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Die dünnen 4seitigen Filmblättchen waren mal sehr gefragt. Und sie waren mit 10 Pfennigen zu bezahlen.

Damals, als vielen der Überlebenden der schon wieder verlorene 2. Weltkrieg noch tief in den Knochen steckte, hatten alle diese Menschen Sehnsucht nach dem kleinen Glück und der Freude und dem Lachen, und war es noch so trivial und doof - wie wir heute - 40 oder mehr Jahre danach urteilen.

Damals war es exrem wichtig, daß die Menschen wieder mal bunte Träume aus Italien oder Amerika sehen konnten, gewürzt mit schwungvollen Melodien mit saublöden Texten, ... das war alles normal und wurde - eine Zeit lang gerne - konsumiert.

Und zu jedem Film gab es die Filmblättchen mit ein paar die Gedanken und die Phantasie animierenden Bildern drauf und der kurzen Inhaltsangabe - damit das Träumen schon vor der Vorstellung anfangen konnte. Man nannte das die "Einstimmung" auf die "Stimmung" im Film. Solch ein bunter Traum dauerte (von Ende 1945 bis etwa 1956) allermeist etwa 1 1/2 Stunden, dann wurden die Zuschauer in die Realität zurück "katapultiert".
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Was wir dabei nicht vergessen dürfen, es war nach dem April 1945 ....

da gab es auf dem "flachen Land" so gut wie nichts, also wirklich "NICHTS" - außer dem kleinen Kino. In ganz vielen Flecken gab es das im 3. Reich auch vor dem Kriegende 1945 nicht, außer den verstaatlichten Zeitungen und dem Volksempfänger.

In 2021 habe ich den 95 jährigen Rudi Czech besucht und ausführlich befragt, wie es nach 1945 in Weilmünster im tiefen Taunus ausgesehen hatte. Er kam als junger sudentendeutscher Flüchtling in dieses weit abgelegene Kaff, das man zum Beispiel in Wiesbaden so gut wie nicht kannte.
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Von diesen Filmblättern sind nicht mehr viele übrig.

Nach langer Suche sind bei uns dann doch etwa 100 solcher raren Film-Heftchen eingelandet, also gespendet worden, damit sie nicht weggeworfen werden mußten. Die Generation nach 1980 konnte und kann damit so gut wie nichts mehr anfangen. Es ist ja nur Papier von den Eltern oder Verwandten, das jetzt entssorgt werden müsste.

Doch bei vielen älteren Mitmenschen hingen und hängen da immense Erinnerungen an die vergangene Zeit (und an die zum Teil gestohlene Jugend) dran, die sie auf den hinteren Sitzen oder Bänken in den Dorf-Kinos verbracht hatten, wobei sie meistens den eigentlichen Film gar nicht mitbekommen hatten - so "verträumt bzw. "beschäftigt" waren sie.
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Wenn Sie also auch ein bißchen miträumen wollen, .....

schmökern Sie mal in den Seiten aus der Zeit um 1945 bis 1955 herum.
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