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Sie sieht aus wie die KOD, ist aber innen anders

Fese- KO"B" - Typenschild - Nr. 118
Fese- KO"C" - Typenschild - Nr. 241
Fese- KO"D" - Typenschild - Nr. 430
Fese- KO"E" - Typenschild - Nr. 518

Von den ganz alten Fese Mitarbeitern hatte ich es genauso gehört wie von den alten ZDF-, HR- und Radio-Bremen- Kollegen aus der Bildmesstechnik.

Fast jede der FESE schwarz-weiß Röhrenkameras der Typen KOC, KOD, KOE bis KOF war ein Unikat. Und davon wurden weit über 1000 Stück gebaut.

Das war für die damalige Zeit sehr viel, denn die meisten Sender bzw. Anstalten brauchten ja nur 4 Stück für ihr Studio. Unklar war dabei anfänglich, ob die "KO"-Kameras von Anfang an durchnummeriert wurden oder ob pro Type jeweils wieder bei 1 angefangen wurde. Denn die erste KOA/KOB Type fiel ja optisch noch ganz anders aus.

Bei den 3 Kameras von der UNI Braunschweig (AGS) war je eine KOC, eine KOD und eine KOE dabei, die uns aufgefallen war. Dort war einiges bei den Baugruppen anders als bei der KOD. Erst das Typenschild gab Auskunft darüber, daß es der Vorgänger bzw. Nachfolger der KOD war.

Am meißten verbreitet war die KOD, wenngleich auch viele in den Sendern nicht wußten, daß sie bereits mit der KOE arbeiteten.
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Die KOF war dann ein großer Umstieg auf die (Germanium-) Transistortechnik.
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Bemerkenswert :

Mit der Einführung des Super-Orthicons wurden die "KO" Kameras fortlaufend durchnummeriert. Auch bei einer Verbesserung im Inneren oder einem Wechsel der Technologie zu den Transistoren wurde die durchlaufende Nummerierung beibehalten.
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Weltbewegende Neuerungen in der KOC

Das Umschalten bzw. Tauscjen oder Drehen der 4 oder 5 (Fest-) Brennweiten mittels eines Optik-Revolvers war keine Kunst mehr, das konnten die Engländer und die Amerikaner (inzwischen) auch.

Doch die Deutschen von der FESE hatten nicht nur den Vorteil eines quasi Monpols auf dem Weltmarkt, solch ein Monopol ergab nämlich auch Verpflichtungen.

Beim Umschalten der 4 oder 5 Optiken spielte das "Auflagemaß" der Optiken eine ganz entscheidende Rolle. - Das ist der absolute präzise Abstand von der ersten Linse der Optik zum Bildwandler, der Glasfläche des Orthicons, und ob Röhre oder Chip, das spielt da keine Rolle. Stimmt das "Auflagemaß" nicht, ist das Bild unscharf.

Also wurde das von der FESE nachentwickelte Super-Orthicon auf einem schweren Dreipunkt gelagerten Schlitten verschiebbar montiert und der Abstand der Frontfläche zu Optik wurde bei jedem Wechsel akribisch auf 10tel Millimeter angepaßt. Das war eine Zeit lang einmalig und super, bis die anderen das auch konnten.

Gleichzeitig wurde eine geniale Öl/Ruß-Blende entwickelt, die den Helligkeitsausgleich beim Objektivwechsel ebenfalls korrigierte. Also ein Objektivwechsel mit Helligkeitsausgleich und Schärfekorrektur, das konnte zu der Zeit dann doch keiner außer der FESE.

Daß diese damals progressiven Techniken heute in 2006 und natürlich in 2017 nicht mehr funktionieren, ist der Alterung von Material und Dichtungen zuzuschreiben.
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