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Von der Fese liegen uns 3 Jubiläums-Schriften vor.

Und aus diesen Schriften zeigen wir Ihnen, wie sich die Fese für die Öffentlichkeit selbst darstellte. Da wir inzwischen eine Menge an Publikationen und Zeitschriften aus dem Fach und aus der Zeit von damals geerbt haben, stellen wir die Eigendarstellung den Kommentaren der Aussenstehenden gegenüber. Und das sieht nicht immer so gut aus wie die eigenen Artikel es bescheiben.

1954 - 25 Jahre Fernseh GmbH

Die erste Jubiläumszeitschrift der Fese erschien 1954 in der nach dem verlorenen Krieg überraschend extrem steilen Aufwärtsfahrt des Unternehmens.

Die "Fernseh" hatte Kameras und andere Produkte, die waren in ganz Europa einsame Klasse. Es gab nämlich nichts Vergleichbares für die wenigen Fernsehstudios. Und die "Anstalten" (also die Fernsehsender) saßen mit unserem Geld auf einem hohen Roß und diktierten die Standards (von unserem Geld).

Nichts konnte gut genug sein (dank unseres Geldes) und nichts war den Sendern zu teuer. Und die Fese baute "denen" ihre Technik nach Maß wie ein Maßschneider.

1979 - 50 Jahre Fernseh (1929-79)

"Die Fese" präsentiert sich auf dem (ihr selbst noch nicht bekannten) Höhepunkt der Firmenentwicklung. Die Aufträge trudelten herein und die Nachfrage stieg immer noch steil an. Die Olympiade München 1972 brachte einen großen Schub an Aufträgen und davon konnte man gut zehren bzw. darauf aufbauen.
Immer noch wurde für viel Geld auf Maß geschneidert. Doch es tat sich etwas, vorerst nahezu unbemerkt, doch dann durchaus öffentlich. Es kamen die Konfektions-"Schneider", die die gewünschten "Maßanzüge" der Sender zu etwas mehr als dem halben Preis mit Konfektionsware abdeckten. Und es waren fast ausnahmslos japanische Anbieter, die anfänglich (1972) mit bemitleidenswerten Geräten auftauchten, aber extrem schnell gelernt hatten, was hier gewünscht wurde (also nicht etwa, was hier gebraucht wurde). Und so wurde die heile Welt um 1979 leicht turbulent.

2004 - 75 Jahre Fernseh AG / Thomson Broadcast

Der Zenit bei der Fese ist lange überschritten. Der Wettbewerb ist seit über 20 Jahren gnadenlos, ein paar wichtige Entwicklungen wurden einfach verschlafen oder in den Sand gesetzt und Bosch hatte die Nase voll. Die Fese wurde gleich 2 mal verkauft.

Erst übernahmen die Philips Fernsehleute aus Breda 1985 alles, das von bzw. in Darmstadt noch verwertbar war (und hatten sich damit auch übernommen). Dann verkaufte Philips Eindhoven diese Broadcast Abteilung in Breda samt Weiterstadt und Grass Valley an die Franzosen, die aber bisher noch keine Übernahme ausländischer "Partner" gesund geschultert hatten.

Und damit sind wir in 2010 angelangt und sehen heute Manches gänzlich anders.

Darum schmökern Sie mit uns, was damals alles entwickelt und gebaut wurde und wie es vermarktet wurde.

Natürlich sind wir alle heute schlauer als damals. Doch diese gigantische Informationsfülle sollte zum Nachdenken anregen, denn wir können alle Fehler von Damals lückenlos "herleiten" bzw. analysieren.

Und Heutzutage sollte man keinen Fehler mehr zweimal machen. Das könnte richtig teuer werden und "den Kopf" oder den ganzen "Laden" kosten.

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