HDTV steht für "High Definition Tele Vision"

Und da gab und gibt es eine ganze Menge verschiedener Interpretationen und Formate, die alle mal weltweit genormter SMTPE Standard werden wollten. Übrig geblieben sind nach einem jahrelangen auch politischen Gerangel und Geklüngel (die Europäer waren zwar technologischer Vorreiter, aber später fast nicht mehr dabei) :
 | 1080p = 1920 x 1080 Pixel (p steht für progressive) und
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 | 1080i = 1920 x 1080 Pixel (i steht für interlaced) und
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 | 720p = 1280 x 720 Pixel (p steht für progressive) |
wobei die 1080p/50 oder /60 Variante die technisch Aufwendigsten sind, aber auch die mit Abstand beste Qualität liefern könnten, sofern diese nicht durch übertriebene Kompression wieder zunichte gemacht wird.

Was ist HDTV wirklich ?

Mehr über HDTV, vor allem neue aktuelle Testergebnisse und die Erklärungen, steht hier.
Wir beschreiben die anderen Formate, so gut es geht, auch noch, beispielweise gibt es von der 1080er HDTV Variante die 50i, 60i und die 24p, 25p, 30p, 50p und 60p Versionen. Umfangreiche technische Artikel (gut recherchiert) jeweils auf dem aktuellen Stand der Technik finden Sie in der c´t und im ELV Magazin.
Inzwischen wird mit allen nur möglichen (teilweise verhunzten) Formaten den Käufern das Geld aus der Tasche gezogen, jedenfalls, solange die es nicht verstanden haben. Da gibt es 16:10 Monitore, da gibt es 1440x 1080 Pseudo Video Formate, die zuerst auf 1440 runter komprimieren und danach angeblich anamorphotisch entzerrt (also aufgebohrt) werden auf 1920x1080. Es wird mit allen argumentativen Tricks gearbeitet, um den Kunden zu verdummen.

Die echte Qualität ist (oder wäre) üppig - zur Erklärung der Bezeichnungen:

 | interleaced steht für verschachtelte, unterbrochene Bilder = Halbbilder. Unser altes PAL Fernsehen sendet 50 x halbe Bilder (also nur 25 echte Bilder/s), damit das Bild nicht so flimmert.
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 | progressive steht für fortschreitende, volle Bilder. Es werden wirklich 50 (oder 60) ganze Bilder aufgenommen, verarbeitete und gesendet. |
Zum Verständnis vergleichen wir 4 für uns in Deutschland interessante Formate:

| Bildformat: | PAL 625/50 | digital 720p/50 | digital 1080i/25 | digital 1080p/50 |
| waagrecht (horizontal): | 720 Linien | 1280 Linien | 1920 Linien | 1920 Linien |
| senkrecht (vertikal): | 576 Zeilen (625) | 720 Zeilen | 1080 Zeilen (1088) | 1080 Zeilen (1088) |
| Bildpunkte ca. : | 414.720 | 921.000 | 2.073.600 | 2.073.600 |
| Bild-Darstellung | i=Halbbilder | Vollbilder | i=Halbbilder | Vollbilder |
| Bild Frequenz | 50 Halbbilder/s | 50 Vollbilder/s | 50 Halbbild./s | 50 Vollbilder/s |
| Video Bandbreite: | ca. 5 MHz | | ca. 25 MHz | |
| Datentransferrate: | ca. 5,4 Mbit/s | | ca .27 Mbit/s | |

Was wirklich hinten raus kommt . . .

Wie schon bei 625/50 und PAL beschrieben, sagt das gesendete Format nichts darüber aus, was der Fernsehempfänger auf Ihrem Bildschirm zuhause wirklich anzeigt oder was Ihr Video-Recorder auf Band (z.B. VHS kann nur 240 Linien) oder auf DVD aufnimmt.
Erst, wenn Sie die Spezifikationen von sogenannten Multinorm Studio- Monitoren genauer unter die Lupe nehmen, dann steht zwischen den Zeilen, daß da so manches im Argen liegt.
Gerade der oben gezeigte ganz moderne Sony HDR-SR1 Camcorder patzte im c´t Test (Jan 2007) mit nur 670 TV-Linien Auflösung und relativ unscharfen Bildern. Es ist eben nur ein Hobby Gerät. (Ein nahezu gleich teurer Camcorder von Canon konnte aber knapp 800 Linien.) Von den Profi-Camcordern kann und muß man mehr erwarten.
Mehr steht auf der Seite Fragen zu den möglichen HDTV Standards von Tom Marjanovic.

(ein noch unvollständiger) Rückblick:

1983 wird in Japan (und dann auch in Montreux) ein 1125/60 Zeilen HDTV vorgestellt.
1986 Europa und die USA lehnen die japanische 1125/60 HDTV Entwicklung angeblich wegen Inkompatibilität zum vorhandenen Fernsehen ab. (Es werden überall politische Einflußnahmen vermutet, auchin Europa.)
1986 Das europäische Forschungsprojekt "Eureka EU 95" wird ins Leben gerufen und auf den Weg gebracht. Die Lobby der deutsch-französischen Industrie war erfolgreich.
1991 Japan führt sein eigenes HDTV mit 16:9 ein. (Japan hatte 1990 den gewaltigsten Niedergang seiner Wirtschaft nach dem verlorenen Weltkrieg - fast den Staatsbankrott - zu verarbeiten und brauchte jede nur noch so kleine Innovation und konnte somit nicht mehr warten.)
1988/89 wird in Deutschland von der Fese in Darmstadt (mit staatlicher EU Förderung) ein "analoges!!" 1250/50 HDTV (Breitbild-) System konzipiert und es wurde sogar ein vollständiges sendefähiges Fernsehstudio samt Kameras und HDTV MAZ BCH1000 entwickelt und sendereif fertig gebaut.
1992 werden mit dem in Deutschland entwickelten "analogen" HD-TV sowohl aus Albertville wie auch aus Barcelona die gesamten Olympiaden in HD-TV aufgenommen und weltweit zur Verfügung gestellt. Mangels tauglicher Empfänger konnten aber nur wenige die Ereignisse in dieser phantastischen Qualität mitverfolgen.
1993 wird das von der EU geförderte Projekt angeblich wegen mangelnder Nachfrage eingestellt. Im Nachhinein kam heraus, daß die politischen Interessen auf nationaler Ebene (also auch in Europa) so stark kollidierten, daß dieses deutsche Vorzeige Projekt auch international keine Beführworter fand. Es wurde eingestellt.
Nachtrag: So ganz zu Unrecht wurde diese analoge HDTV Technik nicht verworfen, die deutschen Hightech Anforderungen waren für die meisten Länder dieser Welt einfach zu teuer. Und ein paar wenige kluge Köpfe hatten die kommende Digitalisierung der gesamten Medien damals schon richtig eingeschätzt. Bei der Fese zum Beispiel wurde im Digital-Labor von Prof. Hausdörfer ein voll digitaler HDTV Gigabit Recorder fertig entwickelt. Auch gab es schon den Durchbruch der PC-Technik.

Wer ganz detailiert wissen möchte, wie HD-TV funktioniert,

findet einen (seltenen) ausführlichen Artikel hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/HDTV

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