Zum Auffrischen und Erinnern . . . .

. . . sind diese Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit dem Fernsehen, den Kameras, den Videorecordern, den Tonband- und den Magnetband- geräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern. | |
Die echte "Vinten Pumpe"

Nach den Aussagen der Vinten Experten von damals war das Modell 556 zwar nicht das erste Stativ dieser Konstruktion, aber ab 1957 es war der internationale Durchbruch. So etwas hatte keiner auf der Welt und jeder Kameramann (damals noch im Anzug oder im weißen Kittel), der in Montreux mal eine Fernseh- kamera auf einer "Vinten Pumpe" geschwenkt, geneigt, gedreht und dann auch noch gefahren hatte, der wollte solch ein Teil in seinem Sender haben. Und Kameramänner hatten (damals) noch richtigen Einfluß auf solche Kaufentscheidungen.
Damit waren die allseits bekannten (Dreibein-) Holzstative von Max Killi oder von Arri und all den anderen (selbst mit unterbautem Dollywagen) auf einmal nahezu out. | |
Robust wie ein T34

Ja, das war eine Krux für die emsigen Verkäufer, wenn der Einkäufer zwar neue Farb-Kameras bestellt hatte, die aber doch wieder alle auf die alten Pumpen drauf sollten.
Eventuell wurde mal ein neuer Neigekopf mit bestellt, aber die Pumpe, die blieb. Wir haben auf die 556 bewußt einen unserer ältesten Vinten-Köpfe drauf geschraubt. | |
Wie eine Servolenkung

Die "modernen" Kameras sollten damals neben dem/den Künstler(n) her fahren können. Denn die mobilen Kameras waren ja noch nicht so weit. Dazu hatte die Vinten Pumpe unten im Fuß unsichtbar ein ausgeklügeltes System mit robusten Fahrrad- oder Motorrad Ketten, die die drei Doppelräder auf einem paralellen Kurs hielten. Jedes der drei Doppelräder war dazu auch nochmal beweglich aufgehängt, sodaß Unebenheiten locker weggesteckt werden konnten.
Und das Ganze, also die Richtung, wurde mit dem großen schwarzen Handrad (siehe Bild weiter oben) butterweich gesteuert. Das etwas tiefer gelegene weiße Handrad war die Arretierung der Höheneinstellung der Säule, auf der die Kamera wohnte. Doch dazu später. | |