Sie sind hier : Startseite →  Historie und Geschichte→  Zeitzeugen 1 (Kino+Fernsehen)→  Manfred Romboy→  Traumberuf Kameramann 05

Juni 2026 - Das ist der Anfang der unfertigen Seiten - erst mal alle Texte korrigiert - die saubere Strukturierung und die über 500 Bilder kommen noch - es geht weiter - jede Nacht ....

.

1957 - Im Schiffbauerdamm-Theater

.

Ein Film über die letzte Bert Brecht Inszenierung

Im August 1957 war Bertolt Brecht verstorben. Die DDR-Akademie der Künste hielt es für wichtig, die im "Theater am Schiffbauerdamm" laufende Inszenierung der „Mutter Courage und ihre Kinder" als Dokument festzuhalten. Erich Engel, Oberspielleiter des „Berliner Ensembles", drängte darauf.

Sein Argument: was für einen kulturellen Reichtum es bedeuten würde, wenn über die Zeit die Originalinszenierungen von Erwin Piscator oder Gottfried Reinhardt erhalten geblieben wären.

Die Vorbereitungen und die Entscheidung über die Aufnahmeform lagen, wenn ich mich recht erinnere, in den Händen dreier Regisseure: Erich Engel, Joris Ivens und Slatan Dudow. Ihre Vorschläge wurden begleitet von ständigen Einsprüchen Helene Weigels: „Bert hätte das aber anders gewünscht."

Das DEFA-Spielfilmstudio erhielt den Auftrag der Realisierung und entschied sich für den Kameramann Joachim Hasler. Mit seinen Assistenten, zu denen auch ich gehörte, zog Hasler mit mehreren Kameras für einige Tage ins Schiffbauerdamm-Theater.

Vorab entschied Helene Weigel, dass nichts an der laufenden Inszenierung, der Dekoration und dem Licht verändert werden dürfe. Nach Gängen durch die „Courage"-Kulissen und Ablesen der Luxmeterwerte entschied Hasler, alles muss neu ausgeleuchtet werden, sonst zeigen unsere Bilder nur den „Negerkampf" im Tunnel. So respektlos wurde vor sechzig Jahren gesprochen.

Weigel protestierte, doch Spielleiter Engel, ein erfahrener Filmregisseur, entschied, es muss umgeleuchtet werden. Die DEFA-Scheinwerfer zerstörten das zarte Lichtspiel der Theaterinszenierung. Es war nicht mehr Brechts, sondern Haslers Lichtgestaltung.
.

Immer wieder Widerspruch von Helene Weigel

Weiter gings. Vor uns, den Kameraleuten, stritten sich die Verantwortlichen einen halben Tag über die Form. Soll die Kamera in einer unveränderten Einstellung durchgehend das gesamte Bühnenbild zeigen oder sind "Ransprünge" für Nahaufnahmen erlaubt.

Drehen wir in Farbe, in Schwarzweiß oder müssen wir im Cinemascope-Format filmen, dem möglichen Seitenverhältnis der Zukunft? Aber wie erreichen wir Brechts Verfremdung? Eine endgültige Entscheidung war nicht zu erwarten.

Und so kam es, dass tagelang in allen Formaten, mal mit einer Kamera aber oft auch gleichzeitig mit mehreren Kameras, Totalen und Ausschnitte, mal in Farbe und mal in Schwarzweiß, aufgenommen wurden. Hinter einer dieser Kameras stand ich. Immer und immer wieder fotografierten wir das erste Bild der Schiffbauerdamm-Inszenierung.

Der Vorhang geht hoch. Auf der Drehbühne rollt der Marketenderwagen und Helene Weigel singt ihr Auftaktlied. Bei vielen Unterbrechungen stand ich vor Helene Weigel auf der Deichsel des Wagens mit dem Luxmeter in der Hand, um durch meine Zeichen „härter" oder „weicher" von den Beleuchtern die richtige Lichtmenge zu erhalten.

Stets unmittelbar vor Drehbeginn, immer vor aller Augen, also „erbittert" professionell. Ohne auf witzige Bemerkungen der Weigel einzugehen, konzentrierte ich mich auf meine Arbeit. Deshalb gab sie mir den Spitznamen „der Eremit" und so rief sie mitunter in den Saal: „Ich stehe jetzt woanders, mein Eremit muss nochmal auf die Bühne!" Wenn ich dann lächelte, sagte sie: „Ach, mein Eremit kann auch Mensch sein."„Playback ab, Kamera ab, Klappe, Eins, die Zwölfte!"
.

Die Erinnerung kommt wieder

Manchmal (Jahrzehnte später), nachts allein auf der Autobahn, bedrängen mich Erinnerungen. Und ich singe, nur für mich, ihr Auftrittslied: „Das Frühjahr kommt, wach' auf, Du Christ, der Schnee schmilzt weg, die Toten ruhen und was noch nicht gestorben ist, das macht sich auf die Socken nun."

Was aus unserem Probefilm geworden ist, weiß der Geier. Wir haben uns das Material in Babelsberg angesehen und für gut befunden. Dann wurde es an die Akademie der Künste weitergeleitet. Nie hörten wir Lob oder Tadel. Diese interessanten Filmdokumente über eine frühe von Brecht abgesegnete Inszenierung gelten heute als verschollen.

In den Jahren 1959 bis 1961 wurde vom DEFA-Studio für Spielfilm diese alte Inszenierung als Theateradaption gefilmt. In Schwarzweiß und im klassischen alten Format 4:3. Regisseur war Manfred Wekwerth. Kameramann war Harry Bremer. Es entstand ein beachtliches Kunstwerk in einer Länge von einhunderteinundfünfzig Minuten.

Meine erste Auslandsreise

.

Ende 1957 - fester Assistent des Kameramanns Eisinger

Ende 1957 wechselte ich das Team und wurde fester Assistent des Kameramanns Günter Eisinger. Sein Assistent Helmut Grewald hatte mich abgeworben. Er wollte in Erwartung einer baldigen Beförderung zum Kameramann öfters selber hinter der Kamera sitzen und brauchte deshalb einen tüchtigen „Schärfenzieher". Erster Film mit den sympathischen Kollegen war „Der junge Engländer", eine Tanzpantomime nach Wilhelm Hauff in abstrakten Dekorationen, die an den Stummfilm „Das Kabinett des Dr. Caligari" erinnerten. Regisseur: Gottfried Kolditz.

Ein fertiger Film wurde ein DEFA-Skandal

Unser nächstes Projekt: die Verfilmung des Lessing-Schauspiels „Emilia Galotti". Wieder mit Professor Hellberg als Regisseur. Die Emilia spielte Karin Hübner, später gefeierter Star in Westdeutschland als Eliza Doolittle in „My Fair Lady".

Mit im Spiel waren Hans-Peter Thielen und die ehemaligen Ufa-Stars Eduard von Winterstein und Gisela Uhlen. Unvergessen ihre Hendrickje Stoffels als Rembrandt-Geliebte an der Seite von Ewald Baiser in dem 1942 gedrehten Hans Steinhoff-Film „Ewiger Rembrandt".

Für Hellbergs „Galotti" waren in den Studios große Bauten errichtet worden, die Außenaufnahmen, wie so oft, im Sanssouci-Gelände. Der fertige Film ein DEFA-Skandal. Als Filmschluss war von Hellberg der Schwenk auf ein Wandgemälde vorgesehen, auf dem Engel mit Posaunen das Jüngste Gericht einleiten. Im Sinne des Lessing-Stücks sollen die Schuldigen nicht vom irdischen, sondern vom himmlischen Richter verurteilt werden.

Nach der Rohschnittvorführung entschieden die SED-Zensoren: Geht nicht, Lessing hin, Lessing her, für den Himmelsrichter ist in der DDR kein Platz. Unter großem Gezeter Hellbergs musste er die Posaunenengel durch Posaunisten ohne Flügel ersetzen, als Signalgeber für die Französische Revolution. Wir drehten die Schlussszene neu.
.

Das reichte wieder nicht.

Jetzt musste der Komponist noch einmal ran und seine himmlischen Posaunen durch Variationen der Marseillaise ersetzen. Aber auch das wurde politisch kritisiert. Ich war dabei, als Hellberg tobte und die engstirnigen Bürokraten seiner Partei verfluchte, denen er fehlenden Respekt vor dem nationalen Kulturerbe vorwarf.

Schimpfend verließ er die Vorführung. Ein anderer Regisseur montierte die immernoch sichtbare Verstümmelung des Film-Endes. Nur in dieser Fassung ist er heute noch zu sehen.

Ich war auf einmal gefragt - mit einem Jahr „Cinemascope"- Erfahrung

Der nächste Film, wieder mit Gottfried Kolditz, war „Simplontunnel". Alle waren froh, mich im Team zu haben. „Simplontunnel", ein Schwarzweiß-Film, sollte in „Cinemascope" und Normalformat gedreht werden. Es bestanden technische Berührungsängste. Es war gut, mich an der Kamera zu haben, mit immerhin einem Jahr „Cinemascope"-Erfahrung.

Die wichtigen Außenaufnahmen wurden in den Bergen der slowakischen Hohen Tatra gemacht. Jeden Morgen um fünf fuhren wir in einer Sonderfahrt der Seilbahn, begleitet von slowakischen Bergführern, auf die zweitausendsechshundert Meter hohe Lomnicky Stit, einen der höchsten Gipfel der Karpaten. Für mich ein Traum.

Erste Auslandsreise, das erste Mal im Hochgebirge, das ich nur aus den Filmen Luis Trenkers kannte, dabei mehrere Obernachtungen im legendären Hotel Europa am Prager Wenzelsplatz, das mir aus zahlreichen Biographien der UFA-Stars bekannt war.

Krönung der Dienstreise: mein erster Flug. Wegen einer defekten Kamera flog ich in einer „DC3" von Poprad nach Prag, von dort weiter nach Berlin und zurück.

Begegnung mit der Stasi

.

Die "freundiche" Einladung zum Gespräch

War die DEFA inmitten der SED-Diktatur eine Insel der Glückseligkeit ohne Politdruck und Stasispitzel? Sicher nicht. Zwar war der Ton legerer und die Toleranzgrenze höher als in anderen Staatsbetrieben der DDR, nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass über ein Drittel des künstlerischen Personals weiter in Westberlin wohnte.

Doch im Alltagsgang galt das Motto: trau schau wem. Aus ihrer Präsenz machte die Stasi keinen Hehl. Bei Drehs in einem der Nachwuchsateliers passierte ich auf dem Weg zur Dunkelkammer mehrmals täglich eine Tür mit dem Messingschild „ Büro des Beauftragten des Staatssicherheitsdienstes der DDR". Darunter die Bürozeiten.

An Parteifeiertagen begegneten mir auch einige Male Uniformierte. Einmal wurde ich, mit zwei Kassetten unter dem Arm aus der Dunkelkammer kommend, angesprochen: „Hallo Jugendfreund, was machst Du eigentlich in unserer DEFA?"„Kameraassistent". „Was für ein interessanter Beruf. Davon würde ich gerne mehr hören. Besuch' mich doch mal im Büro. Bei einer Tasse Kaffee und einer Zigarette lässtsich besser plaudern."

Von seinem Angebot habe ich keinen Gebrauch gemacht. Ich ging davon aus, der Kerl hat nur Ostzigaretten und Ostkaffee. Wochen später, ich war im Filmatelier gerade notwendig, verkündete der Aufnahmeleiter: „der Manfred soll sofort zur Kaderabteilung kommen".
.

Ein zuckersüßes STASI-Lächeln von Lea Grosse

Mit zuckersüßem Lächeln im Gesicht begrüßte mich Kaderchefin Lea Grosse.

„Darf ich euch den Manfred Romboy vorstellen. Ein Bergarbeiterkind. Hat bei uns die Filmschule besucht und assistiert an der Kamera. Bald machen wir ihn zum Kameramann. Vielleicht ein zukünftiger Nationalpreisträger für einen sozialistischen Film."
.

Jetzt kamen die typischen parteiideologischen Sprüche

Die beiden nach Stasi riechenden Genossen hatten es noch nicht einmal für nötig befunden, zu meiner Begrüßung aufzustehen. Der ältere von beiden blätterte in meiner Personalakte. Ohne sich vorzustellen, referierte der jüngere:
„Du weißt doch, wie dankbar du unserem Arbeiter- und Bauernstaat sein musst, dass er dich, ein Arbeiterkind, zum Film gebracht
hat. Sicher wirst Du im Rundfunk und den Zeitungen vernommen haben, dass die imperialistischen Schergen des Adenauer-Regimes durch ihre Spione, Diversanten und Saboteure versuchen, unsere DDR zu vernichten. Die tun alles, damit die alten Ausbeuter ihre Fabriken zurückbekommen und die adeligen Rittergutsbesitzer die jetzt freien Bauern wieder zu ihren Knechten machen können."

Das konnte ich getrost abnicken. Genau so lautete es immer in den Medien. Seine Fortsetzung: „Dann würden auch die UFA-Gewaltigen ihre Studios zurückfordern. Die würden dich, ein sozialistisches Arbeiterkind, sofort feuern."

Weiter im Monolog: „Auch bei der DEFA gibt es verborgene gut getarnte Kräfte, die an der Vernichtung der DDR arbeiten." Es kam die erwartete Frage. „ Bist du bereit, in Zusammenarbeit mit uns diese Typen zu entlarven?"

Nach dieser Ansprache, in Anwesenheit der Personalchefin, „nein" zu sagen, hätte das Ende meiner DEFA-Karriere bedeutet. Ich musste „ja" sagen, trotz aller roten Warnlichter im Kopf. Ich hoffte, mein „ja" würde ausreichen und sie würden mich nicht auffordern, irgendein Papier zu unterschreiben.

Selbstverständlich hätte ich eine solche Unterschrift geleistet. In der nun bei Kaffee gelösten Atmosphäre warf mir der liebe Gott einen Rettungsring zu. Schuldbewusstsein spielend erwähnte ich Westverwandtschaft.

Der ältere lachte. „Macht nichts, ich habe auch irgendeine alte Tante in Heidelberg. Wer ist es bei Dir?" Ich zählte auf: „ Ein Bruder, eine Schwester und noch zwei weitere Geschwister. Wir waren fünf, nur ich bin in der DDR geblieben." Weitere Gespräche unterband Lea Grosse mit den Worten „ Wir haben Dich sicher schon viel zu lange aufgehalten, Du wirst an Deiner Kamera gebraucht." Ich war noch einmal davongekommen. Zurück im Atelier wurde ich gefragt, was die von der Kaderabteilung von mir wollten. Ich antwortete: „Thema Westverwandtschaft." „Kein Problem, Manfred. Haben wir mehr oder weniger alle."
.

Ich werde Arbeiterkontrolleur

Monate später musste ich mir an anderer Stelle von anderer Seite einen fast wortgleichen Monolog über den westdeutschen Klassenfeind anhören.

Ziel: die Kontrollaufgaben der Gewerkschaft.

Redner: der Betriebsgewerkschaftsleiter der DEFA-Betriebe. Erneut bejahte ich meine Bereitschaft, gegen jeden Feind der DDR zu kämpfen. Am nächsten Wochenende wurde ich sechs Uhr morgens vom Hupen eines offenen LKWs geweckt. Johlend begrüßten mich bekannte und unbekannte DEFA-Kollegen.

Nach einer Fahrstunde zum Bahnhof Schönefeld erhielten wir eine rote Armbinde mit der Beschriftung „Arbeiterkontrolle der Gewerkschaften". In einem Briefing durch Volkspolizei und Zolloffiziere wurde unsere Aufgabe mit folgenden Worten erläutert:

„Alle Züge aus Mitteldeutschland halten hier für eine Stunde. In den Zugabteilen werden die Reisenden überprüft, ob sie berechtigt sind, die Hauptstadt der DDR (Ostberlin) zu besuchen. "

Aus Ostberlin konnte man vor dem Bau der Mauer problemlos in den Westen abhauen. Merkmale für die Zielgruppe der zu Kontrollierenden: komplette Familien, nervöse Jugendliche, große oder viele Gepäckstücke. Mit dem Schlachtruf „Arbeiterkontrolle der Gewerkschaften!" stürmten wir die Waggons und fixierten Stunde um Stunde die Reisenden, fragten nach deren Zielen und der Anzahl der Gepäckstücke.

Das Prozedere war mir mehr als bekannt, jahrelang musste ich es über mich ergehen lassen, wenn ich, aus Leipzig kommend, nach Hause fuhr.

Wahrscheinlich würde ich es wieder am nächsten Wochenende erleben. Mein Köfferchen wurde nie kontrolliert. Der DEFA-Ausweis (Staatsfilm der DDR) genügte als Berechtigungsnachweis, die "Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik" zu besuchen.

Das gegenwärtige Wochenende verbrachte ich, gut versorgt mit Bockwurst und Kartoffelsuppe aus einer Gulaschkanone der Volksarmee, am Kontrollpunkt. Unser BGL-Vorsitzender musste enttäuscht zur Kenntnis nehmen, dass ich keine Volksfeinde entlarvt hatte. Mit dem erfolgreichen Mauerbau am 13. August 1961 wurden solche Kontrollpunkte überflüssig. Das letzte Schlupfloch in den Westen war versperrt. Der Mauerbau war letzter Akt der deutschen Teilung. Die Staatsgrenze zu Westdeutschland wurde schon 1950 verbarrikadiert.
.

Noch war ich ein loyaler DDR Bürger - noch .... bis 1956

Die Stasigespräche und die „Arbeiterkontrolle" waren für meine Weltanschauung ohne Bedeutung. Dass ich beim Empfang der Lohntüte des öfteren genötigt wurde, Listen zu unterschreiben, die meinen Protest gegen die „westdeutsche Aufrüstung", die „ Einkerkerung lateinamerikanischer Freiheitskämpfer" oder die „Atombombenversuche der Amerikaner" ausdrücken sollten, war für mich belanglos.

Das war Alltag und notwendige Anpassung für alle, die in der DDR leben wollten. Anders die Zeit nach dem Ungarn-Aufstand 1956. Ähnlich wie bei uns am 17. Juni 1953 protestierten und demonstrierten Studenten und große Teile der Bevölkerung gegen das kommunistische Regime und forderten freie Wahlen. In Ungarn stationierte Sowjetpanzer rollten nach Budapest.

Der kommunistische Ministerpräsident Imre Nagy ermächtigte die Volksarmee unter General Maleter, gegen die Russen zu kämpfen. Für die Freiheit Ungarns schossen in Russland hergestellte „T34"-Panzer der ungarischen Volksarmee auf sowjetische „T34''-Panzer. Beide als Waffenbrüder verbunden durch den Warschauer Pakt. Die Ungarn unterlagen der Übermacht. Tage und Nächte verfolgte ich mit heißem Herzen die Abläufe im Radio. Noch heute klingt mir der Hilferuf der Ungarn in den Ohren: „Hier spricht das freie Radio Kossuth Budapest. Sowjetische Truppen okkupieren unser Land. Wir brauchen Hilfe!"

Niemand half! Ministerpräsident Imre Nagy, General Maleter und ihr Stab gerieten in russische Gefangenschaft und wurden später hingerichtet. Die Theorien von Marx und Engels für eine gerechtere Welt wurden seit Lenins Revolution 1917 von ihm und seinen unzähligen Nachfolgern als Vorwand missbraucht, Schreckensregime zu errichten. Seit Ungarn gilt für mich weltanschaulich: Marxismus beeutet null Toleranz.
.

Einmal Privates

.

Also doch - einiges über mein Privatleben

Nach den vielen Lobliedern auf die Traumstadt Babelsberg einiges über mein Privatleben. Die Anfangsjahre waren Notzeiten. Die Bezahlung erbärmlich.

Zweihundertdreißig Ostmark netto, davon kassierte meine Hauswirtin sechzig Mark für das möblierte Zimmer, weil ich darauf bestand, darin allein zu wohnen. Vom Rest, hundertsiebzig Mark, mussten Kantinenessen, Rauchen und Einkäufe bezahlt werden. Zwar waren für ein Dreipfundbrot nur achtzig Pfennig fällig, doch der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

Eisenbahnfahrten nach Leipzig, Kinobesuche in Westberlin - dort war die eine Ostmark nur 25 West-Pfennige wert - musste ich mir vom Munde absparen. Hunger bekämpfte ich mit trockenen Brötchen, versüßt durch saure Drops.

Als wir mit Curt Bois „Polterabend" drehten, rief Kameramann Robert Baberske eines Tages den Aufnahmeleiter: „Schick den bitte raus. Er macht mich verrückt. Der frisst Glas."

Manchmal wartete ich den Geschäftsschluss ab, um mit dem Hinweis, ich bin nicht zum Einkauf gekommen, bei Nachbarn Brot und Marmelade zu erbetteln.

Meine Eltern unterstützten mich bei Kleidungskäufen. Ich wäre sonst als „Lumpenheinrich" herumgelaufen. Von Jahr zu Jahr verbesserte sich meine Bezahlung durch Beförderung, viele Überstunden und eine Drehzulage. Aber meine Anfangszeit außerhalb des Elternhauses war schrecklich.
.

Ich konnte damals noch in den Westen Berlins fahren

Mit den Jahren wurde für mich der ungehinderte Zugang zu Westberlin immer wichtiger. Als Ausgleich für den trostlosen dunklen DDR-Alltag.

Bei S-Bahn-Fahrten durchs abendliche Berlin war der Wechsel in einen Westsektor schon an der bunten Lichterfülle erkennbar. Nach Verlassen des Bahnhofs schnupperte man Westluft. Es roch nach feinem Benzin statt wie im Osten nach Brikettheizung und Zweitaktermief.

Obwohl sie mir für alle Zeiten unerreichbar schienen, entzückte mich die Vielzahl der Autos auf den Straßen oder hinter den großen Glasscheiben der Autohäuser am Kurfürstendamm.

Noch überwältigender die Schaufenster der Fotogeschäfte mit ihren Leica-, Contax-, Bolex- und Linhof-Technica-Angeboten. Die angezeigten Preise rechnete ich sofort in Ostmark um, also eins zu vier, um festzustellen, dass ich für eine Bolex-Filmkamera zwei Jahre abzugsfrei arbeiten müsste.

Die Westberliner Mädchen in bunten Petticoat-Kleidern, hochhackigen Schühchen und vergoldeten Kämmen in den Pferdeschwanzfrisuren waren für mich, den schäbig gekleideten Ostler, so unerreichbar wie die vergoldete Frau auf der Siegessäule.

Man erfreut sich daran, ohne Aussicht, sie jemals erreichen zu können.
.

Eine Ausreise = "Republikflucht" schien in weiter Ferne

Westberlin und seine Leute zu erleben, war wie ein Besuch bei den Löwen, Giraffen und Flamingos in der afrikanischen Serengeti. Hochinteressant, aber dort leben? - ausgeschlossen.

Zu keiner Zeit habe ich in diesen Tagen Westberlinern ihren „Reichtum" geneidet. Nie mit dem Gedanken gespielt, in den Westen abzuhauen. Der konnte mir viel bieten, aber nicht meine DEFA.
.

1957 änderte sich einiges

1957 verbesserte ich meine Finanzlage durch erhebliche Nebeneinnahmen. Die zahlreichen in Potsdam stationierten Sowjetoffiziere hatten keinen Zugriff zu DDR-Geld, konnten aber gegen Rubel in einem Armeekaufhaus verbilligt russische Produkte erwerben. In der „aufblühenden DDR" wurde
vieles angeboten, was in Moskau, Leningrad und Kiew als Mangelware galt, zum Beispiel Kofferradios oder Tonbandgeräte.

Russische Fabriken kopierten schraubengleich berühmte deutsche Fotokameras, die unter den Namen „Zorki" und „Kiev" vertrieben wurden. Diese „Russen-Leicas"und „Iwan-Contax" waren im Westen bei Fotoamateuren begehrt, denen das Geld für die Originale fehlte.

Und so lief das Geschäft: Iwan Iwanowitsch Kustov und seine Offizierskameraden erwarben im Potsdamer Russenkaufhaus diese Fotokameras. Manfred Romboy zahlte dafür Ostgeld. Stück für Stück wanderten die Russenkameras zu einem Westberliner Fotohändler - gegen Westgeld. Dieses Westgeld tauschte Romboy in der Wechselstube zum Kurs „eine Westmark vier Ostmark".

Damit brachte er das Geld zurück in den sozialistischen Zahlungsverkehr. Für alle Beteiligten eine Win-win-Situation. Nun konnte ich durch diesen Nebenverdienst ohne oder mit einem Ostmädchen Westberliner Kinos besuchen und am Kiosk eine Currywurst nebst Coca Cola spendieren.

Noch wichtiger: Ich konnte, so oft ich wollte, das Kino am Steinplatz besuchen. Als Mitglied der Gilde deutscher Filmkunsttheater spielte es vorwiegend Reprisen. Hier konnte ich Filmschätze wie „Im Westen nichts Neues", die „Dreigroschenoper", „Liebelei" und Jean Cocteaus „La Belle et la Bete"sehen.
.

Meine „Kinder-Ehe"

„Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis tanzen." - Beim Besuch meines Freundes Hans Eisner, Kameramann des DDR-Fernsehens, war mir flüchtig ein bildschönes Mädchen begegnet, in das ich mich sogleich vergaffte. Als „möblierte Frau" war sie Zimmernachbarin meines Freundes, der, wie sie, zur Untermiete bei einer Lehrerswitwe wohnte.

„Manfred, lass die Finger weg. Die Puppe ist zickig. Hat nichts mit Männern und geht stattdessen in die Volkshochschule. Oder liegt schon um acht im Bett, und zwar allein. Mich hat sie beim ersten Versuch abgeschmettert."

Dieses Mädchen erhielt von mir, überreicht durch Boten eines Blumengeschäfts, einen Rosenstrauß. Darin ein Kuvert, das neben einer Kinokarte folgende Zeilen enthielt: „Verehrtes Fräulein Hoffmann, ich würde mich freuen, wenn wir uns bei dieser Premiere im Westberliner „Gloria-Palast" am Kurfürstendamm begegnen würden. Ihr M.R.

"Hans Eisners Kommentar: „Rausgeschmissenes Geld, die kommt nicht." Meine Entgegnung: „Die kommt. Will wissen, wer M.R. ist."

Das Mädchen mit den großen Kinderaugen

Während Vorprogramm und Wochenschau saß ich allein im ausverkauften Kino. (Anmerkung : Der Gloria Palast war einer der größten Prachtkino Paläste in Berlin West und die Kinokarte kostete kostbares Westgeld.) Ich legte Trenchcoat und Fototasche auf den leeren Sitz und bedauerte, dass ich so viel Geld versemmelt hatte.

Als auf der Leinwand der Filmtitel „Die Zürcher Verlobung" flimmerte, gab es in meiner Reihe empörte Unruhe. Alle mussten aufstehen. Während böse „Hinsetzen!"gerufen wurde, stand sie vor mir, sah mich mit großen Kinderaugen an und sagte: „Also Sie sind das!" Wir wurden ein Liebespaar.

Obwohl gleichaltrig, wirkte sie so jung, dass Kollegen witzelten „Vorsicht, Romboy, da hat der Staatsanwalt noch die Hand drauf." Nur knapp einen Meter sechzig groß, wirkte sie wie eine Miniaturausgabe der französischen Schauspielerin Brigitte Bardot, angebetetes Sex-Idol ihrer Zeit.
.

Ruth war immer noch ein Mädchen

Im Gegensatz zur BB war Ruth in ihrem Auftreten bescheiden, hatte keine Stimme, sondern ein Stimmchen, war trotz ihrer zwanzig Lebensjahre keine Frau, sondern ein Mädchen. Bei ihr verlor ich den Verstand, war kopflos verliebt. Trotz hoher Intelligenz war ihre Bildung mittelmäßig bei einem ausgeprägten Wissensdrang.

Aufmerksame Beobachter wollten bei ihr eine leichte Verhaltensstörung bemerkt haben. Für sie war ich nur eine Liebelei. Ich drängte besitzergreifend auf Heirat. Im August 1957 gaben wir uns das Ja-Wort. Erst danach informierte ich Eltern und Freunde. Gründe, die gegen diese überstürzte Trauung sprachen, erkannte ich selbst. Wollte sie nicht auch noch von Fremden hören. Nicht sie, ich hoffte auf Nachwuchs, wollte „Vater, Mutter und Kind" spielen. Zu Beginn ihrer Schwangerschaft blühte sie auf, war nicht mehr Mädchen, wurde Frau und Tag für Tag schöner. Ihr Bildungsbedürfnis verebbte.

Sie merkte, dass für Anerkennung und Beachtung ihr schönes
Gesicht und ihre sexy Figur ausreichten und entwickelte eine maßlose und peinliche Eitelkeit. Im April 1958 wurde mein Sohn Gerid geboren.

Mutter Ruth zeigte sich absolut alltagsuntauglich. Jetzt hatte ich zwei Kinder. Nach und nach lebten wir uns, mal glücklich, doch meist unglücklich, auseinander.
.

Mein Lebensmittelpunkt war nach wie vor die DEFA

Für mich war das zu verkraften. Mein Lebensmittelpunkt war nach wie vor die DEFA. Ruth entwickelte leichte Depressionen und blieb mit Weinanfällen tagelang im Bett. Glücklicherweise war zwischenzeitlich Ruths jüngere Schwester Gerda bei uns eingezogen, die sich um den Einjährigen kümmerte.

Nach einer mehrwöchigen Dienstreise - wir drehten auf der Insel Rügen den Film „Ein Sommertag macht keine Liebe" - musste ich erfahren, dass meine geliebte Frau des Öfteren erst in den Morgenstunden von Berlin-Ausflügen heimgekehrt war.

Sofort reichte ich die Scheidung ein, die am 27. Januar 1960 gerichtlich vollzogen wurde. „Vater öfters abwesend, Kind wird trotz Bedenken der Mutter zugesprochen" so der Gerichtsentscheid. An diese Frau, meine Jugendtorheit, blieb ich wegen meines Sohnes Gerid noch ein Jahrzehnt gebunden.

Sie wurde später tablettensüchtig und ein Fall für die Psychiatrie. Für mich auch wieder ein Fall von: „Ohne Schuld schuldig". Durch sie haben mein Sohn und ich viel mehr Leid als Freud' erfahren. Jetzt im Alter kann ich vieles verstehen und ihr vergeben. In diesen meinen Lebenserinnerungen will ich ihr keinen weiteren Platz einräumen.
.

Erste Arbeiten als Kameramann

.

Meine Freude an der Kamera war immer noch ungebrochen

Ich arbeitete unter vielen anderen Kameraleuten an Kurzfilmen der „Stacheltier"-Serie und betreute einige Jage die Filmarbeit einer Westproduktion, die für Aufnahmen mit unserer Rückprojektionsanlage in die Johannistaler Ateliers gekommen war.

Besonderheit: Ich lernte die Hauptdarstellerin, UFA-Legende Grete Weiser, kennen. Der Film „Tante Wanda aus Uganda" war nicht erwähnenswert. In einem weiteren Film mit Günter Eisinger - „Kein Ärger mit Cleopatra" - einem Propagandastreifen, der freie Bauern und deren Pfarrer verspottete, weil sie nicht Mitglied einer sozialistischen LPG werden wollten, führte Helmut Schneider Regie.

Für ihn, den langjährigen Chefredakteur der DDR-Wochenschau „Augenzeuge", war es die erste Spielfilmregie.
.

Wenn die Partei immer wieder "dazwischen funkt"

Zur gleichen Zeit schnitt er, meist nachts, den Dokumentarfilm „Zehn Jahre DDR". Freimütig, natürlich im kleinen Kreis, erzählte er uns von seinen Schwierigkeiten.

In den zehn Jahren der Regierungszeit des Staatschefs Walter Ulbricht waren viele seiner Kampfgefährten in Ungnade gefallen und durften nicht im Film erscheinen. Was nun? Schneider ließ vor neutralem Hintergrund große Mikrofone, Tischdekorationen oder Journalistenkameras aufnehmen, die er über die Gesichter der „Unerwünschten" kopierte.

Als Günter Eisinger für einige Tage ausfiel - er musste für einen Film zu Nachaufnahmen - beauftragte er mich mit seiner Vertretung. Bei Atelieraufnahmen im „Tonkreuz" wurde ich Vertrauter Helmut Schneiders. Leider war er ständig angetrunken, ging nach einigen Proben in seine Garderobe, um ein wenig zu schlafen. Mit den Worten „Manfred, Du weißt ja, wie's weitergeht", ließ er mich mit den Schauspielern alleine, mitunter zwei Stunden. Warum ihn zu dieser Zeit kein Regieassistent unterstützte, ist mir nicht mehr erinnerlich.

Wie stolz war ich, als erst Dreiundzwanzigjähriger, wenn auch nur für Tage, verantwortlicher Filmemacher zu sein. Nach Eisingers Rückkehr wurde ich zweites Team und drehte parallel zu den Atelieraufnahmen in einem Dorf Stimmungsbilder über Mensch und Tier. Nach zwei Dritteln wurde der Film, dessen Arbeitstitel „Der himmlische Wink" lautete, gestoppt.

Eine DEFA der künstlerischen Freiräume? Nein

Kurzzeitig hatte sich die SED mit der Kirche ausgesöhnt und die Rolle des Dorfpfarrers musste umgeschrieben werden. Erst nach Monaten wurde weitergedreht, mit einem anderen Kamerateam unter Hans Hauptmann.

Ein weiterer Film, den ich mit Eisinger machen sollte, wurde nach langwierigen Probeaufnahmen storniert. Titel: „ Haus im Feuer". Regisseur Herbert Ballmann, Kameramann Günter Eisinger steht in meinem Archivdrehbuch aus dem Frühjahr 1959.

Stoff: ein heißes Eisen. Protagonisten: Ein russischer und ein deutscher Offizier, dazwischen eine Frau bei Kämpfen um Ostpreußen zu Beginn des Jahres 1944. Erst im Oktober 1959 gab es ein neues Drehbuch und einen neuen Stab. Regie: Carl Ballhaus, Kameramann Walter Fehdmer. Nach drei Monaten Drehzeit wurde „Haus im Feuer" endgültig aus politischen Gründen gestoppt. Das Material gilt als vernichtet.

Eine DEFA der künstlerischen Freiräume? Nein. Die DEFA war immer im Schraubzwingengriff der SED. Einziger Unterschied: Mal wurde fester, mal lockerer angezogen. Als Krönung der Peinlichkeiten habe ich erlebt, dass Aufnahmen eines FDJ-Chores mit Jungen und Mädchen, die im Blauhemd ein sozialistisches Lied schmetterten, wiederholt werden mussten. Bei zwei der Jungen wurden „westliche Haarschnitte" reklamiert. „ Die Partei, die Partei, die hat immer Recht", lautete ein Lied des kommunistischen Jugendverbandes.
.

Ende September 1959 - meine Chance .... Kameramann

Ende September 59 begannen unter der Regie von Herbert Ballmann, für die Jahreszeit viel zu spät, die Aufnahmen zu „ Ein Sommertag macht keine Liebe".

Wir filmten am Fuße der Kreidefelsen der Insel Rügen. Riesenaufwand. Mit Booten musste unser Equipment - Lichtmaschine, Scheinwerfer, Kamerawagen, Schienen- und Tonwagen - an den Drehort gebracht werden. Und jeden Morgen der Stab und die Schauspieler.

Mit unserem Filmliebespaar Christel Bodenstein und Willi Schrade hatte ich Mitleid. Sobald die Sonne schien, jagte Ballmann sie zu Wasserspielen in die schon eiskalte Ostsee. Nach Warten endlich ein Sonnendrehtag!

Mein Chef Günter Eisinger stolperte über einen Geröllstein und kam zu Fall. Folge: Ein immer größer werdender Bluterguss. Ab mit Boot und Auto ins Krankenhaus nach Bergen. Sonne: ja. Kameramann: nein. Ballmann verbarg verzweifelt den Kopf in seine Hände.

Unser Script-Girl, das mich seit Jahren kannte, sprach mit ihm. Ballmann zu mir: „Manfred, können und wollen Sie weitermachen?" Von mir ein schlichtes Ja. „Achtung, wir drehen! Ton ab! Läuft! Klappe!"

Telefonate gingen hin und herzwischen Ballmann, Eisinger, dem Produktionsleiter und der Direktion in Babelsberg. Ich wurde als Kameramann bestätigt. Nach einigen Tagen waren die Strandbilder im Kasten. In einem Stralsunder Kino sahen wir uns meine Aufnahmen an.

Ich erhielt Lob. Für weitere Bilder fuhr ich mit Ballmann auf Motivsuche, legte Kamerastandpunkte fest und besprach mit dem Ausstatter Motivveränderungen. Ballmann entschuldigte sich für ein Wochenende, er hätte mit Babelsberg Ärger wegen seiner West-Frau Gisela Uhlen. Es wurde Montag, Dienstag und Mittwoch. Dann hatte jemand den RIAS abgehört. Ballmann kam nicht wieder - er war in den Westen abgehauen.
.

Mein letzter Film mit Günter Elsinger

Unsere Order aus Babelsberg lautete, das gesamte Team bleibt in Stralsund. Weiteres folgt. Drei Wochen Urlaub mit Spesen an der Ostsee. Dann erschien als neuer Regisseur Gerhard Klein mit seinem Kameramann Götz Neumann.

Beide baten mich, als Ko-Kameramann und Assistent zu bleiben, aber respektierten meine Entscheidung, wieder mit Günter Eisinger zu arbeiten, der inzwischen einen neuen Film anfing. Unseren letzten gemeinsamen: „Ärzte".

Die Ostzone - jetzt "DDR" - blutet aus

Die Fluchtbewegung über das Schlupfloch Berlin nahm für die DDR-Regierung immer bedrohlichere Formen an. Allein 1959 waren einhundertdreiundvierzig-tausend Menschen in den Westen geflohen.

Meist Jüngere, gut ausgebildete, die sahen im Westen bessere Aufstiegschancen. Einen großen Anteil bildeten ganze Bauernfamilien, die dem Druck der Enteignung durch die Zwangskollektivierung nichts entgegen zu setzen hatten. Auch ich wurde mit dieser Fluchtbewegung konfrontiert.

Nach vergeblichem Klingeln beim Zahnarzt sagten Nachbarn: „Abgehauen". Der Fleischer an der Ecke war zu - abgehauen. Der wichtige Arbeitskollege erschien nicht - abgehauen. Freunde waren plötzlich unauffindbar - abgehauen. Unter Kollegen war öfters zu hören „So kann es nicht weitergehen. Die SED wird Westberlin zumachen."
.

Die Meinungen gingen hin und her

Andere dementierten. „Die wichtigsten Straßen, Kanäle und Eisenbahnlinien der DDR führen durch Westberlin. Unmöglich, diese Wege zu schließen."

Aufmerksame Zeitungsleser wie ich wussten, dass zur Kapazitätserhöhung der Reichsbahnleistungen seit Jahren eine Eisenbahnstrecke um Westberlin gebaut wurde. Stolz wurden die Kilometerfortschritte durch fleißige FDJ-Brigaden in die Welt hinausposaunt, einschließlich der Skizzen, wie weit man schon gekommen sei. Mir war klar, 1960, spätestens 1961 können die den Laden zu machen.

Im Westberliner Radio konnte man hören, dass seit 1949 schon zwei Millionen Bürger die Ostzone (ihre DDR) verlassen hatten. Dann folgte die Anzahl der Personen, die sich am Wochenende im Flüchtlingslager Berlin-Marienfelde gemeldet hätten. Es waren immer einige tausend.

Im Traum : Warum bin ich nicht gegangen?

In der antifaschistischen DDR war in Zeitungen, Filmen und Büchern die vergangene Hitler-Diktatur ständiges Thema. Immer wieder wurde erwähnt, wie viele Verzweifelte sich nach Grenzschließung bei Kriegsbeginn (dem kalten Krieg) fragten, warum bin ich nicht rechtzeitig weggegangen? Öfters träumte ich, Westberlin wäre zu und mir der Zugriff auf freie Presse, Westfilme und Theater und für immer die Entscheidungsfreiheit genommen, doch nach Westdeutschland zu gehen.

Ich schlug meinen Kopf gegen die Wand und rief immerfort „Warum bin ich nicht gegangen? Warum bin ich nicht gegangen?" Ich erwachte.

Gott sei Dank, es war nur ein Traum. Noch am gleichen Abend ging ich nach Westberlin, aber diesmal nur ins Kino. Allerdings war ich weiterhin mit meinem Leben in der DDR zufrieden. Hier hatte ich meine Eltern, meine Freunde, meine Frau, meinen Sohn und vor allem die DEFA.
.

Die Kollegen wurden immer weniger

Zwischenzeitlich hatten mehrere Assistentenkollegen über Westberlin die DDR verlassen. Und bei mir wuchs Tag für Tag die Angst vor einer Mauer. Die Vorstellung, lebenslänglich ein Gefangener der engstirnigen, verlogenen und großmäuligen SED-Kommunisten zu sein, war für mich ein Albtraum.

Als mir durch meine Ehescheidung das letzte Stück sicheren Bodens unter den Füßen weggezogen wurde, meldete ich mich am 25. Februar 1960 als Flüchtling im Lager Berlin-Marienfelde. Adieu liebe DEFA, adieu Deutsche Undemokratische Republik.
.

Das Maß war voll - ich gehe auch weg

.

Meine Flucht nach Westberlin - in Kurzform

Meine "Flucht" war absolut unspektakulär. Mit Aktentasche in der Hand und umgehängter Fotokamera ging ich, wie so oft bei Berlin-Fahrten, durch das Wäldchen zum S-Bahnhof Griebnitzsee, der bis 1945 „UFA-Stadt" hieß und löste eine Fahrkarte.

Ohne Taschenkontrolle - ich zeigte meinen DEFA-Ausweis - bestieg ich den aus Potsdam kommenden gelbroten Zug. Nächste Station: Wannsee, das war schon West-Berlin. Nach langer Fahrt durch den Grunewald verließ ich am Bahnhof Westkreuz den Zug.

Der pausierende Fahrer eines schmucken (West-) Berliner Doppelstockbusses sollte mir den Weg nach Marienfelde erklären. Mit Blick auf meine Kleidung lachte er: „Ach, schon wieder einer. Na, bald hört das auf, dann ist die Ostzone leer."

„Oje, das ist schwierig. Dreimal umsteigen. Und die Kosten?" „Dat kostet dir jar nix, Du sagst „Flüchtlingslager", zeigst den Ostausweis und die Sache ist geritzt."
.

Huch, hatte es sich doch nicht geändert hier im Westen ?

Mein Westleben begann mit etwas, das ich zur genüge aus dem Osten kannte: Anstehen. Als letzter einer langen Schlange dauerte es fünfzig Minuten, bis ich vor einem Schalterstand. „Bitte Ihre Ostpapiere." Sie verschwanden in einem Kunststoffkuvert. Im Austausch erhielt ich den „Laufzettel für das Notaufnahmeverfahren".
.

Der „Laufzettel für das Notaufnahmeverfahren"

Ein Merkblatt erklärte den Laufzettel zum wichtigsten Papier meines Aufenthaltes. Dieser enthielt neun Positionen, die für mich in der bezifferten Reihenfolge abzuarbeiten seien, um zu Punkt zehn zu kommen: Abflugstelle.

Station eins: Der ärztliche Dienst mit Schirmbildaufnahmen, damit ich keine Krankheiten der Ostzone im Westen verbreitete. Die Bedeutung einiger anderer Positionen wie Vorprüfung A oder Vorprüfung Bl, BII oder B III war unklar.

Ein Betreuer der Lagerleitung begleitete mich zur ersten Wohnstätte im Westen: Baracke 3, Zimmer 4. Ein Männerwohnheim. Im Raum mit einem Tisch und vier Doppelstockbetten wurde mir eine Liegestelle zugewiesen.

Letzter Hinweis: „ Ketten Sie ihre Sachen ans Bettgestell, hier wird geklaut." Das Merkblatt informierte über Uhrzeiten und Umfang der Gemeinschaftsverpflegung. Morgens: Malzkaffee, Marmelade und ein Margarinebrot. Mittags: Eintopf mit Einlage. Abends: zwei Wurstscheiben, wieder Margarinebrot und gezuckerter Pfefferminztee.

„Zwischen acht und zweiundzwanzig Uhr darf mit Ab- und Zurückmeldung das Lager verlassen werden. Vorsicht vor Menschenraub. Es ist mehrmals vorgekommen, dass Flüchtlinge auf offener Straße in Autos gezogen und zurück in die sowjetische Besatzungszone verschleppt wurden."

Weiter, so das Merkblatt: „Jeder Flüchtling erhält pro Tag sechzig Pfennig Taschengeld, eine Woche im Voraus, also in Höhe von 4,20 DM ausgezahlt. Bei Bedarf an Ober- oder Unterbekleidung stellt der Fürsorgedienst gebrauchte sorgfältig gereinigte Stücke zur Verfügung. Ein abendlicher Besuch der Poststelle ist Pflicht. Dort liegen eventuell Anweisungen, bei welcher Verwaltungsstelle das Erscheinen am nächsten Tag obligatorisch ist."

Der lange Weg nach West-Deutschland

Meine Zimmergenossen, Männer zwischen zwanzig und vierzig Jahren, erklärten mir Sitten und Gebräuche des Flüchtlingslagers und die Geheimnisse des Laufzettels. Hinter Vorprüfung A verbirgt sich der Verfassungsschutz. Hinter Vorprüfung Bl, Bll und Bill die Geheimdienste der Berliner Besatzungsmächte, Amerikas, der Briten und der Franzosen.

In den nächsten Tagen klapperte ich Büro für Büro ab. Vieles war Routine. Klärung meiner Identität, Überprüfung meiner Angaben, Einleitung des Notaufnahmeverfahrens. Dazu Belehrung über meine Rechte und Pflichten und dass der Ausflug nach Westdeutschland erst erfolgen würde, wenn das Einverständnis aller beteiligten Behörden vorliegt. Fragen und Antworten beim Verfassungsschutz nicht erwähnenswert.

Und das gabs auch - CIC statt Stasi

Hochinteressant der Kontakt mit den Amerikanern. Es begann mit einem Zettel: Morgen, 10.00 Uhr, Haupteingang. Sie werden für BII abgeholt. Mich erwartete ein freundlicher Chauffeur, der im Gegensatz zu mir nur englisch sprach.

Durch seinen Zettel, auf dem mein Name stand, konnte er sich überzeugen, dass er dem Richtigen die Tür zu seinem olivgrünen Amischlitten mit gelbem US-Kennzeichen aufgehalten hatte.

Nach einer Fahrt, gefühlt durch halb Berlin, hielten wir vor einem kleinen Villengebäude in der Clay-Allee 224. Mich übernahm eine deutsch sprechende Dame. Mit einer Tasse Nescafe und Schokoladenkeksen wurde mir zum Parken ein Polstersessel angeboten nebst einem Stapel amerikanischer Illustrierten für die Wartezeit.

Zehn Minuten später lieferte mich ein anderes Fräulein im ersten Stock ab. Dort saßen zwei leger Uniformierte vor einem Leipziger Stadtplan. Denen musste ich zeigen, wo der Mendebrunnen, die Thomaskirche und das Reichsgericht zu finden waren. Auch sollte ich zeigen, wo sich im Stadtplan die Härtelstraße 7, das Wohnhaus meiner Eltern befindet. Zur Zufriedenheit der Geheimdienstleute erledigte ich diese Aufgaben.

Bei Kaffee und Zigaretten wurde mir das Foto eines Versicherungsgebäudes vis-ä-vis der Leipziger Hauptfeuerwache gezeigt. Von dem wusste ich nur, dass der Eingang immer von zwei Vopos bewacht wurde. Ihre Frage nach der Innenarchitektur des Foyers konnte ich nicht beantworten. Ich war nie drin. Es ging um die Leipziger Stasi-Zentrale, die „Runde Ecke".

Nach einem Dankeschön und der Mitteilung, dass mich heute Nachmittag noch andere Kollegen sprechen möchten, erhielt ich den Passierschein für das nahegelegene US-Hauptquartier nebst eines Essensbons im Wert von sieben Dollar (achtundzwanzig DM). Außerdem zwei Schachteln Camel-Zigaretten.
.

Im US-Hauptquartier

Das US-Hauptquartier war ein riesiger Gebäudekomplex. In der Nazi-Zeit geplant und gebaut als Sitz des Luftkommandos III. Im Bombenkrieg nur wenig zerstört, hatten es sich die Amerikaner unter den Nagel gerissen. Ohne Englischkenntnisse - mein russisch wäre unpassend gewesen - war es schwierig, das Kantinengebäude zu finden.

Nachdem ich einigen Soldaten meinen Essensbon unter die Nase gehalten hatte, nahm einer mich mit. Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich Selbstbedienung und verstand den Ablauf. Was für feine Sachen aßen die Amis, und so billig!

Trotz übervoll gefüllten Tabletts gab mir die Kasse Plastikmarken zurück und ich konnte mich noch einmal anstellen und zwei Dosen Coca Cola-mitnehmen.

Die Amerikaner wußten, was sie fragen sollten

Der Nachmittagsoffizier, muttersprachlich deutsch, gab sich mir als emigrierter Jude mit Berliner Abitur zu erkennen. Flugs zog er aus seiner Schreibtischschublade meinen DDR-Reisepass hervor und fragte, welchem Umstand ich seinen Besitz verdanke.

DDR-Bürger hatten (grundsätzlich) kein Anrecht auf einen Reisepass. Es war die CSSR-Reise für den Simplontunnel-Film. Dann unterhielten wir uns über mich, meinen Beruf, die Nazi-Zeit und die DDR. Zum Abschied erhielt ich einen Scheck über fünfzig DM, einen Block mit zwanzig Fahrscheinen für die Berliner Verkehrsbetriebe und den Hinweis: „Morgen unterhalten wir uns weiter. Um zehn Uhr holt Sie unser Wagen ab."
.

Dann wollte mich der US-Geheimdienst anwerben

Am zweiten CIC-Tag wurde mir unverblümt gesagt: „Sie sind für uns interessant wegen Ihres DDR-Passes." Als Mittelloser werden Sie in Westdeutschland einen schweren Start haben. Mit Geld von uns werde der leichter. Arbeitslose Kameramänner hat der Westen genug.

Wir haben im Hauptquartier Wiesbaden eine große Filmabteilung. Dort wäre für Sie sofort ein Platz frei. „Das deutsche Sprichwort „Eine Hand wäscht die andere" kennen Sie? Na also!"

Hier unser Wunsch: „Wir fliegen Sie nach Prag. Von Prag fliegen Sie mit ihrer Fotoausrüstung als DDR-Fotograf für Außenaufnahmen des Kulturpalastes nach Warschau. In Ihrem Hotel besucht Sie ein deutschsprachiger Pole, dem Sie ein Kuvert überreichen. Das ist unverschlossen und enthält nur legitime DDR-Fotos, denn es kann sein, dass der polnische Zoll Ihre Reisetasche kontrolliert. Am nächsten Tag fliegen Sie zurück nach Prag. Von dort bringen wir Sie zurück nach Westberlin. Alles, vom Flugticket über Hotel bis zum polnischen Geld wird von uns geregelt. In Ihrem Pass wird ein gültiges Visum für Polen liegen. Ein Risiko besteht für Sie nicht. Es dauet vier bis sechs Wochen, bis die DDR ihre Fahndungslisten und Passsperren an die anderen Ostblockstaaten weitergibt. Nein, nein, nein, heute bitte keine Antwort. Sie müssen doch erst einmal darüberschlafen. Lass' uns erstmal einen Kaffee trinken, für Sie auch einen? Whiskey? Zigarette?"

In meinem Kopf leuchteten die gleichen roten Warnlichter wie beim Werbeversuch der Stasi in der DEFA-Kaderabteilung. Gegen Mittag meine Verabschiedung mit Essensbon und BVG-Fahrscheinblock. Einziger Unterschied: Die CIC-Männer gingen mit mir gemeinsam zur Kantine.

„Also, wie heute, um zehn Uhr wartet der Wagen." Meine Entscheidung war sofort gefallen. Einen Agenten zu spielen, wäre eine Riesendummheit. Also nein. Ich wusste auch gleich eine kooperative Antwort.

Am nächsten Morgen erfragte ein CIC-Agent meine Entscheidung. „Keinesfalls, in Leipzig leben meine Eltern. Wenn etwas schief geht, wären die gefährdet." Nach kurzer Pause schaute er mir in die Augen und sagte: „Deine Entscheidung, mein Junge, ist richtig. Ich hätte das auch nicht gemacht." Ergab mir meinen DDR-Pass zurück. Für meinen Zeitaufwand erhielt ich wieder einen fünfzig DM-Scheck und den obligaten Block mit den BVG-Fahrscheinen, den ich sehr gut gebrauchen konnte.
.

In Berlin gab es noch mehr Geheimdienste

Die Pflichtbesuche bei den Geheimdiensten der Engländer und der Franzosen verliefen weniger aufregend. Aus den Stempeln meines Laufzettels konnten sie ersehen, dass ich drei Tage bei den CIC-Leuten war. Nun versuchten Sie, mich auszuquetschen, was die denn von mir wollten. Ich sagte: „Filmfragen."

Die Dame beim Verfassungsschutz äußerte privates Interesse, mal kurz in ein Filmdrehbuch zu sehen. Sowas habe sie noch nie in den Händen gehabt. Der Dame konnte ich helfen. Es war verabredet, dass es am nächsten Tag wieder in meinem Zimmer liegen würde. Ein Jahr später erhielt ich es per Post zurück. Absender: das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen in Bonn. Darin lag ein Laufzettel mit den Vermerken, wer es wann gesehen oder kopiert hatte.

In den nächsten Wochen konnte ich Jeden Tag kreuz und quer durch Westberlin fahren, ins Kino gehen, eine Liebelei mit einem Flüchtlingsmädchen erleben, wieder rauchen und mal eine Currywurst nebst Coca Cola genießen. Vielen Dank den Männern der CIC.

Der SFB (Sender Freies Berlin) im „Haus des Rundfunks"

Vermittelt durch die Pressestelle des Flüchtlingslagers bat mich ein Journalist um Informationen für sein Buch „Das Filmwesen in der sowjetischen Besatzungszone". Dann der SFB (Sender Freies Berlin) für ein Rundfunkinterview über Filmherstellung und Kino im Osten. Dafür betrat ich zum ersten Mal den Großbau des 1932 eröffneten „Haus des Rundfunks".

Der allein wäre schon eine Reise wert gewesen. „Auf Arbeitssuche" erhielt ich einen Termin beim SFB-Chefkameramann Arndt von Rautenfeld. Wie alle, die sich mit Kameras auskannten, war er vor 1945 für die Deutsche Wochenschau als Soldat bei einer Propagandakompanie gewesen.

Er fragte, wie es seinen ehemaligen Kameraden, die inzwischen bei der DEFA arbeiteten, ergangen wäre. „Arbeitssuche in Westberlin? Aussichtslos. Ich könnte Sie bestenfalls als „Stativkutscher" an der elektronischen Kamera beschäftigen. Aber dafür sind Sie überqualifiziert. Gehen Sie zum Westdeutschen Rundfunk nach Köln. Die sind im Aufbau und brauchen Leute über Leute!"
.

Ich traf im Marienfelde Lager viele traurige Flüchtlinge

Im Speisesaal des Marienfelder Lagers begegnete ich einer Bauernfamilie, die mit einem Rucksack und zwei Kindern ihren dreihundert Jahre alten Hof verlassen musste. Mehrere Nächte war die FDJ mit einem Lautsprecherwagen vor ihr Haus gefahren, hätte sie als Ausbeuter beschimpft und zum Eintritt in die LPG aufgefordert. Die Eltern weinten um ihre Tiere, die Kinder um ihren Spielgefährten, den Hofhund Coro.
.

- Werbung Dezent -
Zur Startseite - © 2006 / 2026 - Deutsches Fernsehmuseum Filzbaden - Copyright by Dipl.-Ing. Gert Redlich - DSGVO - Privatsphäre - Redaktions-Telefon - zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - Tag und Nacht, und kostenlos natürlich.