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Januar 2026 - Immer mehr Bücher über die Zeit von 1933-1945

Eine sehr ausführliche bebilderte Biografie der 12 Jahre des 3. Reiches

In den vielen Büchern, die inzwischen in der Redaktion eingelandet waren, sind natürlich viele dicke Wälzer über den Kino-Film, dessen Geschichte und dessen Herstellung enthalten. Dazu gehört auch die Entwicklung der Kinos von Anbeginn und natürlich ganz besonders ab Januar 1933.

Viele der Autoren erfeuen sich an den künstlerischen Maßstäben und kulturellen Qualitäten, einige schaun aber mehr auf die Hintergründe der jeweiligen Zeit und füllen die Randbedingungen mit umfassenen Zeitzeugenbeschreibungen, was da im Bereich der Film-Drehs wirklich abging.

Ein Buch hatte dabei den Film und das Kino gar nicht im Mittelpunkt, sondern das Leben und die Kultur der deutschen Bevölkerung von 1933 bis 1945. Daß da auch der Film und dessen Herstellung und Konzeption als Propaganda-Medium deutlich zur Sprache kommt, verbindet die dortigen Beschreibungen mit den anderen biografischen Büchern, sodaß die Themen hier so gut wie möglich verlinkt werden.
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Die vielen historischen Bilder sind sicher aussagekräftige Zeitdokumente, stehen aber nicht immer direkt neben den Textstellen und sind deshalb etwas verwirrend. Auch die formatfüllenden Größen der Bilder auf den Bild-Seiten zwischen den Texten sind eher suggestiv ablenkend. Bemerkenswert ist der sehr gut lesbare Sprachgebrauch. Nur an ganz wenigen Stellen gäbe es etwas zu verbessern.
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Der Titel des Bildbandes :
"Alltag im Dritten Reich" oder besser "Die Realität im 3. Reich"

Die Themen .......
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  1. Zum Vorwort

  2. Machtergreifung und Gleichschaltung
    30. Januar 1933 - Hitler ist Reichskanzler- Notverordnung vom 4. Februar 1933 - Reichstagsbrand - Verhaftung von Kommunisten - Wahl vom 5. März 1933 - Der »Tag von Potsdam« - Ermächtigungsgesetz - Boykott aller jüdischen Kauf leute, Ärzte, Rechtsanwälte - Verbot aller Parteien - Gleichschaltung von Gewerkschaften und anderen Organisationen - Bücherverbrennung - Verhalten der Kirchen - Einrichtung von KZs im März 1933
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  3. Freie Bahn dem Tüchtigen
    Über sechs Millionen Arbeitslose - Situation vor 1933 - Arbeitsbeschaffungsprogramme - »Arbeitsschlacht« - Autobahnbau - Volkswagensparer - Arbeitsdienst - Wirtschaftspolitische Erfolge - Aufrüstung - Winterhilfswerk - Deutsche Arbeitsfront - Vierjahresplan - Das Bauerntum - Erbhofgesetz - Reichsnährstand
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  4. Generation im Gleichschritt
    Hitler-Jugend - Bund Deutscher Mädel - Gleichschaltung der Jugendorganisationen - Glaube und Schönheit - Körperertüchtigung - Pimpfe - Reichssportwettkampf - Ernteeinsätze
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  5. Frauenehre, Frauenwürde, Mutterglück
    Rolle der Frau - Ehestandsdarlehen - Hilfswerk für Schwangere - Die Frau als billige und fleißige Arbeitskraft - Frauen keine Beamtinnen - »Arteigene« Berufe - Pflichtjahr - Frauen im Krieg - Arbeitsbuchpflichtige - 60-Stunden- Woche - »Volksnotehen« - Lebensborn - Muttertag - Ehrenkreuz der Deutschen Mutter
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  6. Die organisierte Freizeit
    Totale Erfassung des Menschen - Sammlungen - Spenden - Kraft durch Freude - »Volkstum und Heimat« - Deutsches Volksbildungswerk - »Sportamt« - Das Deutsche »Amt für Reisen, Wandern und Urlaub« - Volkswagen - NS-Feier- und Gedenktage - Sommer- und Wintersonnenwende - Erntedankfest
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  7. »Es wird einmal ein Wunder geschehn«
    Innere Emigration - Sport - Theater - Film - Olympische Spiele 193 6 - Fußball - Automobilsport Reichskulturkammer - Reichsschrifttumskammer - Bücher - Musik - Unterhaltung
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  8. Kanonen statt Butter
    Heimatfront - Kinderlandverschickung - Wehrertüchtigungslager - Wohnverhältnisse - Versorgung Löhne - Arbeitszeit - Fremdarbeiter - Kriegsgefangene - Erste Bombenangriffe
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  9. »Wollt ihr den totalen Krieg?«
    Goebbels-Rede - Großangriff auf Köln - Die Katastrophe von Hamburg - Schüler als Luftwaffenhelfer - Moral der Bevölkerung - Evakuierungen - »Sauckelfrauen« - Frauen als Flakhelfer - Das Leben auf dem Lande - Verluste der Zivilbevölkerung - Rüstungsproduktion - Letztes Aufgebot - Volkssturm - Flucht und Vertreibung - Hitlers Nerobefehl

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Das Vorwort zum Vorwort

von Gert Redlich im Jan. 2026 - Hier in Deutschland geht eine merkwürdige Veränderung vor sich. Ein Großteil der Bevölkerung hat in den letzten 80 Jahren seit dem letzten Weltkrieg (1945) einen ganz erstaunlichen Wohlstand erreicht, den zweithöchsten auf diesem Planeten nach den USA. Und dennoch wächst die Unzufriedenheit mit den Mächtigen (der demokratisch gewählten Regierung). Und die Suche nach einer Alternative zu dem vorhandenen politischen System dringt immer mehr an die Oberfläche des Denkens. Eine neue Partei macht zusehends Furore, die AFD, eine angebliche "Alternative Für Deutschland".

Und bei der Suche nach den Ursachen dieser schleichenden Entwicklung findet man in vielen dünnen und dicken Büchern der letzten 80 Jahre, Büchern über Radio, Fernsehen, Film und Kino, also eigentlich ganz andere Themen, Fragmente der Betrachtung und Analysen des Weges in die Hitler-Diktatur von 1933. Die aufschlußreichsten Erkenntnisse dieser Recherche von 1932 hat sogar ein Amerikaner in einem hochinteressanten Buch geliefert und aufgeschrieben, der Mann hieß Hubert Renfro Knickerbocker.

Und in diesem Buch "German crisis" (ins Deutsche übersetzt "Deutschland - So oder So) finde ich viele Paralellen zu den Erzählungen meiner Eltern und Großeltern wieder. Und auch in diesem Bildband über die "Deutschen im Dritten Reich" (aus 1980) finde ich vieles von diesen Geschichten wieder.
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Unsere Eltern sind beide 1919 geboren.

Unser Vater wuchs in Hamburg bei unserem Opa Max Redlich (und Oma Selma) auf und unsere Mutter bei unserem Opa Eduard Schandl (und Oma Helene) in Berlin Mitte. Jeweils im Alter von etwa 12 Jahren begann für unsere Eltern das 3. Reich und bei Kriegsbeginn 1939 waren beide in den sogenannten besten Jahren der reifen pubertären Jugend. Die Indoktrination der Göbbelschen Propaganda hatte - soweit ich das beurteilen kann - nicht gar so viel bewirkt wie bei manch anderen Volksgenossen in diesen Jahrgängen. Unser Vater mußte gezwungenermaßen gleich nach der Lehre als Elektriker zum reichsdeutschen Arbeitsdienst. Unsere Mutter kam irgendwie um die BDM Mitgliedschaft herum, wie, hatte sie nie erzählt. Seltenst kam das Thema Krieg oder Wehrdienst und die Bombennächte in Berlin bei uns in der Familie ins Gespräch. Diese Themen waren offensichtlich so schrecklich prägend, daß ich erst über 50 Jahre alt werden mußte, um das zu verstehen.

Eine Seite über unseren Vater lesen Sie hier, eine Seite über unsere Mutter steht hier.
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Die Vielzahl der Berichte und Erzählungen formen die Wahrheit.

Als ich als 8 jähriger Schuljunge die Erzählungen unserer Klassenlehrerin, einer Studienrätin aus Ostpreußen (Sophia Schwarg), erzählt bekam, hörten wir nur ungläubig zu. Ich hatte in meinem Leben noch nie gehungert, außer aus eigener Dusseligkeit, weil ich gepennt hatte. Diese Geschichten der überladenen Fuhrwerke auf dem einbrechenden Eis der Ostsee waren "Geschichten aus dem Morgenland" oder "1000 und Einer Nacht".

Jetzt beim Nacharbeiten der reichsdeutschen Geschichte - motiviert durch die vielen Filmbücher aus meinen "Erbschaften" und anderen Nachlässen, baut sich das Bild der katastrophalen Wirklichkeit dieser Zeit zusammen.

Und darum präsentiere ich Ihnen hier diese Texte aus diesen 12 Jahren, die (vorsichtig ausgedrückt "weitgehend") der damaligen Realität entsprechen.
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