weltweit einiges zu bieten. Obwohl das mit dem neuen Fernsehen fast nur in Berlin stattfand, wurde es verbreitet. Verstanden oder gar gesehen hatten es die wenigsten "Volksgenossen".
  • Hier werden also gaubwürdige und unverfängliche technische Informationen geschickt als genialer deutscher Fortschritt lanciert. Daß diese ganze morderne Technik im Wesentlichen zur Indoktrination der NS Ziele in die Köpfe des gesamten Volkes entwickelt und vom Propagandaministerium vorangetrieben wurde, war bislang noch nicht durchsichtig. Erst 1939 bei Kriegsbeginn dämmerte es den Entwicklern, wofür ihre brillianten Ideen überhaupt verwendet wurden.

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Das Propagandaministerium, das modernste Ministerium der Welt!

Das Propagandaministerium nahm am 25. Januar 1935 eine eigene Fernschreibanlage in Betrieb, die das Ministerium mit seinen Landesstellen verbindet, so daß ununterbrochene und gleichzeitige Arbeit über ganz Deutschland hin geleistet werden kann.
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Bild 2
Bild 3
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Bild 2 - Reichsminister Dr. Goebbels gab am 13. März 1935 von seinem Arbeitszimmer aus dem Hauptschriftleiter der größten japanischen Zeitung in Tokio das erste radiotelefonische Interview auf der neueröffneten Verbindung Berlin - Tokio.

Bild 3 - Erste Fernseh-Übertragung an Bord eines (Anmerkung : kleinen) Ozeandampfers. Aus Anlaß der Tagung des Vereins deutscher Elektrotechniker in Hamburg gelang es am 21. Juni 1935 auf ein fahrendes Schiff Fernseh-Sendungen zu übertragen. Kapitän Möller, der das Versuchsschiff ,,Caribia« führte, freut sich über die hervorragend gelungenen Bilder. (Anmerkung : Das Schiff war ein Linenpassagierschiff der Hamburg Süd-Amerika Linie der HAPAG, es war kein Versuchsschiff.)

Bild 4 - Die ersten Fernseh-Ansagerinnen der Welt. Die beiden jungen Damen wurden im April 1935 für den Dienst am Fernsehsender der deutschen Reichspost, die von diesem Tage an ein regelmäßiges Fernseh-Programm durchführt, verpflichtet.
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