Sie sind hier : Startseite →  Fernseh-Historie→  Wer war wer→  Walter Bruch→  1968 - Telefunken Sprecher 45

BUNDESVERDIENSTKREUZ FÜR DR. WALTER BRUCH

den Entwickler des besten Farbfernsehsystems der Welt

Die Telefunken "Hauspostille" schreibt:


Eine hohe Auszeichnung konnte kürzlich der Leiter der Fernseh-Grundlagenentwicklung von AEG-TELEFUNKEN, Dr.-Ing. Walter Bruch, für die Entwicklung des deutschen Farbfernsehsystems PAL entgegennehmen:

Ministerpräsident Dr. Georg Diederichs
überreichte ihm das vom Bundespräsidenten verliehene Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik auf einem Empfang, den AEG-TELEFUNKEN aus Anlaß des 60. Geburtstages von Dr. W. Bruch am Sonnabend, dem 2. März 1968, in Hannover gab.

Anmerkung:
Wenn man gezielt fragt, bekommt man klare Antworten.

Diese Auszeichnung war in vielen Kreisen und auch in der Politik sehr umstritten. Den akademisch legitimierten Kollegen war schon seit längerer Zeit die Verknüpfung des Namens W. Bruch mit einem Dipl. Ing. und dem Dr. Ing. ohne die erforderlichen akademischen Weihen aus rein politischen und/oder wirtschaftlichen Gründen herb aufgestoßen bzw. ein Dorn im Auge.

Schaun Sie sich die (Altherren-) Gesichter auf dem obigen Bild an, es war ein lokaler politischer Show-Event zur eigenen landespolitischen Profilierung. Die Ingenieurskollegen, vor allem die promovierten und habilitierten, waren nahezu alle ferngeblieben.

Und frage ich als Redakteur heute einen der inzwischen recht alten Bruchschen (Akademiker-) Kollegen von damals, warum das alles so war - es war politisch so gewollt. Telefunken hatte "Alles immer gut vorgearbeitet" und keiner hatte sich getraut, gegen die jetzt europäisch präsente "neue deutsche Ehre" aufzubegehren.

Alleine die Engländer bei der BBC hatten sich getraut, sehr sehr oft gegen die ganz sicher vorhandenen (kleinen) Macken von PAL (zum Beispiel bei der MAZ) aufzubegehren.

Es gab da schon Probleme, die vordergründig weggeredet wurden - wie das leidige Thema mit dem Titel. Es blieb aber doch ein Nachgeschmack, neudeutsch: ein Geschmäckle.

 

.

- Werbung Dezent -
Zur Startseite - © 2007 / 2017 - Deutsches Fernsehmuseum Wiesbaden - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - Privatsphäre - Redaktions-Telefon - zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - kostenlos natürlich.