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Kleine Geschichte des deutschen Fernsehens aus 1969

Ein Buch von Dr.-Ing. E. h. Walter Bruch aus dem Jahr 1969 aus dem Fundus des ehemaligen "Vereins zur Errichtung eines Fernsehmuseums" in Wiesbaden. Mehr über die Glorie, die Publikationen und das Vermächtnis des Ehrenmitgliedes dieses Vereins lesen Sie hier.

Kleine Schritte im Zweiten Weltkrieg
Fortschritte auf jeder Berliner Funkausstellung

Von 1928 an wurden Jahr für Jahr auf einer Funkausstellung in Berlin die Fortschritte der deutschen Fernsehtechnik präsentiert. Jedesmal zuvor spielte sich folgendes in den Laboratorien ab: Gegen Weihnachten wurde das Programm für die nächste Ausstellung aufgestellt, wobei man kühn eben erst angefangene oder auch nur als Idee vorhandene neue Entwicklungsprojekte als bis dahin vorführreif voraussetzte. Unermüdlich und optimistisch wurde dann an der Verwirklichung der Pläne gearbeitet, bis die Geräte auf dem Messegelände installiert werden konnten.

In der Nacht vor der Eröffnung gingen unsere Chefs zu ihren Kollegen von der Konkurrenz, um in vorsichtigen Unterhaltungen oder durch Abtasten der mit Tüchern verhüllten Geräte zu erraten, ob man dort etwa denselben Weg beschritten hatte. Meist war dieses Wissen auf der Ebene der Mechaniker, von denen jeder verständlicherweise auf die Neuheiten seines „Stalles" stolz war, schneller ausgetauscht.

Um 9.00 Uhr am Morgen der feierlichen Eröffnung fielen auf den Ständen die Hüllen. Oft stellte man dann fest, daß der Fortschritt in der Luft gelegen hatte, daß die Zeit reif für ihn gewesen war. Acht Tage Ausstellungsbetrieb, oft nur mit „Brettschaltungen" - wie wir erste Laboraufbauten nannten, die früher tatsächlich auf einem Holzbrett angeordnet wurden -, das war nicht einfach. Die Experimentierröhren mußten häufig ausgetauscht werden.

Nach Ende der Ausstellung wurden die Anlagen buchstäblich abgerissen, in die Abstellräume der Labors gebracht, und so schnell wie möglich ging die ganze Mannschaft in den wohlverdienten Urlaub. Die heute oft so problematische Frage „wann Urlaub?" gab es nicht: Man war am Schluß der Ausstellung erschöpft und mußte sich erholen. Nach zwei bis drei Monaten ruhiger Arbeit begann hernach der ganze Zyklus von neuem.

1939 - Die letzte Funkausstellung vor dem Krieg

Dieser anstrengende, aber berauschende Rhythmus wurde jäh unterbrochen.

Die Funkausstellung 1939 sieht uns alle noch einmal recht aktiv am zivilen Fernsehen tätig. Schon wirft der Zweite Weltkrieg seine Schatten voraus, doch die Menschen, die zur Ausstellung nach Berlin gekommen sind, glauben nicht an Krieg.

Am 28. Juli eröffnet Josef Goebbels die letzte Ausstellung vor dem Krieg mit den Worten:

  • „Das 20. Jahrhundert ist das Jahrhundert der technischen Erfindungen. Der Nationalsozialismus ist für diese Zeit. Er verneint sie nicht, er bejaht sie bedingungslos!"


Und dann folgt ein begeistertes Preislied auf Rundfunk und Fernsehen, auf „die Technik des kleinen Mannes". Zum Schluß erst deutet der kleine Mann auf der mit Fahnen und Lorbeer geschmückten Rednertribüne an, daß dieser Rundfunk schon bald eine Waffe sein wird:

„In einer Zeit, in der mit einer Heftigkeit wie nie zuvor der Kampf um die deutschen Lebensrechte entbrannt ist, steht dieses Volk geschlossen um seinen Führer geschart. Jeder Versuch, die Nation von ihm zu trennen - er mag kommen woher auch immer -, muß von vornherein als aussichtslos bezeichnet werden. Der Rundfunk aber hat die Aufgabe, ihn, wo er auch unternommen wird, gleich zu Anfang zu parieren und niederzuschlagen."
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Der FE1 Gemeinschaftsempfänger - eine Welt-Sensation

Mit den Ehrengästen besichtigt der Minister anschließend die Sensation dieser Ausstellung, den deutschen „Fernseh-Einheitsempfänger", der im Auftrage der Post als Gemeinschaftsprodukt der Fernsehindustrie entwickelt worden war.

Das mit der ersten Rechteck-Bildröhre der Welt ausgerüstete Gerät soll 1940 zum Preis von RM 650,- in den Handel kommen. Kurz vor Beginn der Ausstellung hatte Reichspostminister Ohnesorge die endgültige Eröffnung des Programmdienstes angekündigt. Das deutsche Fernsehen wurde zum dritten Mal eröffnet!

Kleine Probleme mit dem „Bilderbuch des Führers"

Selbstverständlich wird die Goebbels-Rede im Fernsehen übertragen. Dazu dient einer der fünf neuen Übertragungswagen, die unter dem Namen „Bilderbuch des Führers" bestellt waren. Jeder Wagen hat zwei Kameras mit Misch- und Überblendeinrichtungen, einer auch das besonders empfindliche neue Superikonoskop. Wie oft bei so neuen Entwicklungen wird die Aufnahmeröhre erst im letzten Moment fertig, diesmal am Eröffnungstag, morgens um 4.00 Uhr. Wir hatten die ganze Nacht darauf gewartet, aber erst um 6.00 Uhr früh trifft sie auf dem Ausstellungsgelände ein, sie kann eingebaut und die Kamera kurz vor 8.00 Uhr gerade noch in der Halle aufgestellt werden, dazu als Reserve eine normale, viel weniger empfindliche Ikonoskop-Kamera. Dann wird die Halle geschlossen, kein Ingenieur darf sie mehr betreten.

Plötzlich stellt sich heraus, daß beim Transport der Kamera an der Aufnahmeröhre ein Kontakt abgefallen war und somit ihr Bildwandlerteil nicht in Betrieb ist. Binnen Minuten wäre dieser Fehler beseitigt gewesen, aber mir, einem nicht Uniformierten und nicht geladenen Ehrengast, war es unmöglich, noch einmal in die von Sicherheitskräften abgeriegelte Halle zu gelangen. Wir mußten deshalb mit der als Reserve aufgestellten, viel weniger empfindlichen, klassischen Kamera arbeiten. Da dem Minister vorher schon angekündigt war, daß er diesmal bei normaler Beleuchtung reden könne, hatte die Aussteilungsleitung die Aufstellung unserer Reservescheinwerfer abgelehnt.

Wegen der unzureichenden Beleuchtung kam Josef Goebbels wieder einmal nicht sehr schön an. Das Bild war voller Rauschen und recht unansehnlich. Während der Übertragung kamen Anfragen der Post, ob dies das neue Wunderikonoskop sei? Nun, wir haben uns geschämt, doch auch darüber sind wir hinweggekommen. In den nächsten Tagen arbeitete die neue Kamera einwandfrei.

Von 10.000 Einheitsempfängern wurden nur 50 gebaut.

Wenig später begann der Krieg, und die geplante Produktion von 10.000 Einheitsempfängern in einer ersten Serie wurde schnell eingestellt, ganze 50 Geräte haben das Band verlassen. Der Krieg hat diese hervorragende Entwicklung zunichte gemacht. Den für die Fabrikation vorgesehenen Industriefirmen wurden andere Aufgaben zudiktiert.

Die Olympiaübertragung für Helsinki 1940 wird vorbereitet

Trotzdem wurde das Fernsehen fortgesetzt. Beeindruckt durch die deutsche Olympiaübertragung von 1936 gewährt die finnische Regierung der Deutschen Reichspost das Alleinrecht für Fernsehaufnahme und -wiedergabe bei den XII. Olympischen Spielen in Helsinki.

Ein großer Anlagenkomplex - durchweg für 441 Zeilen - wurde in Auftrag gegeben. Noch 1940 rechnete man mit der Realisierung dieses Planes, wenn auch statt Helsinki schon andere Städte im Gespräch waren. Die Anlagen wurden konstruiert, die Fertigung begann. Aber nicht mehr aus Eisen, sondern, kriegsbedingt, aus Magnesium (Elektron) wurden die Teile gegossen, die anderen Materialien waren gesperrt. Bis die Entscheidung fiel: Es gab keine Olympischen Spiele; der Auftrag wurde storniert. Die halbfertigen Geräte wurden später in Paris benutzt oder ausgeschlachtet, um die wertvollen Einzelteile anderweitig zu verwenden.

Helsinki abgesagt - Dann machen wir Krankenhausfernsehen

Die Krankenhäuser von Berlin waren inzwischen mit verwundeten Soldaten belegt worden, die unterhalten und beruhigt werden sollten. Dazu sollte auch das Fernsehen dienen. In den Lazaretten wurden Fernsehempfänger aufgestellt. Es stellten sich neue Aufgaben im Dienste der Verwundetenbetreuung. Diesen Männern konnte man nicht mehr mit billiger Propaganda imponieren. Das ließ der Charakter der ungewöhnlich wenig politisch pointierten Programme erkennen. Der Clou war die einmal in der Woche stattfindende Übertragung aus dem Kuppelsaal des Reichssportfeldes. In einem bunten Programm traten hier so prominente Künstler wie Heinrich George für die Verwundeten auf.

Schon im ersten Bombenwinter, im November 1943, wurde der Sender im Amerikahaus zerstört. Damit fiel der Funkweg aus, nicht aber das Programm. Mit einer neuen Technik war es nämlich möglich, die Programme über normale Telefonleitungen einer grozen Zahl von Lazaretten zuzuführen. Das ging bis Ende 1944. Dann erst, schon nahe dem Kriegsende, schlug man das „Zauberfenster" ganz zu.

Voll in die militärische Entwicklung eingespannt

Wir Ingenieure waren schon wenige Tage nach Kriegsbeginn mit der Lösung militärischer Aufgaben beauftragt worden. Trotz der Vielzahl dieser Projekte, konnten sich Forscher weiter mit dem Fernsehen beschäftigen. Auch mir war es gelungen, während des ganzen Krieges einige Arbeiten dieser Art nebenbei, zumeist des Nachts, fortzuführen. Das Ziel, bei Kriegsende über einen Stamm von Entwicklungsingenieuren und einige neuentwickelte Anlagen zu verfügen, wurde nicht erreicht. Der totale Zusammenbruch bei Kriegsende setzte andere Maßstäbe.

Schon 1939 war das Projekt aufgetaucht, Fernsehkameras in Gleitbomben einzubauen und diese Bomben mit einem Zielgerät zu lenken. Noch in demselben Jahr wurde eine Fernsehanlage, aufteilbar auf verschiedene Wehrmachtstornister, gebaut, mit der die militärischen Anwendungsmöglichkeiten getestet wurden. Richard Theile baute "mir" dafür sehr schnell besonders kleine Ikonoskope. Die Tornister wurden in eine Ju52 gepackt, und dann wurden mit dieser Maschine über dem Müggelsee in Berlin „Bombenangriffe" auf harmlose Vergnügungsdampfer, selbstverständlich ohne Passagiere, simuliert. Das Prinzip schien sich zu bewähren. Aber die enormen Schwierigkeiten der Atmosphäre und die künstlichen Abwehrmittel wurden zu sehr mißachtet.

Das Zauberwort „Fernsehen" wirkt Wunder

Das Zauberwort „Fernsehen" wirkte damals überzeugend, so daß die Entwicklung der Deutschen Reichspost und der Fernseh AG übertragen wurde. Sie konnten eine Anlage hoher Vollkommenheit bauen. Wenn auch sie zu dem Fronteinsatz nicht kam, so wurde das Fernsehen doch für die Forschung an einer Stelle sehr erfolgreich genutzt.

Der damalige Generalmajor Walter Dornberger, oberster Leiter der Heeresversuchsanstait Peenemünde, in der die V2 entwickelt wurde, schrieb:

  • „Die Rakete, eine A4, die später die Bezeichnung V2 erhielt und unter diesem Namen in die Kriegsgeschichte einging, stand frei auf ihrem Abschußtisch. Noch war sie durch zwei dicke Kabel mit den Schaltpunkten im Bunker und mit den Stromquellen verbunden. Aus dem an die Ringleitung angeschlossenen Lautsprecher dröhnte die erste Ansage: ,x minus drei', Zeit läuft. Noch drei Minuten bis zum Start! Diese drei Minuten! Die wurden nach und nach als .Peenemünder Minuten' bekannt. Die Fernseh-Ingenieure hatten die Einstellung ihres Gerätes beendet. Auf dem Bildschirm erschien der schwarz-weiße schlanke Körper der Rakete, ein Körper von vollendeter Schönheit der Maße. .Zündung!' »Kleine Stufe!' .Abgehoben!'"

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Fernbeobachtung von Raketenstarts in Peenemünde

Ende 1940 war ich zu einem Probeversuch mit einer Fernsehkamera nach Peenemünde gerufen worden. Nachdem dieser Versuch, der zur Klärung der Fernbeobachtung des Raketenstarts dienen sollte, erfolgreich verlaufen war, wurden fieberhaft zwei dafür spezialisierte Fernsehanlagen gebaut und installiert. In etwa 2km Entfernung von der Start-„Arena", dem Prüfstand VII, sollten mit diesen Anlagen die Startvorbereitungen an zwei Stellen, nämlich auf dem Dach des sogenannten Meßhauses von den Generälen und auf dem Dach eines anderen Prüfstandes von der Schießleitung am Fernsehschirm verfolgt werden. Aus Sicherheitsgründen war eine drahtlose Verbindung nicht möglich, es mußten also besondere Fernsehkabel verlegt werden.

Winter 1940 - Wieder etwas Glorie im Text

Wer ahnte, als ich im Winter 1940 aus Gründen der Geheimhaltung mit nur einem Mitarbeiter diese Anlage aufbaute, daß fast ein ganzes Jahr bis zum ersten gelungenen Abschuß vergehen sollte? So konnte ich als einziger, der nicht der Wehrmacht angehörte, bei der Schießleitung im Kreise von Wernher v. Braun, Walter Dornberger, Gerhard Stegmeier und anderer das Drama der ersten Starts miterleben. Ohne das Fernsehen hätte die ganze Prominenz kaum etwas gesehen.

Immer wieder wurde ich nachts in Berlin aus dem Bett geholt und nach Peenemünde zitiert unter dem Motto: Morgen kommt Er! Nun, er kam nicht, aber sonst alles, was Rang und Namen im Dritten Reich hatte. In Peenemünde war die erste Rakete schon im Prüfstand explodiert, über einen folgenden dramatischen Raketenstart am 13. Juni 1942, den ich selbst miterlebte, schreibt David Irving in seinem Buch „Die Geheimwaffen des Dritten Reiches":

„Die gedrungene Rakete hob sich majestätisch von ihrem Abschußtisch und stieg träge zum bleiernen Himmel hinauf, doch schon von den ersten Sekunden an rotierte sie langsam um die Längsachse, begann bald unsicher zu schwanken und taumelte wie betrunken, als sie durch die niedrig hängenden Wolken aufwärtsstieß. Die Funkmeßstationen auf dem Peene-münder Hafen und auf dem Festland zeichneten ihren Aufstieg von 4.900m in den Himmel auf. Sie hatte die Schallmauer bereits durchbrochen, als das Geräusch des Triebwerkes aussetzte. Neunzig ängstlich gezählte Sekunden nach dem Abheben heulte der leere Rumpf durch die Wolkendecke hernieder und schlug anderthalb Kilometer vom Prüfstand entfernt in die See. Brauns zweite A4-Rakete hatte versagt."
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Der V2 Start - trotz Angst ein erregendes Erlebnis

Trotz der ausgestandenen Angst - denn mit der ganzen Schießleitung hatte auch ich volle Deckung genommen, als die Rakete von oben auf uns zuheulte - war dieser Versuch für mich ein erregendes Erlebnis gewesen. Noch kurz vor dem Start hatte ich auf dem Fahrrad die Kameras inspiziert. Wie sah jetzt die Kamera aus, die in zehn Meter Entfernung von der Rakete aufgestellt war? Der Feuerstrahl hatte den Boden aufgewühlt, Steine gegen das Gerät geschleudert, hatte es umgeworfen, und der glühende Sand war millimetertief in "meine" wertvollen Objektive eingedrungen. Künftig wurde die Kamera besser befestigt in einen Kasten gestellt und ein auswechselbares Panzerglas vor den Objektiven angebracht.

Bei einem anderen Start. X minus 60; in 60 Minuten sollte die V2 abgeschossen werden. Auf dem Meßhaus kontrollierte ich noch einmal die beiden Fernsehempfänger, die den Generälen die Vorbereitungen zum Start zeigen sollten. Eine Kamera in unmittelbarer Nähe der Rakete zeigte alle einzelnen Arbeiten, die zweite, auf einem Nachbarprüfstand, gab ein Übersichtsbild.

Nicht zur Kenntnis genomm und und nirgendwo erwähnt

Hacken klappten zusammen, Heinrich Himmler erschien. Generäle, Oberste stellten sich vor. Man hörte: General Wilhelm Ritter v. Leeb! General X! Major Y! Heinrich Himmler fragt: „Warum sind Sie nicht an der Front, Herr Major ?" - „Es ist mein heißester Wunsch, Herr Reichsführer !!" - Dann verbeugt sich ein Zivilist: „Bruch"!; und wurde nicht zur Kenntnis genommen. Im Lautsprecher wurde angesagt, aus x minus 50 sei wieder x minus 200 geworden; wieder war etwas nicht in Ordnung, der Start wurde verschoben, und jetzt wurde auch der Zivilist interessant. Denn auf seinem Fernsehschirm wollte jeder sehen, was an der Rakete gemacht wurde, wie man die Leitern emporkletterte und montierte. Man ging zum Imbiß. Albert Speer blieb zurück. Fragte, was man machen könnte, um ein größeres Bild zu sehen. „Ist leicht zu bewerkstelligen", antwortete ich. „Gut, dann beim nächsten Mal größere Bilder." Noch am selben Tage schicke ich ein Fernschreiben an meine Firma: „Albert Speer befiehlt 30cm-Bildröhre!" Ein halbes Jahr Fernseharbeit ist wieder gerettet.

1942 - Fernsehen in Paris

1942 zog eine Gruppe der Fernsehtechniker der Reichspost-Fernsehgesellschaft mit Geräten nach Paris. In dem ehemaligen Vergnügungsetablissement „Magic City" richteten sie unter der technischen Leitung von Krätzer ein Fernsehstudio ein und machten Programmbetrieb. Bis zur Invasion lief hier ein friedensmäßiges Fernsehen ab. Der Secret Service unterhielt währenddessen an der englischen Küste eine Aufnahmestelle. Die normale Reichweite eines Fernsehsenders betrug damals 60-80 km. Ihnen gelang es dort mit einer Antenne, die zwischen zwei 32m hohen Masten montiert war, über die mit Rauch und Staub verseuchte Atmosphäre zu kommen und täglich das deutsche Programm in 290km Entfernung mitzusehen. Da man in Paris einen ausgezeichneten Filmreportagedienst hatte, konnten so die Engländer wertvolle Aufschlüsse über die Erfolge ihrer Bombenangriffe aus den Deutschen Wochenschauen entnehmen.

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