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HDTV: hochauflösendes Fernsehen bis hin zum Bildschirm.

Analoges HDTV 1989 bei der BTS

Eigentlich ist es schon recht alt, das "HDTV". Man nannte es nur damals nicht so, weil jeder englische Begriff total verpönt wenn nicht sogar verboten war.
Die deutsche Fese baute so um 1942 - also mitten im 2. Weltkrieg ein 1029 Zeilen Fernsehsystem - natürlich noch schwarz weiß. Und es funktionierte sogar und das mit der damaligen Röhrentechnik. (Wenn das die Franzosen gewußt hätten, sie hätten 1964 den SECAM/PAL Krieg bestimmt nicht angefangen.)
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Doch was ist HDTV wirklich ?

Der Begriff HD-TV, nein, besser die Definition des hochauflösenden Bildes oder das hochauflösende Fernsehen, kommt eigentlich aus Japan, so der Vortragende Herr Hoffmann von der EBU auf der FKTG Veranstaltung "HDTV für die Sender" am 13.3.2007 im ZDF Schulungszentrum.


Die Wissenschaftler in Japan hatten bereits 1982
ge- bzw. erforscht, was denn ein "menschliches Wesen" (human being) überhaupt mit seinen Augen an Qualität wahrnehmen kann.
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Das Maß der Dinge

ein Testbild des Schweizer Fernsehens

. . . ist die Zahl der erkennbaren, also zählbaren Zeilen. Und sicherlich wurde ein "Durchschnittsmensch" mit durchschnittlichem Sehvermögen zugrunde gelegt.

Wir wissen natürlich, daß insbesondere die großen Raubvögel wie Condor, Adler, Bussard, Falke und auch die Eule ein deutlich besseres Sehvermögen haben als wir Menschen, man denke insbesondere an den Condor in den Anden, der aus bis zu 2000 Metern Höhe ganz unten im Gras den (leckeren) Hasen entdeckt (und meist auch erwischt).

Also war es eigentlich (nur) die Frage, mit welchen technischen Möglichkeiten das Erlebnis "Fernsehen" gesteigert werden könne und bis zu welcher wahrnehmbaren Grenze - völlig unabhängig von ökonomischen oder wirtschaftlichen oder sonstigen gesellschaftpolitischen Betrachtungen.
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Dabei kam bereits 1982 heraus, . . .

. . . daß ein normaler "fernsehender Mensch" im Abstand von 3 mal der Höhe seines Bildschirmes maximal 900 Zeilen auf dem Fernsehschirm mit seinen Augen auflösen kann. Damals gab es sowieso nur CRT ( = Röhren) Fernseher, LCD und Plasma waren noch in der Entwicklung.


Herr Hoffmann betonte ausdrücklich, daß hier das Fernsehen wissenschaftlich beleuchtet wurde, also NICHT ein Kino-Großereignis von Cinemascope oder Cinerama auf einer 24 Meter breiten Großbild-Leinwand. Die HD-TV Definition betrifft also ganz direkt nur das Fernsehen auf dem ganz normalen Fernseher, eventuell noch auf (oder über) dem kleinen Home-Beamer.

Dazu kam die neue Bildbreite von 16:9.

Also was bringt eine Qualität von mehr als 900 Zeilen bei einem Bildformat von 16:9 ?

 

Erstmal zum 16:9 Format. Das Format (16:9 entspricht etwa dem Kinobild-Format 1.78:1) ist teilweise technisch bedingt und damit nur annähernd an das Blickfeld des menschlichen Auges angelehnt. Das 2.35:1 Format des Cinamscope Kinofilms kommt dem optischen Blickfeld des Menschen schon näher.

 

So haben sich die Nippon Ingenieure auf 16:9 und auf 1125/60 Zeilen bei 60 (Halb-?) Bildern konzentriert. Das ist wirklich besser, als man es braucht, immer bezogen auf das Fernsehbild mit etwa 40" oder 50" Flachbildschirmen und dem 3fachen Abstand der Bildhöhe zum Zuschauer.

 

Auf der IBC 2007 konnte man es nahezu überall bestaunen, die ganz neuen kleinen HD-TV Bildschirme ermöglichen ein erstaunlich tolles Super-Bild. (Anmerkung: braucht aber wirklich jeder deutsche Autofahrer einen 7er BMW oder einen 450er Merzedes ?)

 

Es geht weiter.

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