Für unsere Redakteure: Achtung - hier nur Technik- und Geräte- Daten eintragen.

Also, wie war das wirklich mit der chronologischen Entwicklung der Fernseh-Technik ?

Wann ging es los, wer waren die Beteiligten? Wieviel und welche Rolle haben der Zufall und das Schicksal dabei gespielt?
Das ist eine lange Story, zum Glück ist sie jetzt nicht mehr so hektisch. Die Fernseh-Technologie ist (fast) ausgereizt. Und ist ein Markt irgend wann gesättig, dann macht man neue 16:9 Standards und es geht von vorne los. Hier mixen wir die Legenden mit den Aussagen und Inhalten von Zeitzeugen, Interviews, Tonaufnahmen, diversen Büchern und Artikeln und Sonstigem aus allen Enden und Ecken des Internet zusammen.
Ob alles wirklich "wahr" ist, lassen wir dabei offen. - Urteilen Sie selbst.

Hier geht es jetzt los.


Märchen aus 1001 und einer Nacht

In der 598. Nacht erzählt Scheherezade dem Kalfien von einem Fernrohr, durch das man den Blick auf die Person seiner Träume haben könne, das war und ist natürlich nur ein Märchen, aber damit fing es scheinbar an, mit einer Vision.

Leonardo da Vinci beschreibt die Kamera "obscura"

Bereits um 1490 hatte Leonardo eine andere Vision beschrieben. In einer dunklen Kammer erschein das Bild eines Objektes an der Wand.

1817 - Berzelius entdeckt das Selen


1839 - Becquerel's Endeckung

Becquerel stellt 1839 fest, daß Selen bei Belichtung zur Spannungsquelle wird (ist das Datum richtig?)

1843 - die Faksimile-Telegraphie zur Bildübertragung

Der schottische Philosoph ?? Alexander Bain zerlegt früh schon Einzelbilder in Punkte und Zeilen und beschreibt die Übertragung dieser Informationen über ein Stromkabel, also lange vor dem Konzept von Paul Nipkow. (laut Prof. Walter Bruch)
Mit Hinweis auf die engl. Wikipedia kommentiert R.W. : Nicht der "schottische Philosoph" Alexander Bain (1818-1903) hat die zeilenweise Bildabtastung erdacht, sondern der schottische Uhrmacher und Erfinder gleichen Namens (1811-1877). Vergleiche engl. Wikipedia: "In 1842, he transmitted the first image over a wire and went on to patent the facsimile machine in May 1843."
Auch spricht man von einem Kopiertelegraph von Bakewell.

1847 - Verbesserung des Konzeptes Bildübertragung

Backwell verbessert die Konzepte von Alexander Bain

1851 - Hittorf's Endeckung

Hittorf erkennt 1851 die Leitfähigkeit von Selen

1855 - Giovanni Caselli entwickelt zeilenfrequente Abtastung

Die von Giovanni Caselli damals schon entwickelte zeilenfrequente Abtastung ist laut Prof. Bruch der Vorläufer des PAL Prinzipes. Er hatte die zeilenfrequente Abtastung geschickt mit der sequentiellen Übertragung verbunden. Casellis Geräte wurden in 1959 sogar in Preußen patentiert.

1863 - Adriano de Paiva's Experimente

Adriano de Paiva projiziert 1863 erstmals ein Bild auf eine Selenplatte und tastet es mit einer Kontaktspitze elektromechanisch ab.

1873 - erste Endeckung der Lichtempfindlichkeit des Selens

Der englische Kabelingenieur Willoughby Smith berichtet über die photelektrischen Eigenschaften des Selens.

1875 - Kerr - Beeinflußbarkeit polarisierten Lichtes

Kerr entdeckt die Beeinflußbarkeit polarisierten Lichtes durch ein elektrostatisches Feld.

1876 - Graham Bell entwickelt sein Telephon


1878 - Visionen über die elektrische Telescopie.

Von Adrian de Paiva in Porto in Portugal

1878 - noch eine Idee eines Telectroscope Apparates

Der Franzose Rechtsanwalt Constantin Senlecq hatte auch so eine Vision.

1879 - George Carey beschreibt

eine zweidimensionale Fernseheinrichtung

1879 - auch der Italiener Carlo Perosino hatte eine Idee


1880 - ein Buch über das "Le Telectroscope"

Und jetzt schrieb Constantin Senlecq auch noch ein Buch über seinen Traum vom Fernseher.

1881 - Shelford Bidwell überträgt Schattenbilder

Der Engländer Shelford Bidwell bringt im März 1881 bei der Royal Society in London einen Apparat namens "Telephotograph Device" zur Aufführung. Die Idee hatte er bereits am 10. Februar 1881 publiziert.
Die sequentielle Methodik samt Verzögerungsspeicher enspricht damals schon der Morse-Telegraphie und modelliert die sequentielle Architektur der späteren Computer verweg.

1883 - im Dez. - der 18 jährige Student Paul Nipkow beschreibt seine Erfindung, das elektrische Teleskop

Das genaue Datum ist nicht mehr zu finden, es war irgendwann vor Weihnachten 1883, als der junge Student Paul Nipkow sich das "Elektrische Teleskop" einfallen ließ, es beschrieb und dann zum Patent anmeldete.

1884 - 6. Januar - Paul Nipkow erhält das Patent 30105 auf seinen Apparat

Der Apparat war ein "elektrisches Teleskop", was immer das aus unserer heutigen Sicht heißen mag. Damals war es umwerfend, alleine die Idee, sich so etwas auszudenken.

1886 - Ottomar Anschütz konstruiert den Schnellseher

Ein solcher Anschützscher Schnellseher im Original steht heute im Fundus in Heusenstamm. 24 auf eine Scheibe montierte Glasplatten simulierten in einem stehenden Sichtfenster beim Drehen mit der Kurbel bewegte Bilder. Die Bilder wurden mit der Geisslerschen Röhre von hinten erleuchtet (angeblitzt).
http://www.uni-trier.de/~kintop/kins06c.htm
Den elektrischen Schnellseher, auch Tachyskop genannt, produzierte Siemens & Halske ab 1891 in einer Serie von 78 Exemplaren. Der Schnellseher war auf der Weltausstellung in Chicago 1893 eine Sensation.

1887 - Deutschland - Heinrich Hertz

1887 Deutschland - Heinrich Hertz erzeugt mit elektrischen Funken elektromagnetische Wellen.

1889 - Weiller erfindet sein Spiegelrad


1890 - Eduard Liesegang prägt das Wort "Fernsehen"


1894 - Ottomar Anschütz zeigt seine kinoähnliche Projektion bewegter Bilder

Auf einer 6x8m großen Leinwand soll Anschütz in einem verdunkelten Hörsal in Berlin lebende Bilder vorgeführt haben. Eigentlich gälte er somit als Erfinder des Kinos.

1895 - Max Skladanowsky führt öffentlich Filme vor.

Max Skladanowsky kam auch aus Berlin so wie Ottomar Anschütz und Oskar Meßter.
Max Skladanowsky führte am 1. November 1895 in Berlins berühmtem Varieté "Wintergarten" erstmals richtige Filme mit dem von ihm konstruierten Projektor "Bioscop" vor. Dazu hatten er und sein Bruder Eugen 9 Filme mit Zwischentiteln gedreht. Die ersten Schauspieler waren die Brüder Emil und Eugen Skladanowsky.

1895 - die Gebrüder Lumiere erfinden jetzt erst den Kinematographen mit den bewegten Bildern.


1895 - Oskar Messter erfindet das Malteserkreuz für die Filmprojektion

Eigentlich nannte er es das "Deutsche Getriebe". Das war der Durchbruch des funktionierenden ruckartigen Filmtransportes bei den Filmprojektoren, der bis zur heutigen Zeit gilt. Alternativ dazu hatte später Emil Mechau den fließenden Filmtransport mit seinem Mechau Projektor realisiert.

1897 - Ferdinand Braun - die Braunsche Röhre wird erfunden

Karl Ferdinand Braun, Mitbegründer der Firma Telefunken, entwickelte die Kathodenstrahlröhre, die Grundlage jedes Oszillgraphen und jedes herkömmlichen Röhren-Fernsehers sowie diverser anderer Darstellungsprodukte. Der Kathodenstrahl wird als "Lichtpunktschreiber" angegeben.

1900 - Constantin Perskyi führt das Wort "Television" ein.


1901 - England - Marconi telegrafiert drahtlos

1901 England - Marconi telegrafiert drahtlos von Cornwall nach New Foundland über den Ozean.

1902 - Otto von Bronk - Patent auf einen Farbfernseher

Otto von Bronk erhält ein deutsches Patent auf die Übertragung farbiger Bilder.

1904 - Otto Lehmann beschreibt flüssige Kristalle

Die Forschung über die Eigenschaften der Flüssigkristalle (Grundlage unserer LCD Bildschirme) gehtauf den Physiker Otto Lehmann (1855-19229 zurück. In seinem Buch von 1904 beschreibt Lehmann das Kristallwachstum und die molekularen Veränderungen an kristallinen Substanzen.

1905 - Charles Maugin erforscht Eigenschaften von Flüssigkristallen

Mit Hilfe von Röntgenstrahlen erforscht Mauguin (1878-1958) die richtungsabhängigen Eigenschaften von Flüssigkristallen.

1906 - Friedrich Lux hat auch eine Idee eines Fernsehers.


1906 - Robert von Lieben erfindet die Verstärkerröhre.

Robert von Lieben erfindet die Glühkathoden-Verstärkerröhre. Hiermit fangen der Rundfunk und das Fernsehen überhaupt erst an. Jetzt konnte man kleinste Spannungen und Ströme verstärken. Alles andere Vorherige war reine theorethische Vision oder Spinnerei, weil bis jetzt die Grundlagen für die Darstellung bzw. Wiedergabe der Signale gefehlt hatten.

1906 - M. Dieckmann baut Fenseheinrichtung.

M. Dieckmann kann eine erste praktische brauchbare Fernseheinrichtung mit 20 Zeilen und 10 Bildern/sec vorführen.

1907 - Henry Joseph Round und die "Leuchtdiode"

1907 gelang dem Rundfunkpionier Henry Joseph Round (1881-1966) der Nachweis von Lichtemission eines anorganischen Stoffes unter dem Einfluss einer angelegten Spannung.
Bei Marcony in England untersuchte er eine Vielzahl von Materialien auf ihre Eignung für Spitzendetektoren. Dabei beobachtete er, daß ein von Gleichstrom durchflossener Siliziumkarbidkristall gelblich leuchtete. Das emittierte Licht wurde von Round als "kalt" bezeichnet, denn er konnte keine Erwärmung des Kristalls feststellen. Round beschrieb seine Beobachtung in der Zeitschrift Electrical World vom 9. Februar 1907.
Dies war vermutlich der erste Bericht über eine auf der Grundlage von Rekombinationsstrahlung arbeitende "Leuchtdiode". Round war aber seiner Zeit viel zu weit voraus.

1907 - Boris Rosing entwickelt ein mechanisch elektronisches Fernsehgerät


1907 - in den USA patentiert de Forest die Elektronenröhre

Die USA patentiert auch die de Forest Elektronenröhre, die sehr ähnlich zu der Lieben-Röhre funktioniert. Man streitet heute noch, wer der erste war.

1909 - 26. Juni Ernst Rumer führt einen Fernseher vor.

Ruhmer stellt eine Kontakttafel mit 10 000 Selenzellen her.

1909 - Arthur Korn : "Über die Spinner und Visionäre"


1909 - elektronisch geschriebene Bilder auf Braunscher Röhre zu sehen


1911 - 7.November Cambell Swinton kommt dem heutigen Fernsehen sehr nahe.


1919 - 7.Juli - Denes von Mihaly macht Bilder aus der Ferne sichtbar.


1921 - Oleg Vladimirovich Losev entdeckt nochmal die LED

Nach Round (1907) dauerte es weitere 14 Jahre, als der russische Physiker Oleg Vladimirovich Losev (im Westen unter O. W. Lossew bekannt, 1903-1942) im Alter von 18 Jahren den Round-Effekt "wiederentdeckte" und genauer untersuchte. Er vermutete damals richtig, daß das Phänomen als eine Umkehrung von Einsteins photoelektrischem Effekt zu deuten ist.

1923 - 29.Okt. um 8.oo Abends, erste deutsche Fernsehübertragung


1923 - Der Russe Zworykin erfindet das Ikonoscop.

Vereinigte Staaten - Der Russe V. A. Zworykin erfindet in Amerika das Ikonoscop.

1923 - 29.Dezember Vladimir Kosma Zworykin USA, erhält US Patent auf rein elektronisches Fernsehen.


1924 - erste Fernseh Versuche mit der Nipkow Scheibe

Professor Karolus A. Karolus macht die im Jahre 1875 entdeckte Kerrzelle technisch brauchbar und zeigt einen ersten Fernsehversuch mit 45 Zeilen mit der Nipkowscheibe im Labor der Universität Leipzig.

1924 - John Logie Baird, UK, überträgt Schattenbilder elektrisch.

Die Baird Story finden Sie hier.

1925 - Juni Charles Francis Jenkins USA sendet 48 Zeilen Fernsehbilder


1926 - Idee der Ultrakurzwell für Fernsehsender

Fritz Schröter schlägt den Bau von Ultrakurzwellen-Fernsehsendern vor.

1927 - 4.März erstmals bewegte Bilder auf Braunscher Röhre


1927 - April Herbert E. Ives USA,

demonstriert eine 50 Zeilen Fernseh-Sprechverbindung über 300km.

1927 - Eröffnung der Bildfunkverbindung Berlin-Wien.

Eröffnung der Bildfunkverbindung Berlin-Wien.

1927 - Juli Deutsche Reichspost will Fernsehen haben


1928 - 11.Mai - Mihaly demonstriert elektrisches Fernsehen.


1928 - Fritz Pfleumer erforscht das Papierband als Magnetband.

Die große Historie der Magnetbandtechnik steht auf den korrespondierenden Magntebandmuseum Seiten.

1928 - Mihaly führt zur Funkausstellung seinen 30 Zeilen Fernseher vor.


1928 - August Karolus zeigt zur 5.Funkausstellung 96 Zeilen Fernsehen

5. Funkausstellung in Berlin - Telefunken führt am 31.08.1928 erstmals Fernsehen nach dem System Karolus-Telefunken, ein Abtastverfahren von Filmbildern durch einen Mechau-Projektor mit Nipkow-Scheibe (genannt der Spiegel-Fernseher mit Karolus-Kerrzelle), öffentlich vor.
96 Zeilen war nicht viel verglichen mit den 625 Zeilen von heute, aber es gab schon mal erkennbare bewegte Bilder zu bestaunen.
F. Schröter und A. Schiede steigern die Helligkeit der Braunschen Röhre für Fernsehzwecke.

1928 - der erste Telefunken Fernseher

Telefunken stellt einen Fernsehempfänger nach dem "Karolus System" vor.
Die Fernseher waren wegen der unförmigen Technik noch recht große Schränke oder Truhen. Und leisten konnten sich die Wenigsten solch ein Großgerät. Man knabberte allgemein noch an wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

1929 - 11. Juni - Ein Meilenstein - Die FESE, die Fernseh Aktiengesellschaft Berlin wird gegründet.

Ein für die Entwicklung des Fernsehens weltweit wichtiger Schritt war 1929 das Zusammenraufen von 4 Firmen zur Fernseh Aktiengesellschaft Berlin, dem Vorläufer der späteren unter dem Begriff FESE weltbekannten Robert Bosch Fernsehanlagen GmbH. Die 4 Gründer waren die Firmen Bosch, Baird, Zeiss Ikon und Löwe Berlin.
Unseres Wissens nach gab es daneben nur noch die Firma Telefunken, die sich in Deutschland für das Fernsehen einsetzte. Telefunken baute weltweit große Radio Sendeanlagen mit Röhren von Loewe Berlin.

1929 - Oktober - der große Börsenkrach

Der schwarze Freitgag erstickte abrupt viele Hoffnungen der Forscher und Entwickler und manch ein Ton-, Kino- oder Fernseh-Projekt ging baden oder verschwand von der Bildfäche.

1929 - USA - Philo T. Farnsworth zeigt "voll elektronisches" Bildübertragungssystem

Am 7. September 1927 überträgt Philo T. Farnsworth sein erstes echtes Fernsehbild. Mehr darüber steht hier : http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21722/1.html

1930 - Filmabtaster mit 67 Zeilen und 25 Bildern fertig


1930 - Fernsehbildröhre von Manfred von Ardenne

1930 macht Manfred von Ardenne die Braunsche Röhre für das Fernsehen brauchbar.

1930 - Erster quarzgesteuerten Fernseh-Sender in Nauen

Telefunken führt in Nauen den ersten quarzgesteuerten Sender für Bild und Ton auf der 6m-Welle vor. Telefunken führt ferner zwischen Nauen und Geltow (etwa 40 km) die erste Kurzwellenübertragung von Fernsehbildern mit direkter Abtastung von Personen vor. Dr. Schröter fordert auf Grund der erzielten Fortschritte die Umstellung auf das rein elektronische Fernsehen (Kathodenstrahlröhre) und stellt das Zeilensprungverfahren bei der Braunschen Röhre unter Schutz.

1931 - neues Zwischenfilmverfahren bei der Aufnahme


1931 - Fernsehempfänger mit 9 x 12 cm Röhre und 90 Zeilen

Telefunken führt auf der Großen Deutschen Rundfunkausstellung den ersten Bild- und Ton-Heimfernseher mit gasgefüllter Braunscher Röhre vor.

1931 - England - Baird's Versuchssendungen mit 30 Zeilen. Erste Derby-Übertragung.


1932 - erster Export einer Fernsehanlage nach Italien

Die Berliner Fernseh GmbH exportiert eine komplette Fernsehanlage nach Italien, ein Novum, den ohne Empfänger keine Zuschauer.

1932 - Eduard Schüller entwickelt den Magnetkopf für Pfleumers Papierband.

Die Konstruktion des Magnetkopfes von Schüller bei der AEG und die dann folgende Entwicklung der AEG Magnetophone und des daraus nach dem Krieg bei Ampex entwickelten Videorecorders waren außerordentliche Meilensteine, die die kulturelle Entwicklung der ganzen Welt maßgeblich und unumkehrbar beeinflußt hatten.

1932 - Dr. Schröter beschreibt die Schrägspuraufzeichnung


1932 - Die Fernseh AG baut eigene Glasbläserei mit Hoch-Vakuumanlage auf.


1933 - Telefunken baut jetzt Hochvakuum-Bildröhren

Telefunken geht zur Braunschen Hochvakuum-Röhre über.

1933 - Vladimir Zworkin entwickelt bei der RCA sein Ikonoskop


1934 - 1.März Neue Fernsehnorm mit 180 Zeilen und 25 Bildern/s


1934 - starker UKW Fernsehsender in Berlin-Witzleben

Telefunken liefert an die Deutsche Reichspost einen Ultrakurzwellensender großer Leistung für Bild und Ton, der in Berlin-Witzleben aufgestellt wird. Die Deutsche Reichspost eröffnet einen regelmäßigen Fernsehbetrieb.

1934 - RCA in den USA stellt neuartige Ikonoskop Aufnahme Röhre in Serie her.


1935 - Telefunken entwickelt eigene Ikonoskop Aufnahmeröhre.


1935 - die Fernseh AG entwickelt auch eine Ikonoskop Aufnahmeröhre.


1935 - flimmerfreies 180-Zeilen-Bild mit Mechau Projektor

Telefunken führt den Linsenkranzabtaster, ein Meisterwerk optischer Präzisionstechnik von Emil Mechau und ein flimmerfreies 180-Zeilen-Bild vor. Karolus-Zellengroßbild. Kathodenstrahl-Bildfänger. Telefunken liefert einen fahrbaren Fernsehsender an die Deutsche Reichspost.

1935 - Regelmäßige Fernsehprogramme in Berlin mit Nipkowscheibe Empfang in Fernsehstuben

Deutschland - Regelmäßige Fernsehprogramme in Berlin mit Nipkowscheibe Empfang in Fernsehstuben

1935 - die erste Magnetbandmaschine der Welt, die AEG K1, wird vorgestellt

Im zweiten Anlauf stellt die AEG auf der Funkausstellung 1935 die umwälzendste Erfindung des Jahrhunderts vor, das erste Magnetbandgerät AEG K1.
Zum Ende des 19. Jahrhunderts bestätigen sogar führende amerikanische Wissenschaftler die herausragende Bedeutung dieser deutschen AEG Entwicklung für die ganze Welt und stufen sie sogar höher ein als die Dampfmaschine.

1935 - 19. August Die Halle 4 der Funkausstellung brennt völlig ab.

Durch eine Explosion von 35mm Nitrofilm im Keller unter der Halle 4 brannte eine der genialsten Erfindungen jener Zeit völig ab. Mehr steht auf den Magnetbandseiten. | |

1936 - Das Kunststoff-Magnetband wird bei der BASF entwickelt.


1936 - erste elektronische Kamera produktionsreif

Es begann der Kampf der Kamera Systeme. Die Fese hatte das Zwischenfilmverfahren entwickelt und Telefunken setzte auf die Bildspeicherrohrkamera. Bis 1935 gab es immense Probleme mit dem Licht.
Weiterhin wurde damals 1936 immer noch von dem Bildfänger und dem Bildschreiber gesprochen. Das zog sich bis nahezu 1945 durch, denn die AEG (und damit Telefunken) entwickelte und produzierte ja auch noch den Tonschreiber, das AEG Magnetophon.

1936 - Telefunken überträgt Olympiade live.

Telefunken überträgt von der Olympiade mit der Elektronenkamera direkte Bilder auf den Sender und auf ein Großprojektionsbild 1 x 1,20 m. Auf der Großen Deutschen Rundfunkausstellung zeigt Telefunken Bühnen-, Freilicht- und Filmabtastung mit der Elektronenkamera, 375 Zeilen mit Zeilensprung (flimmerfrei), und ein Projektionsgroßbild mit Braunscher Röhre.

1936 - Auch die Fese überträgt die Olympiade nahezu live in die Fernsehstuben

Eine weitere Fernseh-Übertragung der Olympiade mit Zwischenfilm und Ikonoscop ermöglicht die Fese AG. Zur dieser Weltmeisterschaft 1936 wurde (sicher aus ganz gezielten populistischen Gründen) ein großer Teil der Sportereignisse live in die Innenstadt von Berlin übertragen.
Einer "von denen da unten" war Walter Bruch, damals noch Kameramann an einer der brand neuen elektronischen Ikonoscop Kameras (eine Emil Mechau Konstruktion von Telefunken).

1936 - England - erste öffentliche Sendungen

England - öffentliche Sendungen aus Alexandra Palace mit 405 u. 205 Zeilen.

1936 - die Marconi Wireless Company hat Flüssigkristall-Lichtventil

Die erste Anwendung der (späteren LCD-) Technologie war das Flüssigkristall-Lichtventil, das sich die Marconi Wireless Telegraph Company 1936 patentieren ließ.

1937 - Georges Destriau baut erste LED

Georges Destriau forschte Mitte der dreißiger Jahre im Labor der Kernphysikerin Marie Curie an Zinksulfiden. Als diese Sulfide versehentlich mit Kupfer verunreinigt waren, stellte er unter dem Einfluss eines starken elektrischen Feldes Leuchtwirkungen fest. Destriau verwendete dafür 1937 das erste Mal den Begriff "Electrophotoluminescence" und sprach von Lossew-Lieht, der Grundlage für die anorganische LED.

1937 - 15.7. neue Fernsehnorm mit 441 Zeilen und 50 Teilbildern

Umstellung der Sende- und Empfangsapparaturen auf 441 Zeilen mit Zeilensprung, Einführung der Überblendungstechnik für Bühnenbetrieb. Telefunken führt eine Redner-Großbild-Übertragung vor, bei der für die Abtastung und die Projektion Kathodenstrahlröhren benutzt werden. Telefunken zeigt den ersten Blockfernseher (Gemeinschafts - Fernsehempfang).

1937 - Ikonoskop Kameras der Fernseh AG mit 441 Zeilen.


1937 - Fernsehprojektor mit 4qm Bildfläche


1937 - England - Annahme der 405 Zeilen (Marconi).


1937 - Frankreich - Fernsehsendungen vom Eiffelturm mit Nipkowscheibe.


1938 - Farbfernsehen gezeigt. 441 Zeilen.

Deutschland - Berliner Presseball „Im Zeichen des Fernsehens". Farbfernsehen gezeigt. 441 Zeilen.

1938 - Aug. Erster Heim-Fernsehempfänger DE 7 R vorgestellt

Telefunken beginnt mit der Fabrikation von Fernsehgeräten für 441 Zeilen mit Zeilensprung in Form von Spiegelfernsehempfängern. Auf der Rundfunkausstellung 1938 zeigt Telefunken einen kleinen Heimfernsehempfänger als Tischmodell zum Anschluß an Rundfunkgeräte. Der erste Blockfernsehempfänger (Gemeinschaftsfernsehempfang) wird vorgeführt. In Ergänzung der Weiterentwicklung der Großprojektion zeigt Telefunken einen kleineren Projektionsempfänger für Heimzwecke.

1938 - Umstieg auf elektronische Filmabtaster der Fernseh AG


1939 - Fernsehkino Turmstrasse Berlin mit 3x4m Bildwand


1939 - Deutschland - Abbruch der öffentlichen Sendungen wegen des Krieges


1940 - das Superikonoskop wurde die Standard Aufnahmeröhre für Kameras


1940/44 - Deutsche u. franz. Rundfunktechniker arbeiten im Studio Cognac-Jay, Paris, mit 441 Zeilen.


1940 - Die HF-Vormagnetisierung wird wieder entdeckt.


1940 - Fernsehbildübertragung mit 1029 Zeilen vorgestellt

Die Fernseh AG zeigt einen "hochauflösenden" Prototyp einer kompletten Bildübertragung zur militärischen Verwendung, also der Übertragung von Landkarten.

1940 - Peter Goldmark entwickelt Konzept für Farbbildzerlegung


1941 - Vereinigte Staaten - 525-Zeilen-Standard.

1941 Vereinigte Staaten - 525-Zeilen-Standard. Erste Lizensierung einer Commercial-Station. (WNBT für NBC)

1943 - Berlin wird zerbombt, die Fernseh AG muß ausziehen.

Auf Grund der Zerstörungen wird die Fernseh AG nach Obertannwald in das Sudentenland verlagert.

1945 - April Ein Güterzug fährt von Obertannwald nach Salzburg


1945 - die deutsche Magnetbandtechnik "fliegt" nach USA.

Das war eine typische Story der "Verlierer des Krieges". Die deutschen Patente werden für nichtig bzw. erloschen erklärt und die verbliebene Industrie wird demontiert. Nur ganz Wenige erkennen das Potential der ausgereiften deutschen Magnetbandtechnik. Ausführliche Informationen finden Sie im Magnetbandmuseum unter diesem Link.

1945 - Vereinigte Staaten - Einführung des Image Orthikons.


1946 - England - Wiederaufnahme der TV-Sendungen durch BBC, 405 Zeilen.


1948 - es geht langsam wieder aufwärts in Deutschland mit dem Fernsehen


1948 - Ampex stellt das erste professionelle US Magnetbandgerät vor.

Die Ampex 200A war das gleiche Urgestein für die Amerikaner wie die deutsche AEK K1 damals 1935 in Berlin. Ohne diese Ampex 200A wären der Magnetbandtechnik noch einige Jahre des Schlummerns gegeben worden. | |

1948 - 22.9 Neue (west-) deutsche Fernsehnorm mit 625 Zeilen und 50 Halbbildern


1948 - Die Französische Regierung nimmt den 819 Zeilen Standard an.

Es gibt jetzt Fernseh-Sendungen mit 819 und 441 Zeilen.

1949 - Die US Behörden erlauben wieder die Arbeit am Fernsehen.

Bis jetzt war es in den amerikanisch besetzten Gebieten verboten, sich mit dem Fernsehen überhaupt zu beschäftigen, jedenfalls offiziell. Bei den Engländern wurde es etwas lockerer gehandhabt.

1949 - Agfa produziert in Deutschland wieder Magnetbänder.


1949 - In den USA beginnt der Farbfernsehkrieg.

Es war natürlich kein Krieg im herkömmlichen Sinne, es war das kriegerische Wettrennen eines elektronischen und eines mechanischen Verfahrens mit allen (auch nicht erlaubten) Mitteln. Letztendlich gewann das elektronische NTSC Verfahren.

1950 - bereits ca. 400 Fernsehempfänger vorhanden

Irgendwo gab es eine Meldung, daß der holländische Fernsehsender im Mai 1950 für seine Versuchssendungen von 567 auf 625 Zeilen umgestiegen ist. Dabei wurden etwa 400 (selbstgebaute) Empfänger gezählt, die umgerüstet werden mussten. (nur in Holland ???)

1950 - Deutschland - Versuchssendungen des NWDR in Hamburg mit 625 Zeilen.


1952 - der deutsche Fernsehrundfunk bereitet Sende-Betrieb vor.

Die (bis jetzt geparkte) Fernseh GmbH, jetzt in Darmstadt, entwickelt die ersten Studio Geräte und stattet den ersten Sendebetrieb damit aus.
Die Fernseh GmbH liefert die erste Super-Ikonoskop S/W Kamera.

1952 - 25.Dez. Der NWDR in Hamburg startet Fernsehprogramm

Über 7 Jahre hat es gedauert, bis aus den Ruinen des 2. Weltkrieges wieder ein Fernsehprogramm gesendet wird. Und das kommt aus einem der beiden ehemaligen Bunker auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg. | |

1952 - Grundig errichtet einen eigenen Fernsehsender

In Süddeutschland gab es ja bislang kein Fernsehen, eigentlich noch nie, auch vor dem Krieg nicht. Fernsehen gab es nur in Berlin und nach dem Krieg dann in Hamburg. Max Grundig entschied, wenn wir Fernseher bauen wollen, brauchen wir hier einen Sender und er baute ihn direkt auf seinem eigenen Direktionsgebäude. Mehr über diese Ideen und auch Taten steht in dem neuen Buch von 2008, das Alexander Mayer recherchiert hat.

1952 - Grundig baut die ersten Fernsehempfänger in Serie

Was war schon Fernsehen ohne Zuschauer ? Der Unternehmer Max Grundig erkannte das Potential dieses Mediums und hatte den Mut, erst 95 Fernsehempfänger und dann mal eben mehr als 500 Fernseher zu produzieren. Der Preis betrug damals stolze ca. 1800.- Mark. Und dennoch, sie gingen weg wie warme Semmeln, es gab ja nichts. Ganz kurz danach kam der erste Grundig Fernseher in großer Auflage für weniger als 1000.- Mark raus. Das war der Grundstein für einen gigantischen Erfolg des Deutschen Fernsehens wie auch der Firma Grundig. | |

1953 - Andre Bernanose - organische Lichtquellen

In Frankreich gelang es einer Arbeitsgruppe um Andre Bernanose (1912 - 2002) erstmals, Lichtaussendungen organischer Farbstoffe zu beobachten, die einem starken elektrischen Wechselfeld ausgesetzt waren (Electrolumincscence of organic compounds - A. Bernanose 1955).

1953 - Grundig baut die erste deutsche Vidikon Kamrea

Diese Kamera (das Fernauge 40) war nur für industrielle Zwecke gedacht. Bei Grundig gab es übrigens nur "Fernaugen", also keine "Kameras". Bei der Fese nannte man diesen (nicht Studio-) Bereich das "Angewandte Fernsehen".
Dennoch, diese Entwicklung war für damalige Zeiten etwas ganz Besonderes. Auf diesem Gebiet gab es nämlich nichts. Und 5000.- Mark war 1953 sehr sehr viel Geld. Nur Fürsten und Scheichs und die Polizei konnten sich das damals leisten. | |

1953 - Schüller konzipiert das "Helical Scan" System

Eduard Schüler erarbeitet das Schrägspurverfahren für eine magnetische Aufzeichnung, basierend auf einer Idee von Dr. Schröter aus 1932.

1953 - 17.Dez. In den USA startet das NTSC Farbfernsehen.

NTSC steht für national Television System Committee. Der Volksmund sagt wenig später darüber :
Never the same colour = Niemals die gleiche Farbe oder auch nur : Es ist halt bunt, das NTSC Buntfernsehen.

1953 - Ampex entwickelt den ersten Video Recorder

Die Gerüchteküche um diese geheime Entwicklung brodelte, doch auch in den USA gab es immer wieder undichte Stellen oder sogar gezielt gestreute Informationen. Es hatte sich schon herumgesprochen, daß ein hochkarätiges Ingenieurs-Team "dem bewegten Bild" auf den Fersen war. Auch blieb es doch nicht verborgen, daß da so manche dicke große Ampex Kiste des Nachts auf einer der US Messen angeliefert wurde und dann doch nicht geöffnet wurde.

1953 - Die Firma 3M stellt ein 2" Video Band vor.

3M war bei der Ampex Video-Entwicklung mit im Boot, konnte aber wegen der Geheimhaltung nichts richtig machen.
Was nutze ein tolles breites 2" Magnetband, für das es keinen Gebrauch gab. Also mußte man bei 3M warten, bis Ampex seine geheime Maschine fertig konstruiert und dann auch den Experten vorgestellt hatte.

1954 - Fernsehen in Japan

Japan stellt zur Zeit ca. 2000 Fernsehgeräte monatlich her. Diese Produktion würden sich angeblich 35 Firmen teilen.

1956 - der Franzose Henri de France entwickelt das SECAM Verfahren.


1956 - 14.April - Der Ampex VR1000 Videorecorder funktioniert

Es gab nur wenige Sternstunden der Magnetbandtechnik. Die uns bekannten Höhepunkte sind die Vorstellung der AEG K1 Tonbandmaschine im Aug. 1935, die Einführung der HF Vormagnetisierung durch von Braunmühl und Weber 1940, die Ampex Studiotonbandmaschine 200A Anfang 1948 und jetzt, jetzt konnte man endlich bewegte Bilder aufnehmen. | |

1956 - 30.Nov erste Fernsehsendung vom Videorecorder

Es hatte funktioniert, die erste US amerikanische Sendung lief vom Band und 3 Stunden danach gleich nocheinmal.
Das war ein Quantensprung für die Fernsehtechnik. | |

1958 - der NWDR hat eine (die erste S/W) Ampex MAZ bekommen

Und die kam paradoxer Weise von Siemens aus Karlsruhe, aus dem Hoheitsgebiet des Südwestfunks. Kleinere Lieferanten bzw. Importeure konnten das (immense) Kapital und die Folgedienst- leistungen dieser 400.000 Mark Maschine (die Videorecorder von Ampex kosteten damals immerhin 100.ooo US$ und ein (1) Dollar = 4,20 Mark) nicht schultern.
Einer der Letzten dieser Boliden steht im Museum für Kommunikation in Frankfurt im Untergeschoß. | |

1958 - erste japanische Fernseher für Schweden

Im August 58 sollen die Schweden 2500 Fernsehgeräte aus Japan bezogen haben. Der Preis dieser Geräte lag angeblich ganz wesentlich unter dem der europäischen Geräte.

1958 - Farbrecorder Gerüchte von Ampex

Es wurde mit Sicherheit ganz gezielt in die Medien lanciert, das Gerücht, Ampex könne bald auch Farbe. Doch es dauerte noch ein Weilchen, bis der Ampex Recorder wirklich ging.

1959 - in der "sowietischen Zone" DDR beginnt eine geheimnisvolle MAZ Entwicklung.

Der "Zentrale Arbeitskreis Fernsehen" beschloß 1959 die Entwicklung eines professionellen Videorekorders. Dieser sollte sich am Vorbild der Maschinen der amerikanischen Firma Ampex "ausrichten". Ampex hatte nämlich die weltweiten Patente auf sein damals einzigartiges Quadruplex Verfahren. Auch war aufgrund des im Kalten Krieg verhängten Embargos eine Lieferung dieser damaligen "Hochtechnologie" in sämtliche Ostblockstaten vorerst verboten, jedenfalls offiziell.
Dennoch "landeten" mehrere Ampex VR1000 hinter dem eisernen Vorhang in Ungarn. Denen fehlten auf einmal die Quadruplex Scanner, die also nachbestellt werden mußten. Merkwüdiger Weise tauchten diese Scanner nie wieder auf oder aber erst sehr viel später wieder "abgelutscht" zum Refurbrish. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Diese DDR MAZ-Entwicklung dauerte ca. 3 Jahre.

1959 - Sony baut den ersten volltransistorisierten Fernseher

Sony war der Pionier auf der Transistortechnik und hatte bereits ganz am Anfang 1952 kleine Transistorradios gebaut. Jetzt platze die Nachricht wie eine Bombe. Nicht die Amerikaner oder die Europäer, nein, ein japanisches Unternehmen baut Ende 1959 die ersten volltransistorisierten Fernseher dieser Welt (noch in schwarz weiß).

1960 - eine Sensation, der Ampex Farbrecorder.

Ampex hatte es geschafft. Die alte VR1000 MAZ konnte jetzt richtige Farbe und bekam einen neuen Namen. Anfänglich gab es viele Problem, aber es ging überhaupt erst mal. Mehr steht in der Ampex History.

1961 - Loewe stellt 2" Schrägspur-Recorder vor

Auf der Funkausstellung 1961 in Berlin stellte Loewe mit dem Optacord 500 einen 2" Helical Scan Recorder vor, gebaut mit mit 35 Röhren und einer Entwicklungszeit von 2 Jahren. Wie so viele Entwicklungen dieser Art bekam auch Loewe das Problem der Spurtreue nicht in den Griff und das Gerät verschwand wieder in der Versenkung.

1961 - Kurt Machein entwickelt den elektronischen Schnitt

Kurt Machein siedelte etwa 1954 aus Deutschland in die USA über und arbeitete an der Stanford Universität bei den Professoren Walter Meyerhof and Wolfgang Panofsky. Irgendwann 1956 hörte er von einem super geheimen Projekt bei Ampex unter der Leitung von Charles Ginsburg, nämlich dem Video Tape Recorder (VTR). Machein´s Aufgabe sollte es sein, den VTR (erst in Schwarz-weiß, dann in Farbe) an die vier unterschiedlichen TV Systeme dieser Welt anzupassen.
Letztendlich entwickelte er aber das elektronische Schnittsystem, das es bis dahin nicht gab und das alle für unmöglich gehalten hatten. Mit pfiffigen Ideenund viel Arbeit hatte er es dann geschafft. Frustriert über die Veränderungen im Management bei Ampex gründete er 1962 seine eigene Firma Machtronics, um kleine transportable Videorecorder zu bauen.

1962 - DDR MAZ "Mavicord" wird vorgestellt

Nach dreijähriger Forschungsarbeit kam endlich der Prototyp einer reinen "Fernseh- Aufzeichnungs- anlage" (ohne Schnittmöglichkeiten) mit der Bezeichnung "Mavicord" heraus. Bis 1968 entstanden allerdings nur 12 einzeln zusammengesetzte Exemplare, deren Weiterentwicklung nach den hohen Plänen des Ministerrates aus finanziellen Überlegungen und Kapazitätsgründen zugunsten einer farbtüchtigen Variante gestoppt wurde.
Heute weiß man, daß es (fast) bei Todesstrafe verboten war, von diesen Teilen Fotos anzufertigen. Die DDR Quadruplex-Technik war einfach heimlich von Ampex oder RCA illegal abgekupfert bzw. geklaut. Die Quadruplex-Scanner (es waren Ampex Scanner) wurden auch heimlich aus Ungarn "importiert". Und die Verantwortlichen in der DDR wußten das. Die Fese in Darmstadt zum Beispiel durfte nur 15 der (Farb-) Quadruplex- Maschinen pro Jahr in Lizenz fertigen und verkaufen bzw. die RCA/Ampex Technik weiter entwickeln. (Es gab da ein Überkreuz Lizenzabkommen Ampex- RCA- Fese.)

1963 - Januar - Walter Bruch überzeugt ARD mit PAL

Bei der ARD waren damals und danach noch lange Zeit die Perfektionisten "an der Macht". Heute (in 2007) spricht man nur noch von Korintenkackern. Denn, PAL war wie auch SECAM nur geringfügig besser als NTSC. PAL ist über 98% NTSC. Da wurde über das letzte Fitzelchen an Qualität tagelang diskutiert und palavert.
Heute bei DVBT zum Beispiel redet fast keiner mehr von Perfektion wie damals bei PAL. Bei DVBT sind die Bild-Artefakte und Tonaussetzer inzwischen so häufig, daß man sich das alte PAL wieder zurück wünscht. Der spätere PAL Krieg (1965) und der andere politische Zirkus war allemale vermeidbar und absolut unnötig.

1960 - Philips entwickelt eine kleine Plumbikon Aufnahme Röhre her.


1962 - Philips stellt das Plumbikon mit Blei-Oxid- (PbO-) Sperrschichttarget vor

Eine dramatische Verbesserung von Empfindlichkeit und Qualität zur Orthikon Röhre ist das neue Plumbikon.

1963 - Philips stellt ein Tonband in einer Kassette vor.

Eigentlich war es der Knaller des Jahrhunderts, aber erst mal hatte es keiner so richtig gemerkt oder kapiert. Es war eigentlich der gleiche Effekt wie 1935, als AEG die erste richtige Bandmaschine dieser Welt vorstellte. Mehr über diesen unerwarteten Geniestreich der CC Kassette finden Sie in der Magnebandstory.
Diese CC Kassette mit der damit verbundenen Akzeptanz, daß die "Usability" noch vor der absoluten Qualität kommt, das war der Durchbruch für alle Arten von späteren Kassetten und davon gab es viele.

1964 - Frühjahr - Inbetriebnahme der ersten DDR MAZ Mavicord QR 300

Für die DDR war es 1964 eine technische Innovation und politische Sensation zugleich. Anfang 1964 ging die erste "in der DDR entwickelte" und produzierte MAZ beim DDR Sportfernsehen in Betri