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1945 - 1995 "Der unendliche Traum von der Traumfabrik"

In 26 Kapiteln blickt Horst Goscke auf 50 Jahre Wiesbadener Film-Euphorie zurück und skizziert Höhepunkte und Tiefpunkte der Wiesbadener Ambitionen, mal ein deutsches Hollywood zu werden. Viele bundesweit bekannte Filme und Personen werden aufgeführt und auch das zeitweise wirre politische Drumherum der Nachkriegszeit wird nicht vergessen.

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2016 - Ein Kommentar von Gert Redlich

Diese Zeit ist vergangen - für immer

Beim Lesen der 26 Kapitel wurde deutlich, Herr Goschke ist Wiesbadener und die eigene Stadt (bzw. das eigene Haus) kritisiert man nicht oder nur zaghaft oder sanft. Ähnliches wurde Herrn Günter Bartosch vom ZDF Intendanten "zugetragen", als er mal einen kompenten Leserbrief zu einer ZDF Serie in der ZDF Hauspostille anbringen wollte.

Ich bin seit 1950 auch ein Ur-Wiesbadener, doch mit der (meiner) Kritik kann ich nicht mehr hinterm Berg halten, zu viel läuft da schief und man hätte es sehen können. Irgendwo las ich diesen Spruch : "Wer die Geschichte nicht kennt, kann auch die Zukunft nicht gestalten." (so oder so ähnlich las sich das).
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Soll man Träumen hinterherlaufen oder nachtrauern ?

Meine Generation hat die entscheidenden Entwicklungen der Neuzeit von der Pike auf mitbekommen. Das waren die Entwicklung des Fernsehens und der Computer und so nebenbei der Audio- und Hifi-Technik. Auch die KFZ-Technik hat entscheidende Fortschritte gemacht. Anfänglich haben wir Jungspunde die Vorhersagen oder Zukunftsvisionen belächelt. Dazu erinnere ich mich an den ersten ALDI-Laden, der diese ganze auch bereits fest gefahrene Lebensmittelbranche gnadenlos aufmischen sollte. Es gab also fast keinen Bereich des Lebens, der in den letzten 50 Jahren nicht irgendwann total umgekrempelt worden war. Unrühmliche Ausnahmen waren Banken, Versicherungen und Behörden.

Und da gab es mal ein Buch mit dem Titel "1984", völlig bekloppt illusionär aus einer weit entfernten virtuellen fernen Welt, so unglaubwürdig wie auch realitätsfremd es nur ging.

In 2015 deckte der junge Amerikaner Snowdon auf, es ist brutale Realität, sogar hinter unserem Rücken - jetzt - ist das alles passiert. Es ist schon gar keine realitätsfremde Utopie eines einsamen Spinners mehr.

Darum schaun wir mal zurück, womit sich der deutsche Film wirklich selbst gekillt hatte. Durch reinen Zufall habe ich ein Bündel Filmhefte geerbt. Ich zeige Ihnen nur die Titelseiten, dann wissen Sie, warum diese Art des Films - also der Unterhaltung - keine Chance mehr hatte, und damit hatte auch Wiesbaden keine Chance mehr. Wiesbaden war sowohl gedanklich als auch räumlich viel zu provinziell, zu klein und vor allem - nicht ausbaufähig.
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