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März 2010 - Die alte analoge 1250 HDTV Technik ist out (tot).

Diese Technik aus 1985 bis 1994 wurde ursprünglich wirklich nur als Machbarkeitsstudie über Eureka 95 ausgeschrieben und es wurden Vorentwicklungen auf der Basis der aktuellen Halbleitertechnik durchgeführt. Dazu gab es bei der BTS/Fese das Labor der Produkt-Vorentwicklung von Professor Dr. Hausdörfer, in dem diese neue Digitaltechnik durchleuchtet und angewendet wurde.

Welche Komponenten wurden benötigt ?

In der Ausschreibung des BMFT (Bundes Ministerium für Forschung und Technik - damals unter Dr. Riesenhuber) war es genau spezifiziert.
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  • Die HDTV Studio Kamera(s)
  • der HDTV Mischer
  • der HDTV Videorecorder
  • der HDTV Downconverter/Normenwandler
  • der HDTV Filmbelichter ??? (später von Xerox entwickelt)
  • der Studio-Taktgeber (es war immer noch analog)
  • Prüf und Testgeräte für die Studio-Qualität
  • weiteres Studio Eqipment
  • Trickeinrichtungen/Schriftgeber

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Das Projekt wurde zwar europaweit ausgeschrieben, doch es kamen doch nur ein paar hochspezialisierte Firmen in Frage, die überhaupt über die notwendigen Ressourcen verfügten. Das waren die BTS/Fese mit Philips, Thomson und die BBC sowie noch ein paar ganz kleine Ingenieurbüros.

Die KCH 1000 mit Angenieux

Die Kamera KCH 1000

Die Forderung nach 1250 Zeilen Auflösung war schon recht hoch gegriffen, aber es sollte (nur) die Machbarkeit herausgefunden werden.
Die Kamera war der erste Ansatz. Bekommt man dieses hochauflösende Bild durch die Optik durch und aus den Aufnahmeröhren in elektrische Signale, also in elektrische Bildinformationen ?

Der HDTV Regie Mischer RMH 1000

Im Sendeweg ist zumeist der Mischer das zentrale Arbeitsgerät neben der Kamera. Ohne Mischer geht gar nichts. Im Display steht schon der neue Name : BTS production switcher.

Der HDTV Leitungsverstärker

Das HDTV Gigabit Signal kaannnich auf beliebig lange Leitungen geschickt werden. Man muß es bei längeren  Wegen ab hundert Metern zwischenverstärken bzw. wieder auf den Normpegel hoch ziehen. Nur so bleibt am Ende ein verarbeitungsfähiges nahezu unverrauschtes Nutzsignal verfügbar.

Der HDTV Recorder BCH 1000

Das analoge HDTV Signal sollte auch aufgezeichnet werden können. Das war gar nicht so einfach. Der BCH 1000 Recorder basiert auf dem mechanischen Laufwerk der BCN 52 Reihe.

Der Fese Down Converter DXH 1000

Da es noch überhaupt keine Möglichkeit des Transports dieser gigantischen Datenmengen zum Endkonsumenten auf den Fernseher nachhause gab, brauchte man eine Converter auf die diversen Fernsehnormen, einen Normenwandler.

Den baute die Fese etwa 1985 auf der Grundlage der modernsten verfügbaren Habeleitertechnik.

Der Snell & Wilcox Down Converter

Etwa 1992 brachte ein englischer Spezialist einen Down Converter unter der Bezeichnung HD 2010 auf den Markt, deutlich kleiner und sicher auch schon modernere Chips eingebaut. Wir haben einen solchen Converter geliehen bekommen.

Der Aston HDTV Zeichen Generator

Die HDTV Monitore MCH gab es auch noch nicht.

Zumindest im Studio sollte man die volle Qualität mal ansehen können. Dazu brauchte man echte und ehrliche Klasse 1 Monitore, jetzt aber nicht mit 625 Linien, nein 1250 Linien sollten es schon sein. Die Monitore mussten neu entwickelt werden.

Bei den großen Monitoren ist Sony eingesprungen

Nach unseren Informationen baute die Fese bis zu 51cm 1250 HDTV Geräte, darüber hinaus wurde auf Sony zurückgegriffen.

Und dann war da noch ein horrend teurer Beamer

Präsentationen musste schon immer beeindruckend sein. Dazu ließ sich die BTS/Fese zwei sehr sehr teure 3-Röhren Beamer von einem italienischen Spezialisten bauen.

und fast zuletzt der Bitraten Kompressor

Relativ spät war dann die Technik der Daten-Kompression verfügbar. Es war nicht nur eine Frage der Mathematik, die man dort brauchte, es war auch eine Frage der Chips, das in Echtzeit zu verarbeiten.

HDTV 1250 Test- und Prüfgeräte

Es gab auch keine Testgeneratoren und Prüfgeräte für diese Technik. Die mussten auch entwickelt und produziert werden. Als Beispiel hier dieser Pattern Generator "Test H 1000".

Und 1991 kam dann der HDTV Gigabit Recorder

Das mit dem Aufzeichnen dieses Hightech Bildsignals war gar nicht so einfach. Dafür hatten die Herren um Dr. Hedke herum den weltweit einmaligen Gigabit Kassetten-Recorder entwickelt. Mehr über dieses Teil steht hier.

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