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typische historische Kamera

Zum Auffrischen und Erinnern . . . .

. . . sind diese Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit dem Fernsehen, den Kameras, den Videorecordern, den Tonband- und den Magnetband- geräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern.

HDTV - die Qualität kam aus Deutschland

Viele viele Entwicklungen im Bereich "Hochwertiges Fernsehen" kamen aus Deutschland, jedenfalls damals. So wurde mit Hilfe der EU auch die HDTV Technik gezielt gesponsert und überwiegend in Deutschland entwickelt.

 

Wichtig, es war die damalige analoge HDTV Technik.

 

Ein Teilbereich war die Recordertechnik, denn auch dort wollte man ja die Bilder aufzeichnen. Von diesen Boliden wurden nur wenige Maschinen gebaut und später eingestampft. Keiner wollte diese komplexe schwierige Technik übernehmen, teils aus preislichen, teils aus politischen Gründen.
Eine ganze Anlage steht hier im Fundus in Heusenstamm.

Entwickelt wurde diese Technik damals in Darmstadt.

Die führenden Köpfe der ursprünglichen Entwicklung waren der heutige Professor Schiffler (Fachhochschule Wiesbaden) und der damalige Teamleiter Professor Hausdörfer (langjähriger Dozent an der TH Darmstadt).

Der HDTV-Recorder BCH 1000 - Analoge Aufzeichnung mit digitaler Signalverarbeitung - Dr. Ing. Wolfgang Schiffler

In Europa werden zur Zeit im Rahmen des EUREKA-Projektes EU95 die Grundlagen für ein kompatibles HDTV-System entwickelt. Der Vorschlag basiert auf einem Produktionsstandard mit 1250 Zeilen und 50 Hz Bildwechselfrequenz. Diese Initiative war erforderlich, nachdem die 16. Vollversammlung des Comite Consultatif International des Radiocommunications (CCIR) im Frühjahr 1986 mit einer vorläufigen Ablehnung des HDTV- Standards mit 1125 Zeilen/60 Hz Bildwechselfrequenz der japanischen NHK (Nippon Hoso Kyokai) zu Ende gegangen war. Nach dieser Entscheidung fällt es schwer, einen einzigen weltweiten HDTV-Standard für realistisch zu halten.

 

Während die magnetische Aufzeichnung und Wiedergabe von Videosignalen heute zum Alltagsbetrieb in Fernsehstudios und Produktionshäusern gehört, war die Aufzeichnung von HDTV- Signalen nach dem EUREKA-Standard innerhalb des Projektes bisher noch kritisch: Es fehlte der geeignete Recorder. BTS entwickelte deshalb 1988 die BCH 1000 für den EUREKA-Standard als experimentelles HDTV-Magnetbandaufzeichnungs-System und lieferte nach extrem kurzer Entwicklungszeit noch im selben Jahr die ersten Geräte aus. Damit konnten die europäischen Anwender erste Erfahrungen bei der Produktion und Bearbeitung von HDTV Programm-Material sammeln. Die HDTV-MAZ BCH 1000 wurde auf der Basis einer Standard-Studio-Maschine, der BCN 53, entwickelt.

 

Auch sie nutzt eine segmentierte Aufzeichnung auf 1-Zoll Magnetband. Einzelne Baugruppen wurden den neuen Anforderungen entsprechend modifiziert oder vollständig neu konzipiert. So unter anderem das Laufwerk, eine Weiterentwicklung des digitalen Servo-Systems der BTS Digital-MAZ DCR 100. Vollständig neu ist die Videosignalverarbeitung.

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