Sie sind hier : Startseite →  Die Hersteller→  BTS (Bosch-Philips)→  BTS HDTV (ab 1985)
typische historische Kamera

Zum Auffrischen und Erinnern . . . .

. . . sind diese Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit dem Fernsehen, den Kameras, den Videorecordern, den Tonband- und den Magnetband- geräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern.

HDTV mit 1250 Zeilen und 50 Bildern

Das war eine brilliante Entwicklung. Da konnten die Darmstädter Ingenieure mal so richtig zeigen, daß wir noch etwas drauf haben hier in Deutschland.

 

Leider ist der Umkehrschluß nicht so positiv. Damit konnten "wir Deutschen" zwar zeigen, daß wir weltweit technologisch durchaus mithalten konnten, doch es fehlte etwas mehr Weitblick hier in Deutschland und insbesondere bei der leicht verstaubten "Fese". Und das sogar dreifach, es wäre technologisch, politisch und wirtschaftlich opportun gewesen, sooft wie möglich mit anderen Technologieträgern (auch in Japan) zu kooperieren. Die Ansätze waren bereits gemacht, die oberste Etage fand das nicht gut. Wir berichten noch darüber. Es ist sowieso 20 Jahre her und viele Beteiligte sehen das inzwischen ganz nüchtern und real (fast Alle sind inzwischen pensioniert), so hätte es nicht laufen dürfen.

 

Jetzt im Jahr 2006 stehen (nicht nur) die BTS 1250 HDTV Geräte der damaligen BTS/Fese Generation von 1988 bis 1992 in den verschiedensten Museen und werden wegen der gewaltigen Größe ungläubig bestaunt. Denn sie sehen alle so neu aus.

 

Promotion zur Olympiade 1992

Das Eureka 95 Projekt (jedenfalls was davon nach draußen gelangte) hat sicher einiges Wertvolles an Erfahrung gebracht und hat auch das technisch Machbare gezeigt. Es hat aber auch gezeigt, daß nicht immer alles Machbare sinnvoll und durchsetzbar ist.

 

So ist die erforderliche immense Bandbreite der fantastischen Videodaten innerhalb der analogen Studioeinrichtungen (und auch der Außenübertragungen) nur mit Glasfaserverbindungen zu lösen gewesen. Das konnten die meisten Länder nicht und das wollten die anderen "Nachbarn" nicht bezahlen. Es war einfach zu teuer (jedenfalls damals) und damit eigentlich zu gut, also so richtig perfekt deutsch.

 

Hatten die Amis nicht schon mal schmunzelnd über PAL gelästert, da hieß es doch in Englisch "pay the additional luxury" (bezahle den zusätzlichen Luxus) für die Europäische Farbfernsehnorm PAL. Man hätte daraus lernen können.

 

Doch die Technik war noch nicht so weit. Aus den im Jan. 2007 erhaltenen Forschungs- Unterlagen der BTS/Fese ersehen wir, daß das Fraunhofer Institut zwar die Video-Kompression am Entwickeln war, aber bis dato (ca. 1990) keinerlei brauchbare Chips in erkennbarer Nähe waren.

 

Dennoch wurde bei der BTS/Fese ein "Digital Gigabit Recorder" samt digitaler Schnitteinrichtung entwickelt und fast bis zur Serienreife getrieben. Dann kam wieder so ein "Spezialist" (Name ist der Redaktion bekannt) und leitete das bundesweite Interesse auf PAL Plus um. Wie man heute weiß, war das ein abzusehendes "tot geborenes Kind".

 

Doch die Politik, die Lobbies und die Seilschaften hatten mehr Einfluß und so wurde eine vielversprechende Entwicklung zu den Akten gelegt.

 

Auch hierüber berichten wir aus den Forschungsberichten des damaligen BMFT.


- Werbung Dezent -
Zur Startseite - © 2006 / 2018 - Deutsches Fernsehmuseum Wiesbaden - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - DSGVO - Privatsphäre - Redaktions-Telefon - zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - kostenlos natürlich.