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"Das gab's nur einmal" - Der deutsche Film von 1912 bis 1945

Der Schriftsteller Curt Riess (1902-1993 †) hatte 1956 und 1958 zwei Bücher über den Deutschen Film geschrieben. Als Emigrant in den USA und dann Auslands-Korrspondent und später als Presseoffizier im besetzten Nachkriegs-Berlin kam er mit den intessantentesten Menschen zusammen, also nicht nur mit Filmleuten, auch mit Politikern. Die Biografien und Ereignisse hat er - seit 1952 in der Schweiz lebend - in mehreren Büchern - wie hier auch - in einer umschreibenden - nicht immer historisch korrekten - "Roman-Form" erzählt. Auch in diesen beiden Filmbüchern gibt es jede Menge Hintergrund- Informationen über das Entstehen der Filme, über die Regisseure und die kleinen und die großen Schauspieler, das jeweilige politische Umfeld und die politische Einflußnahme. Die einführende Seite finden Sie hier.

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EIN PAAR HERREN UND EINE DAME

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Da ist Karl Ludwig Diehl, groß, schlank, blond

Da ist Karl Ludwig Diehl, groß, schlank, blond, ausgesprochen sympathisch. Schon sein Aussehen legt ihn fest. Er könnte nie einen Bösewicht spielen. Er sieht nun einmal nicht aus wie ein Bösewicht. Er sieht aus wie ein Gentleman.

Und das hat einen guten Grund. Er ist ein Gentleman. Er kommt aus dem gehobenen Bürgertum, verkehrt in Adelskreisen. Er hat eine Gräfin geheiratet. Er sieht genau so aus, wie sich das Publikum einen Adligen vorstellt. Er ist immer liebenswürdig und aristokratisch überlegen.

Schon in seinem ersten Film „Liebeswalzer*, den er 1930 mit Willy Fritsch und Lilian Harvey drehte - auch Georg Alexander wirkte mit - fiel er sofort auf. Andere Filme folgten fast ohne Unterbrechung. Im „Greifer" war Diehl Partner oder Gegenspieler von Hans Albers.
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Karl Ludwig Diehl und die Kasernenhof-Filme

In „Aschermittwoch", einem der zahllosen Kasernenhof-Filme, spielte er einen Offizier, dessen hübsche junge Frau Yvette - er hat sie aus dem Ausland mitgebracht - sofort versuchte, seinen besten Freund zu verführen.

Einen geplatzten Wechsel gab es auch, den Diehl für seinen besten Freund einlösen wollte. Und dabei fand er seine Frau in dessen Wohnung. Der Freund erschoß sich natürlich, wie das in solchen Fällen üblich ist. * Aschermittwoch" blieb keineswegs der einzige Kasernenhof-Film, den Diehl machte.

Man legte Diehl in den nächsten Jahren geradezu auf Uniformen fest. Was „Aschermittwoch" recht war, mußte „Rosenmontag" billig sein. Dann gab es noch „Im Geheimdienst" und „Der Schuß im Morgengrauen" und „Ein Mann will nach Deutschland" - eben jenen Film, in dem "Willy Birgel zum ersten Mal auffiel - und „Der höhere Befehl" und „Die Leuchter des Kaisers", der erste Film des jungen Heesters.

Karl Ludwig Diehl ist bei den Nazis nicht beliebt

Erstaunlicherweise ist Diehl, eigentlich das Idealbild des deutschen Mannes, durchaus nicht beliebt bei den Nazis. Aber das ist vielleicht nicht so erstaunlich, wenn man weiß, daß Diehl vom ersten Augenblick an zu den entschlossensten Widerständlern gegen das Regime gehört; er wird auch später, im Jahre 1944, in die Ereignisse des 20. Juli verwickelt werden.

In diesem Zusammenhang mag auch Victor de Kowa, ursprünglich Victor Kowaschek, aus Görlitz genannt werden, auch ein scharfer Gegner Hitlers. Übrigens ein großartiger Schauspieler, viel mehr als nur ein „Liebhaber", für den ihn das breite Theater- und Filmpublikum hält.

De Kowa kommt jung, sehr hübsch und sehr begabt nach Berlin und wird schon 1929 in kleineren Filmrollen beschäftigt, obwohl, seltsamerweise, die Produzenten etwas gegen ihn haben. Sie sagen von ihm: „Schade, daß de Kowa keinen Frack tragen kann!" Das ist ungerecht.

Denn wer könnte einen Frack tragen wie de Kowa? Das Glück will es, daß er ins Metropol-Theater engagiert wird, um mit der unvergleichlichen Fritzi Massary in der Operette „Eine Frau, die weiß, was sie will!" zu spielen.

Da muß er nun einen Frack tragen, da muß er elegant und liebenswürdig sein, und selbst die Filmproduzenten geben schließlich zu, daß sie sich geirrt haben - obwohl das eigentlich nie vorkommt. Denn wie sagt schon Morgenstern? „ ... weil nicht sein kann, was nicht sein darf!"

De Kowas Filmdurchbruch: „Die andere Seite" .....

....., ein Film aus dem Weltkrieg, in dem er neben Conrad Veidt und Wolfgang Liebeneiner erscheint. Dann „Die Finanzen des Großherzogs", bei dem er unter der Regie von Gustaf Gründgens in der Hauptrolle herausgestellt wird und beweist, daß er nicht nur elegant ist, sondern auch eine Portion Humor besitzt.

Inzwischen ist de Kowa auf der Bühne ein großes Stück weitergekommen. Er wird trotz seines großartigen Aussehens ein erster Charakterschauspieler. Gustaf Gründgens holt ihn ans Staatstheater.

Aber der Film wird noch lange brauchen, bis er ihm die Rollen gibt, die ihm gebühren: Weil er doch so hübsch aussieht! Weil er nun doch einen Frack tragen kann!

Es gibt noch andere Schwierigkeiten für de Kowa. Zwischen ihm und Goebbels herrscht keine Freundschaft. Es handelt sich zuerst um eine bekannte Schauspielerin, mit der de Kowa verlobt ist. Später, als er die reizende japanische Sängerin Michi Tanaka heiraten will, mengen sich alle möglichen Ämter ein.

Die Reichskanzlei läßt den Fall von Rassesachverständigen prüfen. Ist eine Japanerin arisch? Ist sie nichtarisch? Sie ist natürlich arisch, denn Hitler hat mit Japan ein Schutz- und Trutzbündnis geschlossen, also kann man das befreundete Japan nicht beleidigen! Auf der anderen Seite ...

Was werden die Leute sagen, wenn der junge Victor de Kowa mit einer Japanerin ...? Erst als de Kowa verspricht, die Heirat nicht zu publizieren und sich auf dem Standesamt nicht fotografieren zu lassen, darf er Michi Tanaka heiraten. Freilich wird ihm noch schriftlich mitgeteilt, daß seine Frau auf keinen Fall das Mutterkreuz erhalten würde ...

Trotzdem schafft es Victor de Kowa irgendwie, weiterzuleben.
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Ewald Baiser fliegen ernsthafte Filmrollen förmlich zu

Während de Kowa lange um ernsthafte Filmrollen kämpfen muß, fliegen sie Ewald Baiser förmlich zu. Freilich, Baiser ist Anfang der dreißiger Jahre bereits einer der ersten deutschen Bühnenschauspieler, deutsch und nicht österreichisch, wie viele glauben, weil er zu den Koryphäen des Wiener Burgtheaters gehört.

Er ist im Ruhrgebiet geboren, als Jüngstes von elf Geschwistern. Er sollte ursprünglich Graveur werden, wurde aber Schauspieler, kam bald zu Falckenberg an die Münchener Kammerspiele, eines der ersten deutschen Theater, und vcm dort nach Wien an die „Burg".

Der Film holte auch ihn.

Denn es gab nicht viele junge Schauspieler seines Fachs in Deutschland - Schauspieler, die über große Stimmittel und Fähigkeiten der Charakterisierung verfügten. Auf der Bühne war er Nachfolger der großen Generation der Bassermanns und Moissis. Im Film war er lange kein ausgesprochener Erfolg.

Seltsam eigentlich, denn die Filme, zu denen man ihn heranholte, waren gute Filme, waren ernsthafte Filme und oft auch erfolgreiche. Aber Baiser selbst konnte sich lange nicht durchsetzen. Das Publikum betrachtete ihn mit einer gewissen Hochachtung, aber ohne große Sympathie und innere Anteilnahme.
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René Deltgen in dem Film „Das Mädchen Johanna"

Ein anderer Schauspieler, der um die gleiche Zeit aufkommt, ist René Deltgen, der zum ersten Male 1935 unter Gustav Ucicky in dem Film „Das Mädchen Johanna", im gleichen Jahr bei Gerhard Lamprecht neben Birgel in „Einer zuviel an Bord" zu sehen ist: ein dämonischer, düsterer Mime, ein wenig in der Art des frühen Conrad Veidt, wenn auch freilich ohne die Überlegenheit dieses unerreichten Schauspielers.

Immerhin, Mitte der dreißiger Jahre gibt es wenige Schauspieler für das dämonische Fach und das bedeutet, daß Deltgen von einem Film in den anderen förmlich getrieben wird.

Er spezialisiert sich auf Zirkus- und Variete-Filme. „Die drei Codonas" werden einer seiner größten Erfolge. Später, viel später, der Film mit den Lippizzanern „Zirkus Renz" . ..
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Carl Raddatz aus Mannheim

Auch Carl Raddatz gehört zu den Schauspielern, die Mitte der dreißiger Jahre aufkommen. Er ist in Mannheim geboren, und da er sich schon von Kindheit an fürs Theater interessiert und entschlossen ist, koste es, was es wolle, Schauspieler zu werden, macht er die Bekanntschaft von Willy Birgel, der sich von ihm vorsprechen läßt.

Birgel ist beeindruckt, bringt ihn zum Mannheimer Intendanten, der Raddatz mit fünfzig Mark Monatsgage anstellt. Im zweiten Jahr sind es schon hundert Mark.

Übrigens denkt Raddatz schon um diese Zeit an den Film und schreibt einen langen begeisterten Brief an den Mann, den er für den größten deutschen Filmregisseur hält: Fritz Lang.

Der antwortet auch, rät Raddatz, einige Jahre Theatererfahrung zu sammeln und sich dann wieder mit ihm in Verbindung zu setzen.
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Freilich, schon ist es Ende 1932 und 1933 war es zu spät

Wenige Monate später hat Fritz Lang Deutschland verlassen. Raddatz geht an das Aachener Stadttheater, an dem er keinerlei Erfolg hat, dann an das Landestheater in Darmstadt, an dem er sich durchsetzt.

Von hier wird er zu Probeaufnahmen von der UFA nach Berlin geholt. Aber schon hat er ein Engagement an das Bremer Schauspielhaus in der Tasche. Da bietet ihm die UFA eine Filmrolle an. „Urlaub auf Ehrenwort" mit René Deltgen und Bertha Drews, der Frau Heinrich Georges.

Nach drei Monaten wieder ein Anruf von der UFA. Diesmal soll er für eine mittlere Rolle in „Verklungene Melodie" mit Brigitte Horney und Willy Birgel ganze dreitausend Mark bekommen.

Als Raddatz das Telegramm erhält, glaubt er zuerst an einen Tippfehler des Telegrafenamtes. Dreitausend Mark? Dann wäre er ja alle seine Schulden los! Dann könnte er sich ja endlich einen Plattenspieler kaufen - seit Jahren hat er sich einen Plattenspieler gewünscht!
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Aber für Carl Raddatz kommt es noch besser.

Als der Bremer Vertrag abläuft, erklärt sich die UFA bereit, Raddatz fest zu engagieren. Tausend Mark im Monat! Tausend Mark im Monat - das bedeutet pro Film vier- oder fünftausend Mark ... und das ist erst der Anfang.

Bis zum Kriegsende wird die Gage von Raddatz das Zehnfache betragen, trotz des offiziellen Gegenstops, den das Propagandaministerium befohlen hat. Denn auch Raddatz ist ein Typ, den der Film so notwendig wie Brot braucht: jung, schmal, lebendig und hart - ohne jede Sentimentalität. Einer jener seltenen Schauspieler, bei denen man immer wieder vergißt, daß sie Schauspieler sind, die wirken, als ob irgendein Regieassistent sie von der Straße ins Atelier geholt hätte; von jener verblüffenden Einfachheit, die das Geheimnis derer ist, die sich alles schwer machen.

Denn Raddatz arbeitet schwer. Seine schnelle Karriere ist also durchaus kein Zufall. Und dann gibt es noch andere Schwierigkeiten für ihn. Denn er ist ein erklärter Gegner des Nationalsozialismus, und wenn er etwas getrunken hat - das kommt bei ihm gelegentlich vor -, äußert er mit erschreckender Offenheit, was er von den braunen Herren hält.

Bevor der Krieg zu Ende ist. wird er noch mehr als einmal Unannehmlichkeiten haben ...
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Und dann ist da noch Gustav Knuth

Eine gewisse Ähnlichkeit mit Raddatz besitzt Gustav Knuth, der freilich trotz verlockender Filmangebote in erster Linie Bühnenschauspieler bleibt. Ein großer, starker Bursche, dieser Gustav Knuth, der, wenn es nach dem Vater ginge, wie dieser Zugführer oder Lokomotivführer werden würde.

Aber er brennt früh durch; eine liebende Schwester finanziert die Flucht wie auch die heimlichen Schauspielstunden. Jahrelang treibt sich Knuth an kleinen Bühnen herum, in Hildesheim, Harburg bei Hamburg, dann in Basel, dort wirkt er am Stadttheater auch in der Operette mit.

Am Stadttheater von Altona wird er dann so etwas wie ein Lokalmatador. Einmal hat er es in Berlin probiert, wobei er dort mit einem Boxerstück kläglich durchfiel. Gustaf Gründgens holt ihn trotzdem wieder ans Staatstheater, und diesmal ist er ein großer Erfolg und bleibt es bis Kriegsende.

Er spielt alles: Klassiker und moderne Stücke. Das Geheimnis von Knuth: die Stille, ja geradezu die Sanftheit, die in so absolutem Gegensatz zu dem robusten Äußeren steht, die Spur Romantik, die sich vergebens hinter der nordischen Fassade, dem kaltschnäuzigen Wesen zu verbergen sucht. Das Herz, das nur sozusagen aus Versehen spürbar wird.

Knuth ist kein Star, in dem man sich verlieben muß .....

.... , aber er ist einer, der immer unendlich liebenswert wirkt, ein Kerl, mit dem man Pferde stehlen kann. Für den Film ist Knuth der Naturbursche par excellence. Er wirkt gutmütig, entwaffnend auf der Leinwand.

Die UFA bietet ihm einen langjährigen Vertrag an, den er ablehnt. Er will vor allem am Theater spielen. Der Film interessiert ihn nur gelegentlich und eigentlich nur aus finanziellen Gründen.

Sie heißt wirklich so - Irene von Meyendorff

Irene von Meyendorff, die wirklich so heißt, und auch so aussieht, interessiert sich schon von frühester Jugend an für den Film, für den Schauspielerberuf. Die Eltern sind dagegen. Sie halten nicht viel von den „Leuten vom grünen Wagen". Sie meinen, nur alberne Menschen würden Schauspieler, nur eitle Leute mit Geltungsbedürfnis.

Sie sind mehr dafür, daß Irene studiert. Freilich, dazu ist im Augenblick nicht genug Geld vorhanden. Die Geschichte der meisten Schauspieler und Schauspielerinnen beginnt damit, daß die Eltern dagegen sind, daß der junge Mann oder das junge Mädchen durchbrennt und die trotzdem Schauspieler werden.

Bei Irene von Meyendorff, der kühlen baltischen Baroneß aus Reval, ist alles ganz anders. Es gelingt den Eltern, sie zu überzeugen, welch ein minderwertiger Beruf die Schauspielerei ist. Sie fährt nach Berlin, um sich auf andere Weise ihr Geld zu verdienen.
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Irene von Meyendorff will Filmcutterin werden

Wie? Sie beschließt, Filmcutterin zu werden. Da kann sie wenigstens noch Filmluft atmen. Aber Cutterin zu werden, ist gar nicht so einfach. Man muß Beziehungen haben. Sie hat Beziehungen. Sie hat einen Bekannten, der einen Freund hat, der wiederum jemanden kennt ...

Sie wird vom UFA-Werbefilm als Volontärin angestellt, kommt in die Trickfilm-Abteilung, muß acht Stunden täglich Zeichnungen machen. Dann darf sie Trickaufnahmen machen. Das alles ist recht amüsant und manchmal sogar spannend, aber es hat nichts mit dem zu tun, was sie wollte, nämlich Cutterin werden.

Sie geht also zur AFIFA in Tempelhof, der Kopieranstalt der UFA. Sie wird abgelehnt. Sie probiert es wieder. Sie wird ein zweites Mal abgelehnt. Sie wird ein drittes Mal abgelehnt. Warum? Weil sie eine „junge Dame" ist.

Man glaubt ihr nicht so recht, daß sie arbeiten will.

Man vermutet in ihr ein reiches junges Mädchen, das es nicht nötig hat, sich ihr Brot zu verdienen. Dies wird Irene von Meyendorff übrigens immer anhängen: diese Atmosphäre des Damenhaften, des jungen Mädchens aus guter Familie, das es „eigentlich" gar nicht nötig hat, des Luxusgeschöpfes, das über enorme Mittel verfügt.

Wenn sie sich ein einfaches Kleid kaufen will, bieten ihr die Verkäuferinnen die kostspieligsten Modelle an. Als sie sich später - viel später - ein Auto kauft, ist der Verkäufer entsetzt, daß sie einen Volkswagen will. Sie müßte einen Mercedes, wenn nicht einen Cadillac fahren ...

Aber die so damenhaft wirkende junge Dame weiß, was sie will, und es gelingt ihr schließlich doch, die Afifa-Leute zu überzeugen: sie wird angestellt. Sie muß morgens um sieben Uhr antreten, muß ihre Arbeitskarte in die Stempeluhr stecken, muß für den Meister eine Molle holen ...

Vier Monate Lehrzeit. Dann Versetzung in die Farbfilmabteilung nach Babelsberg. Einmal, als sie in der Kantine einen Kaffee trinkt, sitzt am Nebentisch ein ehemaliger Schauspieler namens Friedrich Schütze, groß, stark, nicht mehr sehr jung, seines Zeichens Besetzungschef der UFA.
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Herr Schütze starrt sie an, sagt aber nichts.

Irene weiß nicht einmal, wer er ist. Und es ist ja nicht das erste Mal, daß einer sie anstarrt. Daran ist sie mehr oder weniger gewöhnt. Am Abend, als sie nach Hause gehen will, reicht ihr der Pförtner einen Zettel: „Bitte, melden Sie sich morgen im Besetzungsbüro !"

„Was soll ich im Besetzungsbüro?" fragt Irene von Meyendorff. Der Pförtner zuckt die Achseln. Dann lächelt er und meint: „Scheen genug sin Se ja ...!"

Das war auch der Grund, warum Herr Schütze sie so anstarrte. Irene von Meyendorff ist wirklich schön, blond, mit einem unendlich reinen Kindergesicht, geradezu das Urbild des deutschen Gretchens.

Herr Schütze ist wieder ganz fasziniert, als sie erscheint. Er stellt sich vor. Irene bleibt die Zurückhaltung selbst. Sie ist nicht entzückt, wenn man sie anstarrt. Herr Schütze zeigt auf einen Stuhl. Dann läßt er sich umständlich hinter seinem Schreibtisch nieder und beginnt: „Wo waren Sie bisher engagiert? Was haben Sie gespielt?"
„Ich war noch nirgends engagiert und habe noch nie gespielt."
„Weder im Theater, noch im Film?" „Weder im Theater noch im Film."
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„Aber Sie wollen doch filmen?" „Nein!"

Warum hat Irene von Meyendorff ,nein' gesagt? Kann sie das Herrn Schütze erklären? Nein, sie kann es ihm nicht erklären. Das würde sehr lange dauern, und Herr Schütze würde doch nichts verstehen. Wie kann der Besetzungschef der UFA verstehen, daß man nicht Schauspielerin werden will?

Ja, früher wollte sie einmal Schauspielerin werden. Noch vor einem halben Jahr wollte sie Schauspielerin werden. Aber jetzt weiß sie es besser. Jetzt weiß sie, daß nur eitle Menschen mit Geltungsbedürfnis Schauspieler werden! Niemals wird sie Schauspielerin werden!

Sie wird Cutterin werden und später wird sie Kulturfilme machen, Filme, in denen nicht junge hübsche Menschen miteinander streiten oder einander küssen.

Eine Viertelstunde spater sitzt sie wieder an ihrem Arbeitstisch in der Kulturfilmabteilung. Sie ist überzeugt, daß sie nie wieder etwas von Herrn Schütze hören wird. Schließlich gibt es genug junge Schauspielerinnen, die auf eine Chance warten.

Herr Schütze lockt mit einem Trick

Aber sie irrt. Schon nach vierzehn Tagen klingelt das Telefon. Herrn Schützes Sekretärin ist am Apparat. Dann kommt Herr Schütze selbst. Er bittet sie, noch einmal ins Besetzungsbüro zu kommen.

Noch während sie in der Tür steht, schießt er bereits seine Fragen auf sie los: „Hätten Sie Lust, nach Teneriffa zu fahren?" „Nach Teneriffa? Und ob!" „Dann müßten Sie freilich in dem Film, der dort gedreht wird, mitspielen!" Sie schweigt.

„Und dann müßten Sie vor allen Dingen Probeaufnahmen machen!" Diesmal sagt sie nicht nein. Aber sie denkt nicht an die Schauspielerei. Sie denkt an Teneriffa. Reisen! Weit weg reisen! Welches junge Mädchen möchte das nicht?

Es erscheint der Produzent Karl Ritter. Er sieht Irene von Meyendorff an. Er sagt: „Genau der richtige Typ!" Eine Stunde später hat sie ein Drehbuch in der Hand. Der Titel: „Die letzten Vier von Santa Cruz".

Was ist geschehen?

Die Hauptdarstellerin des Films „Die letzten Vier von Santa Cruz" ist plötzlich erkrankt. Man sucht nach Ersatz. Man braucht ein junges, frisches, ein schönes Mädchen.

Und da ist dem Besetzungschef Friedrich Schütze die junge Dame aus der Kantine eingefallen, die keine Schauspielerin werden will, und die es sogar ablehnt, eine Probeaufnahme zu machen.

Nun werden schon zwei Tage später Probeaufnahmen gemacht. Der Kameramann Konstantin Irmen Tschet, der bald darauf Brigitte Horney heiraten wird, ein Weißrusse, der nur gebrochen deutsch spricht, lacht begeistert, als er Irene von Meyendorff sieht: „Köpfchen wie Schnee!" ruft er aus.

Am nächsten Tag wird Irene von Meyendorff zur UFA-Direktion bestellt. Ernst Hugo Corell sagt: „Die Probeaufnahmen sind gut ausgefallen. Ich würde mich gerne mit Ihnen über einen Vertrag unterhalten. Natürlich müssen Sie erst etwas lernen...

Ich dachte an einen langfristigen Ausbildungsvertrag mit anschließender Option. Die UFA übernimmt die Kosten Ihrer Ausbildung und hat das Recht, Sie dann auf mehrere Jahre zu verpflichten ..., sagen wir auf drei Jahre."
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„Ich glaube, da unterhalten Sie sich besser mit meiner Mutter!"

„Kann ich Ihre Mutter anrufen?" „Natürlich, in Bremen ..." Dringendes Telefonat nach Bremen. Die Mutter Irene von Meyendorffs hört sich an, was Corell ihr zu sagen hat. Dann antwortet sie: „Nein!"

„Nein, gnädige Frau?! Dürfte man die Gründe erfahren? Es handelt sich doch um eine große Chance für Ihr Fräulein Tochter ..."

Die Mutter will nicht so recht mit der Sprache heraus. Schließlich möchte sie einen Direktor der UFA nicht beleidigen. Sie kann einem Mann vom Film nicht gut sagen, was sie vom Schauspielerberuf hält. Corell glaubt, die Bedenken der Mutter zu kennen.

Er lacht: „Sie haben sicherlich Schlimmes über die Moral der Filmschauspieler gehört, gnädige Frau! Ist es das?" „Ich meinte das nicht ... Eigentlich ... Ich meinte ... Eigentlich wollte ich sagen ..."

Corell ist höchst amüsiert. „Seien Sie unbesorgt, gnädige Frau. Ihre Tochter ist bei der UFA besser aufgehoben als in einem Kloster!"

Das glaubt die Mutter nun doch nicht. Und schon am nächsten Tag kommt sie angereist. Aber Corell vermag sie zu überzeugen. Offenbar hat sie sich die Filmgewaltigen doch anders vorgestellt als diesen sehr überlegenen, sehr soignierten Herrn.

Sie unterschreibt für ihre Tochter, die ja noch lange nicht volljährig ist.
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Und Irene von Meyendorff? Hat sie ihre Bedenken überwunden?

Ist sie doch bereit, Schauspielerin zu werden? Und wie steht es mit dem Kulturfilm? Ach, die Bedenken sind überwunden, die Bedenken sind vergessen. Hat es denn jemals Bedenken gegeben? Gibt es denn etwas Herrlicheres für ein junges Mädchen, als zu spielen, zu filmen? Und in welcher Gesellschaft!

Die Französin Francoise Rosay spielt die Hauptrolle, auch der Schauspieler Hermann Speelmans wirkt mit. Drei Tage später fährt das Schiff aus Hamburg ab. Die Reise ist schön. Das Filmen ist auch schön. Was dabei herauskommt, ist gar nicht schön. Der Film „Die letzten Vier von Santa Cruz" wird ein schlechter Film.

„Jetzt aber wird gearbeitet!"

Die blutjunge Irene von Meyendorff kann nichts zeigen. Die Kritiken sind nicht einmal so schlimm, denn jeder, der das junge Mädchen sieht, ist von so viel zarter und nobler Schönheit ergriffen.

Corell sagt zu Irene von Meyendorff: „Jetzt aber wird gearbeitet!" In der Tat, jetzt wird gearbeitet.

Das junge Mädchen erhält Sprachunterricht, Schauspielunterricht, muß singen, tanzen, fechten, reiten. Und dann kommt ein Film nach dem anderen. Immer wieder steht Irene von Meyendorff da als das elegante junge Mädchen, als die schöne junge Frau, die Aristokratin, die sie nicht zu spielen braucht, weil sie es ist. Und dabei sehnt sie sich doch so sehr danach, einmal etwas anderes zu spielen, etwas ganz anderes, eine Frau aus dem Volk, eine Heruntergekommene.

Aber die UFA gibt ihr keine solchen Rollen. Die UFA will das Publikum nicht in seinen Illusionen stören. Irene von Meyendorff, der fleischgewordene Wunschtraum der Männer, muß Frauen spielen, wie sie so edel eigentlich nur im Film vorkommen.
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DIE EWIGEN

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Lil Dagover darf alle möglichen Rollen spielen.

Die Frau, die, obwohl sie dunkelhaarig ist, eine gewisse Ähnlichkeit mit der Meyendorff hat, weil sie ebenso edel und kostbar schön genannt zu werden verdient, hat mehr Glück: Lil Dagover darf alle möglichen Rollen spielen.

Eine erstaunliche Frau, eine, die nicht nur schön aussieht - das tut sie freilich wie wenige auf der Welt -, sondern auch eine, die zu charakterisieren versteht. Sie spielte sich mit dem „Kabinett des Dr. Caligari" und dem „Müden Tod" 1920 und 1921 ganz in den Vordergrund. Obwohl sie blutjung war, hatte sie damals schon acht Filme gedreht.

„Madame Butterfly" und „Die Toteninsel", „Die Jagd nach dem Tode" (in zwei Teilen) und ... Es folgten nach dem Durchbruch „Lady Hamilton", „Seine Frau, die Unbekannte", der Film, mit dem Willy Fritsch seine Karriere begann, „Kabale und Liebe", „Tartuffe" ... Insgesamt spielte die Dagover neununddreißig Stummfilme. Ihr vierzigster Film war „Melodie des Herzens", der erste UFA-Film, in dem gesungen und gesprochen wurde.
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Lil Dagover geht von einem Film in den anderen

Da sie sprechen konnte, da sie eine Schauspielerin war, ging sie von einem Film in den anderen. Und nicht nur deshalb. Ihr entscheidender Erfolg war wohl, daß es eine Frau wie sie im deutschen Film kaum gab. Nicht so sehr eine Frau als vielmehr eine Dame. Sie hatte Haltung, äußerlich und innerlich.

Sie war in den problematischsten Rollen liebenswert, ja anbetungswürdig. Und die Zeit konnte ihr nichts anhaben. Es war für ihre Karriere ohne jede Bedeutung, daß jedes Jahr neue hübsche oder sogar schöne und sehr junge Damen auftauchten. Sie war und blieb einmalig - und dadurch, soweit man das im Film überhaupt sagen kann, ewig.

Und da ist Hans Albers

Das Gleiche kann, ja muß gesagt werden von Hans Albers, der, obwohl kaum ein paar Monate vergehen, ohne daß ein neuer Filmstar auftaucht oder einer, der es werden will, mühelos seine Stellung als Spitzenattraktion des deutschen Films, qualitativ und quantitiv behauptet.

Drei oder gar vier Filme pro Jahr sind für ihn vorläufig noch eine Selbstverständlichkeit. Im Jahre 1932 hat er den „Sieger", den „Weißen Dämon" mit Gerda Maurus, „Quick" mit Lilian Harvey und „F.P.1 antwortet nicht" mit Sybille Schmitz gedreht.

Es folgte „Heute kommt's drauf an", wieder mal die Geschichte eines sieghaften jungen Mannes, der alle Hindernisse spielend überwindet, nur geht es dieses Mal nicht um Tod und Leben, sondern um einen Jazzbandwettbewerb, um das Goldene Saxophon.

In diesem Film hatte Albers immerhin die 1933 politisch schon recht gewagte Schlagermelodie zu singen:

  • „Mein Gorilla hat ne Villa im Zoo,
  • mein Gorilla lebt zufrieden und froh.
  • Er kennt keine Politik,
  • und es ist sein höchstes Glück,
  • die Gemahlin zu jucken,
  • und auf jeden, der ihn stört,
  • aus der Villa ganz empört,
  • voll Verachtung zu spucken"

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Im nächsten Film wird's ernster.

Der heißt: „Ein gewisser Herr Gran" und beginnt damit, daß ein Erfinder, der mit seinem Auto eine halsbrecherische Serpentine in den Alpen entlangfährt, von einem feigen Meuchelmörder abgeschossen wird. Nachdem Auto und Erfinder in den relativ bodenlosen Abgrund gestürzt sind, sichert er sich die Aktentasche des Ermordeten, denn sie enthält die Pläne zu einem Apparat, der, man höre und staune, alle Flugzeuge mattsetzen kann.

Er verhindert im Umkreise von sechs bis acht Kilometer jede Zündung, was bedeutet, daß sämtliche Flugzeuge in diesem Umkreis nichts tun können als im Gleitflug landen. So einfach ist das also ... Und alles geht gut aus - dafür sorgt schon Hans Albers.
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Und wieder zittern UFA Gewaltigen bis zum letzten Augenblick

Obwohl die Direktion der UFA wieder einmal bis zum letzten Augenblick gezittert hat, denn in diesem Melodrama - das übrigens von dem bewährten Regisseur Gerhard Lamprecht bravourös inszeniert wird - geht Herr Gran durch eine ganze Anzahl gefährlicher Situationen.

Und natürlich will Albers das alles selbst spielen. Da ist zum Beispiel die Szene, in der er in die brennende Villa eindringt. Unten brennt und qualmt es fürchterlich, oben hängt Albers am Deckenbalken, in den man Rillen für seine Finger eingehauen hat.

Natürlich klappt die Szene nicht beim ersten Male, sie muß drei-, viermal wiederholt werden, aber Albers bleibt eisern. Immer wieder steigt er hinauf, um höchstpersönlich über den Flammen zu baumeln. Zuletzt ist die Haut seiner Finger in Fetzen, man kann deutlich sehen, wie die Hände bluten, während er seine Klimmzüge vollführt.

Das ist ungemein wirkungsvoll, aber es bedeutet, daß Albers eine Woche lang mit Verbänden herumlaufen muß. Überhaupt hat Albers in den nächsten Filmen Rollen, in denen er zahlreichen körperlichen Anstrengungen ausgesetzt ist.

Von einem Film in den nächsten - ohne Erholung

Einer, der seine Konstitution nicht besäße, müßte nach jedem Film ein paar Wochen auf Erholung gehen. Aber Albers steigt von einem Film in den nächsten. Da ist - noch im Jahre 1933 - der Film „Flüchtlinge", der das Schicksal einiger Wolgadeutscher behandelt, die sich durch Rußland und China hindurchschlagen. Arnet alias Albers schafft es schließlich.

Es folgt der Film „Gold" mit Brigitte Helm als Partnerin, oder, wenn man will, als Gegnerin. Denn Albers scheint durchaus nicht gesonnen, ihr die ihr zustehenden Großaufnahmen zu gönnen. Immer wieder gibt es neue Gründe, solche Großaufnahmen nicht zu machen.

Und wenn Brigitte Helm nicht schon wüßte, daß sie bald abtreten wird und infolgedessen alles mit einer gewissen Gleichgültigkeit über sich ergehen ließe, könnte es zu ernsthaften Zwischenfällen kommen.

Als der Film schließlich zu Ende ist, bekommt die Helm von Albers einen Riesenblumenstrauß mit ein paar Zeilen, daß er hoffe, demnächst wieder mit ihr zu spielen. „Und dann bekommen Sie genau so viele Großaufnahmen wie ich!"

Es folgt der künstlerisch ehrgeizige Film „Peer Gynt"

..... und dann 1935 „Variete", eine freie, nur allzu freie Bearbeitung jenes unvergeßlichen Stummfilms aus dem Artistenmilieu, mit Emil Jannings und Lya de Putti.

Albers rettet sich auch in seinem nächsten Film in die Vergangenheit, in die Zeit des ersten Weltkrieges. Er spielt diesmal gleich zwei Rollen: den deutschen Flieger Michael von Prack und dessen Vetter Alexej Alexandrowitsch von Prack, der General bei den Bolschewisten ist.

Natürlich will es das Schicksal so, daß die beiden Vettern zu persönlichen Gegnern werden; und zwar sowohl im Weltkrieg als auch im Krieg um die schöne russische Spionin Vera Iwanowna.
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Der Inhalt des Films ist trivial

Die Sache läßt sich zuerst ganz gut an, denn der - anständige - deutsche Offizier erledigt den - keineswegs anständigen - Russen, und spielt dann seine Rolle weiter, um die Bolschewiken in Verwirrung zu bringen.

Zuletzt sind alle tot, auch der brave Michael, auch die Spionin Vera, und so, wie das Programmheft schreibt, „endlich erlöst von ihrem tragischen Zwiespalt Vaterland und Liebe."

Unerträglich - wenn Albers nicht wäre .....

Solche Drehbücher wären unerträglich, würden wohl auch kaum produziert werden, wenn Albers nicht wäre. Albers macht noch den größten Unsinn möglich, und wenn er auch nur ein paar vernünftige Sätze zu sprechen oder eine einigermaßen mögliche Szene zu spielen bekommt, dann wird etwas Anständiges daraus.

Dabei wird er immer sparsamer in seinen Bewegungen, „drückt" immer seltener - so nennt man das in der Theatersprache - scheint alles mit der linken Hand, wie nebenbei, zu erledigen. Aber diese Leichtigkeit ist nur eine scheinbare.
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„Alles aufstehen!"

Einmal erzählt Albers: „Die Menschen vergessen immer, daß das, was leicht aussieht, das Schwerste ist ... Wenn das einfache Spiel so einfach wäre, dann müßte doch bald mal ein junger Schauspieler kommen, ein richtiges Naturtalent, und uns an die Wand spielen. Warum geschieht das denn nicht? Weil die Schauspielergeneration, zu der ich gehöre, schon mindestens zwanzig Jahre lang auf der Bühne und im Film gekämpft hat. Wir hatten einmal genau die gleichen Hemmungen, wie die jungen Schauspieler von heute. Aber die viele Arbeit räumte sie beiseite."

Als der Sonderzug der UFA, der zu den Außenaufnahmen des Films „Unter heißem Himmel" fährt, den Bahnhof von Schandau in der Sächsischen Schweiz passiert, ruft Albers: „Alles aufstehen!" und als die anderen betreten aufstehen, erklärt er: „Hier spielte ich als Anfänger. Und hier bekam ich meine erste vernichtende Kritik! Und dann begann ich an mir zu arbeiten ... Ein Hoch auf den braven Kritiker von Bad Schandau!"
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