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Das Super-Iconoscope

ein ganz frühes Foto

Nach dem "Iconoscope" von Zworkin von 1923/33 modifizierte die 1940 zur "Fernseh GmbH" umbenannte Berliner Firma "Fernseh AG" diesen Lizenzbau zum (eigentlich unerlaubt eingedeutschten) Super-"Ikonoskop". (Das sind alles eigene Angaben aus den bereits sehr "nationalsozialistisch eingefärbten" 1939er Fese Publikationen und darum mit Bedacht zu glauben.)

Die Fernseh GmbH war zu dem Zeitpunkt auf indirekten Druck von NS-Regierungsstellen bereits "arisiert " worden (1938) und hatte die Beteiligungen des Engländers Baird und von Siegmund Loewe und Bruder "integriert" (besser gesagt: trickreich enteignet) und auch deren (Loewes) eigene Glaschmelze übernommen. Alle Fese Aufnahme- und Bildschirm- Röhren wurde vormals beim Partner Loewe geblasen und bei der Fese im eigenen HV- (Hoch-Vakuum) Labor konfektioniert.

Laut amerikanischer Quellen entwickelten die drei Forscher Lubszynski, Rodda, and MacGee in England von 1934 bis 1937 das Super-Iconoscope, das eine bis zu 15 mal höhere Empfindlichkeit gehabt hätte.

Das Iconoscope ist nach wie vor eine amerikanische Erfindung. Erst die NS- Propaganda hatte das rethorisch eingedeutscht (jetzt als Ikonoskop) und daran wurde bei uns in Deutschland auch nach dem Krieg noch lange Jahre rethorisch festgehalten.

Das Super-Ikonoskop (Bildwandler- Bildspeicherröhre)
Eine Beschreibung aus 1953 !!

Das Super-Ikonoskop stellt eine Verbesserung des Ikonoskops dar. Bild 17 zeigt die Anordnung. Wir erkennen auch hier wieder das Strahlerzeugungs- und Ablenksystem mit der Kathode und den Ablenkspulen ddj bzw. ccj. f ist die uns ebenfalls schon bekannte Fotozellenschicht. Das mit Hilfe der Linse a erzeugte Lichtbild fällt jetzt jedoch nicht unmittelbar auf die Platte f, sondern gelangt zunächst auf eine sogenannte Fotokathode k, die aus einer sehr dünnen Schicht eines Stoffes besteht, der unter dem Einfluß von Lichtstrahlen Elektronen abgeben kann.

Je nach der Helligkeit der einzelnen Bildpunkte wird daher die Fotokathode mehr oder weniger Elektronen abgeben. Wir erhalten demnach auf dieser Kathode gewissermaßen ein Elektronenbild, das man nun mit geeigneten Vorrichtungen „elektronenoptisch" auf die schon erwähnte Fotozellenschicht f projizieren kann. So wie man für Lichtstrahlen Glaslinsen für Projektionszwecke benötigt, kann man Elektronenstrahlen mit Hilfe von „Elektronenlinsen" projizieren, die aus magnetischen oder elektrischen Feldern bestehen und hier z. B. von den Spulen bb4 erzeugt werden.

Hierdurch erhält man eine Abbildung des Elektronenbildes der Fotokathode auf der Schicht f. Im Gegensatz zum (normalen) Ikonoskop wird also nicht das optische Bild unmittelbar auf der Fotozellenschicht entworfen, sondern es wird vom optischen Bild zunächst ein elektronisches (Ab-) Bild erzeugt, und erst dieses gelangt auf die Schicht f. Durch diesen etwas umständlich erscheinenden Vorgang erhält man jedoch eine erhebliche Steigerung des Wirkungsgrades, da man die Elektronenausbeute der Fotokathode ziemlich groß machen kann.

Wie es zu dem Namen "Super-Ico..." kam ....

Die auf die Fotozellenschicht treffenden Elektronen haben eine so große Geschwindigkeit, daß sie aus den Cäsiumtröpfchen der Platte f Sekundärelektronen schlagen. Der wirkliche Elektronenverlust der kleinen Cäsiumfotozellen ist daher trotz der Zuführung von Fotoelektronen letzten Endes viel größer als beim gewöhnlichen Ikonoskop, weil wesentlich mehr Sekundärelektronen herausgeschlagen als Primärelektronen zugeführt werden. Infolgedessen erhält man am Widerstand R, der dem schon bekannten Außenwiderstand des Ikonoskops entspricht, entsprechend kräftige Spannungsimpulse. Die neue Einrichtung darf daher als wesentliche Verbesserung angesehen werden.

Wir verstehen jetzt auch die zweite Bezeichnung für das Superikonoskop, nämlich den Ausdruck „Bildwandler-Bildspeicherröhre". Die Bezeichnung Bildwandler erklärt sich daraus, daß mit Hilfe der Fotokathode aus dem optischen zunächst ein fotoelektrisches Bild erzeugt wird. Außerdem wird bei dieser Einrichtung natürlich ebenso wie beim Ikonoskop der Speichervorgang ausgenützt.



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