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typische historische Kamera

Zum Auffrischen und Erinnern . . . .

. . . sind diese Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit dem Fernsehen, den Kameras, den Videorecordern, den Tonband- und den Magnetband- geräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern.

Der Kern der ganzen Geschichte im Kamerakopf ist der Farbteiler mit den Aufnahmeröhren.

auf einem sehr massiven Guß-Chassis montiert
die Farbteilung mit Spiegeln
der Lichteinlaß von vorne

Sie finden hier im Fernsehmuseum eine ganz ausführliche und dennoch leicht lesbare Betrachtung über die Problematik der Farbteilung mit Prismen bei professionellen Kameras. Diese Seiten hatten wir mit Erlaubnis von CANON Deutschland aus deren Broschüre von 1985 entnommen, also lange nach 1972 und diesem Shibaden Modell hier.

Hier wurde das einfallende Licht noch mit teildurchlässigen Spiegeln in R-G-B getrennt. So war das in den Anfängen. Auch die ersten Fese Farbfilm-Abtaster arbeiteten so, und auch die ersten Farb-Diageber.

Teildurchlässig bedeutet aber auch, daß doch recht viel von dem kostbbaren Licht verloren ging.

Sie sehen ganz deutlich, diese Konzeption / Konstruktion hat eine gewaltige Länge und die Röhren samt dem Farbteiler "wohnen" auf einem sehr sehr robusten Aluminium Druckgußchassis.

Es ist inzwischen allgemein geläufig, daß die von den drei Röhren angelieferten farbigen (Einzel-) Bilder absolut deckungsgleich übereinander liegen müssen, und zwar auch nach jedem leichten "Schubs" oder einem Transport an einen neuen Arbeitsplatz.

Die Röhren mit den Halterungen wie auch das gesamte Linsensystem wiegen mehrere Kilo. Und dennoch darf sich nichts "losvibrieren".

Die drei Röhren

Der Farbteiler mit den Spiegeln und den Sammellinsen ist in einem eigenen (schwarzen) robusten Alu-Gehäuse auf dem großen (goldfarbenen) Chassis aufgeschraubt.

Die drei einzelnen Röhren mit der Justage-Vorrichtung sind jeweils auf eigenen einzelnen dicken Alu-Platten montiert und mit 3 Schrauben auf dem großen Chassis befestigt. Eine Dreipunktlagerung wackelt nicht.

Wie bei so vielen anderen (Kamera-) Produkten macht auch diese Konstruktion den Eindruck eines Labormusters, das dann in die Produktion gegangen ("worden") ist.

Die genaue mechanische Einstellung der Aufnahmeröhren in allen Richtungen wird duch ein ausgefuchstes und dennoch einfaches System mit Justageschrauben fixiert.

Auf jeden Fall ist diese Konstruktion sehr robust und würde jeden deutschen TÜV erfreuen.

Die Röhren sind vermutlich die in Japan als Konkurrenz zum Philips Plumbikon entwickelten Satikons, ein Vidikon verbesserter Art.

Die Elektronik in der Kamera

Also das Gehäuse scheint recht robust und hält bestimmt viel aus. Über die Belüftung kann man streiten, in heißen Gegenden ist sie mit Sicherheit nicht ausreichend.

Die Hauptplatine ist ausklappbar, der Rest steckbar, aber was hat ein Trafo im Kamerakopf verloren ? Der gehört doch in die CCU.

Die Bedienelemente sind auf das Notwendigtse reduziert, mehr brauchte man offensichtlich nicht. Ein einfaches Intercom System war auch schon eingebaut.

Die Verbindung zur Steuereinheit, der CCU, ging über ein dickes Kamerakabel wie bei der Fese auch. Die Qualität der Buchsen und Stecker war aber doch um einige Klassen preiswerter. Die Pins waren alle nicht vergoldet und deutlich korrodiert. Diese Kamera hätten wir entweder gar nicht oder nur für kurze Zeit zum Leben erweckt.

Auch, wie man ein hochwetiges Videosignal über 20 oder mehr Meter zur CCU bekommt, also ohne Coax-Leitung, das bleibt ein Geheimnis. Es sei denn, die Kamera konnte nur VHS ähnliche (Home-) Qualität.

Doch das aufwendige Farbteilersystemn spricht dagegen.


Werfen wir einen Blick auf die Elektronik von 1972

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