Sie sind hier : Startseite →  Die Hersteller→  Philips Broadcast→  Philips Video Recorder
typische historische Kamera

Zum Auffrischen und Erinnern . . . .

. . . sind diese Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit dem Fernsehen, den Kameras, den Videorecordern, den Tonband- und den Magnetband- geräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern.

Versuchsmuster 1 BCR 40
Versuchsmuster 2 BCR 40
Damals schon zusammen mit Bosch
ein Flop, diese BCR Reihe

Bei den Videorecordern im Profi Bereich spielte Philips keine große Rolle.

War Philips bei den Studio-Magnetbandmaschinen schon nahezu unbekannt und muß man die wenigen großen Tonstudio-Bandmaschinen wie Stecknadeln suchen, so ist uns keine einzige professionelle Video-Bandmaschine in der Produktion in einem Sender bekannt.

Es gab da schon einige Entwicklungen zusammen mit der Darmstädter Bosch-Fese und mit der Fürther Grundig AG, vielleicht gab es auch Kontakte zu Loewe mit deren früher 2" MAZ Entwicklung.

Es gab von damals mehrere Entwicklungs-Versionen einer BCR 40, die dann aber ebensowenig auf den Broadcast Markt kam wie die BCR 50 und BCR 60. Vor allem gab es frühzeitig schöne Prospekte dieser Maschinen, die aber beide die Vorstellung in Montreux nicht überlebt haben.

Und die Entwicklung an sich war nicht von Erfolg gekrönt. Die riesengroßen Schrägspurscanner hatten Probleme ohne Ende.

Bei den Consumer Geräten wie auch anfänglich im semiprofessionellen Umfeld war Philips aber richtig aktiv. Bei den Vollprofis waren es die LDK Studiokameras. So spielte alleine die Kamerafabrik in Breda in der Oberliga der wenigen Fernseh- Profiausrüstern weltweit eine bedeutende Rolle.

Die Forschungen und Entwicklungen hatten herausragende Qualität und wurden auch beim Wettbewerb sehr geschätzt.


vermutlich BCR 40 Bandlauf Schema
vermutlich BCR 60 Bandlauf Schema

Stand der Technik war der große Scanner

aber er hatte Probleme. Die Qualität stimmte nicht, das Kopfrad "schwabbelte" und fand nicht immer die einzelnen Spuren der Viertel- oder Halbbilder.

Dafür gab es 1972 wunderschöne Farb- prospekte, die in Montreux alle Besucher fleißig mitgenommen hatten.

Doch als der Tag der Wahrheit kam, schieden sich die Geister und die Bosch/Fese pfiff ihre Leute aus dem Projekt zurück. Der Scanner war ein Philips Problem, für das es mit dieser analogen Kopftrommel Technologie (sogar weltweit auch bei Ampex in Amerika) noch keine Lösung gab.

Philips hatte sehr gute Labors !!
Eine Pressinfo im Januar 1985 :

Philips stellt produktionsreife Dünnfilm-Magnetköpfe vor
Das Eindhovener Entwicklungslabor des Elektronik-Giganten Philips meldet neue Erfolge: Die Fertigungstechniken für Dünnfilm-Magnetköpfe sind, so die Holländer, so weit fortgeschritten, daß einer rentablen Serienproduktion nichts mehr im Wege steht.

Das bedeutet praktisch grünes Licht für künftige digitale PCM-Recorder, die wie herkömmliche Cassettendecks mit feststehenden Tonköpfen arbeiten. Solche Recorder benötigen Köpfe, die das schmale Cassettenband mit einer Vielzahl von Spuren beschreibt, um die riesigen Mengen digitaler Daten unterzubringen. Die neuen Philips-Köpfe schreiben zweiundzwanzig Spuren übereinander; zwanzig davon dienen zur Speicherung der digitalen Tonsignale, die beiden restlichen Spuren stehen für zusätzliche Informationen zur Verfügung.

Die Eindhovener Magnetkopf-Spezialisten produzieren solche Vielschicht-Köpfe ähnlich wie integrierte Schaltkreise (Chips), nur verwenden sie statt des Halbleitermaterials den Werkstoff Permalloy für die Tonköpfe-Gold für die elektrischen Zuleitungen und Quarz als Isö-lationsmaterial zwischen den einzelnen Schichten des Tonkopfes. Diese Materialien stapeln sie in verschiedenen Schritten übereinander. Dabei wenden sie unter anderem die Technik der Ionen-Zerstäubung an, mit der auch CDs verspiegelt werden.

Die geometrischen Strukturen der hauchdünnen Tonkopfschichten legen die Philips-Ingenieure mit denselben fotomechanischen Verfahren fest, die sie auch in der Halbleitertechnik anwenden: Sie fertigen Zeichnungen an, verkleinern sie auf Filme in der Originalgröße der Tonkopfschichten, belichten und ätzen die dünnen Materialschichten in verschiedenen Schritten und geben damit den Magnetschichten, elektrischen Leitern und Isolationsbereichen die gewünschte Form.

Bild : Elektronik-Riese Philips präsentiert serienreife Dünnfilm-Magnetköpfe für digitale PCM-Recorder: Die Vielschicht-Köpfe schreiben 22 Spuren übereinander.

- Werbung Dezent -
Zur Startseite - © 2006 / 2019 - Deutsches Fernsehmuseum Wiesbaden - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - DSGVO - Privatsphäre - Redaktions-Telefon - zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - kostenlos natürlich.