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Hier stehen die Messe- bzw. Veranstalter "Informationen".

Im Unterschied zu unseren überwiegend selbst formulierten Artikeln und Kommentaren sind das die vorauseilenden Lobeshymnen der Redakteure und Pressemenschen sowie der Messe-Ausrichter, der Messegesellschaften und der Veranstalter. Allermeist basieren die auf den vorab verteilten Presse- Informationen der Hersteller oder der Vertriebsfirmen. Nur die wenigsten dieser Lobeshymnen waren "wahr" bzw. hatten sich wirklich erfüllt.
Die Fachblätter und Magazine waren meist (finanziell) darauf angewiesen, solche Artikel unkommentiert zu veröffentlichen, weil da allermeist auch sogenannte "flankierende Anzeigen" (hinzu) geschaltet wurden. Über diese selbstverständlich erfundenen nebulösen ("das gabs doch gar nicht") Zusammenhänge gibt es ausführliche Seiten im Hifi-Museum, weil es dort ganz besonders offensichtlich wurde, wie "das Spiel" funktioniert.

Aus dem Photokina-Bericht (in mehreren Teilen) ausgewählt :

In den 4 oder 5 einzelnen Berichten von der "photokina 1960" steht noch sehr viel von Fotografie und dem 8mm Hobby-Schmalfilm drinnen. Das sind aber Themen, die uns hier fast nicht interessieren. Die nachfolgende Seite ist daher eine stark reduzierte (und dennoch sehr lange) Version aus mehreren Heften aus 1960 und 1961. Dennoch sind die Ausführungen insbesondere der angepriesenen "Automation der Vorführtechnik" in den Kinos lesenswert. Auch die Zusammenstellung der in 1960 noch angebotenen Kinoprojektoren für 35mm und 70mm Film ist für Kino-Fans lesenswert. Wer noch mehr erfahren möchte, was von ganz am Anfang bis 1960 in der Film- und Kinobranche passierte, der lese die Rückblende 40 Jahre KTG (Kinotechnische Gesellschaft) von Narath. Auch die Seite der UFA wird gerade neu gestaltet.

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KINO-TECHNIK Nr. 1/1961 - aus dem 3. photokina-Bericht
"Objektive • Rohfilm • Magnetbänder"

Wie angekündigt, sind ein paar wirklich belanglose Messe-Exponate übergangen worden, weil es einfach langweilig ist, die abgetippten Pressseinfos nochmal und  nochmal zu lesen.
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Objektive

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Die optische Industrie ist in Europa schon immer sehr stark gewesen, sie hat die technische Entwicklung auf ihrem Gebiet zu allen Zeiten maßgeblich beeinflußt. Auch heute genießen die in England, Frankreich, der Schweiz und nicht zuletzt in Deutschland hergestellten optischen Erzeugnisse - wobei hier besonders an die Aufnahme- und Wiedergabesysteme für Photographie und Kinematographie gedacht ist - absolute Weltgeltung.

Eine japanische Sensation : „lichtstärker als das Auge"

Diese Spitzenposition zu erschüttern, war wohl der Zweck einer groß angelegten Propagandaaktion, mit der auf der photokina ein japanisches 1:0,95-Objektiv als sensationelle Neuheit herausgestellt werden sollte. Dabei war das Schlagwort „lichtstärker als das Auge" gar nicht einmal übertrieben.

Nur hätte man nicht verschweigen dürfen, daß in dieser Beziehung das Auge von fast allen modernen Objektiven erreicht oder übertroffen wird. Die inländische Industrie hatte es relativ leicht, diesen Angriff zu parieren, indem sie nämlich ganz einfach darauf hinwies, daß derartige ultralichtstarke Systeme bereits seit etwa 30 Jahren in Deutschland hergestellt werden und daß ihre Einsatzmöglichkeiten in der Atnateurphotographie sehr begrenzt sind.

Neben dem hohen Preis stehen die äußerst geringe Schärfentiefe und die Änderung des Korrektionszustandes in Abhängigkeit von der Einstellentfernung der Verwendung dieser Objektive für den allgemeinen Gebrauch entgegen. Es ist daher wenig sinnvoll, über ein Öffnungsverhältnis von etwa 1:1,4 hinauszugehen. Diese „Sensation" der photokina konnte also sehr schnell "ad absurdum" geführt werden.
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Das wars auch schon von den Japanern

Weitere waren auf dem Gebiet der Optik nicht zu verzeichnen, dafür aber eine gesunde technische Entwicklung, die ein starkes Vordringen der Objektive mit veränderbarer Brennweite (Zoom) erkennen läßt. Das gilt vor allem für den 8mm-Schmalfilm, und hier nicht nur für die Aufnahme, sondern auch für die Wiedergabe. Bei den anderen Formaten gab es hier und da neue Modelle zu sehen, die sich jedoch im Rahmen der bekannten Technik hielten und meist nur zur Abrundung des Herstellungsprogramms entwickelt wurden.

Am interessantesten waren dabei die vor allem für das Fernsehen hergestellten Systeme mit veränderbarer Brennweite und einige Spiegelobjektive. Darüber hinaus konnte die optische Industrie aber überzeugend demonstrieren, daß es ihr gelungen ist, die Qualität ihrer Erzeugnisse durch Verwendung neuer Glassorten und durch andere Verbesserungen weiterhin zu steigern.
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Objektive für die Filmaufnahme

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Anginieux

Als Neuheit wurde von dieser französischen Firma auf der photokina das Zoom „K3" 1:1,4/9 ... 36mm vorgestellt, ein Objektiv mit veränderbarer Brennweite ohne Sucher für die Verwendung in Verbindung mit 8-mm-Reflexkameras. Mit dem Vorsatz „Retro-Zoom" kann der Brennweitenbereich auf 6,5 ... 26 mm verändert werden. Beibehalten wurde das Modell „K 1" mit den Daten 1 : 1,8/8 ... 36 mm und seitlich angesetztem Reflexsucher, das in sechs verschiedenen Ausführungen für die bekanntesten 8-mm-Kameras hergestellt wird. Für 9,5- und 16-mm-Kameras wird weiterhin ein Zoom mit dem Brennweitenbereich. 17 ... 68 mm bei einer Lichtstärke von 1 : 2,2 geliefert, und zwar sowohl mit als auch ohne Reflexsucher. Bei den Objektiven mit fester Brennweite verdient vor allem das „M1" 1 : 0,95/25 mm Beachtung, das mit zu den lichtstärksten Systemen auf dem Markt zählt. Es ist für 9,5- und 16-mm-Kameras geeignet. Als Standard-Objektive stehen schließlich noch Weitwinkel-, Normal- und Telesysteme für alle Schmalfilmformate zur Verfügung.

Canon

Die japanische Firma zeigte unter anderem eine Reihe von Objektiven für Fernsehkameras, die Brennweiten von 35 mm bis zu 2000 mm umfaßt. Bemerkenswert waren auch die Zoom-Objektive, ebenfalls für Fernsehkameras, deren Brennweite in einem Verhältnis von 1 : 6,7 verändert werden kann.

ISCO

Auch hier war die bemerkenswerteste Neuheit ein Objektiv mit veränderbarer Brennweite für 8mm-Kameras. Das „Varon" hat bei einer Lichtstärke von 1 : 1,8 einen Brennweitenbereich von 9 ... 30 mm. Die Verstellung der Brennweite erfolgt mit einem Hebel. Für Entfernung und Blende sind Einstellringe vorhanden, die Skalen reichen von 1m ... oo bzw. von Blende 1,8 ... 16. Das Objektiv kann an allen Kameras mit C-Fassung verwendet werden, und zwar wahlweise mit oder ohne Reflexsucher.

Jos. Schneider & Co. Keuznach

Mit dem „Variogon"-Typ stellte die Firma neue Objektive veränderbarer Brennweite und damit variabler Bildwinkel für Autnahmegeräte der verschiedenen Schmalfilmformate und des Fernsehens vor. Das „Variogon" besteht aus einem viergliedrigen Grundobjektiv fester Brennweite und einem davor befindlichen Fernrohrsystem veränderbarer Vergrößerung. Das Fernrohrsystem erzeugt bei Vergrößerungen die längeren Brennweiten, dagegen bei Verkleinerungen die kürzeren Brennweiten, wobei in jedem Fall ein Seiten- und höhenrichtiges Bild wie bei einem Galilei-Fernrohr erhalten wird.

Carl Zeiss

Die Aufnahmeobjektive aus Oberkochen erfreuen sich nicht nur beim Schmalfilmamateur, sondern im selben Maße auch beim Berufsfilm großer Beliebtheit. Berühmt ist die Objektivserie, die Carl Zeiss für die 16- und 35mm-„Arriflex"-Kameras bereitstellt. Es handelt sich dabei um „Planare" und „Sonnare" verschiedener Lichtstärken und Brennweiten. Die Reihe würde jetzt für das 16-mm-Format durch zwei neue „Planare" 1:2/16 bzw. 25 mm nach den kurzen Brennweiten hin erweitert, so daß nunmehr Objektive von 16 bis 135 mm Brennweite zur Verfügung stehen.

Rohfilm

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Einleitung

Seit jeher werden an den Emulsionschemiker immer wieder zwei Forderungen gestellt: Erhöhung der Filmempfindlichkeit und möglichst feine Verteilung das Silberkorns. Das sind an sich zwei Dinge, die sich gegenseitig ausschließen, denn grundsätzlich wird der Film mit steigender Empfindlichkeit immer grobkörniger. Daß es aber möglich ist, diese höchst unerwünschte Begleiterscheinung in erträglichen Grenzen zu halten, hat die Rohfilm-Industrie im Laufe der letzten Jahre überzeugend bewiesen. Noch vor gar nicht langer Zeit lag die obere Grenze selbst für die Großformat-Photographie erst bei etwa 21 DIN - heute ist es möglich, 8mm-Schmalfilm mit einer Empfindlichkeit von 27 DIN herzustellen, während man bei größeren Formaten bereits weit über 30 DIN hinaus ist.

Dabei sind Auflösungsvermögen, Kontrast und Körnigkeit so gut, daß selbst die höchstempfindlichen Sorten für die Praxis voll verwendungsfähig sind. Beim Schmalfilm hängt das natürlich auch weitgehend von der Verarbeitung ab, die fast allgemein von den Herstellerfirmen oder von leistungsfähigen Kopieranstalten ausgeführt wird. Wertvolle Vorarbeit hat hier die chemische Industrie geleistet, die ständig bemüht ist, neue und bessere Chemikalien für den photographischen Prozeß zu finden.

Beim Farbfilm hat sich gezeigt, daß der für größere Formate vorteilhafte Dreischichtenfilm mit Farbkupplern in der Schicht für das 8mm-Format nicht so gut geeignet ist, da seine Bildschärfe für die starke Vergrößerung häufig nicht mehr ausreicht. Die meisten Firmen sind daher dazu übergegangen, diese Filme nach Verfahren herzustellen, bei denen sich die Farbkuppler im Entwickler befinden.

Schwierigkeiten bereitet immer noch die Herstellung von Farbumkehr-Duplikaten nach 8mm-Farbumkehr-Originalen, da der Verlust in Lichtern und Schatten beträchtlich ist. Von der Anfertigung solcher Kopien sollte man daher nur in dringenden Fällen Gebrauch machen. Günstiger liegt in dieser Hinsicht das 16-mm-Format, für das ein Farbumkehr-Aufnahmematerial mit sehr flacher Gradation geschaffen wurde, das stets dann verwendet werden soll, wenn von vornherein feststeht, daß Kopien von diesem Film benötigt werden. Sie lassen sich bei Verwendung von Umkehr-Duplikatfilm in einwandfreier Qualität herstellen, und auch das Original ist mit gewissen Einschränkungen projizierbar, obwohl vom Hersteller davon abgeraten wird.

Beim 35mm-Film vollzieht sich die technische Entwicklung schrittweise und im wesentlichen von der Allgemeinheit unbemerkt. Ständig wird an der Verbesserung des Materials gearbeitet, so daß sich sensationelle Erfolge praktisch von selbst ausschließen. Die an diesen Film gestellten Forderungen sind so hoch, daß man sich keine Experimente erlauben kann. Neue Emulsionen oder Verarbeitungsverfahren lassen sich daher erst nach sorgfältiger Erprobung in die Praxis einführen.

Der technische Stand in der Fertigung ist auch bei allen Herstellern etwa gleich, das Angebot in Schwarzweiß-Filmen umfaßt im allgemeinen eine Sorte für Außenaufnahmen mit mäßiger Empfindlichkeit (etwa 17 DIN), aber sehr feinem Korn, einen Universalfilm mit etwa 20 DIN für innen und außen und eine höchstempfindliche Sorte (27 DIN und mehr) für Aufnahmen unter ungünstigsten Lichtverhältnissen. Dazu kommen dann noch Spezialemulsionen für die Lichttonaufnahme, Kopierfilme und Duplikatfilme.
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Adox

Als Universalfilm für Schwarzweiß-Aufnahmen wird der „U 17" Umkehrfilm im 2 X 8- und 16-mm-Format geliefert. Dazu kommt noch der 16-mm-Negativfilm „N 17", der dann verwendet wird, wenn Kopien gezogen werden sollen. Alle Filme haben eine Empfindlichkeit von 17 DIN. Für den 8-mm-Amateur ist besonders in der lichtarmen Jahreszeit der höchstempfindliche „U27" von Bedeutung, dessen Empfindlichkeit 27 DIN entspricht. Mit ihm lassen sich Zimmeraufnahmen auch ohne großen Aufwand an Beleuchtung durchführen. Der Film wird als 7,5-m-Spule geliefert.

Agfa

Während das Angebot der Agfa auf dem Normalfilm-Sektor unverändert blieb, konnte beim Schmalfilm eine Erweiterung vorgenommen werden. Neu hinzugekommen ist hier ein hochempfindlicher Agfacolor-Umkehrfilm für Kunstlicht im 8mm- und 16mm-Format. Der „CK 16" als Film für Innenaufnahmen ergänzt den bekannten „CT 13", dem als Tageslichtfilm die Außenaufnahmen vorbehalten sind. Die Empfindlichkeit entspricht etwa 16u DIN; hervorgehoben werden der große Belichtungsspielraum, das feine Korn und die gute Schärfe. Im Farbcharakter wurde eine möglichst weitgehende Übereinstimmung mit dem „CT 13" angestrebt, um beide Sorten in einem Film verwenden zu können, ohne daß störende Farbsprünge auftreten.

Ferrania

Vor kurzem erst brachte diese italienische Firma einen 35mm-Farbnegativfilm heraus, dessen gute Eigenschaften jetzt Veranlassung gaben, ihn auch für 16 mm zu konfektionieren. Zusammen mit dem Ferraniacolor-Positivfilm bildet er ein Negativ-Positiv-Verfahren, mit dem sich sehr gute Ergebnisse erzielen lassen. Eine Neuentwicklung ist der Farbumkehr-Film für Kunstlicht mit einer Empfindlichkeit wie 15 DIN. Als neu ist auch ein Farbumkehr-Duplikatfilm zu bezeichnen, mit dem sich einwandfreie Duplikate nach 8- oder 16-mm-Farbumkehr-Originalen herstellen lassen. Mit 35mm Breite ist er zum Duplizieren von Diapositiven geeignet. Das Fabrikationsprogramm umfaßt ferner mehrere 8- und I6-mm-Sorten in Schwarzweiß und Farbe. Außerdem hat sich die Firma auch des 9,5-mm-Formats angenommen, für das Schwarzweiß- und Farbumkehr-Film geliefert wird.

Kodak

Die modernen Aufnahmematerialien weisen fast durchweg so hohe Qualität auf, wie sie nach dem heutigen Stand der Technik überhaupt nur möglich ist. Die Weiterentwicklung vollzieht sich auch bei intensivster Forschungsarbeit nur schrittweise und läßt sich keineswegs so steuern, daß zu bestimmten Terminen mit überraschenden Neuheiten aufgewartet werden kann. Die Firma Kodak, international wohl der führende Rohfilmlieferant, hat erst im Laufe des vergangenen Jahres ihren neuen 35mm-Farbnegativ-Film Typ „5250" herausgebracht, so daß auf der photokina selbst keine ausgesprochenen Neuentwicklungen mehr herausgestellt werden konnten. Die neue Emulsion, über die bereits im Heft 8/1960 eingehend berichtet wurde, ist doppelt so empfindlich wie der bisherige Typ „5248". Das ist besonders im Hinblick auf die wegen der relativ langbrennweitigen Objektive geringe Tiefenschärfe bei Breitfilmaufnahmen von Bedeutung.

Nicht ganz so neu, aber nicht weniger wichtig, ist der 16mm-Ektachrome Commercial-Film, ein Umkehrmaterial, das wegen seiner flachen Gradation als Ausgangsmaterial für Umkehrduplikate gedacht ist. Denn ein den Ansprüchen genügender 16mm-Farbnegativfilm war ja bisher noch nicht auf dem Markt. Außer diesen neuen Materialien bietet Kodak ein reiches Programm an Schwarzweiß- und Farbfilmen für den beruflich Arbeitenden wie für den Amateur, für den besonders der 8mm-Kodachrome-Film interessant ist, der bezüglich Schärfe bisher wohl unerreicht ist.

Perutz

Vor einigen Monaten wurde das Farbfilm-Sortiment durch den Umkehrschmalfilm „C14" ergänzt. Er hat eine Empfindlichkeit wie 14° DIN und wird nach einem Verfahren hergestellt, das ein Höchstmaß an Farbsättigung und Schärfe und damit Vergrößerungsfähigkeit bei der Projektion verbürgt. Der Füm ist zunächst nur in der am häufigsten verwendeten Doppelachtspule 7,5m auf dem Markt. Die wohl meistbeachtete Nachricht über das Schwarzweiß-Schmalfilmprogramm war vor kurzem die bis 25% betragende Preissenkung für die Doppelacht-Filme der „Perkine"-Sorten „U15", „U21" und „U27".

Als erster Hersteller entschloß sich Perutz zu dieser Preissenkung, die auf Grund gezielter Rationalisierung in modernsten Fabrikationsanlagen sowie durch die stetige Zunahme des Verkaufsvolumens möglich wurde.

  • Anmerkung: Ein typischer - kommentarlos vom Redakteur übernommener - Marketing Spruch, wenn die Umsatzzahlen merklich einbrechen, weil entweder die Preise zu hoch angesetzt waren oder der Wettbewerb besseres Material zu gleichen Preisen anbot.


Beim 35mm-Format liefert Perutz ein komplettes Programm für die Spielfilmproduktion. Der Negativfilm „Perkine 17" ist besonders für Außenaufnahmen geeignet. Er ist panchromatisch sensibilisiert mit gesteigerter Grünempfindlichkeit und sehr feinkörnig bei großem Belichtungsspielraum. Seine Empfindlichkeit beträgt 17° DIN.
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Magnettonbänder und Zubehör

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Einleitung

Entsprechend dem zunehmenden Interesse der Schmalfilm-Amateure an Vertonungsarbeiten, ist das Magnettonband heute oft Gegenstand ernster Diskussionen. Insbesondere die Vierspur-Technik hat manche Probleme aufgeworfen, und gar manchmal sind Meinungen und „Urteile" zu hören, die der nüchternen Nachprüfung nicht standhalten.

Die anfangs aufgetretenen Schwierigkeiten sind durch die bei der Vierspur-Technik nur noch etwa 1mm breite Magnetspur bedingt gewesen. Diese schmale Spur stellte an die Magnettonbänder Anforderungen, die bis dahin nur für bestimmte Anwendungen im professionellen Bereich von Bedeutung waren. Einwandfreie Bandführung und satte Auflage des Magnetbandes an den Magnetköpfen waren mit der Einführung der Vierspur-Technik erstrangige Probleme geworden.

Die Magnetbänder mußten deshalb äußerst schmiegsam sein und bei hoher Abriebfestigkeit beste Oberflächengüte haben, um einwandfreien magnetischen Kontakt zwischen Band und Magnetkopf zu gewährleisten.

Die heutigen Langspielbänder und Doppelspielbänder erfüllen die Forderungen der Vierspur-Technik voll und ganz. Eingehende Untersuchungen haben klar gezeigt, daß die anfangs aufgetretenen Beanstandungen zum größten Teil auf die Verwendung alter, für diese Technik nicht geeigneter Magnetbänder zurückzuführen gewesen sind, da das benutzte Trägermaterial nicht die guten elastischen Eigenschaften und die Oberflächengüte der modernen Tonbänder hatte.

Hinzu kommt, daß oftmals Bänder benutzt wurden, die infolge falscher Handhabung mechanisch deformiert waren, deshalb keine satte Anlage am Magnetkopf hatten und zu Lautstärkeschwankungen Anlaß gaben. Eine weitere Störungsursuche waren kleinste Staubkörnchen auf der Schicht, die den magnetischen Kontakt ebenfalls verschlechterten. Höchste Sauberkeit ist deshalb geboten.

Moderne Tonbänder haben eine staubabweisende antistatische Oberfläche. Außerdem werden sie heute durchweg in verschweißten Plastikhüllen geliefert, so daß der Käufer die Gewähr hat, nicht nur ein staubfreies, sondern auch ein jungfräuliches Band zu erhalten.

Agfa

Für Amateurzwecke kommen vorzugsweise das Langspielband PE 31 und das Doppelspielband PE 41 - beide auf Polyester-Unterlage - in Betracht, die gegenüber Standardband für Spulen gleichen Durchmessers eine 50% beziehungsweise 100% längere Spieldauer haben. Beide Bänder sind für Vierspur-Aufnahmcn geeignet. Das Signier-Tonband PE 31 S ist für die Schmalfilm-Vertonung besonders wichtig, denn auf der mattweißen Rückseite dieses Bandes lassen sich alle für die Vertonungsarbeit wichtigen Markierungen und Beschriftungen aufbringen.

BASF

Neben dem Langspielband LGS 35 sind in erster Linie das Doppelspielband LGS 26 auf Luvitherm-Basis und das Doppelspielband PES 23 auf Polyester-Basis für den Amateur bestimmt. Sie erfüllen alle Forderungen, die die Vierspur-Technik an das Tonband stellt. Für Vertonungsarbeiten des Schmalfilm-Amateurs liefert die BASF das Signier-Tonband LGS 55, ein Standardband mit gelber, beschreibbarer Rückseite für Markierungen.

Zwei für die praktische Arbeit mit dem Magnettongerät besonders wichtige Bänder sind das BASF-Justierband und das auf der photoklna zum erstenmal gezeigte BASF-Rasterband. Sollen Tonbänder auf verschiedenen Tonbandgeräten wiedergegeben werden, dann muß unbedingt sichergestellt sein, daß die Spaltrichtung genau senkrecht zur Aufzeichnungsrichtung auf dem Band ist. Bei Abweichungen von dieser Stellung treten Qualitätsverluste infolge Abfalls der hohen Frequenzen auf.

Das Justierband enthält als Aufzeichnung ein „weißes" Rauschen. Ohne Verwendung von Meßinstrumenten läßt sich beim Abspielen dieses Bandes die exakte Senkrechtstellung des Magnetkopfspaltes dadurch einjustieren, daß man den Magnetkopf so eintaumelt, daß das hörbare Rauschen am lautesten wird. Das Rasterband dient zur schnellen und einfachen Prüfung von Magnettongeräten auf remanenten Magnetismus im Zuge der Bandfuhrung sowie zur Prüfung der Symmetrie des HF-Lösch-und -Vormagnetisierungsstromes.

Die erreichbare Dynamik hängt wesentlich davon ab, daß das Magnetband keinen remanenten Magnetismus aufweist. Sind Teile der Bandführungen magnetisch, so hat dieser Restmagnetismus eine konstante Vormagnetisierung des Bandes zur Folge, die den Rauschpegel ansteigen läßt und damit die Dynamik herabsetzt. Die gleiche Wirkung hat eine Unsymmetrie des zur Vormagnetisierung und Löschung benutzten HF-Stromes.

Die Schicht des Rasterbandes ist nun in viele etwa 1,5mm lange Stückchen aufgeteilt, die bei konstanter Magnetisierung des Rasterbandes kleine Magnete derselben Länge auf dem Band bilden, so daß beim Abspielen des Bandes im Lautsprecher ein schnarrendes Geräusch hörbar wird. Durch Entmagnetisierung aller mit dem Magnetband in Berührung kommender Führungselemente und durch Symmetrierung des HF-Stromes läßt sich der Pegel des Störgeräusches kontrollieren und auf ein Minimum bringen.

  • Und jetzt kommt es - zuletzt - die absolut hochinteressante Info :


Nützliches Zubehör sind das in sechs (wirklich 6) Farben erhältliche Vorspannband, das Schaltband und die Klebegarnitur.
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Ferrania

Das Magnetband R 42 hat einen 35u dicken Träger aus Zellulosetriazetat mit einer 15u dicken magnetisierbaren Schicht. Es wird in handelsüblichen Packungen auf 18cm-Spulen (360 m), 13cm-Spulen (180 m) und 8cm-Spulen (50 m) geliefert. Die Empfindlichkeitsschwankungen über eine Bandlänge liegen für 400 Hz bei max. ± 0,25 dB, für 5000 Hz bei max. ± 0,5 dB.

Gevaert

Als Typ M liefert Gevaert ein „Gevasonor"-Band mit 34u dickem Kunststoff-Träger und 12u dicker Magnetschicht und als Typ L.R. ein dünnes Band mit 20u dickem Träger. Die Koerzitivkraft beider Typen ist 280 Oerstedt, der remanente Magnetismus 800 Gauß und die Sättigung der Feldstärke beziehungsweise der Induktion etwa 900 Oerstedt bzw. 1200 Gauß. Innerhalb des üblicherweise benutzten Frequenzbereiches schwankt bei normalem Pegel (15dB unter Maximalpegel) die Empfindlichkeit von Bändern verschiedener Chargennummern um max. 2 dB. Der Modulations-Aussteuerungsbereich beträgt für 2% Klirrfaktor bei 1000 Hz über -60 dB. Nach Löschen einer 1000-Hz-Aufzeichnung mit einem 4% Klirrfaktor erzeugenden Pegel liegt die Restmagnetisierung 70 dB unter diesem Pegel.

KINO-TECHNIK. Nr. 2/1961 - der 4. photokina-Bericht
Technische Einrichtungen für das Filmtheater

Wie weiter oben bereits erläutert, sind einige ganze (langweilige) Bereiche übersprungen worden. Und selbst hier sind langweilige Passagen aus den abgedruckten Pressetexten zu lesen.
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Normalfilm-Projektoren

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Einleitung

Die Weiterentwicklung der Normalfilm-Projektoren beschränkte sich in den letzten Jahren im wesentlichen auf Verbesserungen von Details und auf die Bereitstellung neuen Zubehörs. Automation und Fernbedienung stehen dabei im Vordergrund.

Theatermaschinen für 70mm-Film werden jetzt von allen Firmen des Inlands und von fast allen des Auslands geführt. In ihrem prinzipiellen Aufbau sind sie alle sehr ähnlich, und auch in dem Vermögen, schnellstens von einer Filmbreite auf die andere übergehen zu können, stimmen sie weitgehend überein.

Eugen Bauer (eine BOSCH Tochterfirma)

Auf der photokina sah man die bekannten Typen der Normalfilm-Projektoren: „U2", einen Hochleistungsprojektor für 35mm- und 70mm-Film, „B14" für mittlere und große Lichtspieltheater sowie „B11" für kleine und mittlere Theater. Je nach geforderten Lichtströmen lassen sich diese Projektoren mit verschiedenen Spiegellampen ausstatten, beispielsweise mit der „Hi90" (bis 95A belastbar), mit der „Hi170", die für 120 ... 140A und 160 ... 180A Belastbarkeit geliefert wird, sowie schließlich mit der Xenonlampe „BLFIX", die statt mit 2000-Watt- Xenonkolben für kleine und mittlere Theater auch mit 1000-Watt-Xenonkolben und ohne Kaltlichtspiegel lieferbar ist. - Erwähnt sei noch der Diawechsler mit Schwenkblende, der Vorführung ohne Dunkelpause ermöglicht.

Cinemeccanica

Das Produktionsprogramm dieser italienischen Firma umfaßt das gesamte Gebiet des kommerziellen Lichtspielwesens - vom transportablen Normalfilm- Kofferprojektor mit Glühlampe bis zur Baureihe der Theatermaschinen für 35mm-Film mit Bogen- und Xenonlampe und zum Universal-Projektor für 35 und 70mm, vom einfachen Verstärker bis zur 6-Kanal-Anlage für Todd AO und gleichartige Verfahren, von Umformern bis zu Gleichrichtern für Bogen- und Xenonlampen und von der Photozelle bis zum Perlmutt-Bildschirm.

Die Reihe der Tonfilmprojektoren eröffnet das Modell „Victoria IV/E" für mittlere und kleine Theater. Es ist für die Wiedergabe von 35mm-Lichttonfilmen geeignet und mit einem Lichttonverstärker ausgestattet. Als Lichtquelle findet die Spiegelbogenlampe „Zenith V" mit elliptischem Spiegel von 350mm Durchmesser für Stromstärken von 30 ... 80 A Verwendung. Der Projektor „Victoria V/R", ebenfalls für 35mm-Film, kommt für mittlere und große Theater in Betracht und kann sowohl Lichtton- als auch Magnettonfilme wiedergeben. Auch hier sind die Vorverstärker eingebaut, außerdem hat die Maschine einen Revolverkopf mit drei Projektionsobjektiven.

Für die Luftkühlung ist ein unabhängiges Kühlgebläse vorhanden. Es können Kohlebogenlampen oder auch die Xenonlampe „SAC X" für Xenonkolben XBO 2001 als Lichtquellen verwendet werden. Die Kombination „Victoria IV/Cb" mit 900-Watt-Lampe und Lichttongerät, Verstärker „C30 PE", Lautsprecher und Stromversorgung wird als geschlossene Einheit für den Einbau in Passagierschiffe angeboten.

Als Neuheit konnte in Köln das Modell „Victoria 8" vorgestellt werden, ein Universal-Projektor für 35- und 70mm-Film. Es ist eine besonders preisgünstige Maschine in offener Bauweise, das heißt mit freiliegendem Filmlauf. Sie ist mit je einem Lichtton-und Magnettonabtastgerät, letzteres für 4 und 6 Kanäle, versehen, ferner mit Kegelblende sowie Wasser- und Luftkühlung mit unabhängigem Gebläsemotor. Die Wiedergabegeschwindigkeit kann auf 24 oder 30 B/s eingestellt werden. Ein Revolverkopf nimmt drei Objektive auf. In Verbindung mit der Schnellwechselvorrichtung für das Bildfenster ermöglicht er den unmittelbaren Übergang von einem Bildformat zum anderen.

Das größte Modell, der Universal-Projektor „Victoria X" für 35- und 70mm-Film, wird in offener oder geschlossener Ausführung geliefert. Sein Magnettonabtastgerät hat außer der großen Schwungmasse einen zwischen zwei Zahnrollen angeordneten hydraulischen Dämpfer für die Filmberühigung. Der doppelseitige Tonkopf ist auf der einen Seite für die Abtastung von 4Spur- und auf der anderen Seite für die Abtastung von 6Spur-Tonaufzeichnungen eingerichtet. Lichtton- und Magnettonverstärker für 6-Kana!-Wiedergabe sind eingebaut.

Auch diese, vor allem für größte Theater bestimmte Maschine hat einen Revolverkopf mit drei Projektionsobjektiven und kann in der Filmgeschwindigkeit auf 24 oder 30 B/s eingestellt werden. Als Lichtquelle wird für die Ausleuchtung sehr großer Bildwände die Spiegelbogenlampe „Super-Zenith 450" für Stromstärken bis zu 120 A mit elliptischem Kaltlichtspiegel von 450 mm Durchmesser verwendet. Der Projektor kann mit allen für die moderne Filmwiedergabo erforderlichen Einrichtungen - automatische Überblendung, Fern-Scharfeinstellung - und in Verbindung mit Xenonlampen auch für automatischen Betrieb hergerichtet werden. Auf der photokina wurden zwei Projektoren im Betrieb gezeigt, die von einem Rank-Automaten gesteuert wurden.

Fedi

Auch bei dieser Firma standen die Universal-Projektoren zur Wiedergabe von 35- und 70mm-Filmen im Vordergrund des Interesses. Die Maschinen zeichnen sich, wie alle italienischen Geräte, nicht zuletzt durch den niedrigen Preis aus.

Das Spitzenmodell ist der „T70", eine Maschine, die auch schon in Deutschland in Betrieb ist und sich in jeder Hinsicht bewährt hat. Sie weist die von dieser Firma bevorzugte „Monoblock"-Bauweise auf mit organisch eingebautem Motor, Lichttongerät und 4/6-Kanal-Magnettongerät. Der Projektorkopf ist luft- und wassergekühlt, ein 380/220-V-Antriebsmotor transportiert den Film über ein umschaltbares Getriebe mit 24 oder 30 B/s. Vier Objektivhalter, die je ein Objektiv aufnehmen, können bei laufender Maschine vor den Projektorkopf geschwenkt werden und ermöglichen einen schnellen Übergang von einem Format zum anderen.

Für 70mm-Film wird ein spezielles Objektiv verwendet, das eine Bildgrößenveränderung bis zu 8% zuläßt. Die Filmführung entspricht mit ihrer gewölbten Gleitbahn, die einer Filmwölbung um die Längsachse entgegenwirkt, der bei 70mm-Projektoren üblichen Bauweise. Um die mechanische Beanspruchung des Filmes herabzusetzen, werden doppelt verzahnte und damit für beide Filmbreiten geeignete Transportrollen großen Durchmessers verwendet.

Die Anzahl der Zähne beträgt bei 35mm-Film 40 (gegenüber 32 bei normalen Projektoren) und bei 70mm-Film 50. Die zweiseitig gelagerten Schaltrollen haben 16 bzw. 24 Zähne. Die Andruckrollen sind so gestaltet, daß sie beim Übergang von einer Filmbreite auf die andere nicht ausgewechselt zu werden brauchen. Um das Bild genau auf die Größe der Bildwand einrichten zu können, läßt sich das Bildfenster bei laufender Maschine in Höhe und Breite verändern.

Den für die Ausleuchtung größter Bildwände erforderlichen Lichtstrom liefert eine HI-Lampe mit 420mm-Spiegel. Sie arbeitet mit rotierender Positiv-Kohle und kann bis 140 A belastet werden. Ein Kühlgebläse verhindert übermäßige Erwärmung des Lampenhauses. Die Lampen-Schnellzündvorrichtung setzt beim Einschalten den Zündstrom so weit herab, daß Beschädigungen des Spiegels vermieden werden. Der automatische Kohlennachschub wird mit Hilfe einer optisch-thermischen Einrichtung sehr genau gesteuert. Beobachtung und Justierung des Kraters erfolgen in der üblichen Weise über Mattscheiben mit Fadenkreuz an beiden Seiten des Lampenhauses.

Ein Bedienungsfeld enthält außer Anlasser und Sicherheitsausschalter auch den Regler für den Tonlampenstrom und ein Kontrollinstrument. Die Tonlampe wird entweder aus dem im Säulenfuß eingebauten Tonlampengleichrichter oder über einen Netztrafo gespeist. Lichtton- und 4/6-Kanal-Magnettongerät sind organisch in den Projektorkopf einbezogen. Genügend groß dimensionierte Schwungmassen und mechanische Filter sorgen für einwandfreien Gleichlauf des Films an der Tonabtaststelle.

Einen in der Ausführung etwas einfacheren Universal-Projektor für 35- und 70mm-Film bringt die Firma unter der Typenbezeichnung „FD XIT" heraus. Diese Maschine dürfte besonders vom Preis her interessant sein. Sie ist das Gegenstück zu der auf der photokina 1958 gezeigten „FD XV", der wohl heute noch preisgünstigsten 35mm-Theatermaschine auf dem Markt. (Deutsche Vertretung: Schwarz-Filmton OHG.)

Frieseke & Hoepfner

Hauptanziehungspunkt auf dem Stand von Frieseke & Hoepfner waren vier betriebsfertig angeschlossene Projektoren, und zwar ein Universalprojektor 35/70 in Rechtsausführung mit Xenon-Lampe, eine „FH 66" in Linksausführung mit Xenon-Lampe, eine „FH 99/HI" und eine „FH 66". Die beiden erstgenannten Maschinen wurden über eine Vorführautomatik betrieben und in wechselweisem Überblendungsbetrieb automatisch oder manuell gesteuert. Sie waren mit Objektiv-Fernscharfeinstellung ausgerüstet und projizierten ein Todd AO- oder Normalbild auf eine Bildwand von 4 X 2m. Die „FH 99/HI", ebenfalls mit Objektiv-Fcrnscharfeinstellung und außerdem ferngesteuerter Bildstrichverstellung, war mit einer bis zu 150 A belastbaren Hochintensitätslampe, wie sie für den Unversalprojektor bei HI-Betrieb verwendet wird, ausgerüstet.

Als Kohle fand die Conradti/Hemera Hi-Vollmantel-Docht- Rechteckkohle mit Luftkanälen, Belastungsbereich von 90 bis 150 A, Verwendung. Die seit langem bewährte „FH 66" war mit einem 356mm-Kaltlichtspiegel und dem neuentwickelten Objektivrevolver mit Formatschiebern ausgerüstet.

Besondere Aufmerksamkeit wurde der Entwicklung neuen Zubehörs geschenkt, mit dem nicht nur die neuesten Baumuster, sondern auch früher gelieferte Projektoren ausgestattet werden können. Von Bedeutung sind hier vor allem der Objektivrevolver, die Fernscharfeinstellung und der Überblendungsautomat. Der Objektivrevolver tritt an die Stelle des normalen Objektivhalters der „FH 66-77". Er nimmt drei Objektive verschiedener Brennweite für Normalfilm, Breitwand und Cinemascope auf.

Beim Einsetzen der Objektive wird die Bildschärfe grob eingestellt. Eine Korrektur kann von Hand oder durch Fernsteuerung mit Hilfe der eingebauten Feineinstellung vorgenommen werden. Die mit dem Objektivrevolver zu erreichende Zeitersparnis beim Formatwechsel wird durch die Formatschieber noch erhöht. Ihr Wechsel erfolgt ohne Abklappen des Objektivhalters durch Herausziehen oder Einschieben in die seitlich ausgefräste Gleitbahn.

Bei Brennweiten unter 70mm ist der Breitbildschieber mit einer Bildfensterlinse versehen. Bei sehr großen Projektionsentfernungen war das genaue Einstellen der Bildschärfe bisher sehr schwierig und teilweise nur mit Hilfe eines Fernglases möglich. Auch wurde die Beurteilung des Bildes durch die störende Vorführraumbeleuchtung und durch das Kabinenfenster beeinträchtigt. Die ferngesteuerte elektrische Scharfeinstellung schafft hier Abhilfe. Das Steuerkästchen für die Bildschärfeverstellung wird im Zuschauerraum angebracht, von wo aus die erforderlichen Korrekturen vorgenommen werden können. Voraussetzung für den Anbau der ferngesteuerten Schärfeeinstellung ist eine eingebaute Feineinstellung.

Um den Vorführer von Routinearbeiten zu entlasten, wurde ein Überblendungsautomat entwickelt. Grundlage hierzu ist die wartungsfreie Xenonlampe, die eine Beobachtung des Lichtbogens überflüssig macht. Der Vorführer muß lediglich vor Beginn der Vorstellung das gesamte Programm zusammenstellen und bei den Achtungszeichen an den Aktenden metallisierte Kontaktstreifen aufkleben, welche die Überblendungsimpulse an das Schaltwerk geben. Der Überblendungsautomat setzt sich aus drei Gruppen zusammen: dem Bedienungsgerät, dem Schaltwerk und dem Schleifkontakt am Projektorkopf. Vor Beginn der Vorstellung wird mit Hilfe der Drucktasten im Bedienungsgerät der gewünschte Ablauf des Programms vorgewählt und dann von irgendeinem Punkt im Kino - Kasse oder Zuschauerraum - aus durch Knopfdruck die erste Maschine in Betrieb gesetzt. Der Automat veranlaßt beim Ankommen des Schaltimpulses das Zünden der Lampe, Anfahren der Maschine und die zeitlich richtige Freigabe des Lichtstromes.

Nach Durchlauf des Aktes gibt der Kontaktstreifen einen weiteren Impuls an das Schaltwerk, das dann die zweite Maschine zündet, anlaufen läßt und bei der nächsten Kontaktgabe überblendet. Nach Durchlauf des Endbandes schaltet die erste Maschine automatisch ab. Wird nach der Wochenschau eine Pause gewünscht, so kann sie ebenfalls vorgewählt werden. In den Ablauf des Schaltwerkes können ferner noch weitere Arbeiten einbezogen werden, wie „Bandspieler an", „Saallicht aus", „Dia-Automat an", „Vorhang und Abdeckung auf". „Gong", „Rampenlicht aus" und am Ende der Vorstellung „Saallicht an", „Vorhang zu",

Bei Zündstörungen der Xenonlampe läuft die Maschine nicht an, sondern stellt sich selbsttätig auf Pausenkommando um. Der Vorführer kann jedoch auch zwischendurch eine Handbedienung der Maschinen vornehmen, ohne den Ablaufsinn der Automatik zu stören.
In den Bedienungskasten des Automaten kann die bereits beschriebene Fernsteuerung zur Scharfeinstellung des Objektives eingebaut werden.

Um einen Automaten verwenden zu können, müssen die Projektoren vollkommen elektrisch gesteuert werden. Vor allem sind die Lampenhäuser mit einer elektromagnetischen Überblendungseinrichtung auszustatten. Die FH-Überblendung besteht aus zwei Drehmagneten, von denen je einer im Lampenhaus eingebaut ist. Nach erfolgter Erregung von Hand oder durch den Automaten öffnet der eine Drehmagnet die Lichtverschlußklappen der neu anlaufenden Maschine und schaltet die Tonlampe ein, während der zweite Drehmagnet gleichzeitig die Lichtverschlußklappen der anderen Maschine schließt und die Tonlampe ausschaltet.

Philips

Der Universal - Projektor „DP70" aus dem Philips-Programm war die erste 35-/70mm - Maschine, die auf den Markt kam. Sie wird auch heute noch in im wesentlichen unveränderter Form hergestellt und hat sich in zahlreichen Theatern aller Länder bewährt. Sie ist das Spitzenerzeugnis der Philips-Projektorenreihe, die ferner die Modelle „FP5", „FP6", „FP7" und „FP56" umfaßt. Für diese zeigte Philips auf der photokina als Neuheit ein Lampenhaus, das für SPP-Lampen-Betrieb eingerichtet ist. Das neue Lampenhaus „EL 4465" ist für die Umstellung von Bogenlampen-Projektoren der „FP"-Reihe auf den Betrieb mit Impulslampen SPP 800 geschaffen worden. Es kann bequem auf den Lampentisch dieser Projektoren aufgestellt werden und ersetzt dann Kohlebogenlampen mit Reinkohle und HI-Kohle bei Stromstärken bis etwa 50 A.

Durch den Einbau dieses Lampenhauses erhalten die Projektoren die günstigen Eigenschaften des bekannten Philips-Projektors „FP20S". Man erreicht konstanten Lichtstrom, sehr gleichmäßige Lichtverteilung und hohe Lichtausbeute. Bei geringer Wartung liegen die Betriebskosten sehr niedrig. Wichtig ist ferner, daß die Lampe sich auch gut für Automatik-Betrieb eignet. Geringe Wärmeausstrahlung, längere Lebensdauer des Projektors sowie unbegrenzte Vorführdauer sind weitere Vorzüge.

In seinen Hauptelementen entspricht das Umbau-Lampenhaus dem Lampenhaus des Impulslampen-Projektors „FP20S". Genau wie dieses, enthält es einen Lampenrevolver mit zwei Lampen für die automatische Umschaltung der Bildlampe auf die Reservelampe bei plötzlichem Ende der Lebensdauer. Der Lichtstrom der Lampe beträgt 5000lm bei Verwendung einer Normalbild-Maske und eines Projektionsobjektives vom Öffnungsverhältnis 1:1,6.

Für die Speisung der Impulslampe wird der auch für die „FP20S" gebrauchte Pulsator benutzt. In dem Umbau-Lampenhaus ist ein Platz vorgesehen zum Einbau des Philips-Übernahmeautomaten. Es kann außerdem auch mit einer kippbaren Spiegelvorrichtung für den Anschluß einer angebauten Dia-Einrichtung versehen werden.

VEB Kamera- und Kinowerke (Dresden ?)

Als Weiterentwicklung der Theatermaschinen „D2", deren grundlegende Konstruktionselemente beibehalten wurden, zeigt das Modell „D21" einige Verbesserungen, durch die der Projektor dem neuesten Stand der Technik angeglichen wird. So konnte durch Verwendung einer 125-A-HI-Lampe die Lichtleistung den Forderungen der Breitwandverfahren entsprechend erhöht werden. Weitere Neuerungen sind der schnell auswechselbare Objektivhalter mit Mikrometer-Feineinstellung, die auswechselbaren Bildformatschieber und das vom Projektorwerk angetriebene 4-Kanal-Magnettongerät.

Eine weitere Neuheit ist der Zweiband-Projektor, der das gleichzeitige und synchrone Abspielen von 35mm-Bildfüm und 17,5mm-Magnetfilm gestattet. Mit dieser zusätzlichen Einrichtung können die Projektormodelle „DU"und „D21" ausgestattet werden.

Zeiss Ikon

Zu den wenigen Neuheiten der photokina zählte vor allem das Projektionsverfahren „arc 120", das aus Amerika stammt und auch in Europa Bedeutung erlangen wird. Es erreicht eine dem Cinerama entsprechende Projektionsbildgröße und -Wirkung, erfordert jedoch einen wesentlich geringeren technischen Aufwand.

Entscheidend ist vor allem, daß die in den Filmtheatern vorhandenen Projektoren weiterverwendet werden können. Sie müssen lediglich mit einem optischen Vorsatz ausgestattet werden, der die beiden auf dem Film senkrecht nebeneinander angeordneten Teilbilder zu einem Projektions-Großbild zusammenfügt. Dieser Vorsatz wird von Zeiss Ikon hergestellt und vertrieben. Im Novemberheft 1960 wurde bereits ausführlich über das neue Verfahren berichtet.

(Zeiss Ikon Vertrieb von) Prevost Projektoren

Viel Interesse fand auch der von Prevost in Italien hergestellte Universal-Projektor für 35- und 70mm-Film, den Zeiss Ikon unter der Typenbezeichnung „Favorit 70" in Deutschland vertreibt. Die bereits bewährte Maschine bietet einen hohen Bedienungskomfort und erfüllt alle Forderungen, die an einen modernen Projektor gestellt werden. Eine Revolverscheibe mit 3 Objektiven ermöglicht bei der Wiedergabe von 35mm-Filmen den schnellen Wechsel von einem Format zum anderen. Das Objektiv für die Projektion von 70mm-Film wird von einem Schwenkhalter aufgenommen. In der gewölbten Filmbahn lassen sich die Filmandruckbänder mit einem Mikrometer einstellen. Die Maschine ist luft- und wassergekühlt und mit einem Handgriff auf die Transportgeschwindigkeiten 24 oder 30 B/s einzustellen. Als Lichtquelle ist die von derselben Firma hergestellte HI-Lampe „Unisol" mit einem Arbeitsbereich von 80 ... 140 A vorgesehen. Es können aber auch - bei geringerem Lichtbedarf - die Zeiss Ifcon-Lampenhäüser „Magnasol IV/2" und „Xenosol" verwendet werden.

An den Projektoren eigener Fertigung wurden einige Verbesserungen durchgeführt, deren wichtigste der Automatik-Objektivrevolver und die verstellbare Bildfenstermaske sind. Mit dem Objektivrevolver, der elektrisch weitergeschaltet wird und auch von einem Programmautomaten gesteuert werden kann, wird neuerdings der Projektor „Ernemann VIII B" ausgestattet.

Für die verschiedenen Projektorfenster bei Cinemascope-, Normal- und Breitwandfilm benötigt man entsprechende Filmbahneinlagen oder Schieber, die je nach dem gewünschten Format von Hand gewechselt werden. Zeiss Ikon hat jetzt eine Einrichtung geschaffen, die eine Änderung der Höhe des Projektorfensters in drei Stellungen erlaubt. Durch eine Mechanik werden die obere und untere Begrenzung des Projektorfensters bewegt und damit die absolute Höhe des Ausbruches geändert. Die Mitte des Projektorfensters bleibt hierbei immer an der gleichen Stelle, so daß sich die optischen Einstellungen nicht ändern. Die Betätigung dieser verstellbaren Masken kann von Hand durch einen Hebel erfolgen. Sie kann aber auch elektrisch durchgeführt werden. Dadurch ist es möglich, mit einem Vorführautomaten die Einstellung des Projektorfensters automatisch vorzunehmen.

Vorführautomaten

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Einleitung

Die Automatisierung hat auch vor dem Bildwerferraum nicht haltgemacht. Schon seit einigen Jahren gibt es Zusatzeinrichtungen, die in mehr oder weniger großem Umfang alle sonst vom Vorführer auszuführenden Bedienungsvorgänge übernehmen. Sinn dieser Automatisierung ist aber nicht, den Vorführer zu ersetzen oder überflüssig zu machen. Er soll vielmehr für wichtige andere Arbeiten im Bildwerferraum entlastet werden, und die Automatik soll ihm insbesondere die Arbeiten abnehmen, die sie nun einmal exakter als der Mensch ausführen kann, wie beispielsweise die Überblendung.

Die bei der Automatisierung auftretenden Probleme sind technisch dadurch einfacher geworden, daß heute in Deutschland nur noch mit Sicherheitsfilm gearbeitst wird. Die Projektoren können deshalb Spulen mit 1.300m oder 1.800m Film benutzen, so daß die Anzahl der Überblendungen je Vorstellung verringert wird. Weiterhin kommt die Xenonlampe diesem Trend entgegen, da sie bedienungstechnisch einfacher ist als die Kohlestift-Bogenlampe.

Die Automatisierung im Bildwerferraum trägt deshalb mit dazu bei, die Qualität der Vorführung zu steigern. Das ist insbesondere in der heutigen Situation der Filmtheater wichtig, well das Publikum auf der einen Seite hohe Anforderungen an die Qualität der Vorführung stellt, Fachkräfte aber andererseits nur schwer zu bekommen sind.
Auf der photokina sah man neben einigen bereits bekannten Einrichtungen auch Neuentwicklungen.
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G.B-Kalee

Unter der Bezeichnung „Projectomatic" kam dieser Vorführautomat aus Großbritannien nach Köln, der sich durch besonders große Vielseitigkeit auszeichnet. Mit seiner Hilfe ist es praktisch möglich, alle Bedienungsvorgänge in die Automatisierung einzubeziehen, von der Verdunkelung im Zuschauerraum bis zum Ende der Vorführung. Die Anlage benötigt relativ wenig Raum, so daß sie sich auch in räumlich engen Bildwerferräumen nachträglich einbauen läßt. Über ein kleines Schaltpult läßt sich die Automatik jederzeit vom Vorführer abschalten, so daß Handbetrieb in der üblichen Weise möglich ist. Ebenso sind Änderungen im Ablauf des Programms ohne Schwierigkeiten einzustellen. Besondere Vorkehrungen hat man hinsichtlich der Sicherheit getroffen. So werden beispielsweise bei Filmriß die Lampe und das Projektorlaufwerk sofort abgeschaltet, ebenso wenn der Film eine bestimmte Laufgeschwindigkeit unterschreitet.

Hasso

Der Vorführautomat „Hassomat" ist für alle Projektoren geeignet, die entweder schon auf Xenonbetrieb umgestellt sind oder sich unter Verwendung des Xenon-Einbaublocks der Firma umstellen lassen. Die Montage des „Hassomat" ist sehr einfach, da alle erforderlichen technischen Einzelteile mit Ausnahme der beiden Bogenlampenschütze im Gerät selbst enthalten sind. Damit bleibt die bisherige Installation der kinotechnischen Anlage praktisch unverändert.

Der „Hassomat" wird zu Beginn der Vorführung auf „Beginn" gestellt und übernimmt dann automatisch alle Funktionen vom Verdunkeln des Saales bis zur Überblendung auf die letzte Rolle des Films. Wird während des Ablaufs der letzten Filmrolle der Schalter von Hand auf „Ende" gestellt, dann schließt sich nach Ablauf der Rolle automatisch der Vorhang, und der Saal wird erhellt. Ebenso schaltet sich nach Durchlauf des Films der Projektor automatisch ab.

Philips

Als Neuentwicklung sah man zum ersten Male in Deutschland auf der photokina den Philips-Programmautomaten. Dieser Automat ist für Projektoren bestimmt, die zur Automatisierung geeignet sind, zum Beispiel mit Philips „FP20S" oder „FP56S". In der Standardausführung können von vornherein die Zeitpunkte für mehrere Vorstellungen am Tage bequem eingestellt werden. Der Programmautomat arbeitet nach einem neuen, von allen bisherigen Konstruktionen abweichenden Prinzip, das dem Vorführer die Einstellung der Programmzeiten auch für mehrere Vorstellungen am Tage innerhalb weniger Minuten ohne Zuhilfenahme von Werkzeug ermöglicht.

Die Vorbereitung des Films für die automatische Vorführung beschränkt sich darauf, auf jede Filmrolle einen einzigen Kontaktstreifen neben dem Motor-Startzeichen am Rollenende anzubringen. Die Steuerung des Programmautomaten geht von der Uhrzeit aus, das heißt, er legt den Ablauf bestimmter Programmabschnitte nach der Uhrzeit fest. Zu diesem Zweck läßt sich mit Hilfe von Steckern an einer Art von Zifferblatt der Programmablauf für den ganzen Tag einstellen.Diese Einstellungen beziehen sich auf den Beginn der Vormusik, auf den Anfang des Vorprogramms, auf den Beginn des Hauptfilms und auf das Ende der Schlußmusik. Alle anderen Vorgänge werden jeweils durch das Ende des vorhergehenden Programmteils gestartet. Eine elektrische Synchronuhr sorgt dafür, daß die eingestellten Vorgänge genau zu den gesteckten Uhrzeiten erfolgen.

Auf dem Bild erkennt man im oberen Feld eine Art Zifferblatt mit sechs konzentrischen Ringen, auf denen durch ein Paar miteinander verbundener Stecker die Zeiten der einzelnen Programmabschnitte gesteckt werden. Im mittleren Feld befinden sich Schalter für die Vorwahl des Projektionsverfahrens (Normalbild, Breitbild, Cinemascope usw.). Es lassen sich mit Hilfe dieser Schalter die verschiedenen Formate für Vorprogramm, Diaprojektion und Hauptfilm einstellen sowie die Spulenzahl für das Vorprogramm und den Hauptfilm. Von den vier Schaltern im unteren Feld bestimmt, der linke, ob das Vorprogramm mit Projektor A oder B beginnt, und der zweite dasselbe für den Hauptfilm. Die beiden anderen Schalter sind Netzschalter, von denen der eine den Programmautomaten vollständig ausschaltet, während der andere die Synchronuhr weiterlaufen läßt.

Siemens

Die Steueranlage „Euromat" eignet sich für alle Projektoren, die sich über ein Schaltschütz in Betrieb setzen lassen und mit Lampen ausgerüstet sind, die durch elektrischen Schaltimpuls gezündet werden, beispielsweise Xenonlampen. Bemerkenswert ist, daß sich die „Euromat"-Anlage innerhalb weniger Sekunden auf ein neues Programm umstellen läßt, das sich vom vorhergehenden in der Reihenfolge der einzelnen Programmteile fast beliebig unterscheiden kann. Die Steuerung der Anlage erfolgt hier nämlich mittels einer Lochkarte.

Zu diesem Zweck wird die Reihenfolge, in der die einzelnen Geräte in Betrieb gesetzt werden sollen, vorher mit einer Lochzange in die Karte eingestanzt. Das Steuergerät tastet diese Lochkarte ab und setzt die Lochmarkierungen in entsprechende Bewegungen von Taktgebern um, deren Kontakte die einzelnen Geräte in Betrieb setzen. Die Auslöseimpulse kommen dabei stets von den Einzelgeräten, die nach Beendigung ihrer Funktion das im Programmablauf folgende Gerät ansteuern.

... und jetzt nur noch Pressetext und Larifari

Das Steuergerät „Euromat K" ist ein kleineres Gerät, ermöglicht aber auch die vollständig automatische Überblendung. Zu dem Steuergerät gehören zwei Markierungsabtaster, die an die Projektoren angebaut werden. Als Markierung wird außerhalb der Perforation eine 30 mm lange und 2 mm breite Metallfolie auf die Schichtseite des Films geklebt. Eine kleine Glühlampe wirft über eine Sammellinse auf die Filmebene einen kreisförmigen Liehtfleck. Sobald die Metallfolie vorbeiläuft, wird das Licht reflektiert und gelangt über eine zweite Sammellinse auf eine Photodiode, die das Lichtsignal in ein elektrisches Signal umwandelt. Dieses Signal löst nach Verstärkung in einem Transistorverstärker über ein Relais im „Euromat" die erforderlichen Funktionen aus.

Soll die Filmvorführung zu einem bestimmten Zeitpunkt unterbrochen werden, beispielsweise nach dem Vorprogramm oder am Ende des Hauptfilms, dann bringt man etwa 10 Bilder hinter der ersten Folie eine zweite Folie an. Beim Durchlauf des Films entsteht dadurch ein Doppelimpuls. Eine im Schaltgerät eingebaute Impulsweiche trennt das Einfachsignai vom Doppelsignal und ermöglicht dadurch eine getrennte Auswertung. Bei Filmriß wird der Projektor automatisch abgestellt, der Vorhang geschlossen und die Saalbeleuchtung eingeschaltet. Außerdem wird ein Schaltimpuls ausgelöst, der den Plattenwechsler in Betrieb setzt und die Überblendeinrichtung für den Ton auf „Schallplattenwiedergabe" umschaltet.

Die „Euromat K"-Anlage läßt sich in eine vollautomatisch arbeitende Anlage umwandeln, wenn man sie durch ein automatisches Dia-Anbaugerät, ein Tonbandgerät für Musik und Text, eine Fernbedienungseinrichtung, eine Objektiv-Fernsteuerung, einen automatischen Gong und einen Plattenwechsler für die Pausenmusik erweitert. Außerdem müssen die Projektoren 1.800m-Filmtrommeln haben, so daß ein ganzes Filmprogramm auf zwei Spulen Platz findet.

Zeiss Ikon

Der Vorführautomat „Ernemat" besteht aus einem Antriebssystem und einer Schaltwalze mit Nuten, in die Schaltnocken eingesetzt weiden. Eine parallel zur Walze liegende Leiste enthält elektrische Schalter, die mit den entsprechenden Geräten und Schaltanlagen im Bildwerferraum verbunden sind. Beim Umlauf der Schaltwalze betätigen die Nocken elektrische Schalter, die nun ihrerseits die entsprechenden Funktionen der angeschlossenen Geräte auslösen. Für die Steuerung benötigt man am Film angebrachte Metallstreifen, die über eine Kontakteinrichtung am Feuerschutzkanal die Schaltimpulse auslösen und die Schaltwalze des Automaten wieder in Gang setzen. Dadurcn wird nach Ablauf eines Schaltvorganges der nachfolgende automatisch betätigt, während der Automat in der Zwischenzeit stillsteht.

Auch für den Betrieb mit dem „Ernemat" sind Projektoren mit Xenonlampe und möglichst mit 1.800m-Filmspulen Voraussetzung. Die Inbetriebsetzung kann von Hand oder durch eine Schaltuhr erfolgen. Die Schaltnocken lassen sich sehr einfach vom Vorführer nach einem vorher festgelegten Zeitplan einstellen. Die mit den Nocken eingestellte Reihenfolge des Programmablaufs innerhalb einer Vorstellung wird normalerweise bei Programmwechsel nicht geändert. Lediglich bei Formatänderungen gegenüber dem vorher gespielten Filmprogramm sind einige Änderungen in der Nockeneinstellung vorzunehmen.

Verstärker und Lautsprecher

Einleitung

Die Einführung neuer Wiedergabeverfahren im Laufe der letzten Jahre hat ihren sichtbaren Niederschlag auch im Bildwerferraum gefunden. Außer bei den Projektoren, die jetzt für Normalfilm und Breitwand-Verfahren aller Art eingerichtet sein müssen. haben sich die technischen Veränderungen am stärksten bei den Ton-Wiedergabeanlagen ausgewirkt.

Während früher ein einziger Verstärker mit zwei Eingängen für Photozelle und gegebenenfalls noch Tonabnehmer genügte, findet man heute teilweise umfangreiche Verstärkeranlagen mit Wiedergabemöglichkeiten vom Einkanal-Lichtton bis zum Sechskanal-Magnetton. Von den Herstellern fordert die neue Technik große Anpassungsfähigkeit, um den heute sehr differenzierten Wünschen an die technische Ausstattung der Tonanlage bei diskutablen Preisen nachkommen zu können.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn die führenden Firmen auf diesem Gebiet mit einem Konzept aufwarten, das auf das Baustein-System zurückgeht und durch geschickte mechanische Konstruktion und elektrische Auslegung die notwendige Anpassung an die jeweiligen Anforderungen ermöglicht. Nur auf diese Weise ist es möglich, die einzelnen Bausteine der Verstärkersysteme in den Stückzahlen zu fertigen, die für einen auch auf dem Weltmarkt vertretbaren Preis unabdingbare Voraussetzung sind.

Die technischen Anforderungen erstrecken sich heute nicht nur auf Betriebssicherheit, leichten Service, Frequenzgang und Klirrfaktor, sondern man fordert daneben auch weitgehende Möglichkeiten zur Anpassung des Frequenzgangs an die Akustik des Wiedergaberaums, zur Automatisierung der Vorführung, zum Messen und zur Überwachung. Daneben spielen die Möglichkeiten zum stufenweisen Ausbau der Tonanlage eine wichtige Rolle,

Auf dem Gebiet der Kinolautuprecher sind keine revolutionierenden Fortschritte zu verzeichnen. Die Entwicklung lauft in ruhigen Bahnen. Man macht sich alle Erkenntnisse der modernen Beschallungstechnik zunutze, um durch entsprechend gewählte Richtcharakteristiken der Lautsprecheranordnung eine möglichst gleichmäßige und frequenzunabhängige Schallversorgung für jeden Platz im Theater zu erreichen.

Nachfolgend sei an einer Reihe von Beispielen gezeigt, in welcher Richtung die Entwicklungstendenzen bei verschiedenen Firmen verlaufen, die auf der photokina 1960 in Köln vertreten waren.
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Becker

Die Kinoverstärker „FK 5" und „FK 10" sind speziell für transportable Kinoanlagen bestimmt und für die Wiedergabe von 16mm- und 35mm-Film eingerichtet. Wegen der getrennten Höhen- und Tiefenregelung lassen sie sich der beim Wanderbetrieb stark schwankenden Akustik des Zuschauerraums bequem anpassen. Sie sind einheitlich mit zwei Anschlüssen für Photozellen sowie weiteren Anschlüssen für Tonbandgerät oder Plattenspieler, Lautsprecher (5 Ohm und 15 Ohm) und Saalregler ausgestattet. Die Photozellenspannung ist zwischen 90 und 150 V regelbar.

Die Ausgangsleistung ist 5 W bzw. 10 W. Der „FK 10" unterscheidet sich vom „FK 5" unter anderem dadurch, daß er getrennte Regler für Platte und Film hat sowie einen Regler zum Abgleich der Photozelleneingänge. Der „FK 10" ist für 16-mm- oder 35-mm-Film lieferbar, während der „FK 5" auf 16-mm- und 35-mm-Film umschaltbar ist; in der Sonderausführung „FK 10 u" ist jedoch der 10-W-Verstärker auch in umschaltbarer Ausführung erhältlich.

Neu ist der „FK 25-R", ein Röhrenverstärker in Gestellbauweise für Lichtton-Wiedergabe. Er gibt eine Ausgangsleistung von 25W am 100-Volt-Ausgang (400 Ohm) ab und hat bei 1000 Hz einen Klirrfaktor von max. 2,5%. Die Eingänge für Kristalltonabnehmer oder Tonband sowie Gong benötigen max. 100 mV Eingangsspannung an 500 kOhm für Vollaussteuerung. Höhen und Tiefen sind unabhängig voneinander regelbar.

Dieser Verstärker enthält zusätzlich noch einen Reserveverstärker. Die Umschaltung erfolgt über einen Drehschalter. Eingebaut ist ein regelbarer Kontrollautsprecher; zusätzlich ist noch ein Ausgang für einen weiteren Kontrollautsprecher vorhanden.

Der Saalregler ist 24stufig und enthält zusätzlich eine Signaltaste. Der Tonlampengleichrichter (6 V, 5 A) ist regelbar. Die Lichttonanlage „FK25-R" ist eine ausgesprochene Kleinanlage für mittlere und kleine Theater.

Cinemeccanica

Das Lieferprogramm der italienischen Firma enthält eine Serie von Verstärkeranlagen, die je nach Leistung sowohl für das kleine als auch für das ganz große Theater geeignet sind. Der Stereo-Verstärker „NC/35 st4" ist speziell für große Theater bestimmt und für die Wiedergabe von Lichtton und Magnetton mit vier Kanälen ausgelegt.

Bei Ergänzung durch den Doppelverstärker „NC35.2" läßt sich auch Sechskanal- Magnetton wiedergeben. Dieser Doppelverstärker für Lichtton- und Magnettonwiedergabe mit zwei Kanälen ist aber auch für solche Fälle geeignet, "wo" Tonwiedergabe mit einem oder zwei Kanälen gewünscht wird. Die beiden getrennten Verstärker lassen sich bei Einkanal-Wiedergabe porallelschalten. Ein Verstärker für das mittlere Theater ist der Stereo-Verstärker „C/30 st." für Lichtton- und Magnettonwiedergabe mit vier Kanälen. Er enthält in einem einzigen Gehäuse die Vorverstärker und die Hauptverstärker.

Fedi

Auf dem Stand dieser italienischen Firma sah man den Verstärker „70WM", einen sehr stark gegengekoppelten Verstärker für den Frequenzbereich 20 ... 20.000Hz zur Wiedergabe von Lichtton und Magnetton. Die einzelnen Verstärkerchassis sind leicht auswechselbar, wodurch sich der Service vereinfacht. Je nach Anforderungen ist dieser Verstärker in zwei Ausführungen erhältlich. Er enthält in jedem Fall die Vorverstärker mit zwei Photozelleneingängen und einen eingebauten Kontrollaut-sprecher, kann dann aber entweder mit einem 35W-Chassis oder mit zwei Chassis dieser Art ausgestattet werden. Auf Wunsch läßt sich auch ein zweiter Vorverstärker als Reserve einbauen.

Philips

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  • Anmerkung : Hier ist es ganz unmißverständlich. Der Redakteur hatte die Philips-Presseinfo wirklich einfach nur abgetippt.

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Der Kinoverstärker „EL 5332" ist eine universell verwendbare Verstärkeranlage für die Wiedergabe von Lichtton und von Einkanal- bis Vierkanal-Magnetton. Alle Einheiten der Verstärkeranlage werden mit Steckern an die im Schrank vorhandene Verkabelung angeschlossen und lassen sich leicht herausnehmen und wieder einsetzen.

"Die Anlage ist sehr einfach zu bedienen, denn die Umschaltung von einer Wiedergabeart auf die andere ist mit Hilfe eines einzigen Wahlschalters möglich. Ein zukunftssicherer Verstärker ist der „EL 5330". Er ist eine geschlossene Einheit für Lichttonwiedergabe, aber wegen seiner Ausbaumöglichkeit für Einkanal- bis Vierkanal-Magnetton sowie für Perspecta-Sound absolut zukunftssicher. Wegen der zwei umschaltbaren identischen Vor- und Hauptverstärker hat er volle Betriebssicherheit und ermöglicht über ein eingebautes Relais die gleichzeitige Bild- und Tonüberblendung."

Der neuartige Kinoverstärker „EL 5341" bildet zusammen mit den entsprechenden Philips-Lautsprechern eine ideale Anlage für die Beschallung von Theaterräumen bis max. etwa 1.500 Plätze. Der Frequenzgang ist kontinuierlich regelbar. Wenn es hier möglich war, eine so große Anlage in ein verhältnismäßig kleines Gehäuse einzubauen, dann nur deshalb, weil bei diesem Verstärker weitgehend von Transistoren und von der gedruckten Verdrahtung Gebrauch gemacht wurde. Im Verstärkergestell sind zwei Kontrollautsprecher eingebaut.
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Siemens-Klangfilm (und hier ganz besonders lang und ausführlich)

Das Bausteinprinzip hat Siemens bereits 1949 mit den Klangfilm-Gestellverstärkern in die Tonfilmtechnik eingeführt und damit wesentliche Voraussetzungen für die Umstellung von Filmtheatern auf neue Tonfilmverfahren geschaffen. Zu den Bausteinen des Klangfilm-Gerätesystems gehören die Tonabtastgeräte für Lichtton und Magnetton, die als Anbaugeräte für die Projektoren konstruiert sind.

Weitere Bausteine sind die Vorverstärker (Photozellen-Verstärker, Magnetton-Verstärker, Schleusen-Verstärker für den Effektkanal sowie Schallplatten- und Mikrofon-Verstärker). Alle diese Verstärker sind als leicht austauschbare Kassetten ausgeführt und lassen sich entsprechend den jeweiligen Anforderungen in einem Vorverstärkergestell unterbringen.

Auch die Hauptverstärker lassen sich nach ähnlichen Gesichtspunkten in einheitlichen Hauptverstärkergestellen zusammenfassen. Dieses Baustein-System ermöglicht aber nicht nur die Anpassung an die verschiedenen Wiedergabeverfahren, sondern aus den gleichen Bausteinen lassen sich auch Anlagen mit unterschiedlicher Leistung für kleine, mittlere und große Theater zusammenstellen.

Die Hauptverstärker gibt es in zwei Leistungsstufen. Die einheitliche Technik bietet die Möglichkeit, auch in kleineren Theatern mit verhältnismäßig geringem Geräteaufwand eine erstklassige Tonqualität zu erreichen, andererseits lassen sich aber auch für größere Theater den erhöhten Ansprüchen genügende Tonanlagen zusammenstellen sowie unterschiedliche Wünsche in bezug auf Bedienungskomfort berücksichtigen.

Das „Europa"-Lichtton-Abtastgerät

Das „Europa"-Lichtton-Abtastgerät in Rechts- und Links-Ausführung ist seit mehr als 20 Jahren bekannt und das Vorbild aller Schwungbahngeräte geworden. Dieses Gerät ist durch seinen hervorragenden Gleichlauf bekannt und außerdem in seinen Gleichlaufeigenschaften weitgehend unabhängig vom Zustand des Projektors.

Das Klangfilm-„Stereodyn"-Magnettongerät

Ein entsprechendes Abtastgerät für Magnetton steht in Form des Klangfilm-„Stereodyn"-Magnettongerätes ebenfalls in Rechts- und Linksausführung zur Verfügung. Der Anbau erfolgt zwischen Projektorwerk und oberer Filmtrommel mit Hilfe von Anbauplatten. Bei diesem Gerät wird der optimale Gleichlauf dadurch erreicht, daß die Abtastung der Tonspur zwischen zwei mit Schwungmassen versehenen Tonrollen erfolgt. Zusätzlich wird der Film durch Schleifenbildner und gedämpft federnde Filterrollenhebel beruhigt. Eine besondere Sicherung verhindert, daß nach kurzzeitigem Einschalten des Projektors Film aus der oberen Filmtrommel nachgezogen wird. Die Tonspurlage läßt sich sehr einfach durch verstellbare Filmführungsrollen einstellen. Gegen fremde Streufelder ist der Magnetkopf durch zusätzliches Mu-Metall-Gehäuse abgeschirmt.

Der Klangfilm-Photozellen Verstärker in Kassetten-Bauweise ist zweistufig und hat Übertragerausgang, der die von der Photozelle abgegebene Tonfrequenzspannung auf den zur Aussteuerung des Hauptverstärkers erforderlichen Pegel verstärkt, gleichzeitig den Frequenzgang linearisiert und die Vorspannung für die Photozellen liefert.

Der Eingangswiderstand ist 45 kOhm, der Ausgangsscheinwiderstand 3 kOhm, Die Photozellenspannung läßt sich durch Umlöten einer Lasche auf 82 V oder 110 V umschalten. Der Frequenzgang ist im Bereich 30 ... 10 000 Hz ± 1 dB linear, der Klirrfaktor für alle Frequenzen <0,2(l/n; Störabstand: 70 dB.

Die Vorverstärkergestelle der Serie „VP" für Tonlampen- oder Magnetkopfüberblendung sind wegen ihres niedrigen Aufwandes insbesondere für mittelgroße und kleinere Theater geeignet. Ihr Aufbau erlaubt es, alle für die Wiedergabe von Lichtton und Einkanal- bis Vierkanal-Magnetton erforderlichen Vorverstärker zusammen mit dem automatisch arbeitenden Tonüberblender in einem einzigen, wenig Platz beanspruchenden Verstärkergestell unterzubringen.

Die Kassettenverstärker „VP 11" bis „VP 61"

Die einzelnen Vorverstärker sind wieder Kassettenverstärker. Als Typ „VP 11" ist das Gestell nur für Lichtton-Wiedergabe bestückt. Der Typ „VP 21" ist für Lichtton- und Einkanal-Magnetton-Wiedergabe eingerichtet, während das Vorverstärkergestell „VP 41" zusätzlich noch mit Effektkanal-Verstärker ausgestattet ist. Das Vorverstärkergestell „VP 61" ermöglicht Lichtton- und stereophonische Vierkanal-Magnetton -Wiedergabe. Außer den jeweils erforderlichen Kassettenverstärkern und dem Tonlampenüberblender ist in jedem Gestell noch ein Tonlampengleichrichter enthalten.

Zusätzlich läßt sich für Schallplattenwiedergabe ein entsprechender Schallplattenverstärker einstecken. Die Tonüberblendung zwischen beiden Projektoren wird bei Magnetton über Relais im Tonüberblender ferngesteuert, kann aber auch mit einem Handschalter am Tonüberblender betätigt werden. Zur Umschaltung auf Gong, Schallplatte, Mikrofon, Tonbandgerät oder Film dient ein Wahlschalter, Gong und Schallplatte lassen sich aber auch fernschalten. Die Tonumschaltung erfolgt vor dem Verstärker. Obwohl bei Magnettonüberblendung an einer Stelle mit sehr niedrigem Pegel umgeschaltet wird, ist das Knackgeräusch der Überblendung wegen der besonderen Entstörungsmaßnahmen praktisch nicht hörbar. Der wirtschaftliche Vorteil bei dieser Art der Überblendung liegt darin, daß für beide Projektoren nur ein Satz Vorverstärker erforderlich ist.

In dem Gestell lassen sich maximal unterbringen: ein Photozellenverstärker, vier Magnetton-Abtastverstärker, ein Schleusenverstärker für Effektkanal, ein Schallplattenverstärker. Das eingebaute Netzgerät versorgt die Kassettenverstärker mit den notwendigen Betriebsspannungen. Für die Stromversorgung der Tonlampen genügt bei Tonlampenüberblendung ein Tonlampengleichrichter.

Vorverstärkergestelle der Serie „VM"

Die Vorverstärkergestelle der Serie „VM" sind für große und mittelgroße Theater bestimmt. Sie erleichtern die "Umstellung von Lichtton auf Magnetton und Stereophonie sehr, denn alle Vorverstärkergestelle sind einheitlich für die Maximalbestückung, das heißt für Lichtton- und Vierkanal-Magnetton-Wiedergabe, verkabelt. Die Gestelle haben ähnliche Verstärkerbestückungen wie die Serie „VP", enthalten jedoch stets zwei Tonlampengleichrichter, weil die Tonüberblendung hier hinter den Vorverstärkern erfolgt.

Zusätzlich lassen sich für Schallplattenwiedergabe und Mikrofonübertragungen entsprechende Verstärker einsetzen. Die Tonüberblendung wird über Relais im Tonüberblender ferngesteuert, kann aber auch über Handschalter erfolgen. Für die Umschaltung auf Gong, Schallplatte, Mikrofon, Tonbandgerät oder Film ist wieder ein Wahlschalter vorhanden, und ebenso läßt sich wie bei der Serie „VP" die Umschaltung von Gong und Schallplatte fernschalten. Die Tonumschaltung erfolgt hinter den Vorverstärkern, das heißt an einer Stelle mit verhältnismäßig hohem Pegel, wodurch Knackstörungen beim Überblenden mit Sicherheit vermieden werden. Bei dieser Art von Überblendung ist jedoch für jeden Projektor ein eigener Vorverstärkersatz erforderlich. Das hat den Vorteil, daß sich die einzelnen Tonkanäle beider Projektoren hinsichtlich Pegel und Frequenzgang optimal abgleichen lassen.

Maximal lassen sich im Vorverstärkergestell folgende Kassetten unterbringen: zwei Photozellenverstärker, zweimal je vier Magnetton-Abtastverstärker, zwei Schleusenverstärker für den Effektkanal, ein Mikrofonverstärker und ein Schallplattenverstärker.

Zwei im Verstärkergestell eingebaute getrennte Netzgeräte versorgen je einen Kassettenverstärkersatz mit den notwendigen Betriebsspannungen. Zusätzlich sind für die Stromversorgung der Tonlampen zwei Tonlampengleichrichter eingebaut, die einen gut gesiebten Gleichstrom liefern.
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Hauptverstärkergestelle der Typenreihe „Stereodyn"

Die Hauptverstärkergestelle der Typenreihe „Stereodyn" bieten vor allem auch mittleren und kleineren Filmtheatern die Möglichkeit, auf wirtschaftliche Weise ihre Verstärkeranlagen auf die modernen Tonfilmverfahren umzustellen. So kann beispielsweise ein solches Verstärkergestell zunächst nur für die Wiedergabe von Einkanal-Lichtton ausgerüstet werden und läßt sich dann später durch Einsetzen weiterer Verstärker nach und nach ergänzen. Die Gestelleinsätze sind durch Abnehmen der Abdeckkappen und Öffnen der Schwenktür an allen Seiten zugänglich. Da die Gestelle in jedem Fall vollständig verkabelt geliefert werden, ist der nachträgliche Einbau weiterer Einsätze ohne Schwierigkeiten möglich.

Als Hauptverstärker findet ein hochwertiger 24W-Klangfilm-Verstärker mit Pegelregler und Entzerrungseinrichtungen Verwendung. Das Meßfeld enthält ein Meßinstrument sowie den Lautstärkeregler für den Kontrollautsprecher und einen Wahlschalter, über den sich das Meßinstrument und der Kontrollautsprecher auf jeden der vier Hauptverstärker schalten lassen.

Im Reglerfeld sind ein Dreifachregler zur gemeinsamen Lautstärkereglung der drei Hauptkanäle und ein Einfachregler zur getrennten Regelung des Effektkanals eingebaut. Das Klinkenfeld bietet die Möglichkeit, bei Ausfall eines Hauptverstärkers mindestens den Mittelkanal, der für die Tonübertragung am wichtigsten ist, in Betrieb zu halten.

Hauptverstärkergestelle der Typenreihe „Stereodyn GS"

Die Hauptverstärkergestelle der Typenreihe „Stereodyn GS" sind für alle stereophonischen Tonfilmverfahren geeignet. Das Gestell „GS 40" enthält vier normale 36 Watt-Klangfilm-Verstärker. Das eingebaute Meßfeld läßt sich über eine Steckverbindung wahlweise an den zu messenden Hauptverstärker anschließen; außerdem ist ein Klinkenfeld vorhanden, mit dem sich die Verstärkeranlage bei Ausfall eines Hauptverstärkers leicht und schnell auf Reservebetrieb umschalten läßt. Der Verstärker des Effektkanals wird dabei als Reserveverstärker benutzt.

Das Hauptverstärkergestell „GS 30" dient zur Ergänzung einer bestehenden Lichttonanlage auf Vierkanal-Sterephonie, bei der bereits ein Hauptverstärker vorhanden ist. Das Hauptverstärkergestell „GS 20" hat den gleichen Aufbau und die gleiche Verkabelung wie die beiden vorgenannten Typen, enthält jedoch nur zwei Hauptverstärker und ist zur Ergänzung von Tonanlagen bestimmt, die bereits mit zwei Hauptverstärkern ausgerüstet sind.

Klangfilm-Lautsprecherkombinationen

Bei den Lautsprechern ist bemerkenswert, daß die Hochtonsysteme der Klangfilm-Lautsprecherkombinationen mit einer akustischen Linse versehen sind, um den Streuwinkel der Lautsprecher zu vergrößern. Diese Linse besteht aus einem vor dem Lautsprecher befestigten Lamellengitter. Die den Lautsprechern zugewandte Seite der Lamelle ist linsenförmig ausgeschnitten, und ihre Wirkung läßt sich mit der einer optischen Streulinse vergleichen. Die Schallwellen werden durch die Streulinse in ihrer geradlinigen Ausbreitung beeinflußt. Die Brechung kommt dadurch zustande, daß die Schallwellen durch die schräggestellten Lamellen der akustischen Linse zu Umwegen gezwungen werden, die am Rande der Linse größer sind als in der Mitte und vor allem bei den hohen Frequenzen besonders groß sind. Die von den Lautsprechermembranen herrührende Bündelung der hohen Frequenzen wird dadurch weitgehend aufgehoben.

Die mit 30 Watt belastbare Breitstrahlergruppe besteht aus drei übereinander angeordneten permanentdynamischen Konuslautsprechern mit koaxial eingebauten Hochtonsystemen. Vor der Membran eines jeden Hochtonsystems befindet sich die akustische Linse. Wegen der Verteilung der abzustrahlenden Frequenzen auf zwei aufeinander abgestimmte Lautsprechersysteme unterschiedlicher Membrangröße in einer Baueinheit erreicht man über einen weiten Frequenzbereich einen guten Wirkungsgrad.

Der breite Streuwinkel wird im Gebiet der hohen Frequenzen durch die akustische Linse, im Gebiet der mittleren Frequenzen durch versetzte Anordnung der Lautsprecherachsen erreicht. Dadurch gelangen auch seitlich sitzende Zuhörer in den vollen Genuß einer guten Tonwiedergabe.

Groß-Lautsprecherkombination „Euronor G"

Die Groß-Lautsprecherkombination „Euronor G" hat einen Tiefton-Kugelwellentrichter mit einer Öffnung von 2,5 x 2,5m sowie zwei Hochton-Lautsprecher und ist insbesondere für größte Theater bestimmt. Zur Verwendung in Theatern mittlerer und kleinerer Größe sind die Lautsprecherkombinationen „Eurodyn" und „Duophon" bestimmt.

Neu war die kombinierte Tonkontroll- und Kommandoanlage, die im Lichtspieltheater zwei Funktionen erfüllt: Kontrolle des laufenden Programms über den Kontrollautsprecher durch Überwachen der Hauptverstärkerausgänge oder der gesamten Tonanlage sowie schnelle und wirksame Übermittlung von Durchsagen an den Vorführer.

Bei Benutzung des Haustelefons als Verbindung zwischen Zuschauerraum oder Kasse und Bildwerferraum muß der Vorführer bei einem Anruf fast stets seinen Platz verlassen. Außerdem erschwert bei laufendem Programm der Kontrollautsprecher die Verständigung. Die neue Anlage ermöglicht dagegen eine zuverlässige Verständigung, ohne daß der Vorführer seine Tätigkeit unterbrechen muß. Sie besteht aus dem Kontrollautsprecher mit eingebautem Verstärker und einem geräuschkompensierten Sprechstellen-Mikrofon.

Zeiss Ikon

Auch Zeiss Ikon hat ein vollständiges Verstärkersystem nach dem Baukastenprinzip entwickelt. Aus einer Anzahl verschiedener Bausteine, zum Beispiel Endverstärker, Vorverstärker, Entzerrer usw., lassen sich durch Zusammensetzen Verstärkeranlagen erstellen, die den jeweiligen speziellen Anforderungen genügen.

Bei den „Transdominar"-Verstärkern sind die Vorstufen mit Transistoren bestückt. Es stehen hierfür Lichtton-Verstärker zur Verfügung, die auch für einkanalige Magnetton-Wiedergabe geeignet sind, Vorverstärker für die Wiedergabe von Stereo-Schallplatten sowie Vorverstärker zum fernbedienten Umschalten der Betriebsarten für solche Verstärker, die noch keine Fernschalteinrichtung haben.

Für den 15W-Verstärker „Transdominar 636" wurde jetzt ein transistorisierter Endverstärker-Einschub mit 30W Ausgangsleistung entwickelt, der in seinen technischen Daten weitgehend den entsprechenden Röhren-Endverstärkern aus der „Variant"-Reihe entspricht. Da dieser Endverstärker ausschließlich mit Transistoren bestückt ist, war es wegen des dadurch möglichen gedrängten Aufbaues möglich, den Einschub mit dem 30W-Transistor-Verstärker in demselben Volumen unterzubringen wie den bisherigen 15W-Röhren-Verstärker. Er läßt sich also in jedem Fall an Stelle des 15W-Einschubes in den Verstärkern „Variant 636" und „Variant 696" einsetzen.

Die Serie „Dominar Variant"

Die Tonfilmverstärker der Serie „Dominar Variant" sind ebenfalls aus einzelnen Bausteinen aufgebaut. So nimmt beispielsweise der Flachvorverstärker-Einschub bis zu fünf Einsätze auf, die zur Vorverstärkung und Frequenzgangkorrektur dienen, zum Beispiel Einkanal-Vorverstärker, Lichtton-Vorverstärker (falls die Projektoren keine Zellenkoppler haben), Lichtton-Entzerrer und Nadelton-Entzerrer.

  • Anmerkung : Das wäre auf jeden Fall erklärungsbedürftig, weil Kristallsysteme in Plattenspielern gar keine Entzerrung benötigen sondern nur die Magnetabtaster,


Der Magnetton-Vorverstärker-Einschub enthält vier gleichartige Magnetton-Verstärker-Einsätze sowie einen Netzanschlußeinsatz. Für die Umschaltung des Verstärkers von Hand oder durch Drucktaste auf die Betriebsarten Lichtton, Gong, Nadelton, Mikrofon sowie für die Überblendung zwischen den beiden Projektoren bei Lichtton-Wiedergabe steht der Lichtton-Fernschalt-Einschub zur Verfügung. Ein entsprechender Einschub für Magnetton ermöglicht es, die Verstärker von Hand oder durch Drucktaste auf Magnetton oder Lichtton umzuschalten und bei Magnetton zwischen den beiden Projektoren zu überblenden.

Weitere Schaltmöglichkeiten gestatten es, in Magnetton-Anlagen auch bei Lichtton-, Gong-, Nadelton- und Mikrofon-Betrieb bis zu vier Kanalverstärker parallelzuschalten.

Der Meß- und Regel-Einschub

Der Meß- und Regel-Einschub ergänzt den Meß-Einschub zum Messen der Röhrenströme und Spannungen durch einen Drehwiderstand zum Ausgleich von Netzspannungsabweichungen und einen Hauptnetzschalter. Ein Regeltransformator-Einschub gestattet die verlustlose Regelung der Soll-Betriebsspannung. Die Endverstärker-Einschübe „4 EV15" geben viermal 15W an vier Lautsprechergruppen ab und die Endverstärker-Einschübe „EV30" und „EV10" liefern 30 W bzw. 8W Ausgangsleistung.

Um vorhandene Tonanlagen der Reihe „Dominar Variant" für die Wiedergabe von Sechskanal-Magnetton erweitern zu können, wurde jetzt ein neuer Verstärker-Einschub geschaffen. Im Sechskanal- Ergänzungsvorverstärker- Einschub sind alle Baugruppen zusammengefaßt, die erforderlich sind, um einen Vorverstärker „Dominar Variant 563" auf Sechskanal-Betrieb zu erweitern. Die bereits vorhandenen Teile des Vierkanal-Vorverstärkers werden dabei weiterverwendet. Vierkanal-Endverstärker-Schränke „Dominar Variant 598" lassen sich durch zwei weitere Endverstärker auf Sechskanal-Betrieb umstellen.

Für die Beschallung der Theaterräume stellt Zeiss Ikon auch ein reichhaltiges und sorgfältig aufeinander abgestimmtes Lautsprecherprogramm vor. Die „Ikovox"-Lautsprecher sind speziell auf die „Dominar"-Verstärker abgestimmt. Der „Ikovox BD" ist ein ausgesprochener Hi-Fi-Lautsprecher für den Frequenzbereich 30 ... 10.000 Hz und ist mit 25W belastbar. Er enthält ein Tiefton-Chassis im Baßreflexgehäuse sowie ein Hochton-Druckkammersystem mit Raumstrahltrichter.

Die Lautsprecherkombination „Ikovox AD" enthält zwei Breitband-Konussysteme und ein über Frequenzweiche angeschlossenes Hochton-Druckkammersystem mit Raumstrahltrichter. Diese mit 20W belastbare Kombination gibt den Frequenzbereich 50 ... 10.000 Hz wieder.

Neben den Kombinationen „Ikovox A" (20W, 50 ... 9000 Hz) und „Ikovox E" {10W, 50... 9000 Hz) enthält das Zeiss-Ikon-Programm noch zwei Effektlautsprecher mit einem Lautsprecherchassis von 5W oder 10W Belastbarkeit sowie einen mit 2W belastbaren Kabinenlautsprecher.
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Gleichrichter

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Einleitung

Gleichrichter haben für die Filmprojektoren nicht an Bedeutung verloren, denn sie sind für Bogenlampen ebenso erforderlich wie für Xenonlampen. Für den Betrieb der Xenonlampen sind jedoch im allgemeinen zusätzliche Siebmittel erforderlich, da der Xenonlampen-Betrieb höhere Anforderungen an die Restwelligkeit stellt als der Bogenlampen-Betrieb. Neben den Selen-Gleichrichtern, zum Teil in tropenfester Ausführung, tritt in Deutschland jetzt auch der Silizium-Gleichrichter in Erscheinung. Ob der elektronisch gesteuerte Silizium-Gleichrichter in absehbarer Zeit für die Kinotechnik Bedeutung erlangen wird, läßt sich heute noch nicht übersehen.

Dr.-Ing. Jovy

Kino-Drossel mit Stufenschalter

Neben dem bisherigen Programm mit Selen-Gleichrichtern zeigte die Firma eine Typenreihe von Silizium-Gleichrichtern. Die „Xenette" ist ein zweckgebundener Einfach-Gleichrichter für die verlustlose Einstellung der Stromstärke mittels einer Vierstufendrossel.

Dieser Typ ist in drei Ausführungen für Xenonkolben von 500 W, 900 W und 1600 W lieferbar. Mit dem Stufenschalter läßt sich die Stromstärke von 5 zu 5 A fest einstellen. Die Geräte sind speziell für den jeweiligen Typ der Xenonlampe bestimmt und lassen sich nicht ohne weiteres für Bogenlampen verwenden.

Für Reinkohlenbetrieb ist die „Arcolette 30" (15 ... 30 A) und für HI-Betrieb die „Arcolette 50" (35 ... 50 A) bestimmt. Auch diese Typen sind zweckgebunden, das heißt, ihre Kennlinie ist so ausgelegt, daß sie nur für die jeweilige Kohlenkombination paßt. Die Einstellung der gewünschten Stromstärke erfolgt ebenfalls über Stufendrossel.

Wünscht man einen stufenlos einstellbaren Lichtstrom zu haben, der unabhängig von Belastungsschwankungen konstant gehalten wird, dann ist der bereits seit längerer Zeit gebaute Silizium-Gleichrichter „Xenofora" mit Konstantstromregelung zu empfehlen. Mit ihm lassen sich alle Xenonlampen im Bereich 500... 1600 W speisen. In Verbindung mit einem magnetischen Spannungskonstanthalter ist es möglich, Netzspannungsschwankungen von ± 15% so auszuregeln, daß sich der eingestellte Xenonlampenstrom um nicht mehr als ± 0,5% ändert. Dieser Gleichrichter enthält außerdem eine besonders sorgfältig dimensionierte Siebkette, die eine Restpulsation (definiert nach der Osram-Formel) von weniger als 1 ergibt.

Ein Universal-Gleichrichter für alle Lampentypen ist der stufenlos fernsteuerbare Silizium-Gleichrichter „Xenoga 100", der für 100 A Dauerstrom ausgelegt ist. Er ist auch in der Lage, die in Zukunft zu erwartende Xenonlampe von 2500 W zu speisen. die einen Nennstrom von 95 Ampere haben wird, und enthält bereits die hierfür erforderlichen Siebmittel.

Für Lampen größter Stromstärken ist der Typ „Admira-175" bestimmt, dessen Stromstärke fernbedient stufenlose zwischen 50 und 175 A einstellbar ist. Es ist möglich, diesen Gleichrichter für den Betrieb kleinerer HI-Lampen auf den Bereich 20 ... 100 A umzuschalten. Außerdem lassen sich auch alle Xenonlampen aus diesem Gleichrichter betreiben.

Sehr interessant ist ein Uberblendgerät für Xenonlampen, das besonders bei der Umstellung älterer Gleichrichter auf Xenonbetrieb günstige Möglichkeiten bietet. Durch spezielle Maßnahmen ist sichergestellt, daß auch bei älteren Kolben eine sichere und sofortige Zündung eintritt, so daß dieses Überblendgerät in Verbindung mit einem Gleichrichter es gestattet, zwei oder sogar mehrere Xenonlampen nacheinander sicher zu zünden. Die erforderliche Übergangszeit von einer Lampe auf die andere liegt unter 0,1 Sekunde. Das Überblendgerät läßt sich in alle Jovy-Gleichrichter direkt einbauen, ist außerdem aber auch als Vorsatzgerät für bereits vorhandene Gleichrichter lieferbar.

Eine Reihe von Glättungsgeräten für den Umbau und die Ergänzung älterer Jovy-Gleichrichter von Xenonlampenbetrieb ergänzt das Lieferprogramm.
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Schrieber

Das umfangreiche Typenprogramm der Firma enthält Einfach-Gleichrichter ohne Überblendung und Doppel-Gleichrichter für Überblendung. Sie werden als Grundgeräte ohne Regelung für die Verwendung mit Beruhigungswiderständen geliefert. Bei Ergänzung der Grundgeräte durch den Drosseleinsatz läßt sich eine verlustfreie Regelung durchführen.

Die Schrieber-Bogenlampen-Gleichrichter sind mit Selen-Gleichrichtersätzen in Drehstrom-Brückenschaltung ausgerüstet, die durch einen Ventilator zusätzlich belüftet werden. Durch Einbau zusätzlicher Siebmittel lassen sich die Gleichrichter auch auf Xenonlampen-Betrieb umstellen.

Ein Kinogleichrichter für erschwerte Betriebsbedingungen und Wechselstromanschluß (1 X 110 V, umschaltbar auf 1 X 220 V) ist der Typ „SL E 6D HD", der speziell für den Betrieb von Xenonlampen und Bogenlampen bestimmt ist und hauptsächlich in den Export geht. Der Gleichrichter ist durch luftdichte Kopplung jeder einzelnen Selenplatte klimageschützt und auch bei hoher Luftfeuchtigkeit in tropischen Gebieten unbedingt betriebssicher. Auch hierfür stehen zusätzliche Siebmittel zum Betrieb der Xenonlampe „XBO 1001" zur Verfügung.

Eine interessante Konstruktion ist auch das Schrieber-Verteilerfeld, das die sonst übliche Schalt- und Verteilertafel im Bildwerferraum ersetzt und passend zu den Bogenlampen-Gleichrichtern ausgeführt wird. Das Oberteil des Verteilerfeldes enthält die Bedienungsapparaturen für alle im Bildwerferraum erforderlichen Stromkreise. Im Unterteil sind die Sicherungen untergebracht; außerdem ist hier noch reichlich Platz für zusätzliche Sondereinbauten vorhanden.

Siemens

Die Reihe der bekannten Klangfilm-Metall-Gleichrichter wurde durch den neuen Typ „Q930" ergänzt, der vor allem für neuzeitliche Großbildtheater und Autokinos bestimmt ist und mit maximal 200 A bei 50% Einschaltdauer belastbar ist; im Dauerbetrieb sind 150 A zulässig.

Eingebaut ist ein Fernsteuer-Drosselsatz zur stetigen und verlustlosen Regelung des Bogenlampenstromes. Der eingebaute Drehstrom-Transformator hat sekundärseitig mehrere, auf Klemmen geführte Wicklungsanzapfungen, so daß sich durch entsprechendes Verbinden der Klemmen die Leerlauf-Gleichspannung in 10 Stufen zwischen 66 und 125 V einstellen und das Gerät damit jedem praktisch vorkommenden Belastungsfall anpassen läßt. Zum Anpassen der Stromspannungs-Kennlinie des Gleichrichters an die HI-Bogenlampe dient eine Fernsteuer-Drossel. Sie ermöglicht es, die Lampenstromstärke mit Hilfe des Fernsteuerzusatzes QZ 521" vom Projektor aus in weiten Grenzen stufenlos und verlustfrei zu regeln. Zur besseren Wärmeabfuhr ist der „Q930" mit einem Speziallüfter bestimmt, der sich durch geräuscharmen Lauf auszeichnet-

Anmerkung : Es fehlt eigentlich nur noch der extrem wichtige Hinweis, daß oben auf dem Gleichricher der Firmenname "Siemens" in Großbuchstaben drauf steht. Alles andere hier ist nur Gefasel, welches die Leser, die das irgendwie interessieren könnte, sowieso schon wissen.

So weit die herausgepickten leidlich interessanten Informationen aus einem sehr langen langweiligen Messebericht 1960 in 5 FKT Heften.

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