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typische historische Kamera

Zum Auffrischen und Erinnern . . . .

. . . sind diese Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit dem Fernsehen, den Kameras, den Videorecordern, den Tonband- und den Magnetband- geräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern.

Philips LDK9 Studiokamera auf Frametransfer Chip-Basis.

Die Halbleiter Chip Kamera Philips LDK 9 ist der direkte Nachfolger der Fese KCM 125 Plumbicon Kamera von 1985. - Bis zu dem Zeitpunkt, da Philips das Sagen bei der ehemaligen Bosch Fese, dann BTS übernommen hatte (etwa 1985), dann Philips Broadcast Deutschland ab etwa 1990 (inzwischen Thomson Media - dan Thomson Broadcast und dann GrassValley und dann in 2014 aufgelöst) in Darmstadt, waren die reinen Philips LDK Studio-Kameras nur vereinzelt in deutschen Sendern anzutreffen. Vor allem die LDK 5 gab es in norddeutschen "Anstalten" öfter.

Die alten Entwickler der Fese sowie die Spezialisten in Produktion und Service haben uns im Gespräch erzählt, daß die Entwicklungen der Philips Ingenieure Weltklasse hatten und daß sowohl die Röhren- wie auch die Halbleiter-Labors in Breda intern bei der Fese mit Hochachtung geschätzt wurden. Man hatte ja Kontakt zu Philips wegen der Plumbikon Röhren, die bei Philips in Breda entwickelt wurden und in Hamburg bei Valvo produziert worden waren und von dort auch gekauft werden mußten. Alleine beim Design hatten die Philips Kollegen (und Wettbewerber) nicht immer das geniale Händchen.

Was in den Gesprächen aus heraus kam, daß die Philips Ingenieure den gleichen großen Respekt (einige sprachen sogar von Angst) vor den deutschen Entwicklern hatten und so manches Mal mit Neuerungen bei den Halbleiter Chips einfach nicht rausrückten. Sie wollten das KnowHow einfach nicht weitergeben.

Die BTS LDK9 Serie ist quasi der nahtlose Nachfolger der BTS KCM125 Studiokamera, der letzten großen High-Tech Plumbicon Kamera, die in Darmstadt entwickelt und auch produziert wurde. Die LDK9 hatte, außer daß sie vollständig auf Halbleiter-Chips basierte, ein mit der LDK 910 eingeführtes ganz neues Konzept schon alleine bezüglich der Transportabilität.

Die beiden Rohr-Rahmen außen am Gehäuse waren ja etwas völlig Neues bei den Studio-Kameras und auch sonst sehr auffällig. Dort konnte man diese Kameras problemlos tragen und drehen und auch die Anschlüsse waren geschützt.

Es stellt sich natürlich (im Nachhinein) die Frage, warum bei der Fese niemand auf eine solche Idee kam. Die KCM125 und auch die KCH1000 (beide äußerlich nahezu baugleich) waren ja auch noch sehr schwer.

Die LDK9 kam im Jahr 198x natürlich um Einiges später, als die Fese/BTS die Produktion eingestellt hatte bzw. einstellen mußte. Doch sieh mal an, der (Röhren-) Sucher war der von der KCM125 und kam (imer noch) aus Damstadt.

Dieser spezielle Fese-Sucher war nämlich etrem hell und scharf und stellte das gesamte von der Kamera aufgenommene Bild mit zusätzlichen Randbereichen dar. Und dieses Bild war etwas größer als das (im Sende-Rahmen) im Sucher angezeigte Sende-Bild. Bilder darüber kommen noch auf den kommenden Sucher-Seiten.

Die meisten wissen ja inzwischen wie das ist mit der prallen Sonne, wenn Sie mit dem Handy oder dem Notebook in der prallen Sonne stehen, dann sehen sie auf den Displays gar nichts. So etwas ist natürlich bei einer Profi-Fernsehkamera absolut untauglich. Das also nur zu den Suchern oben auf den Kameras.
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