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Thriller oder Sciensfiction - wahr oder echt oder ein Fake ?

Wir sind im Jahr 2025 und es wird immer schwieriger, die Wahrheit oder den wahren Kern einer audio-Visuellen Iniformation zu beurteilen bzw. zu unterscheiden. War das Erzeugen einer täuschend echten menschlichen Stimme schon seit Jahren kein Problem mehr, klappt das jetzt auch beim Film. Und das sogar mit aktuellen Home-Computern.
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Kommentar zu "Black Box – Gefährliche Wahrheit" (aus 2021)

Der 2-Stunden Spielfilm "Black Box – gefährliche Wahrheit" ist ein franzüsischer Thriller, der Anfang Februar 2026 zu nächtlicher Stunde (zum Füllen der Sendezeit bis zum frühen Morgen) wiederholt wurde.

Der Kern der fiktiven "Story" ist der Hauptdarsteller, ein junger französischer Forensiker mit Namen Mathieu, der im Auftrag der französischen Flusicherung die Aufgabe hat, den Stimmenrecorder des (eines) abgestürzten Flugzeugs zu analysieren.

Der Protagonist stellt immer mehr sonderbare Vorkommnisse fest, die aber in der Summe das ganz Konzept des Filmes ins Irrrationale und Unglaubwürdige verschieben. Denn diese Vielzahl der Vorkommnisse werden nicht erklärt, sondern der Phantasie bzw. dem Wissen oder noch besser dem technischen Fachwissen des Zuschauers überlassen.

Ist der Zuschauer nicht technisch affin, fehlt ihm auchnur näherugsweise das Fachwissen, hat er fast keine Chance, die Story auch nur annähernd zu verstehen. Den erklärenden Begriff des Stimmenrecorders habe ich hier in diesem Artikel eingebracht. Was versteht ein Normalo unter einer "Blackbox" ?

Besonders auffallende Ungereimtheiten

Wer als Autofahrer noch KEINE Dash-Cam in seinem Fahrzeug betreibt - und das ist im Strassenverkehr die ganz deutlich sichtbare Mehrheit -, der versteht nicht, wie eine solche Kamera mit oder ohne Auto den Mittelpunkt eines kleinen Sees als Fahrziel abspeichern könnte. Es ist schlicht Unsinn, solche Schlüssel-Themen unkommentiert zur beinahe wichtigsten Szene des Films aufzubauen. Denn dort im See (im Garten eines weiteren Forensikers der Flugsicherung) lag der echte Flugschreiber dieses fiktiven Absturzes versenkt, der sogar noch geleuchtet hatte.

Als vorher (weiter vorne in der Handlung) mehrfach gezeigt wurde, daß der Protagonist von einem dunklen Merceds des S-Klasse verfolgt und beschattet wurde, machte die Story daraus nichts. Einem jungen Mann mit dieser Intelligenz (Forensiker müssen hochbegabt und hochintelligent sein) hätte das sofort auffällen müssen und er hätte bei der sich immer deutlicher abzeichnenden Brisanz nicht vor und in einem fremden Gelände, in das er eingedrungen war, seinen Wagen mit eingeschalteten Scheinwerfern stehen lassen.

Er rudert mit einem Kahn 50m in die Mitte des Sees und zieht sich aus - zum Tauchen, mitten in der Nacht, doch mindestens vermutlich wissend, daß man ihn beobachten könnte. In einer anderen Szene hatte ihm nämlich ein vorbeigehender Nachbar erzählt, daß da schon vor Tagen zwei andere Typen dagewesen waren.

Der Protagonist hätte jetzt bei einem glaubwürdigen Drehbuch höchst sensibel seine Aktonen angehen müssen.

Auch unglaubwürdig war, daß er nach dem Einbruch in dieses draußen in der Pampa liegende Landhaus schnell den stockfinsteren Keller und dann auch sofort die Sicherungsschalter-Reihe an der dunklen Wand gefunden hatte.

Nach Einschalten verschiedener Sicherungen waren dann auch sofort alle PCs mitsamt der Bildschirme onlne und funktionsfähig. Das ging auch im Jahr 2021 noch nicht. Es hätte mindestens 20 bis 30 Sekunden gedauert.
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Hier wird an den Zuschauer ein sehr hoher Anspruch gestellt

Eines der Beispiele aus meiner Sicht ist die Berliner Trilogie "Kudam 56" und "Kudam 59". Es sind 6 einzelne aber fortlaufende 90 Minuten Filme, bei denen jeweils der nachfolgende Film auf detaillierte Einzelheiten der vorangegangenen Filme aufsetzt. Hat man als Zuschauer diese Einzelheiten nicht gesehen - oder auch nicht verstanden - weil sie vorerst unwichtig erscheinen - bleibt die gesamte nachfolgende Handlung nebulös.

Hier in Blackbox ist es zum Beispiel eine Aussage des befreundeten Kollegen zu der Frau des Protagonisten beim Abendessen und die erstaunte Nachfrage : Woher wissen Sie das ?

Mindestens 15 Minuten vorher wurde fast beiläufig gezeigt, daß diese gefährlichen unterdrückten Security-Gutachten so streng geheim waren, daß der besagte Freund das nicht hätte wissen dürfen - aber er wußte es. Die Ehefrau erkannte schlagartig, hier stimmt überhaupt nichts mehr, denn sie war gerade deswegen gefeuert worden. Nur kam diese Erkenntnis für Ihren Ehemann zu spät, er überlebte seine recherchierte Wahrheit nicht.
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