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"Das gab's nur einmal" - Der deutsche Film von 1912 bis 1945

Der Schriftsteller Curt Riess (1902-1993 †) hatte 1956 und 1958 zwei Bücher über den Deutschen Film geschrieben. Als Emigrant in den USA und dann Auslands-Korrspondent und später als Presseoffizier im besetzten Nachkriegs-Berlin kam er mit den intessantentesten Menschen zusammen, also nicht nur mit Filmleuten, auch mit Politikern. Die Biografien und Ereignisse hat er - seit 1952 in der Schweiz lebend - in mehreren Büchern - wie hier auch - in einer umschreibenden - nicht immer historisch korrekten - "Roman-Form" erzählt. Auch in diesen beiden Filmbüchern gibt es jede Menge Hintergrund- Informationen über das Entstehen der Filme, über die Regisseure und die kleinen und die großen Schauspieler, das jeweilige politische Umfeld und die politische Einflußnahme. Die einführende Seite finden Sie hier.

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NEUNZEHNTER TEIL • JUBILÄUM

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MÜNCHHAUSEN

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„Ich wünsche, daß die UFA einen Spitzenfilm dreht."

Einige Tage vor dem furchtbaren Ende des Regisseurs Herbert Selpin hat Goebbels die leitenden Herren der UFA zusammenrufen lassen und ihnen erklärt: „Ich wünsche, daß die UFA einen Spitzenfilm dreht, der zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum der Gesellschaft, also nächstes Jahr, vorführungsbereit ist. Einen Spitzenfilm, meine Herren, der ganz Europa, ja die Welt von der Leistungsfähigkeit der deutschen Filmindustrie überzeugen soll. Kosten dürfen dabei überhaupt keine Rolle spielen. Die besten Drehbuchautoren sollen herangezogen werden, die fähigsten Regisseure und Schauspieler .. ."

Er liest in den Mienen der Zuhörer und lächelt: „In diesem Falle wollen wir einmal vergessen, wie gewisse Leute politisch stehen!"

Die besten Drehbuchautoren ... Wer kommt denn da in Frage? Da käme zum Beispiel der große und amüsante Schriftsteller Erich Kästner in Frage, der in der Vor-Hitler-Zeit einige ausgezeichnete Drehbücher schrieb.
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Erich Kästner war "mehr oder weniger" verboten

Freilich, seitdem Goebbels an die Macht kam, war Kästner mehr oder weniger verboten. Aber hat der Herr Minister nicht selbst gesagt... ? Man tritt an Kästner heran. Wäre er bereit? Natürlich kann er nicht unter seinem Namen das Drehbuch für den Jubiläumsfilm schreiben. So weit geht die Großzügigkeit des Herrn Ministers wieder nicht.

Kästner hat eine Idee für einen Film, der wirklich repräsentiv ist, einen, mit dem die UFA zeigen kann, was sie noch vermag. Die Geschichte des Freiherrn von Münchhausen und seiner Abenteuer, besonders der erschwindelten.

Welche Möglichkeiten für Massenszenen, für Trickszenen, für Ausstattung, für Spitzenbesetzung! Im Grunde genommen hat ja Gottfried August Bürger die Geschichte Münchhausens bereits 1786 geschrieben. Natürlich wird man für den Film einiges ändern müssen. Sehr viel sogar. Man wird die ganze Story neu aufbauen müssen, man wird sie moderner, knapper gestalten müssen, aus den vielen einzelnen Geschichten und Episoden ein Ganzes machen ...

Dafür ist Erich Kästner gerade der richtige Mann.

Vermutlich ist er der einzige Mann in Deutschland, der einen „Münchhausen" um die Zeit schreiben kann. Erich Kästner schreibt das Drehbuch. Als Autor erscheint das Pseudonym Berthold Bürger.

o hat sich Erich Kästner getarnt - wenn man das überhaupt Tarnung nennen kann. Vielleicht glauben Leute wie Hinkel wirklich, daß es sich um einen Ur-Ur-Enkel des berühmten Bürger handelt.

In der Filmindustrie aber weiß man, wer Berthold Bürger ist. Und mit Windeseile spricht es sich auch unter dem Publikum herum. Berthold Bürger, will sagen: der verbotene Kästner schreibt ein grandioses Manuskript.

Ein Manuskript voll von amüsanten und bunten Geschichten, ein Manuskript, das an die frühen Douglas-Fairbanks-Filme erinnert, an den „Dieb von Bagdad" zum Beispiel, ein Märchen für Erwachsene, eine Reihe von Schwindeleien, mit Augenzwinkern vorgetragen. Allein schon dieses Augenzwinkern tut wohl, wenn man es mit jenem tierischen Ernst der meisten Drehbuchautoren vergleicht.

Übrigens werden die Alliierten am 25. Dezember 1946 den „Münchhausen"-Film verbieten, da die Russen historisch falsch dargestellt seien.
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Alles spielt innerhalb einer kleinen Rahmenhandlung

Eine kleine Rahmenhandlung, in der der junge Baron von Münchhausen auf dem Schlosse seiner Väter ein Kostümfest gibt und von den Taten seines Urahnen Hieronymus erzählt. Die Abenteuer ...

Wir sind wieder in der Zeit der großen Katharina. Münchhausen reist nach Rußland. Da passieren ihm die merkwürdigsten Dinge. Sein Pferd, noch am Abend an ein Kreuz am Wegrand festgebunden, befindet sich am Morgen auf einer Kirchturmspitze. Erklärung: über Nacht ist der ganze Schnee aufgetaut.

In St. Petersburg wird Münchhausen der Kaiserin Katharina vorgestellt und hat mit ihr eine kleine Affäre. Dann ist er plötzlich in Venedig. Dort trifft er den Grafen von Cagliostro, der ihm das Geschenk der ewigen Jugend macht.

Dann befindet sich Münchhausen in dem orientalischen Märchenreich des Sultans Abdul Hamid, dessen Haremsdamen ihm arg zu schaffen machen - oder macht er ihnen zu schaffen?

Es folgt die Reise auf den Mond. Dort ist jeder Tag wie ein Jahr auf der Erde. Als Münchhausen wieder zurückkehrt, ist seine Frau alt geworden, sind alle, mit denen er lebte, alt geworden. Und das Schlimmste: er selbst will gar nicht mehr jung sein, obwohl er es doch ewig bleiben könnte. Denn die Zeiten haben sich geändert. Aus dem alten Schwerenöter wird ein alter Herr, der ganz zufrieden ist, ein wenig unter dem Pantoffel seiner Frau zustehn.
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Die Regie des Filmes erhält Josef von Baky

Der ist eigentlich auch kein Liebling des Dritten Reiches, ein Ungar mit viel Fingerspitzengefühl. Der hat nichts von der Gewalttätigkeit der Prestige-Regisseure Harlan oder Steinhoff. Dazu empfindet er viel zu international.

Aber gerade das ist es vielleicht, was Goebbels veranlaßt, Baky mit dem Film zu betrauen. Geld spielt keine Rolle, hat Goebbels gesagt. Und in der Tat wäre der Münchhausen-Film kaum zu drehen, wenn man kalkulieren müßte.
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Der Kronprinz und sein Tafelsilber fürs Atelier

Für die Bankettszene der Kaiserin Katharina wird ein Saal von geradezu gigantischen Ausmaßen gebaut.

An einem Ende der Tafel ein weiß-seidener Baldachin, unter dem die Kaiserin thront. Die ganze Tafel ist mit frischen Blumen dekoriert, was allein schon ein Vermögen kostet.

Echtes Tafelsilber freilich ist trotz aller Bemühungen nicht aufzutreiben. Da bekommt der UFA-Architekt Emil Haßler den Tip, der Kronprinz besäße noch eine Menge Tafelsilber. Er setzt sich mit ihm in Verbindung. Der Kronprinz ist ganz Liebenswürdigkeit und gern bereit, sein Silber auszuleihen.

Erregte Diskussionen bei der UFA. Es ist gewiß reizend vom Kronprinzen ... „Aber wenn nun etwas von dem Silber wegkommt?" „Sie meinen doch nicht etwa, daß Hans Albers oder Frau Horney ...?" „Natürlich nicht! Es kommen aber bei der Szene so viele Leute vor! Wir haben allein dreihundert Komparsen!" „Ja, das ist wirklich ein bißchen kitzlig!" Die Lösung wird schnell gefunden.

Die UFA engagiert drei Kriminalbeamte, die als Komparsen verkleidet erscheinen, sich wie die anderen Komparsen verkleiden und schminken lassen, und an den strategisch wichtigen Punkten des Ateliers Aufstellung nehmen, ohne das kostbare Tafelsilber auch nur einen Augenblick lang aus den Augen zu lassen.
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Man braucht achthundert neue Kostüme im April 1942

Die Rokokokostüme, entworfen von Manon Hahn - mehr als achthundert neue Kostüme alles in allem - müssen besonders prächtig ausfallen. Münchhausen ist ja ein Farbfilm!

Und Goebbels will beweisen, daß ein UFA-Farbfilm (in AGFAColor) genau so gut wie die großen amerikanischen Farbfilme sein kann. Das ist ja der Zweck der Übung ... Und dieser Beweis ist sehr schwierig, denn der deutsche Farbfilm ist, verglichen mit Amerika, noch nicht sehr weit entwickelt ... Da sind russische Kostüme ... italienische Kostüme ... da sind die zahllosen Kostüme von Albers; ein bestimmtes Kostüm wiegt allein achtzig Pfund, der dazu gehörige Hut zehn Pfund.

An dem Tag, da Albers derartig belastet spielen muß, ist es ungewöhnlich heiß. Albers wird fast ohnmächtig, muß immer wieder an die frische Luft, um Atem zju schöpfen.

Die Deutsche Bürokratie

Eine andere Schwierigkeit: die gesamte Ausstattung läuft - natürlich - über die üblichen Film-Bezugscheine, das heißt, jedes einzelne Kostüm muß von der Reichsfilmkammer genehmigt werden.

Das bedeutet: Anträge stellen; das bedeutet: Bezugscheine in dreifacher Ausfertigung ausschreiben; das bedeutet: jeden Schein mit drei, vier Stempeln versehen lassen; das bedeutet: Bürokratie. Das bedeutet Verzögerungen. Die Dreharbeiten - ohne die Vorarbeiten zu rechnen - dauern mehr als neun Monate.
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Die Außenaufnahmen in Venedig waren einmalig gefragt

Die Außenaufnahmen in Venedig scheinen nie zu Ende zu gehen - übrigens sehr zum Entzücken der Schauspieler und der Belegschaft.

  • Anmerkung : Im April 1942 gab es schon für alles und für jedes Lebensmittelmarken


In Venedig gibt es noch alles, was es in Deutschland nicht mehr gibt: Schinken, öl, Schuhe. Die gesamten Diäten werden für Lebensmittel und Anschaffungen ausgegeben, und als die Hotelrechnungen schließlich bezahlt werden sollen, hat niemand mehr auch nur eine Lira.

Die UFA muß ihre Leute in des Wortes wahrstem Sinne auslösen. Der Karneval in Venedig wird mit achthundert Statisten gedreht, ihre Kostüme kommen in drei Güterwagen; die farbigen Teppiche, «die aus den Fenstern der Paläste hängen, sind ebenfalls in Babelsberg hergestellt und mitgebracht worden. Die Gondeln hat man in Venedig gefunden: riesige, historische Fahrzeuge, etwas lädiert, aber leicht zu reparieren.

Der Canale Grande wird während eines Tages abgesperrt - obwohl gerade jetzt in Venedig großer Betrieb herrscht: die Biennale hat nämlich begonnen.

Natürlich spielen Trickaufnahmen eine Riesenrolle.

Alles, was Münchhausen zusammenschwindelt, muß ja gezeigt werden. Ein ganzes Heer von Tricktechnikern ist an der Arbeit, um das Pferd auf dem Kirchturm zu zeigen. Oder Münchhausen, wie er auf einer Kanonenkugel reitet. Oder Mädchenköpfe, die plötzlich aus Blumenkelchen lächeln. Oder Kleidungsstücke, die „tobsüchtig" werden.

Die schwierigsten Probleme werden schließlich gelöst, das heißt später im Film sehen die sogenannten Wunder wie wirkliche Wunder aus, und alle die beispiellosen Wunder, die Münchhausen vollbringt, wirken, als hätte er sie aus dem Ärmel geschüttelt.

Aber da ist nichts aus dem Ärmel geschüttelt. Das kostet unglaublich viel Überlegung, Proben und Schweiß. Die schwierigsten Aufnahmen gelingen, und bei den ganz einfachen gibt es dann unvorhergesehene Pannen.

Da ist zum Beispiel die Affäre des Fürsten Potemkin, der von Andrews Engelmann gespielt wird. Der hat ein Dutzend Bücher über Potemkin gelesen oder behauptet es jedenfalls. Er erscheint in einer Uniform mit Goldstickerei, für deren historische Korrektheit er sich verbürgt. Und - Potemkin hat ein Auge in einem Duell verloren - mit einer schwarzen Klappe über dem rechten Auge.

Potemkin ist bald abgedreht, bis auf eine einzige Außenaufnahme, die erst ein halbes Jahr später gedreht werden kann. Es ist Sonntag. Es ist kalt. Es regnet. Und dazu ist die Außenaufnahme nicht leicht. Eine uralte Kanone soll abgeschossen werden. Sie wird abgeschossen, aber durch irgendeinen lächerlichen Zufall wird sie nach der falschen Seite abgeschossen. Es ist noch ein Glück, daß niemand dabei verletzt wird. Schließlich ist die Außenaufnahme „im Kasten".
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Eigentlich sind es nur Kleinigkeiten der Requisite

Am nächsten Tag Besichtigung der Szene durch den Regisseur und die anderen zuständigen Herren. Alles scheint in Ordnung zu sein ...

Nein, es ist nicht alles in Ordnung. Irgend etwas stimmt da nicht! Niemand vermöchte zu sagen, was nicht in Ordnung ist. Aber irgend etwas ist nicht in Ordnung, das spürt jeder. Und dann kommt es heraus. Einer der Herren vom Aufnahmestab hat es entdeckt.

„Fürst Potemkin trägt die Klappe über dem linken Auge!" „Na, wenn schon!"
„Aber in den bisherigen Szenen hat er doch die Klappe über dem rechten Auge getragen!"
Alle starren einander entsetzt an. Die Szene muß noch einmal gedreht werden.

Auch Hans Albers ist oft ein Problem.

Nicht, daß er Starlaunen hätte. Nicht, daß er Schwierigkeiten machte. Im Gegenteil, er ist ebenso liebenswürdig wie sein Münchhausen. Den legt er großartig hin; mit seinem ganzen Charme spielt er den überlegenen Mann, der gern lebt, obwohl er die meisten seiner Mitmenschen durchschaut.

Er ist überall zu Hause: In St. Petersburg und Venedig, auf dem Mond, im Harem und im Kriegslager ...

Leider will er, wie schon immer, alles selbst machen und lehnt es ab, sich von Doubles ersetzen zu lassen. Er selbst sitzt auf der Kugel und fliegt - mittels Rückprojektion gezeigt - durch den Äther.

Er selbst springt vom Kirchturm die sieben Meter herunter - mehrere Male sogar - obwohl Baky sich auf die Knie wirft, um ihn von solchen Extratouren abzuhalten.
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Andere Hauptdarsteller:

Käthe Haack als entzückende Baronin Münchhausen, zu der der auf dem Mond nicht Gealterte schließlich zufrieden zurückkehrt. Gustav Waldau, ein wehmütiger, alternder Casanova; Ferdinand Marian ein dämonischer Cagliostro; Leo Slezak ein komischer Sultan Abdul Hamid, der stundenlang auf seinem goldenen Thron sitzt und seine Haremsdamen beäugt - und während der Drehpause unnachahmliche jüdische Witze erzählt, was zwar streng verboten ist, aber doch die Atmosphäre immer wieder auflockert.

Alle spielen mit: Wilhelm Bendow einen unbeschreiblichen Mann im Mond, Hans Brausewetter einen charmant wissenschaftlichen Münchhausen-Forscher.
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Die große Katharina ist Brigitte Horney

....... nach unzähligen Filmen immer noch vorn. Aber sie ist gar nicht mehr die alte, unbeschwerte, immer gut gelaunte Brigitte Horney. Sie ist nicht mehr glücklich.

Sie leidet, weil sie andere Menschen leiden sieht. Sie zeigt es niemandem, sie ist noch immer nach außen hin guter Dinge, und nur einige wenige, die sie zu gut kennen, wissen besser, wie es um sie steht. Zudem ist sie nicht ganz gesund. Sie war bereits zweimal in Davos, um sich in der Höhenluft zu erholen. Aber die Erholung hielt nicht lange vor.

Und die ungeheure psychische Belastung tut das ihre. Seit dem Tod Joachim Gottschalks hat Brigitte Horney das Lachen verlernt.

Und wie könnte sie jetzt lachen, da schon die Bomben auf Berlin und die anderen Städte fallen, da es immer klarer wird, daß die Großen des Dritten Reichs den Krieg bis zum letzten Blutstropfen weiterführen werden.

  • Anmerkung : Im März 1943 ging Stalingrad mit über 300.000 Soldaten endgültig verloren.

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Wer hätte da noch Lust zu filmen?

Trotzdem, der „Münchhausen"-Film ist für alle Mitwirkenden eine reine Freude, die letzte vielleicht, eine Erholung, ein Film, wie man ihn in den guten alten Zeiten machte. Man könnte manchmal fast vergessen, daß man im Dritten Reich lebt.

Aber eines Tages erfährt Albers etwas, was ihm gar nicht paßt. Er fragt den Architekten Hasler: „Stimmt es, was ich gehört habe - daß morgen blind gedreht werden soll?" Hasler muß bestätigen: „Hoher Besuch der Partei!" „Am Ende Humpelbeen selbst?" fragt Albers, und dann bricht es aus ihm heraus. „Kommt ja gar nicht in Frage! Da mache ich nicht mit!"

Er läßt sich aus seinem Starnberger Haus ein dringendes Telegramm schicken und fährt sofort los. Am nächsten Tag großer Krach, weil Albers nicht da ist, als der hohe Besuch erscheint. Übrigens kommt Goebbels nicht mit. Er fährt überhaupt nicht mehr gern nach Babelsberg hinaus, seitdem man ihn dort vor einigen Jahren einmal völlig regelwidrig ohne „Heil Hitler" begrüßt hat.
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DAS FEST

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Am 3. März 1943 feiert die UFA ihr Jubiläum.

Die UFA ist fünfundzwanzig Jahre alt... Ach, es ist wirklich schon fünfundzwanzig Jahre her, und es ist in diesen fünfundzwanzig Jahren eine Menge passiert, es ist vielleicht ein bißchen zu viel passiert.

Die Zeit war, wie man im ersten Weltkrieg zu sagen pflegte „eine große Zeit", vielleicht ein wenig zu groß ... Die UFA wurde seinerzeit gegründet als Propagandawaffe, um das neutrale Ausland in einem für Deutschland günstigen Sinne zu beeinflussen, um den Krieg zu gewinnen ...

Und dann wurde der Krieg bald darauf doch verloren ...
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Und heute? Wir schreiben März 1943 .......

... die Schlacht von Stalingrad ist bereits geschlagen ... mehr als eine Viertelmillion deutscher Soldaten sind durch den Irrsinn Hitlers in sowjetische Kriegsgefangenschaft geraten.

Die Amerikaner und die Briten sind in Afrika gelandet. Täglich und nächtlich werden deutsche Städte bombardiert. Aber Dr. Goebbels hat befohlen, einen Film zu machen, einen großartigen Film - den größten Film aller Zeiten, um zu beweisen, daß Deutschland im größten Krieg aller Zeiten noch Zeit und Kraft zu einer außerordentlichen künstlerischen Anstrengung findet.

Dr. Goebbels hat mit einem Wort nichts anderes verlangt, als das, was fünfundzwanzig Jahre vorher General Ludendorff verlangt hatte. Doch heute will das niemand wissen. Heute soll gefeiert werden.

Schon vor Tagen ist der UFA-Palast am Zoo geschmückt worden.

Von der Bühne leuchtet ein Riesenplakat „25 Jahre UFA", von Hakenkreuzfahnen flankiert. Tausende sind in den UFA-Palast geströmt, werden durchgeschleust, um das alles anzusehen.

Abends um acht Uhr beginnt es: Zuerst wird die dritte Leonoren-Ouvertüre gespielt. Dann nimmt Generaldirektor Ludwig Klitzsch das Wort. Er erzählt die Geschichte der UFA. Er berichtet, wie sie auf Veranlassung Ludendorffs gegründet wurde.

Einiges berichtet er auch nicht. Die Namen Lubitsch und Lang, Davidson und Pommer, Pola Negri und Marlene Dietrich werden natürlich unterschlagen.

Dafür tut Klitzsch, als habe erst Hitler den deutschen Film erfunden. Und Hitler hat natürlich auch den deutschen Film zum größten und besten der Welt gemacht. Das ganze ist eine einzige Peinlichkeit.

Nur Goebbels fühlt sich wohl. Er kennt keine Hemmungen, wenn es gilt, Lügen zu verbreiten. Seine Überzeugung ist ja, daß man sie nur oft genug verbreiten muß - und alle werden die Lügen glauben.
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Goebbels begibt sich zum Rednerpult ...

Deshalb steht er jetzt auch auf, begibt sich zum Rednerpult, um die Einführungsworte von Klitzsch noch zu unterstreichen:

„Niemand wird heute bestreiten können, daß der deutsche Film sowohl in wirtschaftlicher, technischer, wie vor allem künstlerischer Beziehung eine internationale Macht darstellt. Sein Ruf ist in allen Ländern der Erde unumstritten."

Jetzt kommt Goebbels darauf zu sprechen, wie er die UFA kaufen ließ. Diese Stelle seiner Rede ist um so interessanter, als Geheimrat Hugenberg zu den geladenen Gästen zählt und mit verkniffenem Munde böse vor sich hinstarrt.

Goebbels: „Als im Jahre 1937 die deutsche Filmproduktion von einer erneuten Krise heimgesucht wurde, war der Augenblick gekommen, sie in unmittelbare und enge Verbindung mit dem Staat selbst zu bringen.

Die logische Folge dieser organisatorischen Umformung war die Gründung der staatsunmittelbaren Firma, die sich durch ihre Initiative zur allein dominierenden deutschen Filmmacht entwickelte.

„... daß der große Konzern, der das deutsche Filmschaffen heute repräsentiert, den Namen UFA erhielt, ist ein Beweis dafür, wie hoch die deutsche Staatsführung das geschichtliche Verdienst der alten Universum-Film-AG einschätzt ..."

Nun wendet sich Goebbels an Hugenberg direkt.

Haben die beiden jemals Schwierigkeiten miteinander gehabt? Hat nicht immer das beste Einvernehmen zwischen ihnen bestanden? Behauptet etwa irgend jemand, daß Goebbels Hugenberg gezwungen hat, die UFA zu verkaufen? Undenkbar!

Denn Goebbels lächelt über das ganze Gesicht. Sein Mund wird so breit und so groß, daß er droht, das ganze Gesicht einzunehmen. Man hat das Gefühl, daß er am liebsten vom Rednerpult kommen und Hugenberg umarmen möchte.

Der alte Geheimrat freilich spielt nicht mit. Zwar lächelt auch er, aber sein Lächeln ist keineswegs heiter. Was mag er wohl denken? Was anderes kann er denken, als daß es ihm ganz recht geschieht ...

Goebbels redet also Hugenberg wie folgt an:

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  • „Sie, Herr Geheimrat, haben als einer der ersten Männer unseres nationalen Lebens die große wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedeutung des Films gespürt ... Für Sie ist der deutsche Film immer eine Sache der deutschen Nation gewesen. Davon zeugen Ihre Maßnahmen, insbesondere die Loslösung der UFA aus den Einflüssen der amerikanischen Filmindustrie. Der Führer hat Ihre Verdienste um den deutschen Film durch die Verleihung des Adlerschilds des Deutschen Reiches mit der Aufschrift „Dem Bahnbrecher des Deutschen Films" gewürdigt."

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Hugenberg zeigt sich keineswegs erfreut über diese Ehrung. Aber das hilft ihm nichts. Auch Ludwig Klitzsch und Dr. Winkler werden geehrt. Goebbels verleiht ihnen beiden die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ...

Goebbels fährt fort mit den Lobhudeleinn :

„Ich rufe nun die beiden Meisterregisseure Veit Harlan und Wolfgang Liebeneiner !" Goebbels wendet sich den beiden Herren zu, von denen zumindest einer sein ausgesprochener Liebling ist.

„Sie, Herr Harlan, wirken seit Jahren als Regisseur mit überragender künstlerischer Meisterschaft ... Sie haben das deutsche Volk beim Portepee gefaßt und es in seiner moralischen Widerstandskraft gestärkt!"

Und nun übergießt Goebbels Liebeneiner mit Lächeln. Hat er nicht schon seinen dritten Film verboten? Hat er ihn nicht immer wieder zur Rede gestellt und angeschrien und beschimpft - zum Beispiel im Falle Selpin? Oder als die Rede des Pseudo-Bebel mit Beifall bedacht wurde?

Goebbels, der nie etwas vergißt, scheint alles vergessen zu haben. „Sie, Herr Liebeneiner, haben sich an der Seite Harlans ebenfalls zu einem wahren Meister der Film-Regiekunst entwickelt. Die künstlerische Ausgewogenheit Ihrer Filme hat wesentlich dazu beigetragen, den deutschen Film zu einem Kunstwerk deutschester Art zu formen."

„Der Führer und Reichskanzler hat Ihnen, Herr Harlan, und Ihnen, Herr Liebeneiner, den Titel ,Professor' verliehen!" Daraufhin erheben sich alle und singen das Horst - Wessel - Lied und „Deutschland, Deutschland über alles!" Und nun läuft der Film „Münchhausen".

Hinterher geht Liebeneiner auf Goebbels zu und bedankt sich.
Goebbels ist heute sehr gnädig. „Der stand Ihnen schon längst zu ... Aber Sie waren ein bißchen zu jung!"

In der Tat hatte Liebeneiner den Titel Professor längst beanspruchen können, denn er hielt ja schon seit einigen Jahren Vorträge in der Akademie. Aber Titel interessierten und interessieren ihn nicht.

„Professoren gibt es ja viele, aber Liebeneiner gibt es nur einen!" pflegte er zu sagen. „Der Name sagt es ja schon ..."

Nunmehr taucht auch Dr. Winkler auf .....

„Habe ich Sie endlich erwischt, Herr Liebeneiner, Herr Professor Liebeneiner?" Dr. Winkler hat in der letzten Zeit Liebeneiner schon des öfteren „erwischt", das heißt, sich mit ihm unterhalten. Es war immer das gleiche Thema über das er sprach:

Möchte Liebeneiner nicht Chef Produzent einer großen Film-Firma werden? Nein. Liebeneiner hatte bisher keine Lust dazu. Im übrigen konnte er sich hinter seiner Stellung am Staatstheater und Göring, seinem höchsten Chef, verschanzen. Denn am Staatstheater gibt es schon seit langem zu wenig Regisseure.

Winkler ließ solche Ausflüchte nicht gelten. Er fuhr eines Tages zu Göring und erklärte: „Wenn Liebeneiner eine Theateraufführung inszeniert, so besteht sein Publikum bestenfalls aus dreißig- bis fünfzigtausend Menschen. Ein von ihm gemachter Film würde von Millionen Menschen gesehen werden. Wäre er Chefproduzent einer großen Film-Firma, die etwa fünfzig Filme pro Jahr herstellt, dann würde die Besucherzahl seiner Filme ins Gigantische wachsen ..."

Göring konnte sich der Logik dieser Zahlen nicht verschließen. Um welche Firma handelte es sich denn? Es handelte sich um die UFA. Seit Ernst Hugo Corell gehen mußte, hatten die Chefproduzenten schnell gewechselt. Alfred Greven mußte nach der Ohrfeige gehen, die ihm Staatssekretär Hanke, der Geliebte der Magda Goebbels, versetzte, als er versuchte, Liida Baarova wieder zu bringen.

Grevens Nachfolger, ein Parteigenosse namens Leichtenstern, wußte nichts von Filmproduktion, und so wurden, zum Entsetzen von Dr. Winkler, Millionen verloren.

Auf Leichtenstern folgte Otto Heinz Jahn, ein tüchtiger Mann, aber ohne Zweifel keine überragende Persönlichkeit wie Pommer oder Corell es gewesen waren.

Und die UFA brauchte auf jeden Fall eine überragende Persönlichkeit.

Ach, es ging ja gar nicht mehr um die UFA allein. Es ging um nichts weniger als sämtliche noch existierenden deutschen Filmgesellschaften. Sie sollten „zusammengefaßt" werden. Es sollte, wenn Goebbels seinen Willen durchsetzen konnte, nur noch eine Gesellschaft geben.

Und mit der wollte Goebbels den europäischen Filmmarkt beherrschen. Er glaubte an diese Möglichkeit noch im März 1943, noch nach dem Fall von Stalingrad.
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Also: Zentralisation. Die Dachgesellschaft.

Sie sollte weiter UFA heißen, obwohl sie mit der alten UFA nichts mehr zu tun hatte. Sie wird von Dr. Winkler, dem Reichsbeauftragten für die Deutsche Filmwirtschaft geleitet. Ein Geschöpf von Goebbels, Leopold Gutterer aus dem Propaganda-Ministerium, wurde Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Die Gesellschaft wird sämtliche deutsche oder österreichische Filme herstellen, wird von „acht staatseigenen Firmen getragen" werden, hieß es in der Verlautbarung.

Die acht Gesellschaften:

  1. Die UFA-Filmkunst,
  2. die Tobis-Filmkunst,
  3. die Terra-Filmkunst,
  4. die Bavaria-Filmkunst,
  5. die Berlin-Film (die zwei Jahre vorher dadurch entstanden war, daß innerhalb von sechs Wochen alle unabhängigen Produzenten sich zusammenschließen mußten),
  6. die Wien-Film,
  7. die Prag-Film,
  8. sowie die Mars-Film.

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Die UFA war also tot - die alte gute UFA.

Der Name UFA bestand weiter, aber nur, weil Goebbels sich von der Weltgeltung dieser Marke etwas versprach ...
Und was will Dr. Winkler am Jubiläumsabend im UFA-Palast am Zoo von Liebeneiner? Er will ihm mitteilen, daß er Produktionschef der UFA geworden ist. Genau genommen Produktionschef der UFA-Filmkunst.

Eigentlich müßte Liebeneiner nein sagen. Es gibt wohl kaum einen Menschen, der ungeeigneter wäre für eine so große ver-
antwortliche Stellung als er. Er ist nun einmal kein Beamter, kein Organisator. Er ist - und das ist das beste an ihm - ein Privatmensch, ein Künstler, einer, der am besten arbeitet, wenn man ihn mit Verwaltungsdingen in Ruhe läßt ...

Er hätte auch genug Ausreden, obwohl Göring ihn im Prinzip freigegeben hat. Er inszeniert Theaterstücke und Filme, er spielt Theater, er liest an der Akademie sechs bis acht Stunden wöchentlich. Er hat durch seine ehrenamtliche Stelle als Leiter der Fachschaft Film mehr als genug zu tun.

Hinzu kommt: er kann sich wenig Illusionen über den Ausgang des Krieges machen und darüber, was nachher kommt. Er kann es nicht für wünschenswert halten, sich noch jetzt, zu so später Stunde mit einem Regime zu identifizieren, dessen Prinzipien er im tiefsten verabscheut.

Trotzdem sagt Wolfgang Liebeneiner ja. Später befragt, warum er es getan hat, wird er erklären: „Ich hatte seit Jahren Opposition getrieben. Ich hatte seit Jahren kein Geheimnis daraus gemacht, was ich alles für falsch hielt. Als man mich aufforderte, es besser zu machen, konnte ich nicht nein sagen ..."

Es gibt auch Gründe für Liebeneiner, ja zu sagen. Seit Jahren ist es ihm immer wieder gelungen, Kollegen vor der Gestapo zu retten. Als Produktionschef der UFA wird er weiterhin seine schützende Hand über sie halten können.
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Auch gibt es im Innern des Betriebes viel zu ändern.

Liebeneiner steht auf dem Standpunkt, daß nicht ein Atelier existiert, das technisch einwandfrei genannt zu werden verdient. Die Lampen brennen nicht regelmäßig, die Wagen knarren, die Bohlen stöhnen, kein Star hat eine feste Anweisung, wie er zu schminken ist. Die Garderobenverhältnisse sind katastrophal, abgesehen von den viel zu wenigen Star-Garderoben.

Die Filmindustrie ist in Liebeneiners Augen noch immer keine Filmindustrie. Wichtiger und entscheidender: es müssen neue Filmstoffe gefunden werden. Man muß junge Filmautoren finden, die neue Ideen haben, wie es im Ausland schon seit Jahren geschieht.

Man muß sie überzeugen, daß sie nicht vergewaltigt werden sollen, sondern daß ihre Träume in filmische Realität umgesetzt werden können.

Liebeneiner geht sofort an die Arbeit.

Er schreibt eine Unmenge von Briefen an Schriftsteller und Dichter. Er beginnt ein Rennen mit der Zeit. Denn es ist ja weiß Gott nicht mehr viel Zeit. Die alten Hasen der Filmindustrie sehen kopfschüttelnd zu, was Liebeneiner da treibt. Wozu diese gewaltige Anstrengung, wo doch bald alles zu Ende ist?

Im übrigen geht es der Filmindustrie ja gut. Es geht ihr besser, als es ihr jemals gegangen ist, denn es gibt keine Konkurrenz mehr und die allgemeinen Kosten sind auf ein Minimum herabgesunken.

Da nur noch Filme gemacht werden, die von „oben" bestellt worden sind, gibt es keine Verleihprobleme, keine Verleihunkosten, die ins Gewicht fallen. Denn, da die Menschen sich nichts mehr zu essen kaufen können, von Kleidern und Möbeln gar nicht zu reden, tragen sie ihr Geld ja sowieso ins Kino.

So werden in diesen letzten zwei Jahren vor Kriegsende alle Kassenrekorde geschlagen. Zwanzig oder fünfundzwanzig Millionen Mark für einen guten Film sind keine Seltenheit mehr. Und selbst wenn nicht so viel Geld verdient würde?

Hat Goebbels nicht ausdrücklich erklärt, daß Geld keine Rolle spielen dürfe? Im schlimmsten Falle würde er den Film subventionieren.
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1943 - Bomben zerstören deutsche Städte.

Aber während Hunderttausende ohne Dach über dem Kopf sind, plant Goebbels neue Ateliers, ja ganze Atelierkomplexe. Der Film, der noch nie so groß war wie jetzt, braucht eine würdigere Behausung.

Die Entwürfe, die im Propaganda-Ministerium eingereicht werden, sehen tatsächlich so große Ateliers vor, daß man dort gewöhnliche Filme gar nicht drehen kann, es sei denn, daß man in die Hallen kleinere Hallen einbaut.

Und Liebeneiner ? Er ist zu spät gekommen.

Viel zu spät. Zwar holt er unbekannte Autoren heran und bekannte Schauspieler. Aber er brauchte Jahre, um seine Pläne durchzuführen. Und er hat kaum noch ein paar Monate, bis alles zu Ende ist.

Und dann flieht er aus Berlin, der letzte Produktionschef der UFA, mit zwei Handkoffern. Sonst wird er nichts retten. Zwei Handkoffer. Aber nicht der Verlust seines Hauses, der Möbel, der Wertgegenstände schmerzt ihn.

Es schmerzt ihn, daß die Filmakademie zusammengebrochen ist, daß die noch „Unentdeckten" oder die noch gerade Entdeckten, kurz, daß die Zukunft des deutschen Filmes keine Zukunft mehr hat. -
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Das gab's nur einmal, das kommt nicht wieder.

Ein paar Monate später schon wird man Wolfgang Liebeneiner den Vorwurf machen, ein „Nutznießer des Nazi-Regimes" gewesen zu sein.

Und wieder ein paar Jahre später wird es sich in Deutschland langsam herumsprechen: Es gab überhaupt keine Nutznießer des nationalsozialistischen Regimes - es sei denn, daß man Hitler, Göring oder Goebbels als solche bezeichnete.

Nun, so ist es wohl doch nicht. So war es nicht. Es soll nicht behauptet werden, daß Titel unbedingt etwas bedeuteten. So mutige Gegner des Regimes wie Wilhelm Furtwängler und Gustaf Gründgens waren Staatsräte geworden.

Zwei so grundverschiedene Menschen mit so grundverschiedenen Ansichten über die Verantwortung des Künstlers im Dritten Reich wie Veit Harlan und Wolfgang Liebeneiner wurden in der gleichen Stunde Professoren. Der eine, weil er das Maul hielt und stramm stand, der andere, obwohl er es nicht tat.
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