Sie sind hier : Startseite →  Die Hersteller→  Die Fese (Fernseh GmbH)→  Fese Kameras→  Fese KOD - 1957
typische historische Kamera

Zum Auffrischen und Erinnern . . . .

. . . sind diese Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit dem Fernsehen, den Kameras, den Videorecordern, den Tonband- und den Magnetband- geräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern.

Bosch Fernseh GmbH Fernseh-Studio Kamera KOD

ein fast neues Exemplar in Deidesheim
ein Fotos aus Baden Baden 1959
in einem Museum in Führt
Orthicon mit k auf einer Justierlehre

Die Fese Bezeichnung der Kameras ging so:

"K"amera "O"rthicon "D"-Serie, das war die "KOD". Die interne Bezeichnung hieß K30K 101E.

 

Die Image-Orthicon schwarz-weiß Kamera KOD in Röhrentechnik wurde ab 1955 entwickelt und bis etwa 1964 von der Fernseh GmbH in Darmstadt sehr erfolgreich verkauft (über 1000 Stück - es gab ja keine ernsthaften Alternativen dazu). In vielen in- und ausländischen Fernsehstudios war diese Kamera sozusagen das Arbeitspferd der Fernsehstudio Bildaufnahme in der Zeit bis etwa 1965.

 

Dann wurde 1963 bis 64 aus der KOD die verbesserte volltransistorisierte KOF. Jedoch kurz nach Erscheinen der KOF kam die Farbe und aus war's mit den alten schwarz weißen Kameras.

 

Die Beschreibung von Harald Knapitsch:

Eine funktionsfähige, für die Studiobildaufnahme bereitgestellte Kamera stellt sich immer als sogenannter Kamerazug (z.B. K30 75E) dar, der im einzelnen aus dem Kamerakopf mit der Bildaufnahmeröhre (3" Orthikon), dem Vorverstärker, dem Suchermonitor und den optischen Aufnahmeobjektiven (meist 4 Stück von 50-600mm) besteht, wobei der Kamerakopf auf ein Stativ montiert ist und dieses für die bessere Beweglichkeit der Kamera im Studio wiederum auf einer sogenannten (dreibeinigen) Fahrspinne, dem Dollywagen, befestigt ist.

 

Für den Studiobesucher nicht sichtbar, aber zum Kamerazug gehörig ist die Kameraverstärkereinheit und die Kontrolleinheit mit Monitor und Oszilloskop (der sogenannte Koffer) zur Beurteilung und Einstellung des Bildsignals der Kamera.

 

Sämtliche Parameter der Kamera werden an der Kontrolleinheit eingestellt, sodass sich der Mann oder Frau an der Kamera vollständig auf die Einstellung des Bildausschnitts und der Bildschärfe konzentrieren kann. Der Image Orthikon Kamerazug wurde seinerzeit in zwei Ausführungen vom Hersteller geliefert. Für den stationären Studiobetrieb waren Verstärker und Kontrolleinheit in einem Pult und Schrank untergebracht und das nannte sich KOD 15.

 

Für den mehr mobilen Betrieb im Fernsehübertragungswagen gab es Verstärker und Kontrolleinheit in Kofferform mit der Bezeichnung KOD 75. Beim näheren Betrachten eines Image Orthikon Kamerazuges fällt das Interesse zunächst wohl auf die Bildaufnahmeröhre.

 

Man kannte damals drei Typen des Image Orthikons, die OS 20, 5820 und 6849. Diese unterscheiden sich nur in ihrer Speicherkapazität, die dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst war.

So weit Harald Knapitsch.


- Werbung Dezent -
Zur Startseite - © 2007 / 2017 - Deutsches Fernsehmuseum Wiesbaden - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - Privatsphäre - Redaktions-Telefon - zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - kostenlos natürlich.