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Michael Hausdörfer - es kommt spät, aber er ist nicht vergessen.

Es gab drei oder 4 Stammtische
die alten Kollegen waren sehr erfreut
links Herr Hausdörfer, in der Mitte im weißen Pullover Gert Redlich
Ein wirklich ganz alter Kollege aus der Zeit in Argentinien

von Gert Redlich im Nov. 2019 - Mit Professor Dr.-Ing. Michael Hausdörfer verband mich mehr als mit jedem anderen aus dem Umfeld der Darmstädter BTS/Fernseh GmbH und auch aus dem gesamten Bereich des Fernsehens.

Wir beide verstanden uns vorzüglich und ich wurde wie ein Sohn im Hause Hausdörfer aufgenommen. Nie war ihm eine Frage lästig oder gar zu viel, - eher rann uns die Zeit aus den Fingern.

Als ich später mal seine Frau fragte, mir wäre schon aufgefallen, daß er immer Zeit für mich und meine Fragen hatte, lächelte Sie nur verschmitzt ...... , ja, wenn "Sie" kommen .....

Michael Hausdörfer hatte so gut wie alles in seinem Leben erreicht, doch als Herr Knapitsch (vom Fernseh- Museumsverein Wiesbaden) und ich am 23.1.2007 erstmalig vor seiner Tür standen und wir einen ganzen Karton voller Märklin Lokomotiven und Waggons, 3 Flaschen Wein und einen ganzen Berg Kuchen (zu seinem Geburtstag am 18.1.2007) mitgebracht hatten, hatte er ein paar Tränchen in den Augen. So sehr hatte er sich über diese völlig unerwarteten Geschenke gefreut.

Sein sehr sehr plötzlicher Tod hatte mich deshalb doch mehr getroffen, mehr als bei meinem eigenen Vater. Herr Hausdörfer ist leider nur 85 Jahre alt geworden und eigentlich war er immer noch gesund, wenn man das Intermezzo mit dem Bein mal beiseite ließ.

Vor allem, er war bis zum letzten Tag absolut hellwach und geistig voll auf der Höhe. Er konnte die ganzen Jahre hervorragend und vor allem geduldig erklären und vortragen, eben wie ein "richtiger" Professor.

Darum hat es auch etwas gedauert, bis ich diese Seite zusammen gebracht habe. Irgendwann hatte ich ganz nebenbei die nachfolgende Vita von Ihm bekommen :
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Dr.-Ing. Michael Hausdörfer Curriculum vitae

18.01.1932 Michael 0. E. Hausdörfer geboren in Ludwigshafen/Rh.
1953-1958 Studium der Nachrichtentechnik an der RWTH Aachen
1959 Entwicklungsingenieur bei Fa. Telefunken, Ulm
1959-1967 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent bei der Dozentur für Transistortechnik bzw. Institut für Halbleitertechnik der RWTH Aachen, Prof. H. Beneking
1965 Promotion zum Dr.-Ing. an der RWTH Aachen, Professoren H. Beneking und H. Döring
1967 Industrietätigkeit bei Fa. Fernseh GmbH, Darmstadt, Entwicklung
1969 Leiter des Labors für Farbfernseh-Systeme bei Fa. Fernseh GmbH
1971 Leiter der Vorentwicklung bei Fa. Robert Bosch, GB Fernsehanlagen
1973 Lehrauftrag an der TH Darmstadt, "Grundzüge der Fernsehtechnik"
1974-1978 Vortragstätigkeit, Seminare und Beratung zur Einführung des Farb-fernsehens u.a. in Südamerika, Iran, Indien und UDSSR
1980 Mitglied der " Task force on Component Digital Coding" der SMPTE, Arbeitsziel: Digitales Farbfernsehformat auf Komponentenbasis, Ergebnis CCIR Rec 601 , Encoding Parameters of Digital Television for Studios
1982 Leitung des Fördervorhabens "HDTV-Farbkamera" (1125Z / 60B/s)
1985 Leitung des Fördervorhabens "Studiokomponenten eines HDTV-Farbfernsehsystems" (1125Z / 60B/s, später 1250Z/ 50B/s) bei Fa. BTS, Darmstadt
1988 Leitung der Entwicklungs- koordination und der Vorentwickung bei Fa.BTS
1988 Leitung der internationalen Projektgruppe PG3 des EUREKA- Projekts EU 95 ( HDTV-Equipment (analog bzw. digital) und -Standard)
1988 Ernennung zum Honorarprofessor der TH Darmstadt
1990 Prokura für Fa. BTS
1991 Wissenschaftlicher Berater der Geschäftsleitung der Fa. BTS
1991 Mitglied der Geschäftsleitung der Fa. BTS
1992 Ernennung zum Fellow Member der Society of Motion Picture and Television Engineers ( SMPTE),Whiteplains, U.S.A.
1994 Eintritt in den Ruhestand
1994-1997 Beratertätigkeit u.a. für die Geschäftsleitung der Fa. BTS
1994 Verleihung der Richard Theile Medaille durch die Fernseh- und Kinotechnische Gesellschaft, FKTG, für besondere Verdienste auf dem Gebiet des Fernsehens
   
Nachtrag I Jan-2007 Erstbesuch im Hause Hausdörfer zusammen mit Herrn Knapitsch
Nachtrag II M. Hausdörfer ist am 1.2.2018 verstorben

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Unser erster Besuch im Hause Hausdörfer in Januar 2007

Unser erster Besuch im Hause Hausdörfer stand unter einem guten und leider einem schlechten Stern. Die so besonders erfreuliche Seite, wir waren (von da an immer) willkommen, die andere Seite, die semiprofesionelle Panasonic F10 Kamera mitsamt dem NV180 Recorder haben nach genau 7 Minuten - als er gerade aus seinem Leben zu erzählen anfing - den Geist aufgegeben und ich hatte es nicht gemerkt. Auf dem VHS-Band sind genau 7 Minuten allgemeines Gespräch drauf, sehr sehr schade. Und ich habe mich sehr geärgert.
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Unerwartet und viel zu früh ......

Für mich persönlich völlig unerwartet, weil wir für die gerade angefangene Woche 3 gemeinsame Besuchstermine in Rhein Main bis nach Karlruhe vorbereitet hatten, war die Nachricht von Frau Hausdörfer, daß das nicht mehr gehen würde. Am Sonntag Mittag war die Lebenszeit ihres Mannes zuende gegangen.
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In der FERNSEH- UND KINO-TECHNIK Nr. 1/1992 lesen Sie :

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Professor M. Hausdörfer 60 Jahre

Er gehört zu denjenigen Experten der Studiotechnik, die ohne viel Aufhebens wesentliche Akzente für die Weiterentwicklung des Fernsehens gesetzt haben. Kam man in sein Darmstädter Vorentwicklungslabor bei BTS, dann saß er meist unter seinen durchweg jungen Mitarbeitern, um die von ihm entwickelten Ideen eines neuartigen Studioprocessing in die Tat umzusetzen. Hier "in Lötkolbennähe" fühlte er sich besonders wohl, das war seine Welt.

Wertvolle Anregungen für seine Labortätigkeit holte sich Dr. Hausdörfer von seinen internationalen Kontakten. So war er von 1978 bis 1986 in der "SMPTE Working Group on Digital Video Standards" tätig und half als einziger deutscher Vertreter 1980 bis 1981 in der "SMPTE Task Force on Component Digital Coding" mit, den digitalen CCIR-Standard 601 (4:2:2) aus der Taufe zu heben.

So konnte er schon in einem sehr frühen Stadium die Initiative zu einer BMFT-geförderten Studie "Digitale Signalverarbeitung I und II" ergreifen, um zusammen mit seinen Mitarbeitern im Darmstädter Laboratorium die wesentlichen Grundlagen für ein digitales Fernsehstudio - ein für seine Firma bedeutendes Zukunftsprojekt - zu erarbeiten.

Die BMFT Projekte

Später war Dr. Hausdörfer in weiteren SMPTE Study- und Working-Groups sowie in den ITG-Fachgruppen 3.1.2 (Digitale Bildcodierung) und 3.1.3 (Fernseh-Studiotechnik) wesentlich an der Vorbereitung der HDTV-Studiotechnik beteiligt.

In mehreren vom BMFT geförderten Projekten schaffte er es, den berühmten Funken der Begeisterung auf seine Mitarbeiter überspringen zu lassen, so daß in bewundernswert kurzer Zeit die ersten Studiogeräte für die europaweite Demonstration der europäischen HDTV-Norm zur Verfügung standen.

Damit hat er nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Konsolidierung der europäischen Fernsehtechnik, sondern auch zum Aufbau eines für die Zukunft seiner Firma wichtigen neuen Produktspektrums geleistet.

Natürlich arbeitet er auch intensiv im Projekt EU95 von EUREKA mit und ist derzeit Leiter der Projektgruppe PG3 (Studiotechnik).
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Studium in Aachen

Die Ausbildung all dieser guten Fähigkeiten, die Prof. Hausdörfer zu diesen Leistungen befähigen, kommt nicht von ungefähr, ist er doch durch die anspruchsvolle Schule des Oberingenieurs bei Prof. Beneking an der RWTH Aachen gegangen.

Zwei Jahre nach Abschluß seiner Promotion kam er 1967 zur damaligen Fernseh GmbH. Man gab ihm gleich zu Anfang die Chance, mehrere Abteilungen zu durchlaufen - offenbar hatte man Größeres mit ihm vor.

In seinem ersten Speziallabor gelang es ihm dann auch, mit grundlegenden Analysen über die Eigenschaften von neuartigen Bildaufnahmeröhren der Geschäftsleitung "den rechten Weg" für die Entscheidung über die Einführung neuer Farbfernsehkameras zu weisen.

  • Anmerkung : Das ist eine sehr wohlwollende Umschreibung, die niemandem weh tun sollte. Dr. Hausdörfer wies seine (Röhren afinen) Chefs immer wieder darauf hin, daß der sechsfach Ionenbeschleuniger im Super-Orticon auch das Rauschen mit verstärkt. Man könne das doch ganz leicht nachrechen. Sie wollten es offiziell nie wahr haben, daß er am Ende recht hatte.

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1969 - Übernahme des Labors für Farbfernsehsysteme

1969 übernahm Dr. Hausdörfer dann mein Labor für Farbfernsehsysteme und ab 1971 dann auch meine Vorlesung Fernsehtechnik an der TH Darmstadt. Im gleichen Jahr 1971 wurde er Leiter der Vorentwicklung, hat aber - trotz erheblicher Inanspruchnahme durch seine verantwortungsvolle Position - den Lehrauftrag all die Jahre beibehalten und dadurch sein in der ingenieurwissenschaftlichen Praxis erworbenes Wissen an die studierende Jugend weitergeben können.

1988 - Verleihung der Honorarprofessur

Dies sowie seine Verdienste um die Weiterentwicklung der Fernseh-Studiotechnik würdigte die TH Darmstadt 1988 durch die Verleihung der Honorarprofessur.

Auch BTS konnte von dieser Hochschultätigkeit Professor Hausdörfers in reichem MaBe profitieren, wurden doch viele seiner Schüler - zum Teil durch Studienarbeiten in seinem Vorentwicklungslabor speziell von ihm betreut und geschult - am Ende Mitarbeiter im Hause BTS.

Hausdörfer war so in der Lage, sich stets mit einer jungen, begeisterungsfähigen Mannschaft zu umgeben. Es konnte nicht ausbleiben, daß die Geschäftsführung seiner Firma die groSen Fachkenntnisse ihres Leiters der Vorentwicklung noch intensiver nutzen wollte.

So wechselte er im Januar 1991 den Aufgabenbereich und wurde Wissenschaftlicher Berater der Geschäftsführung. Im November 1991 berief man ihn dann zum Mitglied der Geschäftsführung, eine Aufgabe, in der er nun den ganzen Erfahrungsschatz seiner langjährigen Tätigkeit in der Fernseh-Studiotechnik der Weiterentwicklung des Hauses BTS zur Verfügung stellen kann.

Kollegen und Freunde wünschen dem Geburtstagskind weiterhin Freude bei der Ausbildung des fernsehtechnischen Nachwuchses sowie viel Befriedigung bei der Planung von Zukunftsaufgaben im Fernseh-Studiogeschäft.

Schließlich sei den Funkamateuren empfohlen, einmal DL3XL zu rufen. Sie werden dann mit einem wirklichen "old man" verbunden sein, der
jeden Abend - seit 1949 - mit dieser faszinierenden Beschäftigung den Streß des Alltags vergißt.

Sicher wird auch an seinem Geburtstag - am 18, Januar 1992 - die umfangreiche Antennenanlage auf dem Trautheimer Haus bei Darmstadt einen Gruß an seine vielen Amateurfunk-Freunde überall in der Welt hinaussenden. Wir wünschen ihm noch viel Freude mit diesem wunderschönen Hobby sowie Gesundheit und personliches Wohlergehen für seine 60er Jahre.

Prof. H. Schönfelder
FERNSEH- UND KINO-TECHNIK Nr. 1 M992
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In der FERNSEH- UND KINO-TECHNIK Nr. 10/1992 lesen Sie :

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FKTG-Sonderveranstaltung "25 Jahre PAL-Farbfernsehen

Am 25. August 1992 lud die FKTG-Regionalgruppe Berlin/Brandenburg zu einer Sonderveranstaltung ein. Es war genau der Tag, an dem vor 25 Jahren vom damaligen Außenminister Willy Brandt der berühmte "rote Knopf" gedrückt wurde und in Deutschland das Zeitalter des Farbfernsehens nach dem PAL-System begann.

Im fast vollen Sitzungssaal im 14. Obergeschoß des Senders Freies Berlin trafen sich weit über 100 Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik, um sich an diesen denkwürdigen Tag zu erinnern.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom FKTG-Regionalgruppenleiter W. Sommerhäuser, dem Technischen Direktor des SFB. Und wer "seine" Regionalgruppe kennt, der wußte schon von vornherein, daß die Veranstaltung wieder einmal glänzend organisiert war. So konnte er auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen.

Die Einleitung von Prof. Mahler

Im Einleitungsreferat erinnerte sich Prof. Mahler, der damals die "rechte Hand" von Walter Bruch, dem "Erfinder" des PAL-Farbfernsehens war, an die Zeit bis zur Einführung.

So prüfte man zu Beginn der 1960er Jahre erst einmal das bestehende NTSC-System, das man zum damaligen Zeitpunkt als nicht sehr günstig einstufte, um dann mit der Entwicklung eines eigenen, modifizierten Systems zu beginnen.

Das kritische Bauelement war die für das PAL-System nötige Laufzeitleitung, die nicht nur erhebliche Abmessungen hatte, sondern - nach schwieriger Phase ihrer Herstellung - über 400 Dollar kostete. 1966 konnte das PAL-System erstmals auf einer CCIR-Tagung vorgestellt werden.

Und die schwierigste Aufgabe war es wohl, allen Beteiligten klar zu machen, daß eine solche Laufzeitleitung in Massenfertigung letztendlich nicht mehr als 5 Dollar kosten wird. Das Verdienst von Prof. Walter Bruch bestand nicht nur in seiner technischen Leistung, sondern in besonderen Maße auch darin, seine Arbeit - anfangs sogar gegen die eigene Firmenleitung - durchzusetzen.
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Anfänglich 1400 verfügbare Farb-Empfänger

So war es dann wohl auch der größte persönliche Erfolg für ihn, als am 25. August 1967 die offizielle Einführung erfolgte mit täglich 4 Stunden Sendezeit und bei verfügbaren 1400 Empfängern.

Diese Zahl schnellte in den nächsten Jahren dramatisch hoch, wie sich auch das PAL-Femsehsystem weltweit als das häufigste durchsetzen konnte: schon Ende 1967 gab es 145.000 Empfänger, 10 Jahre später bereits 11 Millionen.

Als zweiter Referent erinnerte sich Prof. Schönfelder

Als zweiter Referent erinnerte sich Prof. Schönfelder an seine "Jugendjahre" bei Prof. Dillenburger, bei dem er an der Entwicklung eines Farbdia- und Farbfilmabtasters beteiligt war, die als Quellenbildgeber für die weiteren Versuche unabdingbar waren.

Besonders die Coder-Entwicklung (Kleiderschrankgröße) stellte damals die größte Schwierigkeit dar. Aber alle glaubten damals - wie heute -, daß das PAL-Verfahren von allen analogen Farbverfahren das beste sei und brachten das Verfahren durch unermüdlichen Arbeitseinsatz voran.

Beide Referenten konnten viele Anekdoten und Geschichten aus dem eigenen Erleben zum Besten geben, was die Referate für alle Beteiligten zu einer spannenden Angelegenheit werden ließ.
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Prof. Hausdörfer aus der Sicht des Studiogeräteherstellers

Prof. Hausdörfer von BTS sprach dann über die weitere Entwicklung von PAL aus der Sicht des Studiogeräteherstellers. Die Ausgereiftheit des Systems machte sich bereits zu Beginn der Einführung bemerkbar, die praktisch ohne Pannen verlief.

Dr. Westerkamp von Thomson war es vorbehalten, über die Zukunft des PAL-Systems zu referieren, über PALplus, das ja ein voll kompatibles Verfahren auf der PAL-Grundlage ist. Alles in allem war es eine außergewöhnlich gelungene Veranstaltung, an die man sich sicher gern erinnert. Bolefski

die Bilder:
W. Sommerhäuser (links) und die Referenten (von links nach rechts - stimmt aber nicht): Prof. Mahler, Prof. Schönfelder, Prof. Hausdörfer und Dr. Westerkamp
Der Vortragssaal im 14. Obergeschoß des SFB war fast bis auf den letzten Platz gefüllt

FERNSEH- UND KINO-TECHNIK Nr. 10/1992
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In der FERNSEH- UND KINO-TECHNIK Nr. 12/1992 lesen Sie :

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Im Nov. 1992 : M. Hausdörfer zum SMPTE-Fellow ernannt

Die "Society of Motion Picture and Television Engineers" ernannte unser langjähriges FKTG-Mitglied Prof. Dr. Michael O.E. Hausdörfer zum Fellow-Member der Gesellschaft.

M. Hausdorfer und 14 weitere Kandidaten wurden während der 134. Technischen Konferenz und Geräte-Ausstellung vom 10. bis 13. November 1992 in Toronto vom SMPTE-Präsidenten Blaine Baker ernannt.

M. Hausdorfer, der dem Firmenvorsland von BTS seit 1973 angehört, hat zwischen 1985 und 1988 als Koordinator der Forschung und Entwicklung maßgeblich mitgeholfen, Europas erste HDTV-Studio-Geräte, die zu den Olympischen Spielen 1992 eingesetzt wurden, zu bauen.

Zusätzliche Verdienste erwarb er sich bei der Codierung, Decodierung und Transcodierung für die verschiedenen TV-Standards, einschließlich SECAM und PAL-N. M. Hausdörfer gehörte dem SMPTE-Ausschuß für Digitale Komponenten-Codierung von 1980 bis 1984 an, der den Digitalen Video-Codierungs-Standard 4:2:2 erarbeitete, der später als CCIR 601 verabschiedet wurde.

Weiterhin ist er Mitglied der Eureka-95-HDTV-Projektgruppe PG 09 für HDTV Produktionen, der derzeitige Vorsitzende der Eureka-95-HDTV-Projektgruppe PG 03, die die HDTV-Studioentwicklung zusammenfaßt und Vorsitzender der Arbeitsgruppe für Produktionsgeräte der Deutschen Nationalen HDTV-Plattform.

Als Professor an der TU Darmstadt hält er seit 1973 Vorlesungen zu den Grundlagen des Fernsehens; er hat 35 Patente zum Fernsehbereich.

FERNSEH- UND KINO-TECHNIK Nr. 12/1992
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In der FKT Zeitschrift Nr.6/1994 - eine Medaille

Hier folgt in Kürze eine weitere Würdigung von Professor Hausdörfer auf den Seiten 333 und 334
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