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Digital Video Broadcast Terrestrical

Da ist jetzt nichts mehr von PAL oder NTSC oder SECAM drinnen, das ist jetzt völlig anders. Doch darüber steht mehr oder sogar alles in fast jeder Tageszeitung in unterschiedlichen (redaktionellen) Qualitäten.

 

Hier finden Sie ausführliche Informationen darüber.

http://de.wikipedia.org/wiki/DVB-T (jedenfalls in 2006 stand es mal technisch korrekt drinnen)

 

In der Kurzform ist es (stark vereinfacht) etwa so:

Bei DVBT werden 4 (vier) digitale Fernsehprogramme in einen gemeinschaftlichen Stream (Kanal) mit einem verfügbaren Platz (der Bandbreite) nur für 3 (drei) Programme (in voller Qualität) reingezwängt und somit drastisch "komprimiert".

 

Wie geht das ?

Also immer, wenn eines dieser 4 Programme gerade mal viel Bandbreite benötigt (z.B. durch schnelle Bildbewegungen), wird bei den anderen verbliebenen Programmen diese Bandbreite teilweise abgezwackt. Das merken Sie dann, wenn 3 Sportprogramme und eine Nachrichtensendung sich diesen Stream teilen müssen. Der Nachrichtesprecher stockt und der Ton hackt und das Bild stockt ebenfalls und Sie sehen massenhaft sogenannte Artefakte, also komische Quadrate, die über das Bild huschen bzw. dort verharren. Eigentlich ist es technischer Murks, andere sprechen galant von einem gelungenen Kompromiss.

Ein Kommentar von CB vom 29.4.08

Also zu dem DVB-T Artikel kann ich nur sagen, da ist ein inhaltlicher Fehler drin. Der Ton stockt bei DVB-T nicht, wenn die Bandbreite nicht "ausreicht", sondern nur dann, wenn Pakete bei der Übertragung verloren gehen. Das passiert nur bei schlechtem Empfang.

MPEG- (Video-) Kompression ist immer ein Kompromiss.
Man muss immer zwischen Datenrate und Qualität abwägen. Nur ist dieser Kompromiss sehr dynamisch. Die Encoder sind miteinander verbunden, sodass, wenn ein Sender mehr Bewegung hat, die anderen Sender etwas schlechter encodiert werden können. Das zeigt sich aber nur in etwas mehr "ringing" (keine 'Rauschmuster' an Bildkanten), keinesfalls jedoch in stockenden Bildern oder gar Tonstörungen.

Dass der Kompromiss dynamisch ist, zeigt sich im Nachtprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender. "Die schönsten Bahnstrecken" werden beispielsweise mit sehr hoher Bitrate übertragen (konstante Bewegung), da einige andere Sender auf dem selben Kanal (Stream) nur Standbilder senden.

Keinesfalls kann man sagen, dass auf einem "DVB-T Kanal" nur 3 Kanäle (Sender)' Platz finden würden. Das sind Gedanken aus der alten Welt der fixen Kanäle. Prinzipiell passen (fast) beliebig viele Kanäle rein, man muss nur abwägen, wie viel 'ringing' man akzeptiert. Wie schon gesagt, so wie früher, als man noch Kanäle in Sprechpausen abgeschaltet hat, ist das heute nicht mehr. Man (also die Techniker beim Sender) kann die Bitrate für jeden Sender recht feinfühlig einstellen.

Der DVB-T Trick

Der Fachmann spricht von Bandbreiten-Multiplexing.

(Beim internationalen Telefonieren macht man das schon seit Jahren. Man zwängt auf eine dicke Leitung mit einer Kapazität von sagen wir 1024 ISDN Kanälen (je 64 Kbit/s) etwa 3000 bis 5000 Gespräche drauf. Die Statistiker (das sind die klugen Leute, deren Denken wir nicht immer nachvollziehen können,) haben herausgefunden, daß es so viele "Sprechpausen" innerhalb einer einzelnen Telefon- Verbindung gibt - also Pausen in einer oder in beiden Richtungen - daß man das "Gespräch" ganz locker 1:3 komprimieren bzw. multiplexen kann und !!!! (bei wohlwollender Betrachtung), daß das den normalen Gesprächsteilnehmern (fast) gar nicht auffällt !

 

Alles in allem eine sehr gewöhnungsbedürftige verschlimmbesserte Technik, ein sehr bescheidener Kompromiss für unser teures Geld.


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