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typische historische Kamera

Zum Auffrischen und Erinnern . . . .

. . . sind diese Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit dem Fernsehen, den Kameras, den Videorecordern, den Tonband- und den Magnetband- geräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern.

Unser Objektiv ist deutlich schwerer als der Kopf.

Das muß nicht unbedingt so sein, es gibt für die KCP-40 auch kleinere Zooms und auch feste Brennweiten und die sind deutlich kleiner und leichter.

 

Also dieses Teil ist gewaltig. Sicher, es gab da mal eine Tailor Hobson Optik mit über einem Meter Länge, doch diese Zeiten sind lange vorbei. Zumindest bei dieser Generation von professionellen Zoom Objektiven haben die Schneider Kreuznach Ingenieure (endlich) saubere Arbeit geliefert. (Angeblich gab es anfänglich viel zu meckern.)

Lächeln Sie nicht, dazwischen liegen 20 Jahre . . .

und vergleichen Sie das mal mit dem Sprung, den wir in der EDV und der PC Welt gemacht haben. Und mit diesen modernen Rechnern berechnen sowohl die Japaner wie auch die Europäer die modernen Zoomobjektive.

 

Diese Schneider Optik war eine Glanzleistung deutscher Ingenieurtechnik. Daß uns die Japaner mit unserem eigenen Wissen überholt und abgehängt haben, liegt auch ein Bißchen an uns selbst. Leitz ist angeblich nahzu voll in japanischer Hand. Die wollten von uns das Knowhow und die Software, mit der man diese Linsen konstruiert. Die Carl Zeiss AG und die Mainzer Schott AG sind nach wie vor 100% Töchter der deutschen Carl Zeiss Stiftung.

 

Und zu solch einem unpopulären Deal gehören ja außer dem (japanischen) Käufer mit dem "Geld in der Tasche" auch (notleidende) Verkäufer, die "JA" zum Verkauf sagen.

 

Daß inzwischen auf sehr vielen japanischen Kameras und auch auf amerikanischen Kameras "Vario Tessar Carl Zeiss" (bei Sony) oder "Designed by Leitz" (Canon) oder Schneider Bad Kreuznach (auf Kodak Kameras) drauf steht, das zeigt doch, woher das Wissen kam.

Ein Studio Zoom ist nicht trivial

Die Vorgaben für solch ein Zoomobjektiv sind die absolute Qualität und Stabilität. Also von der kleinsten bis zur größten Brennweite und vom kleinsten Abstand bis "unendlich" und bei so gut wie jeder Blende soll das Teil absolut präzise funktionieren.

 

Eigentlich müsste man die Linsen in Stahl "verpacken", doch das kann dann wirklich keiner mehr tragen. Darum wurde mit ALu nicht gespart, es ist alles massiv.

 

Alle Ringe sind aus vollem Alu gedreht und massiv verschraubt. Andere Teile sind aus massivem Aludruckguss.

 

Das Kamera Chassis

Bevor wir die Optik jetzt an den Kamerakopf anflanschen können, müssen wir den dritten Teil noch vorstellen.

 

Kamerakopf und Objektiv müssen zusammen extrem fest auf einem Stativ montiert werden können. Dazu dient das eigentliche Chassis.

 

Rechts sitzt später der Kamerakopf, links wird das Objektiv angeschraubt.

 

 

 

 

Damit Sie eine Vorstellung bekommen, was noch so alles bedacht werden muß, dieses Chassis zusammen mit dem Kopf und dem Objektiv muß ja auch ausbalanciert sein, damit es ausgewogen schwenkbar ist und den Kameramann nicht gleich erschlägt, wenn er mal aus der Horizontalen nach oben oder unten "schauen" muß.

 

Wir kommen darauf noch bei der Montage zurück.

Die beiden Seiten der Optik

Die eine Seite hatten Sie schon bewundert, das riesengroße Bullauge, das die Zuschauer wie auch die Gäste der diversen Fernseh-Schows immer so anstarren. Unbestritten, das war mit ein Grund, diese Kamera noch einmal optisch aufzubereiten. Diese große Linse ist wirklich beeindruckend und wenn man sie mal geschleppt hat, weiß man auch, warum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die andere Seite ist die große Flanschplatte, die mit 4 Rändelschrauben präzise am Chassis festgeschraubt werden muß. Eigentlich ist dieses Objektiv so wie jedes andere auch (nur ein klein wenig größer), das abgebildete Bild steht auf dem Kopf.

 

Über die absoluten Qualitäten der Studioobjektive hatte weiter oben schon etwas gestanden.

Alle Komponenten probeweise vereint

Ist das Objektiv mit den vier Schrauben sauber am Chassis angeschraubt, muß der Kamerakopf von der anderen Seite ebenso sauber angedrückt und mit dem Bajonettverschluß arretiert werden.

 

 

 

Was hier auf dem Bild schon recht gut aussieht, ist aufgrund des Gewichtes für eine einzelne Person gar nicht mehr trivial. Alle 4 Teile (samt Stativkopf) wiegen jetzt etwa 55 Kilo.

 

Weiter geht es mit der Befestigung unserer KCP 40

 

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