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Ein Bildband mit einer fast lückenlosen Biografie von 12 Jahren

Eine Biografie aus 1980

Die 12 Jahre der Nationalsozialisten haben die ganze Welt "verdreht". So viele Tote hatte noch nie ein diktatorisches Regime zu verantworten. Hier wird in den Jahren um 1980 biografisch aufgearbeitet, wie es die "Deutschen Normalbürger" erlebt oder auch nicht erlebt hatten und vor allem, wie es dazu gekommen war. Hintergrund in 2026 ist die aktuelle Entwicklung 80 Jahre danach - nicht nur wieder in Deutschland - sondern auch in den USA und in Russland und in weiteren Ländern dieser Welt. Hier wird nichts verklärt oder beschönigt oder verniedlicht. Die Wahrheit ist daher nicht immer angenehm oder gefällig. Die einführende Seite beginnt hier.

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Die organisierte Freizeit

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Robert Ley - die wichtigsten Aufgaben der Arbeitsfront

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  • »Wir dürfen nicht nur fragen, was tut der Mensch bei der Arbeit, sondern wir haben auch die Pflicht, uns um ihn zu kümmern, wenn der Feierabend kommt ..... Wir müssen uns darüber klar sein, daß nicht Langeweile erholt, sondern Unterhaltung in verschiedenster Form. Diese Unterhaltung, diese Ausspannung zu organisieren, wird eine unserer wichtigsten Aufgaben sein.«


Mit diesen Sätzen hatte Robert Ley, der Führer der Deutschen Arbeitsfront, den Anspruch des totalitären Staates auch auf das Privatleben seiner Bürger geltend gemacht. Die Kontrolle jedes einzelnen zu jeder Zeit, auch in der Freizeit und im Urlaub, war ein Ziel der Nationalsozialisten.

Und die totale Erfassung des Menschen beschränkte sich nicht nur auf die Zeit seiner Jugend, sie setzte sich fort in den NS-Frauenschaften, in Sammlungsaktionen für das Winterhilfswerk, in Vortragsveranstaltungen der NS-Kulturgemeinde und in vielen anderen Aktivitäten, an denen die Bürger mehr oder weniger gezwungen teilnehmen mußten.

Vor allem die politisch Engagierten waren ständig und überall im Einsatz, so daß nicht selten das - von den Nationalsozialisten angeblich geheiligte - Familienleben darunter litt.
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Nur wenige trauten sich, den Mund aufzumachen

Der Landrat von Bad Kreuznach beklagte sich beispielsweise darüber, daß die vielen Veranstaltungen im Dezember 1935 auch von denjenigen als lästig empfunden wurden, die aktiv an der Organisation derartiger Zusammenkünfte beteiligt waren:

  • »Die Tätigkeit der Partei und ihrer Gliederungen war im Berichtsmonat besonders rege. Neben den Sammlungen für das Winterhilfswerk, was als solches ..... allseitig als wirkliche Großtat bezeichnet wird, wurde gerne in den letzten Wochen auch nach Ansicht vieler Parteigenossen zuviel des Guten getan an politischen Versammlungen, Kameradschaftsabenden, Appells, Eltern- und Kulturabenden, an Nikolaus- und Weihnachtsfeiern der Partei, der SA, der HJ, des BDM, der NS-Frauenschaft, der Arbeitsfront, der NS-Kulturgemeinde und anderer Gliederungen. Fast gleichzeitig wurden besondere Werbeaktionen für die NSV, die NS-Frauenschaft, die Arbeitsfront usw. durchgeführt.«

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Dei Bevölkerung sollte "auf Trab" gehalten werden

Das ganze Jahr hindurch wurde die Bevölkerung in Trab gehalten. Überall und zu fast jeder Jahreszeit fanden Sammlungen oder Werbekampagnen statt. Mal bat das Winterhilfswerk, dann die NS-Volkswohlfahrt oder die »Aktion Mutter und Kind« um Spenden; ein anderes Mal warb die Hitler-Jugend oder die SS um Mitglieder.

Mit Parolen wie »Bekennst Du Dich zum nationalsozialistischen Staat? Dann hinein in die NS-Volkswohlfahrt« versuchte man einen sanften Zwang auszuüben und den Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Werber gingen von Haus zu Haus und von Tür zu Tür. In einzelnen Landesteilen wurde den Arbeitern schon 1934 die Maiplakette in die Lohntüte gelegt und der dafür fällige Obolus stillschweigend vom Lohn abgezogen.
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Die "Sozialdemokratische Partei" berichtet über die Sammelei

Aus den »Deutschland-Berichten« der Sozialdemokratischen Partei:

  • »Die Sammlungen bringen die Menschen zur Verzweiflung. Seit Sonntag wird für die Jugendherbergen gesammelt. Alle Schulkinder vom 8. Lebensjahr ab sind verpflichtet, acht Tage lang sammeln zu gehen. Am Sonntag früh standen die Kinder schon um fünf Uhr am Bahnhof und in den Straßen Zittaus und hielten jedem Passanten die Sammelbüchse vor die Nase. Die Hitlermädchen (BDM) stehen in Scharen auf der Straße und in den Kinos und zwingen den Leuten Blumen zu 20 Pfg. auf.«


Der schwindenden Gebefreudigkeit versuchten die Nationalsozialisten durch immer neue Formen der Sammelei zu begegnen. Sondersammlungen der Briefträger, Schornsteinfeger, Polizeibeamten und der Reichswehr wurden durchgeführt, und die Vielzahl phantasievoller neuer Abzeichen vermittelte einen Eindruck von der Kreativität der Machthaber: So gab es ein Bernsteinabzeichen, einen Astern-Tag, ein Edelweiß-Abzeichen und sogar Saarerde als Spendenbescheinigung.

Säumige Spender wurden in den regionalen Zeitungen angeprangert. Die Inszenierung der fälligen »Volksempörung« konnte im ärgsten Fall sogar dazu führen, daß der »Sünder« in ein Konzentrationslager eingeliefert wurde.

Derartige Maßnahmen richteten sich fast ausschließlich gegen Mittelständler wie Gewerbetreibende, Beamte, Bauern und kleine Fabrikanten.
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Ab 1935 wurde der Spendenzwang noch verschärft

Das Winterhilfswerk verschickte an die verschiedenen Organisationen Fragebögen, in denen vermerkt werden mußte, was die Mitglieder der betreffenden Verbände an Spenden geleistet hatten.

Solche Kontrollen machten es dem einzelnen praktisch unmöglich, sich den Sammlungen zu entziehen. Mit den propagandistisch geschickt inszenierten Spendenaufrufen, die auch im Krieg an der Tagesordnung waren, verfolgten die Nazis zwei Ziele:

Zum einen wurden die laufenden sozialpolitischen Leistungen abgebaut und durch eine Reihe von groß aufgebauschten Einzelaktionen ersetzt. Auf diese Weise wurde der Verwaltungsapparat, der noch aus der Weimarer Zeit stammte, vieler seiner Funktionen beraubt, die in zunehmendem Maße auf die Partei und deren Nebenorganisationen übergingen.

Zum anderen wurde die individuelle Hilfeleistung durch Kollektivaktionen in den Hintergrund gedrängt. Mit den »Sammelverschickungen« und anderen spektakulär aufgezogenen Aktionen wurde die Verzahnung von Partei, Staat und Gesellschaft zunehmend "perfekter" (??? "perfekt" kann man nicht steigern !).
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Überall ein mehr oder minder sanfter Druck von oben

Aber nicht nur die dauernden Spendenaufrufe hatten das Alltagsleben vieler Bürger gegenüber den Jahren vor der Machtübernahme grundlegend verändert: Beschränkte sich früher die Mitgliedschaft in politischen Parteien, sozial ausgerichteten Verbänden, Sportvereinen oder kulturellen Zirkeln auf Personen, die sich freiwillig engagieren mochten, so bewirkte nun ein mehr oder minder sanfter Druck von oben, daß sich praktisch ein ganzes Volk in irgendwelchen Vereinigungen organisierte.

Viele traten der Hitler-Jugend oder dem BDM mit echter Begeisterung bei. Sie hofften, dort etwas zu finden, was sie zuvor vermißt hatten - Kameradschaft, Gemeinschaft, Abenteuer.

Die gutgemeinten Warnungen der Erwachsenen wurden allzuoft in den Wind geschlagen, und als die Eltern merkten, daß das Weiterkommen ihrer Töchter und Söhne auch von der Zugehörigkeit zur Hitler-Jugend und anderen Organisationen abhing, wollte natürlich niemand seinen Kindern Steine in den Karriereweg legen.

Die freie Zeit nach der Schule, den Feierabend und das Wochenende hatte der NS-Staat also ohne viel Aufhebens organisiert - beziehungsweise unter seine Kontrolle gebracht, wie man auch sagen könnte. Robert Ley nannte das Kind beim Namen: »Privatleute haben wir nicht mehr. Die Zeit, "wo" jeder tun und lassen konnte, was er wollte, ist vorbei.«

  • Anmerkung : Die Zeit, "wo" - Robert Ley war also keine besonders intelligente Leuchte - setzen - fünf.

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Jetzt wurde auch der Urlaub »organisiert«

Im November 1933 begann die Deutsche Arbeitsfront, die bei der Erziehung aller Deutschen zum nationalsozialistischen Staat und zur nationalsozialistischen Gesinnung eine zunehmend wichtige Rolle spielte, auch den Urlaub zu »organisieren«.

Wie viele Errungenschaften des NS-Regimes, so war auch die NS-Gemeinschaft »Kraft durch Freude« keine nationalsozialistische Erfindung. Als Vorbild diente ihr zum einen die von Mussolini im Mai 1925 gegründete Organisation »Il Dopolavoro« (nach der Arbeit), zum anderen aber auch die sozialen Einrichtungen der zerschlagenen Gewerkschaftsbewegung und der sozialistischen Parteien zu Zeiten der Weimarer Republik.
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Hitlers größenwahnsinnige Nachahmungen

Aber natürlich waren Hitlers größenwahnsinnige Nachahmungen weit gigantischer und damit auch wesentlich propagandawirksamer als die entsprechenden Vorbilder. Hitlers Wunsch, »daß dem deutschen Arbeiter ein ausreichender Urlaub gewährt wird und daß alles geschieht, um ihm diesen Urlaub sowie seine übrige Freizeit zu einer wahren Erholung werden zu lassen«, war Befehl.

Über 150.000 Funktionäre sorgten für die Betreuung der »Schaffenden«. Von Filmvorführungen im Betrieb bis zur Schiffsreise nach Portugal oder ins Mittelmeer, vom »bunten Abend« bis zum Theaterbesuch organisierte die "KdF" praktisch jede Art von Freizeit- und Urlaubsgestaltung.

Wo die KDF her kam bzw. wie sie entstand

Alle Bereiche wurden erfaßt, keiner blieb ausgespart - nicht einmal der Kegelklub oder der Trachtenverein. Entstanden war die "KdF" ursprünglich offenbar aus einer gewissen Ratlosigkeit, weil man sich im unklaren darüber war, wie sich das beschlagnahmte Vermögen der Gewerkschaften am sinnvollsten verwenden ließe; dann jedoch wuchs die Popularität der Organisation unaufhaltsam und ebenso die Zahl der Teilnehmer an den Freizeitaktivitäten und Urlaubsfahrten.

Von 2,3 Millionen im Jahre 1934 stieg die Zahl der betreuten Urlauber auf 10,3 Millionen im Jahre 1938. Die Besucherzahlen bei sonstigen Veranstaltungen stiegen im selben Zeitraum von 9,1 auf über 54 Millionen.

So fragwürdig diese offiziellen Zahlen auch sein mögen - an der Popularität der KdF kann kein Zweifel bestehen. Für Tausende von Hotelbesitzern wie auch für die Deutsche Reichsbahn war dieser subventionierte Tourismus zudem eine willkommene Konjunkturspritze.
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Das NS-Programm »Reisen und Wandern«

Mit ihrem Programm »Reisen und Wandern« stießen die Nationalsozialisten in eine »Marktlücke«. Eine Umfrage bei Berliner Siemensarbeitern ergab, daß von den 42.000 Befragten 28.000 noch nie Urlaub außerhalb von Berlin gemacht hatten.

Daß die KdF-Programme gerade unter den Arbeitern Anklang fanden und die Stimmung zugunsten der Nationalsozialisten beeinflußten, verwirrte vor allem alte Sozialdemokraten. Von einer Reise nach Madeira wird berichtet, sie habe auf einen älteren Genossen großen Eindruck gemacht.

Jederzeit hätten die Bessergestellten den Bedürftigeren mit allem Nötigen ausgeholfen, sogar mit Geldgeschenken, damit niemand sich zurückgesetzt zu fühlen brauchte:

»Es gab auf den Schiffen keine Unterschiede«, fährt der Berichterstatter fort, »alles war ein Herz und eine Seele. Man muß sagen, daß hier wirklich etwas von einer Gleichheit da war, wie wir Sozialisten uns das immer erhofft haben.«
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Die KDF war für die Nationalsozialisten ein Volltreffer

Genau diesen Eindruck wollten die Nationalsozialisten bei ihren KdF-Unternehmungen erwecken. Nach ihren Vorstellungen sollte der Arbeiter gerade auf den Auslandsreisen merken, daß sie es mit der Hebung seiner gesellschaftlichen Stellung ernst meinten.

»Er sieht, daß wir als Aushängeschild für das neue Deutschland nicht den sogenannten >Gebildeten< hinausschicken, sondern ihn, den deutschen Arbeiter, als Repräsentanten der Welt zeigen.«

Dieser Eindruck wurde dadurch verstärkt, daß die zwölf Schiffe, die bis zum Kriege in den Dienst von KdF gestellt wurden, nur eine Klasse aufwiesen und daß trotzdem sogar leitende Angestellte und Unternehmer als Passagiere mitfuhren.

Ein französischer Korrespondent - ein angeblicher Erbfeind berichtet

Ein französischer Korrespondent, der an einer Nordlandreise teilgenommen hatte, berichtete, ihm seien die vielen teuren Kameras aufgefallen, und als er sich daraufhin nach der Zusammensetzung der Reisegruppe erkundigt habe, sei ihm folgende Antwort gegeben worden:

Von den 939 Teilnehmern waren nur 217 Arbeiter; daneben waren 249 Angestellte und Handwerker, 202 berufstätige Frauen, 187 begleitende Ehefrauen, 28 Freiberufliche und 56 Frauen und Männer ohne Berufsbezeichnung an Bord.

Er habe den Eindruck gehabt, daß die Kosten der Reise die Mittel von Arbeitern bei weitem überschritten, es sei denn, sie würden von ihren Arbeitgebern großzügig unterstützt.
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Aus Mannheim wird berichtet

Eine Studie über die KdF-Programme der Stadt Mannheim läßt vermuten, daß der Tourismus im Gesamtangebot der Organisation eine nur untergeordnete, wenn auch die propagandistisch wirksamste Rolle spielte:

Von den insgesamt 820.000 Mannheimern, die sich im Jahre 1937 an KdF-Aktivitäten beteiligten, nahmen nur etwa 100.000 an ein- bis zweitägigen Ausflügen teil; Fahrten von zwei Wochen interessierten nur noch 11.000 Menschen, und die spektakulären Reisen nach Norwegen, Madeira und Italien machten nur etwa 1.000 Mannheimer mit.
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Die gigantische Freizeitmaschinerie KdF

Die Aktivitäten der gigantischen Freizeitmaschinerie KdF konzentrierten sich im wesentlichen auf fünf Bereiche:
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  • 1. Das »Amt Volkstum und Heimat« organisierte verbilligte Variete-Besuche, Konzerte, bunte Abende, Theateraufführungen und Filmvorstellungen. Dabei hielten sich gerade die bunten Abende auf »dem Niveau der Dorfbierfeste kleinbäuerlicher Gastwirtschaften«.
  • 2. Das »Deutsche Volksbildungswerk« engagierte sich im Bereich der Erwachsenenbildung. Seinem Auftrag gemäß sollte es »die weltanschauliche Erziehung der von der Partei nicht erfaßten Volksgenossen« übernehmen. Bis Mitte 1938 wurden rund 16,5 Millionen Erwachsene in diversen Kursen »weitergebildet«.
  • 3. Das »Sportamt« kümmerte sich um die »Wehrertüchtigung« und »rassische Vervollkommnung«. Da es alle Bereiche des Sportes mit abdeckte, machte es den traditionellen Sportvereinen Konkurrenz. Im Rahmen der paramilitärischen Ausbildung wurde vor allem das Schießen mit Kleinkalibergewehren geübt.
  • 4. Das »Amt für Reisen, Wandern und Urlaub« sorgte für ein umfangreiches Wochenend- und Urlaubsangebot. Laut offiziellen Angaben waren es bis 1939 einschließlich der Teilnehmer an Kreuzfahrten, Seereisen und Wanderungen insgesamt mehr als zehn Millionen Menschen, die mit KdF in die Ferien gefahren waren.
    1940 wurde das KdF-Bad auf Rügen, das 20.000 Besuchern Platz bot, seiner Bestimmung übergeben - bald diente es jedoch als Lazarett, so wie die KdF-Schiffe als Truppentransporter eingesetzt wurden. Durch den Massenbetrieb und durch staatliche Subventionen waren die Preise der KdF-Fahrten konkurrenzlos billig.
    Eine einwöchige Reise von Berlin an die Ostsee kostete 32 Reichsmark, eine Italienfahrt von gleicher Dauer 155 Reichsmark. Verstimmungen gab es vor allem dann, wenn offensichtlich nur diejenigen mitfahren konnten, die gute Beziehungen zur Partei hatten oder von ihrem Arbeitgeber Unterstützungen erhielten.
  • Aus den »Deutschland-Berichten« der Sozialdemokratischen Partei:
    »Die Bevölkerung findet die Kosten der KdF-Reisen, gemessen am eigenen Geldbeutel, zu hoch, da ja die Getränke usw. die Fahrtkosten stark verteuern. Der Beteiligung tut auch Abbruch, daß die Leute sich vor den vielen Reden, die unterwegs steigen, scheuen. Die Reisemöglichkeiten werden vorwiegend von Leuten mit besserem Einkommen frequentiert.«
  • 5. Die Organisation »Schönheit der Arbeit« trat für Verbesserungen am Arbeitsplatz ein und sorgte für grüne Werkstätten und Büros sowie für saubere Waschräume, Aborte und Kantinen.

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1937 - Die begonnene Entwicklung des Volkswagens

Zu den umfangreichen Aktivitäten der Organisation »Kraft durch Freude« gehörte auch die 1937 begonnene Entwicklung des Volkswagens. Viele leisteten wöchentliche oder monatliche Vorauszahlungen und sparten auf diese Weise auf ein Auto, das sie nie erhalten sollten.

In allen Behörden und staatlichen Betrieben gingen Listen herum, in die sich die Arbeiter, Angestellten und Beamten als Käufer eines Volkswagens eintragen konnten.

Ein Zeitgenosse berichtet:

  • »Es wurde ein regelrechter Druck ausgeübt. Auch in unserem Betrieb wurde ein solcher Zeichnungsbogen vom Betriebsführer herumgereicht. Selbstverständlich beginnt mit dem Eintragen auch gleich die Zahlungspflicht, d.h. monatlich 20,- RM ..........
    Die Leute in Berlin sagen, dies sei eines der größten Schwindelmanöver, das die Nazis ausgeheckt haben. Die Nazis bekommen Millionenbeträge herein für etwas, das sie wahrscheinlich nie leisten werden.«


Der Arbeiter sollte recht behalten. Der Volkswagen wurde zwar gebaut, doch kam er lediglich während des Krieges als militärisches Allzweckfahrzeug zum Einsatz.
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Trotzdem war der KdF-Wagen ideologisch von größter Bedeutung.

Mit ihm sollte das Auto als bürgerliches Statussymbol auch der Arbeiterklasse zugänglich gemacht werden. Zweifellos hat sich die gesamte Volkswagen-Aktion im großen und ganzen positiv auf die Einstellung der Arbeiter zum Nationalsozialismus ausgewirkt.

Mit seiner gewaltigen Urlaubsmaschinerie verfolgte das Hitler-Regime zwei Ziele: Die Arbeiter wurden nicht nur nach Norwegen, ins Riesengebirge oder in den bayerischen Wald geschickt, um sich zu vergnügen, sondern auch,

  • »um die Arbeitskraft des einzelnen zu erhalten und um ihn gestärkt und neu ausgerichtet an seinen Arbeitsplatz zurückkehren zu lassen. KdF überholt gewissermaßen jede Arbeitskraft von Zeit zu Zeit, genauso wie man den Motor eines Kraftwagens nach einer gewissen gelaufenen Kilometerzahl überholen muß.«


Viele Zeitgenossen ließen sich von dem für damalige Zeiten einmaligen Angebot beeindrucken, das die KdF in ihren Prospekten präsentierte. Für zahllose Arbeitnehmer bot »Kraft durch Freude« die erste Gelegenheit, überhaupt einmal in Urlaub fahren zu können, andere Landschaften und andere Völker kennenzulernen, richtig auszuspannen und neue Freundschaften zu schließen.

Den Intentionen der führenden Nationalsozialisten lief die rasante Entwicklung von »Kraft durch Freude« zuwider. Ihnen lag der Begriff Kraft, also die politische Schulung der Reisenden, weit mehr am Herzen als der »Spaß an der Freude«.

Es blieb ihnen nämlich nicht verborgen, daß die KdF-Reisen bald auch als eine der wenigen Möglichkeiten geschätzt wurden, sich wenigstens vorübergehend dem ständigen wirtschaftlichen und politischen Druck in der Heimat entziehen zu können. Die Popularität der KdF wurzelte zu einem guten Teil in dem tiefen Bedürfnis nach Heiterkeit und Ablenkung.
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Hitler und die Grundregeln politisch-demagogischer Werbung

Hitlers Prinzipien und Methoden politischer Agitation, seine Skrupellosigkeit im Umgang mit dem Wort, seine Begabung, Massen zu faszinieren und mitzureißen, bei Hunderttausenden den Intellekt auszuschalten und sie zu hysterischen Beifallskundgebungen für seine Politik zu verleiten, beruhten im wesentlichen auf der Erkenntnis der Grundregeln politisch-demagogischer Werbung.

In seinen berüchtigten Ausführungen zum Thema »Kriegspropaganda« in »Mein Kampf« hatte er alles analysiert, was bis dahin nach seiner Auffassung falsch gemacht worden war: Propaganda habe »sich ewig nur an die Masse zu richten!«.

Die eigentliche Kunst dieser Propaganda, so Hitler, besteht in der Fähigkeit, »eine allgemeine Überzeugung von der Wirklichkeit
einer Tatsache, der Notwendigkeit eines Vorganges, der Richtigkeit von etwas Notwendigem usw.« zu schaffen.

Mit neidvoller Anerkennung hatte Hitler auch vermerkt, wo seine Theorie auf geradezu vorbildliche Weise angewandt wurde:

»Was dem Marxismus die Millionen von Arbeitern gewonnen hat, das ist weniger die Schreibart marxistischer Kirchenväter, als vielmehr die unermüdliche und wahrhaft gewaltige Propagandaarbeit von Zehntausenden unermüdlicher Agitatoren .......

Das sind die Hunderttausende von Versammlungen, bei denen ...... diese Volksredner auf die Massen einhämmerten und so eine fabelhafte Kenntnis dieses Menschenmaterials zu gewinnen wußten, was sie erst recht in die Lage versetzte, die richtigsten Angriffswaffen auf die Burg der öffentlichen Meinung zu wählen.«
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Was war in Deutschland die »Burg der öffentlichen Meinung« ?

Zwar hatte er keine konkrete Vorstellung davon, wie mit dieser Erkenntnis die »Burg der öffentlichen Meinung« in Deutschland zu erobern sei, dafür war er sich aber absolut sicher, wie derartige Propagandaveranstaltungen inhaltlich aufgebaut sein mußten:

»Jede Propaganda hat volkstümlich zu sein und ihr geistiges Niveau einzustellen nach der Aufnahmefähigkeit des Beschränktesten unter denen, an die sie sich zu richten gedenkt. Damit wird ihre rein geistige Höhe um so tiefer zu stellen sein, je größer die zu erfassende Masse der Menschen sein soll.«
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Die Wahl fiel auf Joseph Goebbels, ein genialer Praktiker

Hitlers demagogischer Spürsinn, der in diesen Äußerungen anklingt, sollte schon bald eine eindrucksvolle Bestätigung erfahren. Noch während der »Kampfzeit« in der Weimarer Republik fand sich in Joseph Goebbels, der 1929 zum »Reichspropagandaleiter der NSDAP« bestellt wurde, ein genialer Praktiker, der es verstand, die Theorien aus »Mein Kampf« in grauenvolle Taten umzusetzen.

Nach der Ernennung Goebbels' zum »Reichsminister für die Volksaufklärung und Propaganda« wurden innerhalb des Ministeriums verschiedene Abteilungen geschaffen, um die Umgestaltung des gesamten öffentlichen Lebens im Dritten Reich gemäß der nationalsozialistischen Idee mit größtmöglicher Effizienz in Angriff nehmen zu können.
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Die Ämter des Reichsministers für die Volksaufklärung

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  • »Amt I« (Aktive Propaganda) oblag die Aufgabe der »organisatorischen Durchführung aller anfallenden Propagandaaktionen von der Großveranstaltung riesigsten Ausmaßes mit ihrer architektonischen Ausgestaltung bis zur Durchführung von Veranstaltungen der Ortsgruppen«.
  • »Amt IV« (Kultur) sollte »künstlerisches Schaffen im Sinne des gestaltenden Ausdrucks der nationalsozialistischen Weltanschauung« anregen, fördern und überwachen. Zu diesem Zwecke galt es, »Beispielprogramme für Feiern der nationalsozialistischen Bewegung und für die Rahmengestaltung nationalsozialistischer Kundgebungen auf der Grundlage der in der Kampfzeit gewachsenen Gestaltungstradition« zu entwerfen.


Im Sommer 1941 wurde damit begonnen, die HJ stärker in die Propagandaarbeit des Ministeriums einzubinden. Um dieses Konzept wirksam realisieren zu können, schuf Goebbels das »Hauptkulturamt in der Reichspropagandaleitung« mit den Ämtern »Fest-, Freizeit- und Feiergestaltung«, »Dorfgemeinschaftsleben« und »Volkskulturelle Arbeit«.

Der HJ-Nachwuchs stellte künftig die Menschenmassen für das »Feierjahr« - bereits 1933 waren die traditionellen Gedenk-, National- und christlichen Feiertage entweder abgeschafft oder im Sinne der NSDAP umgestaltet worden.
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Die »mengenhafte Vernunft-Trübung«

Die mit der Machtübernahme einsetzende »mengenhafte Vernunft-Trübung« begann auf der niedrigsten Ebene: Mitgliederversammlungen der Ortsgruppen, Dienstappelle der SA, Heimabende von HJ und BDM, Kameradschaftsabende der diversen angeschlossenen Organisationen (NS-Studentenbund, NS-Lehrerbund, NS-Volkswohlfahrt etc.) fanden im geschlossenen Kreis statt, man blieb unter sich.

Die Außendarstellung für die »Volksgenossen« erfolgte während der vor Millionenpublikum abgehaltenen öffentlichen Kundgebungen, Versammlungen und offiziellen »Weihestunden«; verstärkt wurde der Eindruck durch die Massenszenerien der Umzüge, Aufmärsche, Vorbeimärsche, Festzüge und Paraden, die vorzugsweise zu abendlicher oder gar nächtlicher Stunde stattfanden - mit Fackeln und Lichtdomen wurde der heroische Geist der Zeit beschworen.

Spezielle Lichteffekte vor historischen Kulissen - etwa dem Remter der Marienburg, dem Römer in Frankfurt oder dem Quedlinburger Dom - verliehen den Veranstaltungen die nötige Feierlichkeit und Würde.
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Die Wirkung des »braunen Kults« war frappierend erfolgreich

Wie solche sich ständig wiederholenden Darbietungen des »braunen Kults« auf den Betrachter wirkten, beschreibt eine ehemalige hohe BDM-Führerin:

»Das Hämmern der Schritte, die düstere Feierlichkeit roter und schwarzer Fahnen, zuckender Widerschein der Fackeln auf den Gesichtern und Lieder, deren Melodien aufpeitschend und sentimental zugleich klangen. Stundenlang marschierten die Kolonnen vorüber, unter ihnen immer wieder Gruppen von Jungen und Mädchen, die kaum älter waren als wir. In ihren Gesichtern und in ihrer Haltung lag ein Ernst, der mich beschämte ........«

Ob es sich um den »Gemeinschaftsabend« der »Volksgenossen« eines Dorfes handelte oder um den Auf- und Vorbeimarsch Zehntausender HJ-, Arbeitsdienst- oder SA-Mitglieder nach genau festgelegtem Plan, gewissermaßen mit liturgischer Ordnung: Die NS-Regisseure verstanden es meisterhaft, jeden einzelnen der Anwesenden in ihren Bann zu ziehen.

Die offiziellen »Feiern im nationalsozialistischen Jahreslauf« umfaßten 14 Ereignisse, die zwölf Jahre hindurch - sogar unter den Bedingungen des »totalen Krieges« - mit generalstabsmäßiger Perfektion festlich begangen wurden.

Es waren, in der Reihenfolge des Jahreslaufs:

  1. »Tag der Machtergreifung« am 30. Januar,
  2. Parteigründungsfeier am 24. Februar,
  3. Heldengedenktag und »Verpflichtung der Jugend« im März,
  4. »Führers Geburtstag« am 20. April,
  5. der »Nationale Feiertag des deutschen Volkes« am 1. Mai,
  6. Muttertag am 2. Maisonntag,
  7. die Sonnenwendfeier am 21./22. Juni,
  8. im September der Nürnberger Parteitag,
  9. der Erntedanktag im Oktober,
  10. am 9. November der Gedenktag für die »Gefallenen der Bewegung« und
  11. am selben Tag die Aufnahme der HJ in die NSDAP sowie
  12. die nächtliche Vereidigung des SS-Nachwuchses, schließlich
  13. die Wintersonnenwende am 21./22. Dezember und
  14. das Julfest (»Volksweihnachten«).

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Nach Hitlers Ernennung - ihr erstes Meisterstück

Wenige Stunden nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler lassen die NS-Regisseure im Berliner Regierungsviertel ihr erstes Meisterstück, den »Aufbruch der Nation«, über die Bühne gehen:

  • »In dichten Kolonnen ....... tauchen sie aus den Tiefen des Tiergartens auf, ziehen sie unter der Siegesgöttin des Brandenburger Tors hindurch. Die Fackeln, die sie tragen, bilden einen einzigen Feuerstrom, einen Strom, dessen Wellen ununterbrochen aufeinander folgen, einen schwellenden Strom, der mit herrischer Macht in das Herz der Hauptstadt vorstößt. Und von den Männern im braunen Hemd und den hohen Stiefeln, die diszipliniert und in festen Reihen marschieren und mit gleichmäßigen Stimmen aus voller Kehle kriegerische Lieder singen, geht eine unerhörte Begeisterung, eine dynamische Kraft aus. Die Zuschauer, die Spalier bilden, werden von dieser Begeisterung ergriffen.«


Ein unverdächtiger Zeuge, der dieses Schauspiel schildert: der damalige französische Botschafter in Deutschland, Andre Francois-Poncet.
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Der jährliche historische »Tag der Machtergreifung«

Der historische »Tag der Machtergreifung« bot sich zur Mythisierung geradezu an - allein in Berlin erlebten rund eine Dreiviertelmillion Menschen den Siegeszug der braunen Horden.

In den folgenden Jahren lief an diesem Tage ein einheitliches Feierprogramm im ganzen Reich ab: Goebbels hielt morgens eine Rede an die deutsche Schuljugend, die über Gemeinschaftsradios empfangen wurde; Hitler sprach im Reichstag, und alle Läden, Behörden und Betriebe schlossen, um die Rede mitverfolgen zu können.

Am Abend folgte der »Traditionsmarsch« der Fackelträger vom Regierungsviertel in die Wilhelmstraße, die in gleißendes Licht getaucht war. Festliche Schul- und Universitätsfeiern, SA-Appelle und die Kameradschaftsabende in ganz Deutschland führten dazu, daß Millionen von Menschen unmittelbar an den Feierlichkeiten beteiligt waren.
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Während des Krieges wurden in Berlin sämtliche Großveranstaltungen in den Sportpalast verlegt; die vorgeschriebenen reichseinheitlichen Morgenfeiern wurden auf den Sonntag beschränkt, damit die »Arbeitsschlacht« ungestört weitergehen konnte.
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1934 - die »Morgenfeier« - Vereidigung der »Parteiführerschaft«

Am 24. Februar 1920 waren im Festsaal des Münchner Hofbräuhauses die 25 Punkte des NS-Parteiprogramms verabschiedet worden. Der aus diesem Anlaß ab 1933 eingeführte Gedenktag hatte für die breite Masse der Bevölkerung eine verhältnismäßig geringe Bedeutung - es handelte sich um eine fast exklusive Veranstaltung der »Alten Kämpfer« der Bewegung.

Lediglich 1934, als über eine Million Menschen an der geschlossenen Vereidigung der »Parteiführerschaft« in München teilnahmen, wurde dieser Tag zu einem Monumentalereignis ausgestaltet.

Erst während des Krieges besann man sich in stärkerem Maße auf den 24. Februar - er wurde nach einheitlichen Richtlinien als »Morgenfeier« im ganzen Reichsgebiet begangen. Sehr viel stärker im öffentlichen Bewußtsein verankert war der »Heldengedenktag« am 16. März.

Das Regime hatte sich nicht gescheut, den Volkstrauertag, der seit 1925 vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge ausgerichtet wurde, zu seinen Zwecken umzufunktionieren. Letztmalig wurde der Volkstrauertag, der jeweils auf den 5. Sonntag vor Ostern fiel, 1933 in herkömmlicher Form begangen.

Bereits 1934 hielt der damalige Reichskriegsminister von Blomberg die Feieransprache, und zwei Tage später wurde der Gedenktag als pazifistisches Relikt der Weimarer Republik per Gesetz abgeschafft.
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1935 - Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht

Ein Jahr später 1936 nahm man den Heldengedenktag zum Anlaß, die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht zu verkünden: Gleichzeitig wurde die Wehrparole »Sie sind nicht umsonst gefallen!« zum Leitmotto aller Veranstaltungen erhoben.

Der Heldengedenktag sollte künftig nicht dem Andenken der Millionen Gefallener des Ersten Weltkrieges gewidmet sein, er sollte vielmehr als Symbol dafür dienen, daß der »Kampf um Deutschlands Größe« weiterging.

Die Trauerbeflaggung wurde vom Reichsinnenminister abgeschafft; eine Verordnung regelte den »soldatischen und heroischen« Ablauf des Tages. Während des Krieges verlagerte sich das Schwergewicht der Feierlichkeiten von den pompösen Paraden der Ehrenformationen der drei Wehrmachtsteile in Berlin auf örtliche Feiern an den Ehrenmalen, ausgerichtet von Wehrmacht und Parteigliederungen.

Die Regieanweisung der Propagandafachleute war verbindlich: »Trotz des Ernstes der Zeit und der Größe der Opfer sollen die Feiern zum Heldengedenktag aber nicht im Zeichen der Trauer stehen, sondern wie stets Ausdruck der Stärke und des unbändigen Lebens- und Siegeswillens des deutschen Volkes sein.«
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Die »Feiertage der Jugend«

Ein großer Teil der Jugendlichen sowie deren Eltern waren angesprochen, wenn die »Feiertage der Jugend« begangen wurden, insbesondere die »Woche des Jungvolks«:

Am Vorabend von Hitlers Geburtstag fand zunächst der Aufnahmeappell der Zehnjährigen für das »Jungvolk« statt, dann erfolgte mit feierlichem Zeremoniell die Übernahme der Vierzehnjährigen in die HJ.

Nach einer Verfügung des Reichsjugendführers Schirach wurde diese Feier als »Verpflichtung der Jugend« am letzten Märzsonntag begangen und fiel zeitlich zusammen mit der Schulentlassung der Vierzehnjährigen.

Auch in diesem Fall war wieder genau festgelegt, wie der Ablauf auszusehen hatte - vor allem die Wichtigkeit der Verpflichtungsfeier konnte nicht deutlich genug herausgestrichen werden, denn »sie ist eine Parteifeier und muß daher in den örtlichen Hoheitsbereichen mit stärkster Nachhaltigkeit und unter Einsatz aller hierfür in Frage kommenden Kräfte in das Gemeinschaftsbewußtsein der Bevölkerung hineingetragen werden«.

Die traditionellen Schulentlassungs-, Konfirmations- und Firmungsfeiern sollten möglichst weitgehend abgeschafft oder in den privaten Raum verdrängt werden - den Schritt ins Leben der »Bewegung« gestaltete die Partei. Wie die späteren »Aufnahmefeiern in die NSDAP«, so sollten auch diese Veranstaltungen durch ihren öffentlichen Charakter und die unabdingbare Festlegung auf Partei oder Führer die totale Erfassung des einzelnen deutlich werden lassen.
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Die ganzen Feiern hatten eine Wirkung - auch auf die Eltern

Zehntausende von Jugendlichen und Eltern, die dem Regime zunächst abwartend oder gar ablehnend gegenüberstanden, waren geblendet von dem glänzenden Rahmen; die würdevollen und mit allem propagandistischen Pomp ausgestatteten Feiern ließen nur wenige abseits stehen.

Hitlers Geburtstag wurde in größerer Pracht ausgerichtet, als dies zu »Kaisers Zeiten« jemals üblich war. In Berlin und allen Garnisonsstädten des Reiches fanden als »Demonstration der deutschen Wehrkraft« Militärparaden statt, die Millionen von Zuschauern anlockten.
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Hitlers Geburtstag wurde insbesondere in Berlin gefeiert

Das imposanteste Schauspiel wurde in Berlin geboten, doch über Volksempfänger konnte das ganze Reich daran teilnehmen. Stundenlang zogen die Regimenter im Paradeschritt an Hitler, an Tausenden von Ehrengästen und Hunderttausenden von Zuschauern vorüber, das martialische Rasseln der Gleisketten, das Donnern der Flugzeugmotoren und das Dröhnen der Zugmaschinen lag über der ganzen Innenstadt - hier wurde dem zukünftigen Feldherrn gehuldigt, der der Wehrmacht wieder zu altem Glanz und zu neuer Größe verholten hatte.

Die zentrale Parteifeier, mit Parallelveranstaltungen im ganzen Reich, fand meist auf dem Königsplatz in München statt, auf dem die neuen Leiter und Funktionäre auf Hitler persönlich eingeschworen wurden.
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Der 1. Mai - das »Fest der nationalen Verbrüderung«

Die Umgestaltung des 1. Mai zum »Fest der nationalen Verbrüderung« hatte Hitler auf Empfehlung von Goebbels verordnet - dieser Tag sollte an die »Volksgemeinschaft« appellieren und den traditionell »roten« Feiertag vergessen machen.

Hitler verkündete die Überwindung des Klassengedankens in Deutschland: »Es muß jetzt jeder in einer solchen Stunde tief durchdrungen sein von dem Gefühl, jetzt stehe nicht ich dem deutschen Schicksal gegenüber, sondern eine Millionenarmee ist angetreten. Ich bin ein Teil von ihr, einzeln mögen wir vielleicht noch schwach sein, zusammengezogen sind wir unzerbrechlich.«

1933 wird der 1. Mai zum erstenmal im gesamten Reich als »Nationaler Feiertag des deutschen Volkes« begangen. Millionen sind erfaßt vom neuen Gefühl der Eintracht und des Miteinanders.

Die gewaltigen Menschenmassen auf dem Tempelhofer Feld in Berlin - man schätzt sie auf über eine Million - sind kein geschickt inszenierter Propagandatrick. Ein Zeuge des Berliner Schauspiels gibt die Stimmung wohl recht zutreffend wieder, wenn er schreibt, man nehme den Eindruck mit, als wehe »ein Hauch der Versöhnung und Einigkeit über das Dritte Reich«.
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Die späteren Mai-Feiern im ganzen Reich

In den späteren Jahren wurde dieser »höchste Feiertag«, an dem alles zum Einsatz kam, »was Bewegung und Staat an Glanz, Macht und Schönheit aufzubringen haben«, in sämtlichen Städten und Dörfern als »Maifeier« abgehalten. Mit geschmückten Maibäumen, Maifeuern, Wahl des Maikönigspaares, Tanz der Brauch- und Volkstumsgruppen und bunten Umzügen sollte die ursprüngliche Bedeutung des Tages übertüncht werden.

Der Muttertag, vom Regime auf den zweiten Sonntag im Mai festgesetzt, blieb bis 1938 im wesentlichen von nationalsozialistischer Propaganda verschont - erst 1939 wurde durch die Verleihung des »Ehrenkreuzes« auch dieser Tag zu einem besonderen, meist von NS-Frauenschaft und HJ ausgerichteten NS-Feiertag.

Die »Mütterehrungsfeiern« erhielten während des Krieges eine besondere Bedeutung, als es galt, das Verdienst der deutschen Frauen und Mütter um den »gewaltigen Freiheitskampf des deutschen Volkes« zu würdigen. In falschem und verlogenem Pathos wurde Hunderttausenden von Frauen gedankt für ihre »stillen Opfer und ihre unbeugsame Kraft«.
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Die Fortführung der altgermanischen Jahresfeste

Sommer- und Wintersonnenwende sowie das Julfest knüpften bewußt an die altgermanischen Jahresfeste an, von denen zumindest die Sommersonnenwende als ländliches Fest noch in Teilen der Bevölkerung verwurzelt war.

So bedurfte es im Grunde gar keiner aufwendigen »Reichssonnenwenden« wie 1935, als an der Lübecker Bucht 800 gleichzeitig entfachte Feuer aufflammten und auf den Hügeln und Höhen im ganzen Reich die Flammen loderten; auch den aufwendigen Rahmen der Massenveranstaltungen im Berliner Olympiastadion, in welchem zwischen 1937 und 1939 jeweils gut 100.000 Menschen zusammenströmten, um gemeinsam die Mittsommernacht zu feiern, hätte man in diesem aufwendigen Rahmen nicht inszenieren müssen.

Aber dem Regime ging es in erster Linie darum, das bereits bestehende, echte Brauchtum auf dem Weg über die NS-Feiergemeinschaften bis hinunter zu den Ortsgruppen für seine Zwecke zu nutzen.
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Die Wintersonnenwende konnte sich nicht durchsetzen

Die Wintersonnenwende, 1935 von einer Feiergemeinschaft der SS mit dem Anzünden eines riesigen Feuers auf dem Brocken eingeläutet, konnte sich nicht in dem Maße durchsetzen, und das gleiche galt für die Veranstaltungen der »NS-Volksweihnacht«, des Julfestes.

Die Leugnung des ursprünglich christlichen Charakters des Festes, die Verklärung des Tannenbaums zum »immergrünenden Lebensbaum« und der Versuch, das Hakenkreuz als ältestes und »heiligstes Siegeszeichen« zum höchsten Symbol des Ereignisses zu erheben, entsprach nicht der Mentalität des größten Teils der Bevölkerung und stieß auf wenig Gegenliebe.

Einzig die von NS-Volkswohlfahrt und Winterhilfswerk anläßlich des Festes verteilten Sachspenden an Bedürftige und die auf öffentlichen Plätzen aufgestellten Gabentische wurden positiv aufgenommen - von einer regen, aktiven Beteiligung an den offiziellen Feiern konnte keine Rede sein.
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Der alljährliche Reichsparteitag in Nürnberg

Den Höhepunkt des »Feierjahres« bildete der alljährlich abgehaltene Reichsparteitag in Nürnberg. Hitler legte den Ablauf der zunächst vier-, später sieben- und achttägigen Mammutveranstaltung größtenteils persönlich fest.

Es sollte die grandioseste »Heerschau« der Nation sein -»glanzvoller als der Reichstag der alten Kaiser«. Hitler stand die ganze Zeit hindurch im absoluten Mittelpunkt der Parteitage, die als quasi neue Form der alten Reichstage im Bewußtsein des Volkes verankert werden sollten.

Auf dem Zeppelin- und dem Märzfeld bei Nürnberg marschierten alljährlich Hunderttausende von SA-und Reichsarbeitsdienstmännern, von BDM-und HJ-Angehörigen und Pimpfen auf; sie formierten sich zu riesigen Blöcken und verharrten unbeweglich, während Hitler die mystische Totenehrung der »Gefallenen der Bewegung« vornahm.

Bis zu einer Viertelmillion Menschen waren dabei, wenn die Lichtbündel von 150 Flakscheinwerfern in den Himmel schössen, wenn 30.000 Fahnen und 600 Fanfaren die rechte Atmosphäre schufen für die Weihe der Standarten neuer Parteiformationen mit der »Blutfahne«.
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Erstmalig wird hier die Macht des Films erwähnt ....

Presseberichterstatter, Wochenschaukameras und der Rundfunk trugen die unvergeßlichen Eindrücke in das ganze Reich hinaus. Millionen nahmen über die Jahre an dem grandiosen Schauspiel teil - Millionen erlagen dem Bann des Geschehens und dem aus Hunderttausenden von Kehlen erklingenden »weltanschaulich-volklichen Glaubensbekenntnis einer neuen Generation«, die, wie Hitler selbst bemerkte, »unter dem Banne eines tiefen Gebetes« stand.

Originalbericht eines Zeitungskorrespondenten aus dem Jahre 1936:

  • »Es ist eine einzige braune Fläche, dieses weite Oval des Stadions, unterbrochen nur durch zwei weiße Sektoren, die Mädel des BDM ..... Das sind unsere Soldaten von morgen. Ein Ruck, eine Blickwendung, ein Schrei, ein Heil ...... Adolf Hitler ist bei seinen Jungen und Mädeln. Salven von Heilrufen grüßen ihn. Die Klänge des Badenweiler Marsches ...... scheinen unterzugehen in diesen hellen Rufen.«

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Vereinnahmung des Brauchs des Erntedanks

Um ihre Blut-und-Boden-Mystik vom Bauern als »Lebensquell des deutschen Volkes« wirksam darzustellen, griff die NS-Regie auf den traditionellen Brauch des Erntedanks zurück.

Am 1. Oktober 1933 versammelten sich erstmals eine halbe Million Bauern aus ganz Deutschland am Bückeberg bei Hameln, um das Erntedankfest, nunmehr »Tag des deutschen Bauern«, als große Demonstration feierlich zu begehen.

Die Bauern waren dem NS-Staat »Träger der Gegenwart« und »Garanten der Zukunft« zugleich, und die parteiamtlichen Huldigungen verfehlten ihre Wirkung nicht: 1934 sollen 700.000, 1935 und 1936 je eine Million und 1937 sogar 1,2 Millionen Menschen an diesem Spektakel teilgenommen haben.

Die örtlichen Feiern traten dagegen fast völlig in den Hintergrund: Es war Brauch, daß die Dorfgemeinschaft in einem Festzug zum Erntebaum zog, um sich dort die Übertragung der Hitler-Rede anzuhören und anschließend ein Volksfest zu feiern, das allerdings nie ganz den Vorstellungen der Regisseure des »echt völkischen Gemeinschaftslebens« entsprach.
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Zum Andenken des Hitlerschen Novemberputsches von 1923

Dem Andenken des Hitlerschen Novemberputsches von 1923 diente der Kult um die »Gefallenen der Bewegung« am 9. November: Seit 1933 versammelten sich an diesem Tag in München, der »Hauptstadt der Bewegung«, alljährlich Zehntausende »alter Kämpfer«, um mit endlosen Vorbeimärschen an Feldherrnhalle und Bürgerbräukeller und schließlich mit dem »letzten Appell« auf dem Königsplatz der »Märtyrer« und »Blutzeugen« der NSDAP von Dietrich Eckart bis Horst Wessel zu gedenken.

Die Schwülstigkeit dieses Totenkults war kaum noch zu überbieten: 16 Artilleriesalven erinnerten an die »gefallenen« Kämpfer gegen die demokratische Republik von Weimar, ihre Namen wurden einzeln aufgerufen, bevor die Särge in die Feldherrnhalle überführt und vor 16 düster lodernden Pylonen aufgebahrt wurden.
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Eine Feier jagte !! die nächste - im wahrsten Sinne des Wortes

Doch damit nicht genug, neben diesen großen offiziellen Feiern im Jahreslauf gab es noch zahlreiche andere öffentlich wirksame Veranstaltungen, die den Alltag des einzelnen prägten:

Am »Tag der nationalen Solidarität«, dem ersten Dezembersonntag, sammelte die Parteiprominenz mit der Sammelbüchse in der Hand höchstpersönlich für das Winterhilfswerk; das WHW führte sogenannte »Opfersonntage« ein, an denen dem deutschen Volk ein Eintopfessen verordnet wurde; auch »Gauparteitage« in den Gauhauptstädten waren Großveranstaltungen, zu denen sich Hunderttausende versammelten; die SS feierte nächtens am 1. Juni im Quedlinburger Dom Heinrich I. als »Schöpfer des ersten Reiches«.

Betriebsappelle der DAF sollten der deutschen Arbeiterschaft »täglich erneut die große Wandlung« vor Augen führen; die Rückgliederung der Saar und der Anschluß Österreichs waren ebenso feierwürdig wie der Todestag des Freikorpskämpfers Albert Leo Schlageter oder der »Tag der Skagerrak-Schlacht«; das Deutsche Turn- und Sportfest und das Fest des Deutschen Sängerbundes mußten ebenso zu »Volksdeutschen Bekenntnissen« herhalten wie die Pfingsttreffen der Auslandsdeutschen.
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Die Nachteile waren Überdruß, Langeweile und Lähmung

Daß eine derart ausgeprägte Feiertätigkeit im Dienste der Bewegung und des Volkes auch Nachteile mit sich brachte, liegt auf der Hand -nicht selten waren Überdruß, Langeweile und eine weitgehende Lähmung des Alltagslebens die unerwünschte Folge.

Doch für die Nazis überwogen die Vorteile, denn nur indem die Bürger immer wieder von neuem auf eine Sache eingeschworen wurden, die im Grunde nicht die ihre war, konnten sie über so lange Zeit bei der Stange gehalten werden.

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Hier ein Blick auf weitere heroische KDF-Bilder

Die NS-Gemeinschaft »Kraft durch Freude« (KdF), im Herbst 1933 gegründet, war der Deutschen Arbeitsfront angeschlossen und sollte vor allem die Freizeit der »Volksgenossen« im Sinne des NS-Regimes organisieren.

Verbilligte Theater- und Konzertbesuche, bunte Abende und Volksfeste, Erwachsenenbildung und Hobbyklubs, Mal-und Zeichenkurse (Bild 84) wurden von über 150.000 Funktionären betreut.

Besonders beliebt waren die billigen Ferienreisen mit insgesamt zwölf KdF-Dampfern nach Norwegen (Bild 85), Madeira oder durch das Mittelmeer (Bild 86).

Tausende von Menschen kamen in den Anfangsjahren des Dritten Reiches in den Genuß solcher Reisen, für die meisten eine einmalige Gelegenheit, Freizeit und Erholung in einer Weise zu erleben, von der sie früher nur geträumt hätten (Bild 87).

Die unpolitische Parole »Freut euch des Lebens!« stand als Motto auch über den von KdF und der Nationalsozialistischen Betriebszellen-Organisation durchgeführten Gemeinschaftsfeiern, wie etwa dem Tanz unter dem Maibaum in einer Berliner Brauerei 1938.

Die Teilnahme war freiwillig, und die Veranstaltungen erfreuten sich in der Regel großen Zuspruchs (Bild 88).

Das Erntedankfest wurde vom NS-Regime ganz und gar im Sinne der Blut-und-Boden-Mystik umgestaltet. Selbst traditionelle Dorfgemeinschaftsfeiern standen unter dem Zeichen des Hakenkreuzes (Bild 89).

Die Bauern galten als »Lebensquell des deutschen Volkes« und »Garanten der Zukunft«, und die parteiamtlichen Feiern auf dem Dorf (Bild 91) und in den Städten (Bild 92) verfehlten selten ihre propagandistische Wirkung.

Höhepunkt der Feiern im Reich war der Massenaufmarsch Hunderttausender von Bauern auf dem Bückeberg bei Hameln, auf dem Hitler alljährlich die Huldigung seines neuen »Bauernadels« entgegennahm (Bild 90). Allein 1937 nahmen über eine Million Menschen an diesem Spektakel teil.
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Der Höhepunkt - der »Reichsparteitag« in Nürnberg

Der Höhepunkt des nationalsozialistischen Feierjahres war der alljährlich abgehaltene »Reichsparteitag« in Nürnberg. Den Ablauf dieser zunächst vier-, später sieben- und achttägigen Mammutveranstaltung hatte Hitler persönlich festgelegt.

»Reichsbühnenbildner« Benno von Arendt ließ den Massenaufmarsch der Parteiorganisationen von einem Lichterdom überstrahlen, der von 150 Flakscheinwerfern gebildet wurde (Bild 93).

30.000 Fahnen und 600 Fanfaren schufen darüber hinaus bei der Weihe von Standarten neuer Parteiformationen jenen mystischen Hintergrund, der Millionen in seinen Bann zog.

Dem Andenken des Hitlerschen Novemberputsches von 1923 diente der Kult um die »Gefallenen der Bewegung« am 9. November. In München, der »Hauptstadt der Bewegung«, versammelten sich an diesem Tag alljährlich Tausende alter Kämpfer, um der »Märtyrer« von Dietrich Eckart bis Horst Wessel zu gedenken: vor der »Blutfahne« der fränkische Gauleiter Julius Streicher, dahinter Göring mit Hitler und Parteiprominenz (Bild 94).

Die »Ewige Wache« an der Feldherrnhalle zum Gedenken der 16 »Gefallenen« des 9. November 1923 hatte jeder Vorbeigehende mit Hitler-Gruß zu ehren (Bild 95).

Ob Mittsommernacht (Bild 96,97) oder Wintersonnenwende (Bild 99) - wenn im gesamten Reich die Flammen loderten, geschah dies unter der Aufsicht der Partei *1).

Die ländlichen Feste wurden von offiziellen Feiergemeinschaften ebenso im Sinne des NS-Regimes umgestaltet wie das Aufrichten des Maibaums (Bild 100), an dessen Stamm die Hakenkreuzfähnchen nicht fehlen durften.

Die »Verpflichtung der Jugend« am letzten Märzsonntag des Jahres (98) war nach einer Verfügung des »Reichsjugendführers« Baidur von Schirach mit »stärkster Nachhaltigkeit und unter Einsatz aller hierfür in Frage kommenden Kräfte« als Gemeinschaftsfeier zu gestalten: Der Schritt ins Erwachsenenleben vollzog sich unter den Augen von Partei und Staat.
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*1) - Nachtrag zum obigen Abschnitt

Als die Bombenfeuer der alliierten Bomberverbände in Deutschland die Städte lodern ließen, geschah das nicht mehr unter der Aufsicht der Partei.

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