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überarbeitet von Gert Redlich ab Feb. 2014 - Eigentlich sprechen wir von einer Gazette - Es sind gigantische Textmengen (Buchstaben-Wüsten), die die Autoren der "FI" in den 58 Jahren zusammen getragen haben. Damit das überhaupt vernünftig zu lesen ist, haben wir die Inhalte in jährliche Themengebiete aufgeteilt, die aber nicht in jedem Jahr gleich sind.
Sehr wichtig ist, es wurden alle Informationen, die Texte und die Erkenntnisse genau in der Woche aufgeschrieben und nichts später ergänzt oder korrigiert.

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FI-1951 / 1.August-Ausgabe - Berlin
Zusätzliche Stimme durch den "Eisernen Vorhang".

B.H.K., Berlin, Anfang August 1951
Der erste in der Nachkriegszeit in Deutschland gebaute Kurzwellensender, eine 20kW-Station von Telefunken, wurde mit einer Feierstunde in Berlin vom RIAS offiziell in Betrieb genommen. Der regierende Bürgermeister, Professor Reuter, löste die erste Schaltung aus, Mr. Fred G. Taylor Jr., der Direktor des RIAS, bezeichnete den Sender als zusätzliche Stimme Berlins und des Westens, um zur Ostzone und zu den Völkern hinter dem Eisernen Vorhang zu sprechen.

Dieser neueste auf deutschem Boden, aber unter amerikanischer Regie arbeitende Kurzwellensender ist auf Welle 49.96m = 6.005kHz zunächst mit dem gesamten Mittelwellenprogramm und zu den gleichen Sendezeiten zu hören. Er ist, besonders in den Tagesstunden, sehr gut zu empfangen; ein Vierzehntägiger Probebetrieb ergab nach der ersten Sichtung klare Reichweiten von 2.000km. Der RIAS verfügt damit über zwei Mittelwellenfrequenzen von 100kW bzw. 40kW, eine Kurzwellenfreqenz von 20kW, eine UKW-Frequenz von 3kW und beliefert außerdem das Drahtfunknetz der Berliner Westsektoren. Unter großen Schwierigkeiten durchgeführte Befragungen von "Ostzonenbewohnern", die vom Amt für Meinungsforschung des amerikanischen Oberkommissars veranlaßt waren, lassen erkennen, daß mehr als 80% der Hörer jener Gebiete die RIAS-Sendungen abhören. Der Mitteldeutsche Rundfunk mit seinen Sendern Leipzig, Dresden, Halle und Weimar folgt mit 11% an zweiter Stelle.
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FI-1951 / 2.Sept + 1.Okt. - Ausgabe -
WIR SAHEN und HÖRTEN - Leipzig

Auf der Leipziger Herbstmesse gab es diesmal zwar keine Fernsehneuheiten zu sehen, dafür als Attraktion am Informationsstand der "Vereinigung Volkseigener Betriebe Radio- und Fernmeldetechnik" (RFT) den ersten in der Ostzone hergestellten Koffersuper. Dieser 5-Röhren-Kleinsuper wiegt nur 2,6 kg, ist auf Netz-und Batterieempfang umschaltbar und besitzt ein stossfestes, farbiges Kunststoffgehäuse. Die Produktion soll in das Fertigungsprogramm des nächsten Jahres aufgenommen werden. Ein Preis wurde noch nicht genannt.

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