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Die Technik der Bild-Mischer - von den Anfängen bis HDTV

Als die Fernseh-Spezialisten Anfang 1935 die ersten elektronischen Kameras entwickelt hatten, sowohl in den USA wie auch hier in Deutschland, war die Freude groß. Und schon bald hatte man 2 oder 3 dieser elektronischen Kameras am Laufen und nun ?

Damit brauchte man zumindest einen oder mehrere Umschalter zwischen diesen Bildquellen. Und bei den Ton-Menschen abgeschaut, wollte man nicht nur umschalten, man wollte auch fließend auf- und abblenden, also mischen. Die ersten Bildmischer hatten - wie die Ton-Mischer -, ganz normale große Wippen und später dann Flachbahn- Schiebebahn- Potentiometer.
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Der Anfang in Berlin (1936)
Die 2. Generation der Mischer (1954)

Der Appetit - auch der Techniker - kommt beim ......

Als es bei uns im Nachkriegs-Deutschland recht spät so um 1952 wieder los ging mit dem Fernsehen, war das Vier-Kamera- system der Maßstab. Jedenfalls bei den größeren Rundfunk-" Anstalten" wurden die ersten Fernseh-Studios mit 4 Kameras von der "Fernseh GmbH" aus Darmstadt ausgestattet.

Dazu kamen zwei oder mehr Filmabtaster, ein Dia-"Geber" und vielleicht noch die 5. und 6. Kamera für den Sprecher, den Ansager oder Moderator (und natürlich die *innen).
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Und das mit den 3 Flachbahn-Schiebepotis (inzwischen nannte man die "Fader") war nicht mehr so handlich. Das neue Konzept war eine "Überblendung" von der jeweils aktuellen Bildquelle zur nächsten Bildquelle.

Und es wurden auch gleich ein Vielfaches an möglichen Bild-Quellen auf zwei großen Tastenstreifen zur Auswahl bereitgestellt. Der moderne Bildmischer war geboren.
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Ein großer "Production Switcher" aus Darmstadt

Und dann ging es los. Dieser hier ist noch lange nicht der größte Bildmischer von BTS / Philips / Thomson / Grass Valley. Es gab da noch den DD35 und aufwärts.
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Ein FESE/BTS Diamond 30 digital aus Darmstadt - ehemals beim ZDF im Einsatz

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Gleich etwas zum Sprachgebrauch - die "M/E"s ......

Ganz selten wird erklärt, was denn diese "M/E"s sind. Der BTS Diamond 30 Mischer oben im Bild hat 3 dieser "M/E"s, auf der linken Seite des Fotos ganz deutlich zu erkennen. Aus dem englischen kam dieser Begriff der "Mix/Effects" und er taucht bei den ersten großen Video-Mischern von Grass Valley auf.

Bei uns wurde "Mix/Effects" dann als „Mischer-Ebene“ übersetzt, was aber nicht ganz stimmt. Es sind quasi die Eingangswahl-Tastenfelder der Video-Quellen, die ausgewählt und auf den gemeinsamen Ausgang geleitet werden.
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Und da dabei die fast unendliche Anzahl von "Tricks", das sind beeindruckende Überblendungseffeke von einer der Auswahlebenen zur nächten Ebene, ausgewählt werden kann, spricht man auch fast überall von einem Video-Trickmischer.

Um den Leser nicht allzusehr zu verwirren, bleiben wie bei dem Begriff der „Mischer-Ebenen“, die man auch optisch gut zuordnen kann. Unser kleiner INDIGO Mischer hat zum Beispiel 3 (ganz kleine) "M/E"s.
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Dieser kleine Audio / Video Mischer ("Mixer" oder gar "Switch") ist zum Erklären der Technik ideal.
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