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Vorwort zu diesen ehemals internen Stories :

Genau wie Telefunken "sein" so benanntes PAL "um jeden Preis" durchboxen wollte, wollten auch die Franzosen von CTF "ihr" SECAM System um jeden Preis europaweit oder gar weltweit durchboxen. Zum Glück haben sie sich nie für einen richtigen Krieg (mit Soldaten und Kanonen) stark gemacht. Es war nur ein virtueller PAL-Secam Krieg.

Nach bisherigen Recherchen kämpften die beiden Firmen deutlich unter der Gürtellinie. Auch die Politik wurde hinter den Kulissen mit allen Tricks und aller Gewalt mit eingespannt und in Deutschland wurde vor allem die Person "Walter Bruch" als "der" Promotor" hingestellt und hoch stilisiert.

Als es Frankreich mit der "Ehre der Grande Nation" aber dann doch gewaltig übertrieb und der französische Präsident De Gaulle entgegen allen Absprachen die Entscheidung doch nicht den in Wien versammelten Experten-Technikern überlassen hatte, hatte sich 1965 fast das gesamte Rest-Europa aus Prinzip - wegen dieses schmutzigen Tricks - gegen SECAM entscheiden. Ob sich alle "Partner" guten Gewissens für PAL entschieden haben ? Später wurde es jedenfalls so hingestellt.

Der schwelende Konflikt um das "verlorene Gesicht" der Franzosen
wurde danach weiterhin unter der Gürtellienie ausgetragen. So wollte CFT die Vergabe von SECAM Nutzungs-Lizenzen sehr strikt an willkürliche Restriktionen binden.

Aber auch das klappte nicht. In den SECAM "verseuchten" Ostblockstaten kamen die Fernsehmacher recht schnell auf den trickreichen Umweg, bis zum letzten Meter vor der Sende-Antenne mit PAL-fähigen Geräten zu produzieren und dann per Converter (sprich Normenwandler) in SECAM zu senden. Und die Lizenz für den 30.000 Mark Wandler durfte um keinen Preis jemand Fremdes erhalten.

Doch es kam anders.
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Presseinformation - Raten Sie von wem ?
Eine Story: CFT akzeptiert „Nichtangriffsvereinbarung"

Der eigentliche Otriginal-Artikel ist mir beim Recherchieren in Metern von Zeitschriften wieder entwischt. Er kommt noch. (FKT oder Kameramann ??)
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  • Der Hintergrund zu dieser Story ist noch viel weiter gehend als nach draußen bekannt wurde. Die Fese in Darmstadt hatte in "einem ihrer Labors" (man munkelt Prof. Hausdörfer mit seinen Digital-Spezialisten war das) gegen den ausdrücklichen Willen (andere Beteiligte sprachen von einem expliziten Verbot) der damaligen (Fese-) Geschäftsleitung einen neuen sehr kleinen hochmodernen Normenwandler "von PAL nach SECAM" gebaut (für die Länder hinter dem eisernen Vorhang, die ja alle bereits in PAL produzierten, aber SECAM senden "mußten") sowie die Süd-Ost Asiaten. Und dann hatten die Entwickler und die Vertriebler diesen Wandler auch noch frecher Weise in Montreux in Konkurrenz zu Thomson gezeigt, zu weniger als dem halben Preis der französischen (umgerechnet) 30.000 Mark Konkurrenz natürlich.
  • Und promt tauchten die verärgerten Franzosen gleich nach der Montreux-Messe mit einem Rudel von Thomson- Bossen, Technikern und Rechtsanwälten in Darmstadt auf und verlangten sofortigen Vertriebsstop und natürlich eine saftige Entschädigung. So wurde es mir jedenfalls erzählt.
  • Die betroffenen Fese-Entwickler hatten das Eintreffen (der vor Wut und Enttäuschung dampfenden französischen Mannschaft) aber beobachtet und wussten so bereits vorher, daß "die Franzosen" im Anmarsch waren und hatten in Windeseile einige honorige (deutsche) Professoren aufgetan. Und derer hatte die Fese ja wirklich Viele.
  • Die haben den Franzosen dann unmißverständlich klar gemacht, daß die SECAM Technolgie lange vorher (also vor dem angeblich verletzten CFT Patent) allseits bekannt war und man bei weiterer Eskalation sofort in Brüssel auf Nichtigkeit bzw. Patentauflösung klagen würde.
  • Und das hatte dann wie eine Bombe eingeschlagen. Es waren ja genügend französiche Fachleute dabei, die das mit den vorgelegten Dokumenten und Beweisen sofort geschnallt hatten.
  • So sind dann die deputierten Franzosen verschämt schmollend oder grollend zurück in ihre "Grande Nation" abgereist und haben zähneknirschend einen nachträglichen (virtuellen) "Nichtangriffspakt" unterschrieben, um ihr Gesicht nicht vollends zu verlieren.
  • Ein Japaner jedenfalls hätte nach diesem voll in die Hose gegangenen taktischen Flop (bzw. Fiasko samt Gesichtsverlust) schon auf der Heimreise Harakiri gemacht.

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