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Alte News 2014 aus "fernsehmuseum" werden aufgehoben.

Hier finden Sie unsere "alten" Neuigkeiten aus 2014

Dez. 2014 - der Schnee ist angekommen - und ganz viel

Schnee vor der Redaktion
Die ex RCA Labs in 2002

Wir wünschen alle Gästen und Freunden und Sponsoren die gleiche Ruhe, die am 28.12 bei uns eingekehrt ist. Es hatte nämlich die ganze Nacht über geschneit und der Schnee liegt jetzt über 15cm hoch. Seitdem kommen fast keine Mails  mehr und auch keine Telefonate, es gibt also viel Ruhe zum Lesen und zum Arbeiten. Und dabei habe ich das hier gefunden :

Mußte die RCA in 1985 verkauft werden ?

Auf 54 Seiten fand ich 13 hochkarätige Artikel aus den RCA Laboratorien - über die Manetbandtechnik von 1964 mit massig Hintergrundwissen über die Videotechnik und allem Drumherum. Das steht natürlich im Magnetbandmuseum. Auch ist ein Buch über die Historie des "David Sarnoff Research Center", also über die ehemaligen RCA Labors in Princeton eingetroffen mit sehr interessanten Jahreszahlen und uralten RCA Fotos. Denn dort wurde von Vladimir Zworikin mit seinem "Iconoscope" die Wiege des modernen Fernsehens gelegt. Auch die Wiege des modernen Farbfernsehens wurde bei RCA in Princeton gelegt, die elektronische RCA-Version der Farbe hieß später NTSC. Noch interessanter dagegen ist die Historie der RCA von 1919 bis 1986, die aus vielen Quellen zusammen gesucht wurde.

Nov. 2014 - Es häufen sich Fragen nach Frankfurter Kinos

Die Seite über die Wiesbadener Kinos gewinnt an Zuspruch aus allen Gebieten in Rhein-Main. Und die Fragen nach einer ähnlichen Seite über die Frankfurter Kinos werden häufiger. Doch ich bin Wiesbadener und habe nicht den Einblick in die Frankfurter Kino-Historie. Wer da helfen möchte mit Bildern und Artikeln sei hiermit herzlich eingeladen, mitzumachen.

Nov. 2014 - Eine beeindruckende Ausstellung von 30 großen Fotografien im Filmmuseum Frankfurt beginnt am 26.11.

Am 25.11. wurde im Film-Museum am Schaumainkai in Frankfurt eine neue und vor allem eine sehr andere Ausstellung über die vergangene Pracht der amerikanischen Kinos eröffnet. Zwei junge Franzosen sind über 10 Jahre sooft wie möglich in die USA gereist und haben in den richtig großen Metropolen die pompösen und gigantischen - aber jetzt verlassenen und verfallenen Kino- Paläste fofografiert - und . . . von innen fotografiert. Es sind etwa 30 große hochauflösende Fotos ausgestellt, die den jetzigen Zustand der leeren Paläste von damals eindrucksvoll dokumentieren. Ein deutscher Fan "der Kinos an sich" ist vermutlich entsetzt, diesen gnadenlosen Verfall ehemaliger Pracht in den USA so detailliert hautnah vorgesetzt zu bekommen. Doch im Vergleich mit anderen historischen Veränderungen ist der erste vermeintlich negative Eindruck doch nicht gerechtfertigt bzw. nachzuvollziehen.
Mehr über die Ausstellung und das Drumherum steht auf dieser Seite.

Nov. 2014 - Auch unser "Mr. Ampex" ist jetzt mit 82 gegangen

Tom in seinem ELement
Tom bei uns im Juni 2014

Bei uns im Fernsehmuseums-Umfeld war er der "Mr. Ampex" - mit richtigem Namen Tomislav F. Marjanovic oder einfach Tom.
Tom war etwa 1957 von RCA aus dem Ostblock (aus Kroatien) in die USA geholt worden, um zu lernen, wie man die damals hyper- moderne RCA 2" Videorecordertechnik installiert und repariert und natürlich die englishe Sprache und auch Deutsch zu erlernen. Später wurde er dann von AMPEX abgeworben und hatte über viele Jahre die großen 2" Magnetband-Boliden in ganz Europa und vor allem immer wieder hinter dem eisernen Vorhang repariert. Er hatte ja immer noch seinen jugoslavischen Paß und durfte (mußte) damit sogar in die damals geheimen Video-Keller von Adlershof.
Als seine AMPEX Zeit um 1972 zuende war, ließ er sich überreden, selbständig zu werden und suchte sich leider den falschen Partner aus. Tom war - solange ich ihn kannte - ein sympathischer ehrlicher und ganz lieber Freund. Der Versuch mit der Firma "TFM TV System & Partner GmbH" endete leider kläglich und nicht nur alle Finanzreserven waren verbraucht. Auch die Motivation und die Lebenslust waren angeknackst, als er merkte, sein Freund und Partner hatte ihn nur ausgenutzt. Zuletzt hatte Tom sein Steckenpferd geflegt und ein Buch über Gehirnforschung und das Lernen der jungen Menschen zusammengestellt. Diese Seite www.global-curriculum.de wird noch einige Jahre bestehen bleiben.

29. Okt. 2014- Zeitzeugengespräch bei Prof. Dr. Hausdörfer

Ein letzter geretteter 4" Wafer mit 19 intakten verwendbaren 1250 HDTV Frame-Transfer Sensoren aus 1986/87

Die in vielen Artikeln abgedruckten Erklärungen der Funktionen der verschiedenen Fernseh- Aufnahmeröhren sind dennoch erklärungsbedürftig. Das haben wir heute Nachmittag nachgeholt, um einige fremde Artikel zu korrigieren, in denen es nicht korrekt dargestellt wurde oder wird. Dazu hat mir Prof. Hausdörfer seine raren Unikate aus der Anfangszeit der digitalen Bildaufnehmer Chips übergeben und den Werdegang dieser Technologie ausführlich erläutert.
Und dann nach dem Abschluß unseres langen Gespräches war mir, als würde ein Güterzug nebenan durch die Außenwand in die Küche reinbrettern, so laut hat es plötzlich gerummst. Kurze Zeit später kam heraus, es war ein richtiges Erdbeben der Stärke 3,7 im Raum Darmstadt-Mühltal, also fast direkt unten drunter. Da das ganze Haus wirklich heftigst geschüttelt wurde, wird es mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Japaner würden nicht mal mehr zucken, aber für mich (und auch für Liam und Jens, die in Pfungstadt auf mich gewartet hatten,) war das "Erlebnis" wirklich "einzigartig".

19. Sept. 2014 - "Zwölf Uhr Mittags" - aber bei uns hier ....

Die Original-Szene

Erinnern Sie sich an den uralten Western "High Noon" von 1952 mit Gary Cooper ? Also ganz so spannend war es heute Mittag bei uns vor der Museums-Redaktion nicht. Aber als 3 große schwarze Limusinen einen anderen schwarzen Kombi abrupt gestoppt haben und mehrere "Hochleistungssportler" blitzschnell mit gezogenen Waffen den multikulturellen Beifahrer herausgezogen und auf den Boden "verbracht" hatten, war ich schon verblüfft. Es ging alles wirklich blitzschnell und es ist ja schon das zweite Mal, daß unsere kleine Straße reif für den "Tatort" war. Ich konnte aber weder eine Kamera noch ein Kamerateam erspähen. Das war also schon wieder "Live". Auch war ich gerade am LKW ausladen - wieder ganz tolle Sachen vom HR und von Grass Valley - und fotografieren wollte ich die Beamten dann doch nicht. Deren Job ist schon schwer genug. Schaun Sie sich einfach einen "Tatort" an, dann haben Sie einen Eindruck, wie es heute hier gewesen sein könnte.

Sept. 2014 - Wie das Fernsehen funktionierte ...

Wie hatte das Fernsehen - das analoge schwarz-weiß und auch das farbige Fernsehen - wirklich funktioiniert ? Darüber gibt es seit 1966 haufenweise Bücher und Broschüren und Zeitungsartikel. Wenige Artikel haben es wirklich prägnant und verständlich "rüber gebracht". Drei Artikel haben wir uns angesehen und auf den Scanner gelegt.
Einen Anfang aus dem Haus Rohde & Schwarz finden Sie hier.

Aug. 2014 - Die 16mm Filme aus den 70er und 80er Jahren haben die gespannte Erwartungshaltung nur gestreift

Günter Brähler hat uns dankenswerter Weise alle alten 16mm Fese-Filme aus den Jahren um 1974 überspielt. Nicht nur, daß da kein Ton drauf war, die überwiegend schwarz weißen Filme zeigen sehr ausschweifend die Abreise der Ü-Wagen aus dem Werkstor der Bosch Fernseh - damals noch in Darmstadt - aus dem FESE Gelände heraus. Weiterhin gibt es Einblicke in die Endkontrolle der ersten 2" MAZen der Fese. Aber auch das ist alles sehr langatmig. Mal sehen, wer von den alten Fese-Leuten uns das nochmal kommentiert.

Juli 2014 - ein 16mm Film über den 100. Ü-Wagen der Fese

Mit etwas Glück tauchen historische Schätze auf, die längst vergessen oder entsorgt geglaubt waren. Aus Weiterstadt haben wir einen vermutlich farbigen 16mm Schmalfilm mit Magnetton bekommen, der über den hundertsten Übertragungswagen der Fese berichten soll. Im Bild rechts wird dieses seltene Unikat aus den 1960er Jahren gerade vom Überspielexperten Günter Brähler aus Eltville begutachtet. Wenn der Film von Herrn Brähler digitalisiert worden ist, werden wir sowohl einzelne Bilder wie auch den ganzen Film zum Download einstellen.

Juli 2014 - eine uralte runde 21" RCA Farbbildröhre aufgetaucht

Wie wir aus der Literatur und den Magazinen und den "fernseh-informationen" entnehmen können, hat das Farbfernsehen in den USA sehr viel früher angefangen als bei uns in Europa. Uns fehlten aber die Bilder und Fotos, außer von den Messen, auf denen damals 1952 die ersten Geräte vorgestellt wurden. Auch von dem US-amerikanischen Fernsehkrieg Anfang der 1950er Jahre - Mechanik gegen Elektronik - ist viel zu lesen. Jetzt ist eine uralte kreisrunde 55cm RCA Farbbildröhre, ein "Kinescope Tube" oder besser ein "RCA Radiotron Electron Tube" aufgetaucht. Wir durften sie mitnehmen. Ein paar erste Bilder finden Sie hier.

Juni 2014 - Vor 30 Jahren setzte die Götterdämmerung ein

Der Philips Chip von 1984

Was vor ca. 50 Jahren in der Hifi-Welt der funkelnagelneue DUAL 1009 Plattenspieler bewirkt hatte, hatte 1984/85 in der Welt des professionellen Fernsehens der erste wirklich funktionierende Halbleiterchip von Philips bewirkt. Die Röhren-Kameras waren schlagartig "out". Es gab zwar 15 Jahre früher schon diverse Studien und auch fertige Muster solcher Bildwandler-Chips von den Bell Laboratories, RCA und Kodak und es gab sogar erste professionelle 3-Chip Farb-Kameras. Doch erst die Philips Ingenieure machten diese Technik für das professionelle Fernsehen wirklich anwendungsreif. Und die Japaner hechteten - wie sooft - sofort hinterher.

Nachtrag / Korrektur - Ende Juli 2014

von Gert Redlich - Von der obigen Neuigkeit stimmt leider so gut wie nichts !!! Da bin ich auf die fast immer seriösen Broschüren von Valvo/Philips "hereingefallen". Doch diesmal war es eine echte Markting Finte. Professor Dr. Hausdörfer hat mir am 24. Juli alle Dokumente zusammen gesucht, die auf ein viel früheres Datum verweisen. Und von Philips war da noch keine Rede. In den Labors von Kodak und RCA wurden schon um 1969 bis 1974 (EDV-) Speichermodelle entwickelt, bei denen kleinste Ladungsspeicherzellen per Frame-Transfer, also blockweise, verschoben wurden, um sie schnell auszulesen zu können, während die langsameren Urzellen bereits neu gesetzt werden konnten. Damals war der Schreib/Lese-Zugriff auf Halbleiter-Speicher noch sehr langsam.
Ein anderer Forscher fand dann etwas später heraus, daß man diese einzelnen Zellen auch mit Licht setzen (= programmieren) konnte und da kam die Idee des "Bildaufnehmer"-Chips per Frame-Transfer her. Die Idee wurde für die großen Weltraum-Telescope erdacht oder geboren, weil man solch einen Chip viel besser langzeitbelichten kann als Filmmaterial. Mehr kommt auf den entsprechenden Seiten hier im Bereich "Wissen und Technik" bei den CCD Chips, wenn ich alles sauber aufgearbeitet habe.

Juni 2014 - Immer mehr Fragen tun sich auf . . . . .
Überlebt sich das Fernsehen auch ?

Die Ideal-Kurve des normalisierten Auf- und Ab- einer Technik oder Entwicklung oder eines Trends
Beispiel aus Wikipedia - Verteilung des Intelligenzquotienten
Auch eine Verteilungs-Kurve
Kinobesuche in Deutschland

In den Jahren nach 2010 haben sich die Theorien der sogenannten "Gaußchen Normalverteilung" - dieser so geheimnisvollen Glockenkurve - in vielen Bereichen der Technik als auch der Medien als realitätsnah und nachvollziehbar (also beinahe als wahr) erwiesen.

Zum Beispiel ist die Zeit des Magnettonbandgeräts und des Kinofilms endgültig zuende, die der Tonbandkassette und die Zeit der 33er Vinyl-Schallplatte auch. Die CD und die DVD und bald auch BlueRay und die anderen drehenden Speicher- Scheiben werden bald folgen. Große und kleine Disketten und die ganzen "Optical Cartridges" kennt heute schon kaum noch jemand. Diese sogenannte Glockenkurve symbolisiert den langsamen Aufstieg einer Technologie oder eines Konzeptes, das Erreichen des Gipfels und dann den mehr oder weniger langsamen Abstieg oder Absturz bis in die Bedeutungslosigkeit.

Nur wenige Bereiche haben sich bis heute gehalten, das Auto, das Buch und das Radio gehören dazu. Doch dem Fernsehen, das seit 1936 (bei uns mit einer 10 jährigen Pause) eine stetige Aufwärtsentwicklung erleben konnte, droht Ungemach (sowie angeblich auch den Zeitungen). Nicht nur mir ist aufgefallen, daß die Technik bei den Sendern wie auch beim Empfänger zwar nahezu perfekt geworden ist, doch mit den damit gezeigten Inhalten hapert es immer mehr. Ein Artikel im Feuilleton der FAZ ("Unsägliche TV-Dokus") ist wirklich aufschlußreich und symptomatisch. ( bit.ly/1hlQ7ZG )

Mai 2014 - Die Museen ziehen bald um

Unsere Museen ziehen auf einen neuen Server um - nicht ganz freiwillig. Doch bald ist es soweit. Mal sehen, was den Administrator dann dort erwartet. Dann "prozessieren" 8 Opteron 64Bit Prozessoren für unsere Besucher - oder sie langweilen sich, weil sie eigentlich "viel zu leistungsfähig" sind. Wo und wie Sie die Museen finden . . . 

April 2014 - Heinz Schenk - Wieder ein Urgestein weniger . . . .

Mai 1946 in Wiesbaden

Neben Paul Kuhn hatte sich auch Heinz Schenk seine ersten Sporen in einem kleinen Wiesbadener Kino in Wi- Dotzheim verdient. Es war 1946, ein Jahr nach der verheerenden Niederlage des letzten großen Krieges. Es gab nichts, kein Radio, Fernsehen sowieso nicht und auch Zeitungen waren noch sehr sehr rar. In der französischen Zone gab es sogar noch monatelang Ausgangssperren. Dann startete der Mainzer Heinz Schenk hier in Wiesbaden mit seinem Variete, dem "Heinz Schenk Gastspiel". Einen Tag vor dem 1. Mai 2014 war nun auch seine Zeit abgelaufen - mit immerhin stolzen 89 !! Jahren.

Nachtrag :

Angeblich "Große Bestürzung" hat der Tod des 89-jährigen Heinz Schenk ausgelöst. Ganz Hessen würde um ihn trauern. - Das ist natürlich wieder mal unwahres populistisches Medien-Gefasel. Die internen Informationen über Heinz Schenk skizzieren ein ganz anderes Bild. Seit etwa 15 Jahren wurde er nur noch sporadisch engagiert, weil die allermeisten Veranstalter und Regisseure mit seinen altersbedingten "Eigenarten" (andere sprechen von Marotten) nicht mehr leben = arbeiten konnten. Übrigens gilt Gleiches auch für die nachrägliche Verklärung des auf der Leinwand immer so sympatischen Heinz Rühmann und weiteren anderen "Künstlern". In dem Nachlass des Günter Bartosch (Produzent von "Goldener Schuss" und vielen anderen Hans Rosenthal Shows) sind einige konträre Storys (aus dem Bereich hinter der Bühne) über diese berühmten Entertainer gefunden worden, die den Autor sehr nachdenklich gestimmt haben.

April 2014 - Eine Woche vor Ostern - der Super-GAU

Soetwas nennt man auch einen (kleinen) GAU, jedenfalls für unsere Strasse - man nennt das auch "Land unter" - bislang alle 50 Jahre einmal

Nachdem seit Januar alles so schön funktioniert hatte, also das Scannen von über 900 A4 Seiten auf uraltem noch mit Schreib- maschine geschriebenem Papier, hat es dann am Freitag Nachmittag dem 11.4. unerwartet geknallt. Nach einem Sicherheits-Update kam der Server nicht mehr hoch. Und dann eskalierten die Verkettungen der modernen Technik, sodaß es bis zum Mittag des 17.4 gedauert hatte, bis der Web-Server wieder lief. Hier finden Sie eine geraffte Auflistung der Story. Und da immer noch sehr viele Anfrufer so gerne das Museum besuchen würden, hier kommt ein Einblick, wo und wie Sie uns finden. Vorweg gesagt, das "Museum" oder besser "die 4 Museen" sind fast 48cm breit, ca. 8cm hoch und ca. 80cm tief, haben 4 CPUs und 6 Festplatten und brauchen jetzt etwa 280 Watt an Strom, Tag und Nacht - bald aber nur noch 220 Watt.

April 2014 - Die Aufarbeitung der "SABA Fernseh-Story"

Wie bei Grundig und all den anderen Radio-Herstellern war auch bei SABA in den 1960er und 1970er Jahren der Fernsehapparat der Dukaten-Esel. Erst als dieses Bein unauf- haltsam ins Wanken geriet, wurden zum Beispiel HIFI-Produkte wieder hervorgeholt. Doch da war es bereits zu spät. Hermann Brunner-Schwer hatte bis 1988 aufgeschrieben, was er so alles erlebt hatte. In dem SABA Buch wurde das dann noch von einem Journalisten ausführlich ergänzt - um den Zeitgeist und die wirtschaftlichen Gegebenheiten der jeweiligen Jahrzehnte. Da uns hier in der Redaktion aber inzwischen (2014) wesentlich mehr Detail- Informationen vorliegen als damals (um 1990), kann jetzt so Manches ergänzt und korrigiert werden - die "Die SABA Story" wohnt natürlich bei den Fernsehgeräten im Fernsehmuseum (2).

Feb. 2014 - In Weiterstadt verblaßt das Erbe der FESE

Der Eingang in 2007

Auch für einen Außenstehenden ist es traurig, daß sich auch die Nachfolger der Nachfolgefirmen der Darmstädter Fernseh GmbH so langsam verabschieden. Die Zeiten bei Philips und dann auch noch bei Thomson waren einfach nur unglücklich. Selbst diese großen Firmen haben den sogenannten Turnaround - also den Wandel - nicht geschafft. Doch es ist scheinbar ein Zeichen der Zeit, daß manche den Wandel nicht schaffen. Bei uns in Wiesbaden steht direkt am Hauptbahnhof ein rundes Einkaufcenter (das Lilien-Carree), bei dem bestimmt über 1/3 aller Geschäfte seit längerem leer stehen. Die Schaufenster sind von innen mit bunten Tapeten zugeklebt, "es stände ein Umbau an" - (Abriss oder Wandel ?)

Ein Video Service Manual aus 1974

Feb. 2014 - 4 Kisten voller Prospekte ab 1970 ...

Nachdem wir vor über einem Jahr 6 Umzugskartons mit so gut wie allen jemals gedruckten Prospekten der Robert Bosch Fernseh GmbH - genannt Fese - übergeben bekommen hatten, bekamen wir jetzt die gesammelten Werke der Videotechnik Dahl geschenkt. Und dort sind fast alle Sony, JVC und Panasonic Video-Geräte und Kataloge enthalten. Aber noch viel interessanter sind die uralten Video-Beamer- Prospekte von Firmen, die heute schon lange keiner mehr kennt. Und alle Macher hatten den Ehrgeiz, dem potentiellen Kunden so genau wie möglich zu erklären, wie das alles funktioniert. Und dann haben wir eine Menge alter 16mm und 35mm Projektionstechnik gefunden. Also, da kommt noch viel - auch im Film-Bereich.

Jan. 2014 - Eine fast neue 16mm Schmalfimkamera von 1936

Vor 72 Jahren brachte Zeiss eine ganz tolle 16mm Schmalfilm- kamera heraus. Bei der Kamera, die wir geschenkt bekommen hatten, war sogar noch die Anleitung dabei. Wenn man die so liest, wird einem klar, wie mühsam das Arbeiten mit dem Film damals war. Alleine der Text-Teil mit Ab-blenden und Auf-blenden ist lesenswert. Heute ist das nur noch ein Klick und der Szenen-Übergang ist perfekt eingebaut. Schaun Sie ruhig mal rein, was damals 1936 ein Traum und auch der Renner für "betuchte" Mitmenschen und natürlich fürs Militär war.

Neu: Sept. 1949

Jan. 2014 - Vor genau 100 Jahren wurde in Wiesbaden Mitte ein richtiges Kino gebaut

Was ist daran so besonders erwähnenswert, werden Sie fragen. Als das Kino bzw. der Film sich 1914 so langsam aus der halbseidenen Welt gelöst hatte, wurden Filme fast immer nur in Tanzsälen oder Turnhallen oder in Hinterzimmern von Gaststätten vorgeführt. Und dann in 1914 - kurz vor dem 1. Weltkrieg, den keiner geahnt hatte, baute ein Unternehmer ein richtiges großes Kino - das Thalia Theater - mitten in der besten Innenstadtlage. Und pompös sollte es sein, was immer 1914 darunter zu verstehen war. In 1995 mußte das alte Thalia einem Investor weichen, es wurden aber zwei moderne Säle an der alten Stelle erstellt, das "neue Thalia" und das "Hollywood". Am 30.1.2014 wäre dort Geburtstag. Beachtenswert ist, daß es 1949 jeden Tag 6 Vorstellungen gab, so gefragt war Kino zu jener Zeit.

Jan. 2014 - Rückblick auf die Fernseh-Anfänge in München

In den 4 Umzugskisten mit den 58 Bänden der uralten Fernseh-Informationen war auch eine kleine DIN A5 Broschüre aus 1954, ein offizieller Messekatalog für die Besucher der Fernseh-Schau München im November 1954. Viele richtig goldige Artikel über Heim-Fernseher und professionelle Fernsehtechnik sind lesenswert.
Ja, so war das damals, als das Fernsehen so langsam anfing. Wer waren die Anbieter, wie funktioniert solch ein Fernseher ? Wie stelle ich ihn überhaupt auf ? Wer dreht an den Knöpfen ? Wo wird das "Fernsehen" gemacht ? Wie kommen die Bilder von Hamburg nach München und was kostete ein Fernseher 1954. Wozu brauchte man eine Antenne auf dem Dach ? Welche Programme konnten/durften die Bayern sehen ?

Jan. 2014 - Ein unerwartetes Weihnachtsgeschenk der besonderen Art . . . : 58 gebundene Jahrgänge "FI"

57 Jahrgänge sind 6 Regal-Meter

Und wieder hat bei uns "das Glück" Einzug gehalten. Am 5. Januar bekamen wir die gesammelten Ausgaben der "fernseh-informationen" seit 1951 geschenkt - über 120 Kilo Papier in 4 großen Umzugkartons. Die über Jahrzehnte von Dr. Wagenführ maßgeblich erstellten Informationen und Kommentare zur Entwicklung des Fernsehens in Deutschland und in der ganzen Welt (Organisation, Programme wie auch Geräte) ab 1951 bis 2008 ergänzen die über hundert Seiten von Gerhart Göbel über das Fernsehen in Deutschland bis 1945. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei der Familie Wagenführ für dieses unerwartete Geschenk. Hier geht es los - ein Rückblick:

Jan. 2014 - Wir wünschen allen unseren Lesern viel Glück im neuen Jahr und Muße zum Lesen und Schmökern.

Unsere News werden immer jahrgangsweise archiviert. Die aktuellen Änderungen auf den Webseiten stehen hier. Werfen Sie einen Blick in diese Historie der letzten Web-Änderungen.
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